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 Maze

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Deus
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BeitragThema: Re: Maze   12/11/2013, 18:09

Seufzend schüttelte sie den Kopf langsam.
„Wir haben hier an diesem Ort leider sehr eingeschränkte Fähigkeiten...“, gestand sie Denahi, setzte dann jedoch ein freudiges Lächeln auf. „Aber es ist schön für uns zu hören, dass du nicht vollkommen abgeneigt bist uns zu helfen. Wie versprochen wird euch nichts passieren.“ Nun blickte sie zu ihrem Begleiter, welcher daraufhin neben sie trat. Man merkte gleich die Größenunterschied. Während sie eine ziemlich durchschnittliche Größe hatte, überragte sie ihr Begleiter um einen Kopf. Er sah zwar nicht aus wie ein Troll, aber zumindest hatte er die Größe eines der kleineren Exemplare und die dazugehörigen Muskeln. Dann begann er zu sprechen:
„Es ist lange her, da verehrte man uns noch, betete uns an und erbat unseren Segen. Doch im Laufe der Jahrhunderte vergaß man uns. Erst als die Welt wieder erwachte, wagten wir einen neuen Versuch uns zu zeigen, denn für über 2000 Jahre besaßen wir nur so viel Kraft, dass wir uns selber erhalten konnten. Vor etwa 40 Jahren hatte jedoch ein Mann seine Astralkrieger geschickt, um uns einzufangen. Sie haben uns an diesen Ort gebracht und fordern seither unsere Dienste ein. Sie wollen uns für ihre Zwecke missbrauchen. Für seine Zwecke. Doch wir haben Jahrhunderte überlebt, Jahrhunderte geherrscht. Wir werden uns nicht beugen. Allerdings ist er ein sehr grausamer Mann und versucht uns durch Qualen und Folter dazu zu bringen ihm zu helfen. Nun bist du hier.. Du bist keiner von ihnen. Und das stimmt uns voller Hoffnung, denn du könntest uns helfen und hier heraus holen.“
Der imposante Krieger verneigte sich vor Denahi uns senkte nun seinen Speer, als habe ihn all das zu sagen erschöpft. Tatsächlich schwand seine Gestalt langsam, verblasste einfach immer mehr. Der Blick seiner hübschen Begleiterin wurde traurig.
„Ihr müsst uns hier heraus holen... bitte...“ Auch ihre Gestalt wurde plötzlich blasser...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   17/11/2013, 00:26

Denahi hörte aufmerksam zu und betrachtete die beiden kriegerisch anmutenden Gestalten. Etwas erschreckt stellte sie fest, dass der Mann zu verschwimmen begann.
„Was geschieht mit ihm?“, fragte sie noch an seine Begleitung, als er geendet hatte, doch diese schien nun ebenfalls wie ein Geist zu sein. Irritiert und etwas verschreckt blickte sie zu Alec.
„Ich kann in die Astralwelt blicken. Eine Gabe meiner Ahnen...“, meinte Denahi mit einem Schulterzucken. Das heiß ja noch lange nicht, dass sie auch andere Gaben durch ihre Ahnen haben musste, wie die Pumagestalt.
„Eben habe ich eine Kriegerin und einen Krieger hier gesehen...“, sie deutete auf die Stelle, wo die beiden gestanden hatten, bevor sie wieder Alec anblickte. „Jedenfalls sahen sie aus wie Krieger aus der Vorzeit.“ Etwas nachdenklich verstumme Denahi. „Sie erbitten unsere Hilfe, weil sie laut der Aussage des Kriegers vor 40 Jahren hier her gebracht wurden und eingesperrt wurden, um Aufgaben für jemanden zu erfüllen. Die beiden müssen uralt sein. Älter als 2000 Jahre, aber sehr schwach, da sie nicht einmal die Kraft haben ihre Astralkörper für lange aufrecht zu erhalten... Weißt du, was sie sind, Alec? Schließlich kanntest du diesen Ort.“ Es stimmte; er hatte sie hier her gebracht, dann konnte er vielleicht auch wissen, was sie waren. Götter aus der alten Welt? Sie wusste, dass Geister so alt werden konnten, jedenfalls glaubte man das bei den Quileuten, vielleicht waren sie auch Geister oder sonstige astrale Wesen? Ihre Augen suchten aufmerksam nach den beiden Gestalten, vielleicht könnte sie ja doch noch einen Blick auf sie erhaschen.
„Wie können wir euch befreien?“; fragte sie scheinbar in die Leere des Labyrinths hinein, auf Antworten hoffend.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   17/11/2013, 01:28

Anscheinend bekam Denahi keine Antwort. Zumindest wirkte sie so, als suche sie nach ihren Gesprächspartnern, die einfach verschwanden, ohne seine Begleiterin zufrieden zu stellen. Sacht berührte Alec Denahis Schulter, nachdem er den Schritt zu ihr überwunden hatte. Sein Blick war immer noch auf die Umgebung gerichtet, doch er kam etwas näher mit seinem Gesicht an das ihre, um nicht zu laut reden zu müssen.
„Sie sind weg?“, fragte er und erst jetzt begann er all die Informationen zu verarbeiten. „Ihnen helfen? Zwei Kriegern? Die ich nicht einmal sehen kann? Woher... also das mit der Astralebene... wow...“ Irgendwie wollte es nicht aufhören. Die Worte schossen aus ihm hervor. So etwas hatte er an dem heutigen Tag sicher nicht erwartet! Doch dann blieb er ruhig und schaute Denahi an, welche sie zu ihm gedreht hatte.
„Leider hatte ich keine Ahnung von diesen astralen Wesen. Mein Freund James hat mir den Ort empfohlen zum Entspannen, weil hier ziemlich selten jemand vorbei schaut und es einfach einmalig hier ist. Es sind bestimmte Sicherheitsvorkehrungen an diesem Ort getroffen worden, aber was die astralen Sicherheitsvorkehrungen angeht, da kenne ich mich leider zu wenig aus. Ich wüsste aber, wen wir da fragen könnten...“ Natürlich wusste er das. Schließlich kannte er - laut Denahi - ja die halbe Stadt. Doch ihm war nicht wirklich zum Grinsen zumute, sondern eher wurde sein Sinn für einen eventuellen Auftrag geschärft, genau wie seine Sinne empfindlich wurden, als er in Richtung ihres Ausganges Stimmen hörte. Doch diese konnte er dieses Mal sogar selber hören. Zwar nicht genau was gesagt wurde, doch es mussten mindestens zwei Männer sein, die sich etwas zu riefen.
„Ich glaube, wir müssen das auf später verschieben. Erst müssen wir hier weg. Ich möchte nicht unbedingt auf Ares-Mitarbeiter stoßen. Wir dürften gar nicht hier sein!“, gestand er leicht verschämt zu Denahi aufblickend. „Und dann erzählst du mir die ganze Geschichte noch mal. Vielleicht finden wir ja was raus über diese... diese Wesen oder was auch immer sie sein mögen.“
Kurzerhand nahm er Denahi am Arm und zog sie hinter sich her. Nach einigen Augenblicken hatten sich ihre Hände jedoch wieder in einander verschränkt, sodass sie jeweils auch die Anspannung des anderen spüren könnten, wenn die Hände zugedrückt wurden. So schlichen sie sich durch das Labyrinth, dabei gab Denahi meist die Richtung vor. Anscheinend hatte sie eine unglaubliche Auffassungsgabe was Wege anging, denn Alec hätte hier sicher nicht wieder hinaus gefunden.
Schließlich standen sie hinter der letzten Hecke. Alec wäre schnurstracks weiter geradeaus gegangen und hätte den Ausgang übersehen, wenn Denahi ihn nicht zurück gezogen hätte. Dabei verlor Alec sogar das Gleichgewicht und kugelte wie ein auf dem Rücken liegender Igel zurück. Das hatte sie jedoch davor bewahrt entdeckt zu werden. Mit einem dankendem Blick, wandte er sich an Denahi, nachdem er sich wieder aufgerappelt hatte und spähte dann um die Ecke, wo er ein halbes Dutzend Personen erblickte: Vier davon waren Wachmänner von Ares, der Fünfte war so ein groß gebauter Anzugträger und der Sechste von ihnen... Wieso hatte er das schon fast erwartet, ein Yakuza! Der Anzugträger und er Yakuza schienen sich fast blendend zu verstehen. Sicher irgendwelche Waffengeschäfte, dachte sich Alec. Diese Konzerne verkauften ihre Seele wirklich an jeden. Schlimmer als Runner. Hoffentlich würden sie bald gehen, dachte sich Alec als nächstes nur, denn das Gefühl, was sich in ihm ausbreitete, verhieß nichts Gutes. Irgendwie hatte er das Bedürfnis einfach da raus zu spazieren und beiden so dermaßen die Fress... Nein, er musste seine Wut etwas zügeln. Außerdem war er unbewaffnet, hatte Denahi dabei. Er war verletzlich. Und in einem Kon-Gebäude war er auch noch. Da konnte man keine Yakuza für ihre bloße Existenz bestrafen und Ares-Mitarbeiter für ihr korruptes Wesen. Ein Lichtblick zumindest war es, dass die kleine Gruppe sich anscheinend in Bewegung setzte für eine Runde um das Labyrinth. Das gab ihnen die Möglichkeit sich endlich raus zu schleichen. Sobald die sechs Personen fast um die Ecke gebogen waren, gab er Denahi das Zeichen und sie liefen lautlos, Alec zumindest fast lautlos, über den Rasen. In dem Moment wollte der Elf noch schauen, ob sie entdeckt wurden und erblicke aus den Augenwinkeln nur noch, wie der Asiate mit einer schallgedämpften Waffe auf den Anzugträger zielte. Die Wachmänner waren allesamt ausgeschaltet worden. Von einem Mann? Bevor Alec überhaupt sehen wollte, wie das ganze weiter geht, hatte er Denahi bereits die Treppen hinunter geschoben, bis sie an der Tür waren.
„Das war knapp. Weiter. Wir sind bald draußen. Wir haben es eigentlich schon geschafft!“ lächelte er, auch wenn er wusste, dass es gespielt aussah. Sie mussten hier weg. Mit einem bewaffneten Yakuza dieses Kalibers wollte er sich heute nicht mehr anlegen. Dafür hatte er die falschen Socken. Genau! Und einfach keine Waffe! Die Tür öffnete sich und sie betraten den kleinen Raum, der zur nächsten Tür führte. Als die ihre geschlossen war, öffnete sich etwa fünf Meter vor ihnen ebenfalls die Tür. Herein kamen zwei eifrig diskutierende Yakuza, welche gar nicht bemerkten, dass Alec und Denahi anwesend waren. Mit einem verwunderten, leicht verzweifelten Blick, schaute Alec sie an, blickte zu Denahi und wusste nur, dass er nun handeln musste, sonst würden sie sich wahrscheinlich nie wieder für ein Date treffen können...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   17/11/2013, 22:12

Wenn sie ihrer Einschätzung vertraute, dann war Alec sichtlich überfordert. Womöglich glaubte er ihr nicht einmal, was gar nicht so abwegig war, bei dem, was sie alles von sich gab. Auf die Frage, ob die beiden Krieger verschwunden war, nickte sie nur und hörte Alec zu. Eigentlich erstaunte es nicht, dass er auch da jemanden kannte, der ihnen weiterhelfen konnte. Aber etwas anderes als Alecs Stimme zog dann die Aufmerksamkeit auf sich: Stimmen. Sie lauschte und Alec tat es ihr gleich. Die Männer schienen sich zunächst freundlich zu unterhalten, wie sie an den Tonlagen feststellte, dann schien die Stimmung aber plötzlich zu kippen. Auch Alec gab ihr das Zeichen zu gehen, woraufhin Denahi wieder nur nickte. Sie bückte sich nach den Schuhen, die sie im Laufe ihrer Bodenerforschungsmaßnahme in der Wiese verstreut hatte und versuchte dabei das Ginsen zu verbergen, welches sich bei dem Gedanken, dass er das hier alles geplant haben könnte um sie womöglich zu beeindrucken, auf ihre Lippen legte. Doch länger blieb keine Zeit mehr. Sie mussten weg hier. Seine Finger schlossen sich warm um die ihren und er zog sie mit sich, doch in die falsche Richtung. Zwar bewegten sie sich so von den Männern weg, aber so würden sie das Labyrinth nicht so schnell verlassen. Bestimmt zog sie an Alecs Hand, sodass sie seine Aufmerksamkeit hatte, überholte ihn und führte ihn wortlos hinter sich her. Zum Glück hatte die diese Irrwege von oben einmal überblickt und sie sich gemerkt, sonst wären sie wohl gefangen hier drin. Ihre Schritten wurden immer schneller, als ihre geschärften Sinne dumpfe Schläge vernahmen und ein leises Geräusch, welches sie nicht genau zuordnen konnte. Aber da gleich darauf der feuchte, eiserne Geruch von Blut in der Luft lag, wusste sie, es musste eine Waffe sein. Sie blickte sich auch nicht um, als sie die offene Rasenfläche passierten, sondern steuerte direkt auf die Treppe zu, hinunter und dann durch den Raum, durch den sie gekommen waren. Alecs Stimme klang beunruhigt, nicht ängstlich, aber sichtlich beruhigt. Sie musste zugeben, dass sie nicht wirklich Angst hatte, aber auf die zusätzlichen Schmerzen, die Kugeln in ihrem Fell verursachen würden, konnte sie gut verzichten. Oh ja und wie knapp das gewesen war, dachte sie sich auf Alecs Aussage hin. Aber das war wohl zu früh gefreut, denn da kamen durch gegenüberliegende Tür zwei eben solche Anzugträger, die sie dachten hinter sich gelassen zu haben. Sie spürte Alecs Blick auf sich und erwiderte ihn. Entschlossenheit stand in den blauen Augen und irgendwie wusste sie bereits, was das zu bedeuten hatte. Also nickte wie wieder nur kurz und richtete ihren Blick wieder auf die zwei Typen. Ein oder zwei Tote mehr oder weniger. Was machte das schon für einen Unterschied, vor allem da es Yakuza waren. Sie brauchte keine Konzentration, ihr Hass auf diese Typen reichte völlig aus um ihr die nötige Konzentration und Kraft zu geben, sodass sie bereits auf den ersten Typen zu setzte. Sie hatten den Vorteil auf ihrer Seite, da die beiden Hohlköpfe in eine Unterhaltung vertieft schienen. Also sah sie es nur als weitere Gelegenheit ihre Teilverwandlung zu üben. Für zwei Typen und mit Alec bei ihr lohnte sich der Aufwand einer vollständigen Verwandlung nicht einmal. So ließ sie die Verwandlung nur bei ihrer Rechten zu, während sie im Angriff den Typen mit der Linken zu fassen versuchte und mit der rechten Pranke ausholte und zuschlug. Ihr Griff konnte ihn zwar nicht halten, doch die Rechte traf und sie spürte wie die Haut unter ihren Krallen riss und der Typ zu schreien begann, als eine rote Spur über sein Gesicht zog. Mist, daneben! Er versuchte sie mit einer Hand von sich wegzuschieben, während die andere nach seiner Waffe tastete. Denahi ließ sich auch bereitwillig etwas zur Seite schieben und holte erneut aus, während seine Finger panisch an seiner Waffe abglitten. Dieses Mal würde sie nicht verfehlen. Ihre Krallen trafen auf seinen Hals und Blut spritzte ihr entgegen, als der Mann in die Knie ging. Zugleich griff er sich mit einem erstickten Schrei an die Kehle, realisierte das viele Blut und gab den Kampf auf. Stattdessen presste er seine Hände mit panischem Blick, auf die Kehle. Seine Atmung ging schnell, das Herz hämmerte. Keine zwei Minuten und er wäre mausetot, jede Hilfe wäre zu spät, wenn sein Körper so weiterarbeitete. Schnell machte sie die Verwandlung rückgängig und schaute sich nach Alec um.
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BeitragThema: Re: Maze   18/11/2013, 19:17

Nachdem Alec beobachtet hatte, wie Denahi sich auf den ersten Yakuza gestürzt hatte, wusste er, dass es unausweichlich war: Er musste kämpfen, schnell handeln und am besten lautlos sein. Fragen konnte er später stellen. Und von denen hatte er genug! Wie konnte Denahi so etwas tun ohne... Nein, er hatte damit nicht gerechnet, aber sie hatte tatsächlich innerhalb von Sekunden einen Yakuza-Schläger außer Gefecht gesetzt.
Schnell lief auch Alec auf den verbleibenden zu, während dieser panisch nach seiner Waffe griff, sie aber vor Aufregung und durch den Anblick seines sterbenden Kollegen, nicht greifen konnte. Alec nutzte diesen Umstand aus, denn der Asiate blickte zu Denahi. Somit stand er seitlich zu Alec, der mit voller Wucht auf ihn zulief und ihn rammte. Der Yakuza konnte sich nicht mehr auf den Beinen halten, taumelte und stürzte dann zu Boden. Dort angelangt hatte er sofort einen auf ihn mit gezielten Schlägen einprügelnden Alec auf sich sitzen, der ihn mit nur wenigen Schlägen bewusstlos geschlagen hatte. Sofort bemächtigte er sich der Schusswaffe des Gangsters und blickte zu Denahi, der er zu nickte und mit einer Kopfbewegung in Richtung Ausgang, das weitere Vorgehen signalisierte.
Als Denahi bei ihm angelangt war und sie zum Ausgang geschlichen waren, gönnten sie sich zwei Sekunden Verschnaufpause, bevor sie möglichst unauffällig in den Bürokomplex übergingen. Die Pistole hatte Alec in die Innentasche seiner Jacke gesteckt. Auffällig aber trotzdem nur für den geschulten Blick als Waffe zu erkennen. Denahi hatte er an die Hand genommen. Nun war er dabei sie aus einem Labyrinth zu führen, das Labyrinth der komplett gleich aussehenden Bürokomplexe. Schließlich kamen sie zu den Liften, wo bereits Wachmänner warteten. Anscheinend war hier eine höhere Sicherheitsstufe von Nöten gewesen, denn die Wachmänner waren vorher noch nicht da.
Der erste Wachmann kam auf sie zu und nickte zum Gruß. An seiner Schulter hing eine Maschinenpistole. Schwere Bewaffnung für einen Wachmann, entschied Alec und wunderte sich dabei wegen nichts mehr. Die Konzerne taten was sie wollten. Kein Wunder bei den Mächten mit denen sie sich einließen... Yakuza, tz!
„SIN-Kontrolle.“, waren die einzigen Wörter, die aus dem Mund des Wachmannes kamen. Alec zeigte sein Comlink her. Wie immer hatte er seine falsche SIN geladen, sodass er selbst nie in Zusammenhang mit einem Verbrechen kommen konnte.
„Vielen Dank Mr. Aarons.“, meinte der Wachmann und blickte dann abwartend auf Denahi...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   18/11/2013, 23:57

Sie gerade wie Alec ein Paar Schritte vor ihr den anderen Yakuza gerade zu Fall brachte und sich der Waffe bemächtigte. Sie hasste diese Dinger. Und irgendwie hielt sie es auch für unklug den Yakuza leben zu lassen, da er schließlich nun ihre Gesichter kannte, aber für mehr war keine Zeit. Sie sammelte ihre Stiefel ein und streifte sich diese schnell über, bevor sie zu Alec aufschloss. Schließlich würden sie unter Menschen gehen. Kaum dass sie bei Alec war, schloss sich seine Finger um die ihren. Diese Geste hatte nach der kurzen Zeit beinahe etwas Vertrautes, Gewohntes. Trotz der Situation lächelte sie in sich hinein, als sie sich mitziehen ließ. Das Grinsen wich jedoch ihrem unguten Gefühl, welches sich betätigte, als bei einem der Aufzüge angelangt waren und wieder ein Kerl von einem Kleiderschrank davor stand. Und dann kam dieses eine Wort. Dieses Wort, das ihr keinen Ausweg ließ. Sie schaute zu Alec, der seinen Comlink hin hielt. Verdammt. Der abwartende, kühle Blick richtete sich auf sie und ein Stich fuhr durch ihren Magen. Jetzt flog sie endgültig auf, denn Alec hatte zumindest eine gültige SIN. Denahi verfluchte sich innerlich, dass sie nicht doch ein Paar Nuyen für so ein Ding gezahlt hatte. Sie versuchte ein Lächeln, das ihr kaum gelang und viel mehr eingeschüchtert wirkte. Zaghaft suchte sie die Augen des Wachmanns.
„Ich habe meinen Comlink leider zuhause gelassen...“, log sie und schaute etwas verängstigt den Wachmann an, als hätte sie Angst, dass der Riese sie gleich verprügeln würde.
„Ich meine kommen Sie, wie kann ich denn etwas darin verstecken?“, dabei deutete Denahi auf ihre eigene Silhouette, die eigentlich mehr von ihrer Kleidung entblößt als verdeckt wurde. Sie hatte keinen Cimlink um, noch eine Tasche, noch sonst irgendetwas, wo sie hätte eine Waffe, einen Stick oder einen Comlink oder sonstiges verstecken können.
„Gibt es eine Möglichkeit, dass ich meine Daten nachreiche?“, fragte sie vorsichtig und schickte insgeheim ein Stoßgebet an Ahone, dass das Ganze ohne weitere Gewalt von Statten gehen würde.
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BeitragThema: Re: Maze   19/11/2013, 21:39

Der Wachmann war genauso verwundert, wie Alec es war. Keine SIN? SINlos vielleicht sogar? Oder war es tatsächlich die Wahrheit? Schließlich war auch er am Anfang des Tages ein wenig durcheinander und nicht gerade perfekt organisiert. Aber sein Comlink zu vergessen, das war wie... wie... seinen Kopf im Kleiderschrank vergessen zu haben. Das war einfach nichts, was man vergaß. Doch bei Denahi wunderte er sich über nichts mehr. Er war nur froh, dass sie sich nur mit Vornamen vorgestellt hatten. Mr. Aarons. Gut, dass der Wachmann den Vornamen verheimlicht hatte.
„Wissen Sie, es war heute ein stressiger Tag für uns und als wir aus dem Haus gingen, ging alles drunter und drüber. Ich versichere Ihnen, dass wir die Personalien natürlich nachreichen.“
Der Wachmann schaute die beiden an. Alec hoffte nur, dass die Nervosität, das Adrenalin, der beschleunigte Puls nicht auffiel. Dass der Wachmann verdammt nochmal blind war wie ein Vampir am Tag! Wie kam er eigentlich auf Vampir? Er sollte weniger Filme schauen, beschloss Alec in diesem Moment und seufzte gerade zur rechten Zeit, denn der Typ vom Sicherheitspersonal machte ernsthaft Anstalt sie wohl noch länger zu beobachten.
„Na gut, Sie reichen die SIN bist morgen Mittag nach. Sonst bekommen sie eine Anzeige. Und Sie junge Dame, Sie muss ich nicht daran erinnern, dass es unerlaubt ist, sich SINlos in Seattle aufzuhalten ist, oder?“ Er gab ein ungeduldiges Räuspern von sich und nickte sie zum Aufzug durch. Sofort zog er Denahi mit sich, bestellte per Knopfdruck den Aufzug und wartete, nur auf die kalte Wand vor sich starrend, um bloß nicht aufzufallen. Erst im Aufzug gestattete er sich ein wenig Erleichterung und schnappte erst einmal nach Luft. Da der Aufzug jedoch genau wie alles andere hier, überwacht wurde, sagte er nichts, sondern blickte Denahi nur mit nervösen und fast schon bedauernden Augen an. Nicht bedauernd, weil er bereute mit ihr zusammen zu sein, sondern eher, weil er sich in diesem Moment das Schlimmste ausmalte und sie beide einiges an Arbeit vor sich haben würden.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   21/11/2013, 00:34

Angespannt betrachtete sie den Wachmann und versuchte sich nach außen hin nichts anmerken zu lassen, jedenfalls nicht mehr als das Unbehagen, dass für jeden Menschen normal in einer solchen Situation gewesen wäre. Erst als der Wachmann sie kritisch gemustert hatte und sie scheinbar glimpflich davon kommen ließ, ließ sie etwas Erleichterung zu.
„Wird gemacht, Sir!“, log sie und brachte sogar ein dankbares Lächeln zu Stande. Das hieß fürs Erste weniger Tote. Denahi ließ sich hinter Alec schieben und anschließend zum Aufzug führen. Irgendwie schien man das zu erwarten... dieses Rollenbild. Vermutlich ging man wirklich davon aus, dass sie so etwas wie Partner waren. Und als sie den Metallkasten betreten hatten, hörte sie wie Alec geräuschvoll die Luft einsog ohne weitere Worte zu verlieren. Als sie seinen Blick auf sich spürte, erwiderte sie ihn. Das, was sie in seinen Augen erkannte, versetzte ihr einen kleinen Stich: Bedauern. Bereute er es sie getroffen zu haben? Mit ihr ausgegangen zu sein? Ihre grünen Augen wurden trüb und sie schaute weg; murmelte nur ein leises „Es tut mir Leid...“, in das Surren des Aufzuges hinein. Die geräuschvolle Stille, die zwischen Ihnen entstanden war, fühlte sie angespannt und kühl an, ganz anders als das wärmende Gefühl seiner Hände, die sie gehalten hatten, seiner Lippen, die sie geküsst hatten. Denahi spähte kurz zu Alec, senkte den Blick aber wieder. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, als sie unten angelangt waren. Zum Glück war niemand dazu gestiegen, niemand hielt sie auf, als sie auf den Eingang zu steuerten und schließlich den Ares-Tower verließen. Warme, schwüle Großstadtluft schlug ihnen entgegen, als sie auf die Straße traten. Die Sonne versank langsam hinter Betonriesen und warf bereits die ersten tiefen Schatten. Denahi lief sogleich ein Paar Schritte davon um bloß die Yakuza und die Wachmänner hinter sich zu lassen. Sie hatte nicht einmal die Geduld ein Taxi zu rufen. Erst als das Gebäude einige Meter hinter ihnen lag und keiner sie wohl in dem Gewirr aus Verkehrsgeräuschen hätte verstehen können, außer er stünde direkt bei ihnen, wand sie sich an Alec. Betreten blickte sie in seine Augen.
„Alec...“ ihre Stimme war kleinlaut. „Ich hab gar keine SIN...“, gestand sie und senkte gleich etwas beschämt den Blick. Doch auf der anderen Seite hatte sie sich, bevor er gekommen war, nie dafür geschämt. Irgendwann musste die Wahrheit wohl ohnehin raus. Manchmal sogar früher als später...
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BeitragThema: Re: Maze   24/11/2013, 19:37

Sie hatten es geschafft, überlebt und keine weiteren Toten auf ihrer Liste. Das war doch schon mal ein großer Vorteil. Und Alec war heilfroh, dass es keine weiteren Komplikationen mit Ares gab. Bis auf die Tatsache, dass sie eine SIN nachreichen mussten. Und irgendwie hatte er das Gefühl, dass gerade das ein großes Problem werden würde. Doch erst einmal genoss er die mehr oder weniger frische Abendluft der Großstadt, die er immerhin noch genießen konnte und nicht in irgendeiner Zelle verrotten musste, weil er zwei Wachbeamte von Ares getötet hatte, um Denahi zu retten. Ja. Das hätte er getan. Er hätte sie im äußersten Notfall umgebracht. Nicht, dass es eine große Sache war wen zu töten für ihn, aber normalerweise tat er das für Geld, oder seine Schwester oder Denahi, wie er sich in diesem Moment eingestehen musste. Und dabei kannte er sie gerade einmal eine Woche! Und er wusste nichts über sie, wie er an diesem Tag festgestellt hatte. Gar nichts! Sie konnte sonst wer sein! Doch getötet hätte er für sie. Für das scheue Wesen...
Er seufzte erleichtert und in diesem Moment sah er, wie sie weg lief, einfach in das Gewirr der Straße. Sofort tat er es ihr gleich, verschmolz mit den Wirren der Straße und verlor sie dann sogar fast aus den Augen, doch sie blieb dann einfach stehen. Wie vor einer Woche, als er sie kennen gelernt hatte. Sie stand einfach auf der belebten Straße, was so unglaublich außergewöhnlich war für jemanden in der Stadt. In dieser Stadt. In dieser Zeit. Niemand nahm sich die Zeit und blieb einfach stehen. Zumindest kannte er derartiges Verhalten nur in Beschattungsaufträgen. Doch dass jemand einfach stehen blieb, scheinbar grundlos, vielleicht einfach um zu schauen, um zu fühlen. Ja, um zu fühlen, das war das richtige Wort für diese Situation, denn als er sie sah, war ihr Blick sehr sonderbar. Alec konnte nicht richtig einordnen, was er auszusagen vermochte. Reue? Ein schlechtes Gewissen? Scham? Langsam trat der Elf auf sie zu, auf die Person, die ihn mit jeder neuen Situation neu verblüffen konnte. Doch dieses Mal war es seine Aufgabe sie zu verblüffen. Und sich selber... Sie sagte ihm, dass sie keine SIN hatte, doch damit hatte er gerechnet. Es war fast schon das Fazit aus ihrem manchmal etwas sonderbaren Verhalten...
Auf ihre Aussage sagte Alec nichts. Er überwand nur den Schritt, der zu ihr noch fehlte, und legte seine Arme um sie, drückte sie an sich, um ihr einige Momente später in die Ohren zu flüstern:
„Wir sind wohl beide etwas anderes, als wir vorgegeben haben. Aber das macht nichts. Bei mir bist du sicher.“, versprach er ihr mit einer Selbstsicherheit, die selbst einen Drachen überzeugt hätte.
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BeitragThema: Re: Maze   25/11/2013, 13:43

Er kam auf sie zu. Blieb stehen. Betrachtete sie. Sie wartete. Schaute in seine Augen. Und hatte Angst. Angst davor wie er reagieren würde, was er sagen würde. Aber warum? Selbst wenn er ging was es nicht das Schlimmste. Im Gegenteil sogar: es wäre das Beste. Dennoch hatte sie Angst davor. Innerlich machte sie sich aber auf genau das gefasst, dass er womöglich gegen sie anging und dann verschwand. Sie wartete wahrscheinlich ein Paar Sekunden auf eine Reaktion, nicht länger, doch die Sekunden erschienen ihr wie eine Ewigkeit. Innerlich machte sie sich bereits darauf gefasst, auf das, was nun kommen würde, als Alec auf sie zukam. Doch er legte einfach die Arme an sich und sie konnte wieder die Wärme seines Körpers fühlen, dicht an sich. Den ersten Moment lang blieb sie steif stehen, da sie nicht fassen konnte, was er gerade wirklich tat. Aber dann gönnte sie sich einen Moment der Entspannung und schlang die Arme um Alecs Schultern und schmiegte sich erleichtert an ihn. Sein Flüstern, der Lufthauch an ihrem Ohr, lösten eine Gänsehaut aus und ein wohliger Schauer lief über ihren Rücken. Aber was sagte er da? Das er anders war, das wusste sie von Anfang an. Irgendwie verleiteten seine Worte sie dazu, sich nach Sicherheit und Geborgenheit zu sehnen. Dieses Gefühl zu genießen, dass jemand da war. Jemand, der sie beschützen konnte. Dennoch löste sie sich aus der Umarmung und schob sie leicht von Alec weg.
„Nein Alec, du verstehst nicht...“, sie schüttelte etwas traurig, aber doch bestimmt den Kopf.
„Du bist nicht sicher, wenn ich bei dir bin. Ich bringe dich ständig in Schwierigkeiten. In solche, die ich nicht wie sonst lösen kann.“ Sie überlegte kurz. „Sag mir, wie ich das mit der SIN lösen kann und ich verspreche dir, dass ich dich nie wieder in Schwierigkeit bringen werde...“, versprach sie, ohne wirklich darüber nachzudenken, wie sinnig dieses Versprechen war und ob sie es überhaupt einhalten konnte. Aber irgendwie war sie jetzt umso entschlossener.
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