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 Maze

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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   19/10/2013, 18:17

Langsam und bedacht schüttelte Alec den Kopf. Nein, umdrehen kam gar nicht in Frage. Die ganze Woche schon hatte er sich auf diesen Tag gefreut, auf Denahi und ihre Stimme, ihren Anblick und das Gefühl, welches sie ihm vermittelte. Und jetzt sollte er wegen ein paar Yakuza, die wahrscheinlich sowieso nur zufällig hier waren, weil sie mit irgendeinem korrupten Angestellten um Waffen handeln wollten, von hier weg? Keine Chance! Er wollte diesen Tag und hatte so viel Schlimmes auf sich genommen, nur damit er heute hier sein konnte. Ein ganzes Yakuza-Nest hatte er ausgehoben! Blut klebte an seinem ganzen Körper, die Schreie der Toten hallten in seinen Ohren nach... Mit einem Mal kam er wieder in die Realität zurück und seufzte leise, jedoch vollkommen zufrieden, als er Denahi ganz nah bei sich hatte. Ihre Hand auf seiner Brust hatte er kaum bemerkt, so hatten ihn diese beiden Typen abgelenkt. Doch ihr aufbauender Blick, ihren Augen, in denen sich Alec einen Moment lang verlor, bauten ihn wieder auf. Nun schüttelte er nochmals den Kopf, aber bestimmter und sein vorerst wohl eingefrorener und bleicher Gesichtsausdruck wich nun der Farbe in seinem Gesicht und einem sanften Lächeln, welches wohl zeigte, wie froh er war, mit ihr hier zu sein.
„Nein, schon gut. Ich war gerade etwas in Gedanken.“, überspielte er das Ganze und war sich mittlerweile nicht einmal mehr ganz bewusst, dass seine Ausreden, die er sich zum Schutz von Denahi ausdachte, immer besser wurden. Denn er sagte die Wahrheit, ohne zu viel zu verraten. Er sollte das beruflich machen, wenn er das denn nicht schon machen würde...
„Außerdem sind wir fast da, da können wir doch nicht umdrehen!“, grinste er und wie aufs Stichwort gab es ein leises und melodisches „Ding“ im Aufzug, was ihre Ankunft im obersten Stockwerk ansagte. Die Tür öffnete sich und wieder tat sich einer dieser Bürogänge vor ihnen auf. „Komm, wir sind gleich da!“, sagte er und nahm sich mittlerweile einfach heraus ihre Hand zu nehmen und sie durch das Gewirr von Gängen zu führen. Hätte man jemanden irgendwo aussetzen wollen, bräuchte man wohl gar nicht in die Wildnis zu fahren. Ein einfacher Bürokomplex reichte schon aus, um sich für Stunden zu verirren. Doch schließlich kamen sie zu einer gläsernen Doppeltür, welche zu einer Treppe führte. Als sie durch die Tür hindurch gingen spürte man eine vollkommen andere Luft. Nicht diese gesäuberte und gefilterte Büroluft oder irgendeine Kaufhausluft, angereichert mit Duftstoffen, geschweige denn die dreckige Luft von draußen, von der Stadt. Die Luft, welche Seattle einfach umgab und wo selbst die Oberschicht der Stadt nichts gegen tun konnte. Nein, hier war es eine ganz andere. Die Luftfeuchtigkeit war etwas höher, es war etwas wärmer, die Luft war klar und frisch und wenn man genau hin hörte, waren da Geräusche zu hören, die man sonst nirgendwo hören konnte. Zumindest nirgends in dieser Stadt, wenn man nicht zufällig ein prall gefülltes Konto hatte. Selbst Alec hatte diese Geräuschkulisse in seiner Jugend nur ein paar Mal gehört. Dort war er mit seiner Mutter im Zoo und in dem großen Tropenhaus, welches ihn an diesen Ort erinnerte. Als sie die Treppe hinauf gegangen waren, fanden sie sich auf einer grünen Wiese wieder. Die Treppe war fast verschwunden, so überwuchert war sie mit verschiedensten Blumen und Gewächsen. Alles was man vom dem Aufgang sah, war das Marmorweiß, welches ab und zu zwischen all dem Grün hervor lugte. Wenn man sich dann umschaute, war alles bewachsen. Bäume, Hecken, Sträucher und viele, viele Blumen zierten einen künstlich angelegten Irrgarten. Um den Irrgarten herum waren kleine Teiche, marmorne Bänke zum sitzen, kleine Brunnen, wo man sich erfrischen konnte. Alles war unter einer Kuppel gebaut, die das besondere Klima erhalten sollte. Und erst wenn man genau hinblickte, sah man Vögel und Eidechsen, Nagetiere und Frösche. Alles flitzte kreuz und quer herum als sei es eine ganz eigene Welt hier oben.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   20/10/2013, 01:14

Einen Moment lang schaute sie in seine Augen und vergaß ganz zu zuhören, als sich seine Lippen bewegten. Erst im Nachhinein realisierte Denahi, was Alec eigentlich gesagt hatte und war wieder erleichtert, dass sie nicht umkehren würde. Alles in Allem schien er nun, je mehr Zeit verging, dass die Typen verschwunden waren, umso gelöster, was sie ihrerseits sehr freute. Sie genoss einfach diesen letzten Augenblick, in dem sie ihm nahe war und wich nicht zurück, wie sie es als Katze getan hatte. Erst das Geräusch, welches der Aufzug von sich gab, holte sie zurück. Und als die Metalltüren sich wie von Geisterhand aufschoben, fühlte sie, wie sich Alecs Finger warm um ihre Hand schlossen. Er zog sie bereits mit durch den Ganz, an Gängen vorbei, an Büros und sie musste realisieren, dass sie ohne ihn hier verloren war. Erstaunlicherweise schien Alec sich hier genauestens zurecht zu finden, dabei sah alles gleich aus; ein Gang wie der andere und dann eine Treppe hinauf. Er musste es ja wissen. Doch kaum, dass sie an ihrem Ziel angelangt waren, sah sie das Grün und roch diesen völlig unbekannten Geruch überall um sich herum. Je weiter sie stiegen, desto intensiver wurde er. Und dann waren sie da. An dem wohl schönsten Ort der Welt. Jedenfalls kam es ihr so vor. Das musste er sein. Fast ehrfürchtig blieb Denahi auf der obersten Stufe stehen. Die eben noch harte Treppen fühlte sich ganz weich an. Sie hörte irgendwo einen Vogel zwitschern und etwas huschte in die nächste Hecke.
„Es ist wunderschön...“, hauchte sie sichtlich beeindruckt. Die neuen Impressionen zogen ihre gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Am liebsten hätte sie sich verwandelt und wäre diesem flinken Ding hinterher gehuscht um in Erfahrung zu bringen, was es denn war. Hätte gern herum getollt. Aber das konnte sie kaum tun. Stattdessen tat sie noch ein Paar kleine Schritte nach vorn und streifte die kurzen Stiefel ab. Ihre nackten Füße versanken in der weichen Wiese, die ihre Zehen kitzelte und sie holte tief Luft, während sie alles in sich aufsog. Dann schaute sie wieder zu Alec und strahlte ihn an, wie ein kleines Kind an Weihnachten, das gerade ein großes Päckchen bekommen hatte.
„Ich hab noch nie so einen Ort gesehen...“, meinte sie kleinlaut, konnte ihre Begeisterung aber nicht verbergen. „Und wir dürfen einfach hier sein? Und weiter gehen?“ Noch bevor Alec geantwortet hatte, richteten sich ihre grünen Augen auf den Irrgarten vor ihnen, als wäre dieses Gebilde hier nur ein Traum, der sich jeden Moment vor ihren Augen ins Nichts auflösen konnte. Sie tat ein Paar Schritte darauf zu und genoss das Gefühl des weichen Grundes unter sich.
„Wo geht es dort hin?“, plapperte sie neugierig darauf los und tippelte weiter voran. Ach ja... ihre Stiefel, die hätte sie fast vergessen. Sie nahm die teuren Treter vom Boden und schaute fragend zu Alec, als wolle sie um Erlaubnis bitten weiter zu gehen.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   23/10/2013, 20:48

„Na los, sieh dich um!“, meinte Alec und blieb einen Moment stehen, blickte ihr nach und lächelte. Es war schön sie so begeistert zu sehen. Es schien ihr zu gefallen. Wie einem Kind der große Spielplatz, voller Abenteuer und Entdeckungen, die es zu machen galt. Sogar die Schuhe hatte sie ausgezogen, etwas, dass er selbst noch gar nicht in Betracht gezogen hatte. Doch er war versucht einmal den schönen Rasen unter seinen Füßen zu spüren. Langsam schritt er ihr nach, ohne große Sorge, dass sie ihn verlieren würde oder er sie. Der Elf glaubte nicht, dass sie sich einfach ohne ihn mitten in den Irrgarten stürzen würde. Auf der anderen Seite konnte man das ja nie wissen. Und wenn dem doch so war, wäre es ziemlich gefährlich gewesen, denn selbst Alec hatte sich noch nie dort hinein gewagt. Man sagte sonderbare Dinge über das Innere des Gartens. Eigentlich nicht einmal speziell über diesen Garten, sondern über das ganze Areal eigentlich. Dass es gar nicht künstlich erbaut worden sei, dass man es so gesagt einfach abgebaut und mitgenommen hatte. Von wo auch immer. Griechenland vielleicht? Manche sagten sogar, es sei eines dieser mystischen Alchera in der Mitte des Gartens zu finden...
Während er langsam einen Fuß vor den anderen setzte, sprangen seine Gedanken wieder zu dem Aufzug und zu den Japanern. Während er ein wenig abwesend war, hatte er auch ein wenig Zeit zu überlegen was diese Typen hier wollten. Leider fand er nicht wirklich einen Hinweis bei dem, was er gesehen und gehört hatte. Aber bewaffnete Leute? Irgendwer musste sie hinein gelassen haben und zwar jemand mit viel Einfluss. Nicht einmal Alec hatte eine Waffe bei sich und dabei kannte er einen der Sicherheitsbeamten. Die Sache erschien ihm immer seltsamer. Vielleicht war es ja auch etwas über seiner Gehaltsklasse sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Leider blieb ihm doch das beklemmende Gefühl, das ihn warnte. Vielleicht sollten sie ja doch besser gehen.
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BeitragThema: Re: Maze   28/10/2013, 23:15

Das ließ sie Alec nicht zwei Mal sagen. Mit ihren Stiefeln in den Händen eilte sie an Alec vorbei, geradewegs auf den Eingang des Irrgartens zu. Sie blickte sich noch einmal nach ihm um, als sie die ersten Hecken hinter sich ließ, aber Alec schien gerade wieder einmal in Gedanken. Was ihn wohl so sehr betrübte, dass er immer diesen beschäftigen, besorgten Eindruck machte. Aber sie wusste schon, wie sie ihn ablenken konnte. Eigentlich war sie nicht gern Beute, sondern viel lieber Jäger, aber dennoch würde sie hier eine Ausnahme machen. Sie lachte leise, aber dennoch hörbar, als sie hinter den hohen Hecken verschwand. Zuerst bog sie links an, lief den Gang entlang, dann bog sie rechts ab, sich genauestens die Biegungen merkend, die sie nahm. Sie fragte sich, wann ihr Alec nachfolgen würde. Dann verharrte sie und wartete. Lauschte auf seine Schritte, ob er nun näher kommen würde; ob er ihr folgen würde? Aber ohne Zweifel hatte er Recht behalten: dieser gefiel ihr. Es war so wunderbar, dass sie am Liebsten hier geblieben wäre. Einfach wundervoll. Diese verschiedenen Gerüche, die sie auch jetzt noch wahrnahm, besonders dieser frische Duft der Hecken, die ihr nun Blickschutz boten.
„Alec?“, fragte sie mit einem spielerischen Unterton in der Stimme. Er hatte sich anscheinend bisher noch nicht vom Fleck gerührt, also musste sie ihn wohl dazu bringen, dass er zu ihr kam.


Zuletzt von Denahi am 9/11/2013, 01:20 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Maze   7/11/2013, 23:06

Plötzlich erklang ihr Lachen und Alec wurde aus den Gedanken gerissen. Und das war gut so, denn grübeln konnte er noch lang genug, aber die Zeit mit ihr war so schmerzlich begrenzt. Er sollte sich weniger Gedanken machen und mehr genießen was er hatte. Und vor allem mit wem er es hatte...
„Wenn ich nun raten müsste, würde ich sagen, versteckst du dich vor mir!“, rief er in die Hecken und beschleunigte seine Schritte, sodass er fast zu laufen anfing. Grinsend blickte er in die Hecken, versuchte vielleicht eine Bewegung zu sehen, einen Schatten, doch bei dem hellen Licht, welches von der Sonne über ihnen kam, war das mit den Schatten wohl eher schwer. Dazu kam, dass die saftig grünen Hecken viel zu dicht waren, was ihn dazu zwang den Irrgarten zu betreten.
Unter ihm war weiterhin Gras. Gerade so niedrig, dass es jemand zurecht stutzen musste, gerade so hoch, dass man denken konnte, dass hier schon lange niemand mehr war. Der Weg war nicht sehr breit, vielleicht eineinhalb Meter, die Hecken musste sicherlich 3 Meter hoch sein. Nicht einmal ein Troll konnte darüber hinweg sehen. Für einen Moment hielt er inne, versuchte etwas zu hören, doch ihr Lockruf war das Einzige gewesen. Lockruf... ja, das war es wohl. Sie wollte spielen, wie es aussah und wieder musste er schmunzeln. Sie wirkte für ihn nur noch reizender, wenn er darüber nachdachte. Das verspielte Wesen, diese Neugierde, diese Lust auf Neues und Unbekanntes... Vielleicht könnte er ihr noch mehr zeigen und ganz plötzlich schweiften seine Gedanken wieder ein wenig ab und er blickte in die Ferne, während er sich langsam durch das Labyrinth tastete, hinter jede Ecke blickend, auf eine Unachtsamkeit achtend oder einen weiteren Lockruf. Seine Instinkte waren voll hier, doch seine Gedanken waren in diesem Moment an einem Flughafen. Die verschiedensten Destinationen wurden auf einer Tafel angezeigt, neben ihm war Denahi und legte ihren Arm um ihn, schmiegte sich an ihn. Anscheinend wollten sie weg... Etwas anderes sehen. Noch mehr Orte finden, die ihnen gefallen konnten. Ein schöner Tagtraum. Besonders die Vorstellung wieder Denahis warmen Körper zu spüren. Denn in diesem Tagtraum schienen sie irgendwie noch vertrauter zu sein. Wieder beschleunigte er seine Schritte, lief durch den Irrgarten. Er musste sie finden. Er musste! Und irgendwie wusste er auch was er wollte. Jetzt wurde es ihm deutlich. Doch zuerst musste er sie finden.
„Du kannst dich nicht vor mir verstecken, ich werde dich überall finden!“, rief nun er spielerisch und setzte seinen Weg durch die Hecken fort.
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BeitragThema: Re: Maze   9/11/2013, 01:09

Das Erste, was sie hörte, waren seine Schritte, als er sich Bewegung setzte, dann seine Stimme. Sie musste grinsen. Wie kam er denn nun darauf, dass sie sich versteckte. Sie hörte wie sein Tempo abnahm und wieder zunahm. Hörte wie das Gras unter seinen Stiefeln raschelte. Sie wartete, bis Alec ihr immer näher kam. Ihr eigenes Herz konnte sie beinahe so laut hören wie seine Schritte und hielt unwillkürlich die Luft an. Sie wollte schließlich nicht entdeckt werden. Jedenfalls nicht so vorzeitig. Und als er fast bei ihr war, als nur noch eine undurchdringliche Heckenwand sie von einander trennte, hörte sie seine Stimme laut. So, überall?
„Da ist sich jemand aber ziemlich sicher...“, gab sie halblaut von sind und verriet ihm damit ihren Aufenthaltsort. Damit setzte sie sich lachend wieder in Bewegung und nahm die nächste Abbiegung, von der sie annahm, dass sie sie in Richtung des Zentrums führen würde. Ihre Füße waren leichter und leiser in dem knöchelhohen Gras und sie dankte auch innerlich ihren Puma-Sinnen, die sie Alec in etwa lokalisieren ließen, wenn sie genau hin hörte. Aber das gab ihr auch die Möglichkeit genügen Abstand zwischen sie beide zu bringen, sodass sie ihm ein Paar Schritte voraus sein konnte. Aber das brachte sie gleich auf eine etwas andere Idee... Sie hatte diese Art von Verwandlungen erst ein Paar Mal gewagt und zumeist waren ihre Hände oder dem entsprechend ihre Klauen davon beeinflusst. Sie hatte aber kaum versucht nur eine partielle Wandlung vorzunehmen, die überwiegend ihre Sprungmuskulatur betraf. Daher kostete es sie auch Einiges an Konzentration und Anstrengung diese spezifische Wandlung vorzunehmen. Dennoch spürte sie, wie sich ihr Körper unter der menschlichen Haut veränderte, wie sich ihre Muskulatur straffte und spannte. Ein Glück dass ihr Ziel ein niedriges war. Ein Satz und sie kauerte auf der Mauer aus Gestrüpp. Es erforderte Einiges an Balance, damit sie auf dem wackeligen Grund nicht gleich auf der anderen Seite der Hecke hinab fiel. Auch ein Vorteil war es, dass die Hecken so dicht bei einander gepflanzt waren, sodass sie nur einen Abstand von etwas mehr als einem halben Meter überbrücken musste, was ihr auch als Mensch gelungen wäre. Es war ihr gleich, dass sie schummelte, als sie von einer Heckenwand zur anderen auf wackeligen Beinen sprang, auf die Mitte des Irrgartens zu. Dann hielt sie nach der Hälfte inne und kauerte sich hin. Wartete, bis auch Alec näher kam. Bis er den Ort erreichen würde, wo sie sich versuchte auf der gerade geschnittenen Fläche zu halten ohne aufzufallen. Ihre Knie sanken in den grünen Grund an, ein Paar Zweigen pieckten in ihre Haut, aber was war es wert. Auch die Anspannung ihres Körpers und die Anstrengung sich auf dem Grün zu halten.
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BeitragThema: Re: Maze   9/11/2013, 07:15

Denahi zu finden stellte sich als eine Aufgabe heraus, mit der er wohl Stunden hätte füllen können. Und das gerade jetzt, wo er sie einfach nur bei sich haben wollte. Aber er stellte sich der Aufgabe, denn solange es ihr Spaß bereitete, warum sollte er nicht auch seinen Spaß dabei haben?
Vorsichtig schlich er nun von Gang zu Gang, Hecke zu Hecke, doch ihre Spur hatte er schon längst verloren. So versuchte er sich nur auf seine Sinne zu konzentrieren und schaffte es auch vereinzelt einen Schritt zu hören oder ein Rascheln, doch dann, ganz plötzlich, schien sie ihre Bewegungen so gut zu verschleiern, dass er keine Chance mehr hatte sie zu erraten. Oder war sie irgendwo stehen geblieben? Hatte sie vielleicht die Mitte erreicht? Oder war sie einfach schon viel zu weit weg...
Mittlerweile waren einige Minuten vergangen, seit er das letzte Mal von ihr gehört hatte. Ja, sicher war er sich gewesen, doch mittlerweile schien er sich dieser Sicherheit selbst nicht mehr so gewiss zu sein. Doch verloren war das Spiel erst, wenn sie ihn fand, weil es ihr zu langweilig wurde und noch war sie nicht bei ihm. Zumindest glaubte er das...
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BeitragThema: Re: Maze   9/11/2013, 16:59

Es dauerte nicht lange, bis Alec aufgeschlossen hatten. Sie betrachtete ihn von oben, wie er seinen Blick suchend schweifen ließ und nach der nächsten Biegung spähte. Nach ihr suchte. Sie grinste in sich hinein. Genau musterte sie ihn, wie er sich bewegte. Seine Bewegungen hatten etwas kontrolliertes, fast schon einstudiertes, so schien es ihr, als sei auch er ein bisschen angespannt. Auf der Jagd. Denahi wartete also noch etwas ab, bis Alec an ihr vorbei war, ohne sie zu bemerken. Er bog ab und war nun vor der Heckenwand, auf der sie sich platziert hielt. Noch ein flüchtiger Blick nach vorn verriet ihr, welchen Weg sie nehmen mussten um zur Mitte zu gelangen, die nach wie vor von ihrem Blick verborgen lag. Für ihr nächstes Vorhaben brauchte sie ihre Puma-Sinne jedoch nicht. Als sie sich bewegte, gab das lebendige Grün unter ihr ein verräterisches Rascheln. Nun musste sie entdeckt worden sein. Aber das war ihr egal. Sie gab ihrer Beute keine weitere Chance zu reagieren, sondern rutschte ein Stück von der Hecke hinab um ihren Sprung oder Sturz, je nachdem wie man es sehen wollte, abzufangen. Ihre Arme erwischten ihn, die Hände bekamen ihn zu fassen, kurz bevor sie auf den Boden traf. Mit ihrem Gewicht und der Fallkraft, versuchte sie ihn mit sich niederzuwerfen.
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BeitragThema: Re: Maze   9/11/2013, 17:23

Sein Weg durch die Gänge war ziemlich erfolglos. Jede Hecke sah aus wie die andere, jede Gasse glich der anderen, das Gras war gleichmäßig gewachsen und viel zu gleichmäßig grün! Er musste zugeben, dass er sich wohl verlaufen hatte. Obwohl, das würde er wohl doch nie zugeben. Nicht vor Denahi. Doch er war angespannt, wusste nicht wo sie war, ob sie überhaupt da war, ob sie ihn vielleicht beobachtete? War sie vielleicht die Jägerin und er die Beute, so ganz anders als er es gewohnt war? Seine geschulten Sinne und seine ebenso geschulten Muskeln nahmen wieder gewohnte Züge an. Als sei er auf einem Run, einer wirklichen Jagd, als würde es um Leben und Tot gehen. Immer mehr wirkte er, als würde er sich gleich auf seine Beute stürzen wollen, doch als er ein kurzes, ganz leises Rascheln hörte, aus einer Position, die er eigentlich für unmöglich gehalten hatte, war er noch angespannter. Doch seine Reflexe, seine Instinkte, sein Training, all das warnte ihn und sagte ihm, was er zu tun hatte: Er drehte sich zur Seite, blickte nach hinten und sah von oben mehr aus den Augenwinkeln als wirklich vollkommen klar, dass Denahi auf ihn zu sprang. Wie auch immer sie das geschafft hatte! Doch sein Training und seine Reflexe waren einfach so sehr geschult, dass er instinktiv ihren Sprung ausnutzte, um sie ein wenig weiter weg landen zu lassen, indem er ihr einen Schub gab, sodass er sich dann auf sie warf, nachdem er mit einer Rolle, die er vollführen musste, da die Wucht ihres Sprunges ihn dazu zwang, zu ihr gemacht hatte. Ihre Hände hatten ihn umgeworfen. Das ganze wirkte sehr professionell. Fast schon als wäre es gekonnt!
Sofort warf er sich auf sie, hielt ihre Hände fest, drückte sie mit seinem Gewicht zu Boden - und schmunzelte. Angespannt, aber auf der anderen Seite vollkommen erleichtert.
„Hab ich dich.“, flüsterte er leise und verlor sich in diesem Moment in ihren Augen...
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BeitragThema: Re: Maze   9/11/2013, 17:49

Das, was dann kam, darauf war sie nicht ganz gefasst, dabei hätte sie es sein sollen. Hätte es wissen müssen. Alec vollführte einige Bewegungen, die wie einstudiert auf sie wirkten und nutzte den Moment. Ihr Überraschungsmoment war dahin. Bevor sie sich wirklich gefangen hatte und auch nur ausweichen konnte, umfassten seine Hände die ihren und hielten sie fest. Er war plötzlich über ihr und drückte sie in weichen, kühlen Grund. Erschreckt keuchte sie auf, als sie unter ihm zum Liegen kam und suchte den Blick seiner blauen Augen. Sie fühlte seine Körperwärme, sein Gewicht, welches nicht unangenehm war und sie dennoch bestimmt am Boden hielt. Auch sie musste lächeln, als sie seinen Gesichtsausdruck sah.
„Hast du mich in etwa gesucht?“, meinte sie ganz unschuldig, als hätte sie keine Ahnung von dem Spiel. Ihr Herz begann etwas schneller zu schlagen, Wärme breitete sich in ihr aus, während sie eigentlich so vollkommen still da lag ohne irgendwelche Anstalten zu machen sich zur Wehr zu setzten. Gespannt wartete sie viel mehr darauf, was als nächstes geschehen würde. Und wieder prasselten hunderte von Eindrücken auf sie ein. Sein Atem, der ihr Gesicht streifte, sein Geruch, seine Wärme. Sie war in diesem Moment wehrlos. Ausgeliefert. Zugleich störte sie aber dieser Umstand keinesfalls, was ihr wiederum Angst machte. Angst, dass sie keine Angst hatte. Dass sie diesem Mann sogar vertraute. Ihr Blick wanderte von seinen Augen über sein Gesicht zu seinen Lippen. Und sie fragte sich insgeheim wie es wohl wäre... Ihre Wangen verfärbten sich rosig bei dem Gedanken.
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