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 Maze

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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   23/9/2013, 02:11

„Die Halle... äh... die Halle... ja, nein... Leider noch nicht...“, gab er etwas überrascht zurück. Mit seiner Rolle als Kampflehrer hatte er sich noch nicht wirklich abgefunden. Für Denahi musste er sich wirklich etwas ausdenken. Wahrscheinlich würde er sogar Lehrer werden. Warum auch nicht? Immerhin war er gar nicht mal so schlecht darin und ein wenig Geld konnte er ebenso gebrauchen. „Aber ich hätte da eine Idee. Also wenn es dir gefällt natürlich. Nach dem Training heute darfst du dann entscheiden oder besser nach dem Tag heute.“ Er musste grinsen und drehte sich noch etwas mehr zu ihr, was den Blickkontakt noch etwas intensiver werden ließ. Dazu ihre Hände, die ineinander verschränkt waren. Der Taxifahrer musste wirklich glauben, dass sie so etwas wie ein Paar waren. Dabei kannte er sie streng genommen erst seit drei Stunden?!
„Vielleicht willst du mich nach dem Tag ja gar nicht mehr sehen. Aber wenn doch, und wenn dir das Training Spaß macht, würde ich dich gern als meine erste Schülerin nehmen. Ganz kostenfrei natürlich. Du hast so zu sagen einen Ehrenplatz in meinem Dojo.“, redete er wieder drauf los und verlor sich dann plötzlich in ihren Augen, sodass er stumm wie ein Stein wurde und die Zeit etwas vergaß, während er in ihre Augen blickte und dabei anscheinend auf eine Antwort wartete. Die hätte er in diesem Moment allerdings wohl sowieso nicht verstanden und darum war er dankbar, dass der Zwerg vorne in der Fahrerkabine anfing zu hupen und ihm aus seiner Benommenheit holte. Etwas beschämt blickte er hinunter.
„Tut... tut mir leid. Das wollte ich... nicht...“ Wollte er doch! Aber irgendwie machte sie ihn in diesem Moment vollkommen schüchtern. Ihre Hand, ihr Aussehen, ihre Augen, alles verwirrte ihn und ließ ihn so hin- und hergerissen sein. Würde er wirklich für sie ein „normales“ Leben auf die Beine stellen? Warum sollte er das tun? Er kannte sie gar nicht. Auf der anderen Seite fühlte er sich so unglaublich wohl bei ihr, dass nur der Gedanke bei ihr zu sein schon ausreichte, um ihn alles mögliche machen zu lassen... Wenn er nur wüsste, was mit ihm los war.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   23/9/2013, 18:58

Irgendwie schien die Frage Alec zu verwirren, stellte sie fest. Aber warum? Ihr schien es fast so, als hätte er das Gespräch letzter Woche vergessen. Und dann druckste er herum, aber Alec schien gar nicht nervös zu sein, jedenfalls machte sein Grinsen den Eindruck. Irgendwie verwirrte sie.
„Warum sollte ich dich nicht wiedersehen wollen?“, kam es von ihr prompt, mit Unverständnis in der Stimme. Auf sein Angebot hin zuckte sie nur die Schultern. Eigentlich wollte sie nicht unbedingt etwas lernen, das mit Gewalt zu tun hatte und bei dem sie ihre menschliche Gestalt beibehalten musste. Aber sie konnte ihm ja kaum sagen, dass sie die Katzengestalt zum Kämpfen präferierte. Dass sie eigentlich gar nicht gern Mensch war und zum ersten Mal ihre menschliche Gestalt in seiner Gegenwart genossen hatte, weil sie sich so mit ihm unterhalten konnte. Aber das Angebot gleich abzuweisen, wäre auch unhöflich. Also erwiderte sie sein Grinsen.
„Vielleicht... Das wird sich womöglich nach heute zeigen!“, konterte sie und schaute in seine Augen. Sie schauten sich einfach nur an. Es war fast wie unter Katzen. Man schaute sich einfach an und keiner blickte weg, sondern erwiderte den Blickkontakt völlig offen. Sie wusste gar nicht, wie lange der Moment gedauert hatte. Sie ignorierte auch das Hupen und Fluchen ihres Fahrers, sonder schaute ihn einfach an. Was er wohl dachte? Und dann entschuldigte er sich. Aber wofür? Wieder stand Unverständnis in ihrem Gesicht und sie schüttelte lächelnd den Kopf.
„Du verwirrst mich.“, gab sie zu. „Was denn? Was wolltest du nicht?“, fragte sie etwas planlos. Fühlte sich aber keinesfalls unwohl in diesem Augenblick.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   24/9/2013, 02:52

„Ich verwirre dich also?“, fragte er und blickte nun wieder auf. Ein schüchternes, aber fröhliches Lächeln lag auf seinen Lippen, als er wieder in ihre Augen blickte.
„Es ist eher anders herum. Aber was ich sagen wollte, ich... Ich wollte... Nichts, schon gut.“ Anscheinend machte es ihr wirklich nichts aus. Der Blickkontakt, die Berührung. Wenn sie es schön fand, warum denn dann nicht er auch? Es einfach genießen! Dann schüttelte er den Kopf und musste lachen.
„Vergiss es einfach. Es ist schön, dass du hier bist. Ich muss gestehen, dass ich mich die ganze Woche schon darauf gefreut habe, dich zu sehen und...“
„Hey, ihr Turteltäubchen! Wir sind gleich da. Ich bin eine Abkürzung gefahren, weil mir euer romantisches Gelaber auf'n Nerv geht!“, grinste der Fahrer nach hinten. „Jetzt raus mit euch!“
Alec zuckte mit den Schultern. Gut, dann eben raus. Die Fahrt hatte weniger lange gedauert, als er erwartet hatte und selbst das Schweigen zwischen drin, welches sie damit genutzt haben sich mit Blicken zu erforschen, war schön gewesen. Doch jetzt waren sie da. Schnell bezahlte Alec noch per Comlink und gab großzügiges Trinkgeld, denn der Fahrer war wirklich einer von denen gewesen, denen man zu selten über den Weg lief Als sie ausgestiegen waren, standen sie vor dem riesigen Renraku-Ark. Um den Komplex woben sich verschiedene Mythen und Legenden. Einst war er von einer KI abgedichtet worden und fast zwei Jahre lang waren hunderttausend Personen dort eingeschlossen. Die KI, die immer noch dort herumgeisterte, eine Epidemie, die sie verbreitet haben soll, welche irgendwann aus den dort anwesenden Personen Killer in ihrem Auftrag machen sollte oder schlicht normale Geistergeschichten sowie Verschwörungstheorien. Aber dort wollte er nicht hin. Im gegenüberliegenden und leider bei weitem nicht so großen Gebäude, welches der Ares Macrotechnology gehörte, kannte er jemanden, der sie rein ließ und zwar nach ganz oben, wo man einen wunderbaren Ausblick auf Seattle hatte. Wenn man Hochhäuser kannte, war man schon beeindruckt, aber der Ares-Tower war nochmal ein ganzes Stück größer und war umso beeindruckender.
„Wir gehen da hoch.“, sagte Alec und zeigte auf den höchsten Punkt des Gebäudes.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   30/9/2013, 21:55

Denahi schaute Alec noch immer mit Unverständnis in ihrem Blick an und schüttelte dann den Kopf. Vielleicht sollte sie es aufgeben ihn verstehen zu wollen.
„Warum verwirre ich dich denn?“ kam es prompt. Im Gegensatz zu ihm sagte sie schließlich keine unfertigen Sätze, die auch nie beendet werden sollten, wie es schien. Aber seine folgenden Worte ließen sie wieder lächeln.
„Und ich finde es schön hier zu sein...“, gab sie aufrichtig, wenn auch etwas eingeschüchtert zu. Doch dann beendete die raue Stimme des Fahrers, diesen Augenblick viel zu schnell und sie musste den Blick senken, da dieses Moment doch etwas... Intimes hatte für den Bruchteil einer Sekunde. Es war fast so, als könne er in ihr lesen, als stünde sie völlig entblößt äußerlich wie innerlich vor ihm. Ihr war klar, dass dem nicht so war und dass es lediglich die eigene Einbildung war, die Intensität dieses viel zu flüchtigen Moments. Es war bedauerlich, dass der Moment so endete, zugleich war sie aber auch etwas erleichtert, als sie ausstieg, während Alec bezahlte. Als sie jedoch die Gegend betrachtete, staunte sie nicht schlecht und legte den Kopf in den Nacken um das Ende des mächtigen Turms vor ihnen zu erspähen, welches in den Wolken zu versinken schien. Dagegen kam sie sich so klein und unbedeutend vor. Und daneben stand ein anderer Turm, der zwar nicht so groß war, in ihren Augen aber dennoch riesig war. Erst als Alec neben ihr stand, schaute sie ihn kurz an. Die Faszination stand in ihren freudig funkelnden Augen. Sie hatte diese Riesen immer von fern betrachtete, hatte aber nie einen aus der Nähe gesehen, geschweige denn einen bestiegen, was sie nun tun sollten. Sie folgte Alecs Hand und ihr Blick richtete sich wieder gen Himmel. So hoch hinauf. Aber wenn er dachte, dass sie Angst hätte, hatte er sich gewaltig geschnitten.
„Ich folge dir unauffällig!“, gab sie mit einem Grinsen zurück und konnte es kaum erwarten dort oben zu stehen. Wie hoch das wohl wirklich war?
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BeitragThema: Re: Maze   12/10/2013, 22:19

„Bitte nicht unauffällig.“, grinste er und legte seine Hand auf ihren Rücken. Nicht unbedingt, um sie vor sich her zu schieben, sondern eher, weil er Angst hatte, sie in dem Wirrwarr des Turms zu verlieren.
„Außerdem wirst du sowieso auffallen, denn ich war noch nie in Begleitung hier und vor allem nicht mit einer solch... ja... einer... einer hübschen noch dazu.“, schmunzelte er leicht verlegen und begann sich in Richtung des Ares-Tower zu bewegen. Einige Stufen galt es zuerst zu überwinden. Allesamt angelegt wie marmorne Stufen eines griechischen Tempels. Dazu kam das Ares-Logo und wenn man sich vorstellte, dass hinter einem nicht die Straße, sondern ein großer Fluss war, konnte man sich fast in eine andere Welt denken. Mit Olivenbäumen und dem Orakel von Delphi...
Doch der Moment war nur kurz, denn das hoch moderne Gebäude des Ares Konzerns spiegelte nicht nur den neo-griechischen-Stil wieder, sondern gleichzeitig auch die Macht des größten Konzerns des Landes: Ein großer und stabiler Beton-Koloss, vollgepackt mit modernster Sicherheitstechnik. Ein Bauwerk für die Lohnsklaven, wie man sie bei den Runnern so gerne nannte. Als sie die große Pforte durchquert hatten, begann das Wirrwarr schon, denn dutzende, wenn nicht hunderte Leute wuselten durch die große Eingangshalle. Vor den Metalldetektoren war es noch nicht so schlimm, denn es waren nur Lieferanten, Boten, Angestellte welche zu ihrer Schicht kamen oder Kunden. Dahinter tat sich ein Labyrinth aus Gängen und Türen auf. Und am Ende des Hauptganges waren die Aufzüge, welche die endlosen Stockwerke hinauf führten bis hin zum Obersten, wo er hin wollte. Bevor er weiter ging, ließ Alec Denahi noch einen Moment Zeit, sich von diesem kleinen Schock zu erholen, bevor er sie weiter schob und sie sogar ein wenig an sich drückte, sodass man wirklich meinen konnte, sie seien ein wirkliches Paar. Schließlich standen sie vor der Sicherheitskontrolle und einer der Angestellten holte sie zu sich.
„Hi James.“
„Hallo Alec. Du kommst mit Besuch?“, fragte der Mensch in der typisch grauen Wachmann-Uniform. An seinem Gürtel hingen Pistole, Handschellen und allerlei anderes Zeugs, als sei er mehr für einen Aufstand gewappnet als für eine einfache Sicherheitskontrolle.
„Ja, eine gute Freundin von mir. Wir wollten nach ganz oben. Etwas die Aussicht genießen.“
„Na du suchst dir ja die perfekten Zeitpunkte immer aus Alec. Hast du eine Ahnung was da draußen vor sich geht? Die Sicherheitsvorschriften werden gerade verschärft und ich hab das Gefühl, dass sich da draußen irgendwas zusammenbraut.“
„Wenn ich das nur wüsste.“, antwortete Alec kopfschüttelnd. „Aber wir können uns ja mal wieder austauschen bei einem Bier oder so. Was ist nun, dürfen wir rein?“ Der Wachmann nickte nur seufzend und tastete sie kurz ab.
„Du weißt ja, Vorschriften und so.“, entschuldigte er sich, bevor er zu Denahi ging und auch dort seine Pflicht tat. Dann gingen sie durch die Cyberware-Kontrolle und waren auf der anderen Seite. „Viel Spaß und keinen Ärger machen.“ Alec grinste ihn nur an und zuckte mit den Schultern. Dann ging es zu den Aufzügen.
„Alles in Ordnung bei dir?“, erkundigte er sich bei Denahi, die relativ still gewesen war während der ganzen Prozedur.
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BeitragThema: Re: Maze   13/10/2013, 14:39

Denahi mochte es, wie er den Arm um sie legte und errötete leicht unter der Berührung und richtete den Blick gerade aus um Alec nicht ansehen zu müssen. Wieder war da diese sonderbare Mischung aus Wohnfühlen und zugleich Aufregung und Unwohlsein. Aber nicht so sehr, als dass sie sich in seiner Nähe schlecht fühlte. Doch sehr bald galt ihre gesamte Aufmerksamkeit dem imposanten Gebäudekomplex vor ihnen. Je näher sie dem Eingang kamen, desto höher schien das Gebäude zu wachsen. Schein gar kein Ende zu haben. Und dann verschwanden sie darin. Das rege Treiben im Inneren wirkte zwar verwirrend, aber nicht mehr ganz so imposant. Eine gewisse Anspannung, die nichts mit Alec zu tun hatte breitete sich in ihr aus und ihre Sinne schärften sich. Hier lief es zwar viel zivilisierter ab als in den Slums, aber bei so vielen Personen konnte man nie wissen, wer was wann etwas im Schilde führte. Und während sie sich ihren Weg durch das Gewusel bahnten, schmiegte sie sich etwas enger an Alec, aus Angst ihn zu verlieren in diesem scheinbaren Chaos. Und dann blieben sie vor einem Hünen stehen. Misstrauisch musterte sie den bis an die Zähne bewaffneten Riesen. Sie hasste diese Schussdinger, die er um den Leib trug. Aber da Alec den Mann zu kennen schien, war es wohl das Beste ihn reden zu lassen. Sie nickte dem Wachmann lediglich zur Begrüßung zu und verfolgte den Wortaustausch. Zu gern hätte auch sie erfahren, was hier vor sich ging, dass den Einsatz von so schwer bewaffneten Wachen erforderte. Es konnte ja nicht Nichts sein, wenn man bereits sie als verdächtig einstufte. Aber wie bitte sollte sie Waffen unter diesem Kleid verstecken?! Widerwillig und mit Abneigung ließ sie die Prozedur über sich ergehen und versuchte sich so wenig wie nur irgendwie möglich anmerken zu lassen. Deswegen mochte sie die Zivilisation auch nicht. Aber auf der anderen Seite war es nur verständlich, da sie selbst niemandem vertraute. Der Wachmann tat nur seine Pflicht. Pflicht...
Alecs Frage holte sie zurück, als sie sich wieder von dem Wachmann entfernten. Sie nickte nur. Es war alles in Ordnung, bis auf die Tatsache, dass sie ihm hier voll und ganz vertrauen musste und sich auf ihr unbekanntes Gebiet begab, was sie mehr als nervös machte. Daher war Denahi nur zum Teil erleichtert, als sie in die Abgeschiedenheit des Fahrstuhls abtauchten. Sie waren allein in diesem sich bewegenden Raum, aber sie fühlte sich eingesperrte. Konnte nicht einfach raus, so wie sie es bei einem Fenster oder einem Dach gekonnt hätte. Hier musste sie der Technik vertrauen und abwarten. Noch immer etwas angespannte löste sie sich leicht von Alec und lehnte sie sich neben ihm an eine der glatten, kühlen Fahrstuhlwände. Sie konnte ihre Silhouetten in matt silbern glänzenden, polierten Wänden erkennen. Nur flüchtige Schemen. Dann fand sie wieder zu Alecs Augen und schaute ihn erst an, ihre Anspannung konnte sie wohl nicht ganz verbergen.
„Du kennst aber auch anscheinend jeden!“, scherzte sie und lächelte zaghaft. „Dann weißt du vielleicht auch, ob in ganz Seattle etwas vor sich? Oder nur hier?“, fragte sie leise in das monotone Surren des Fahrstuhls hinein. Vielleicht wusste Alec zumindest etwas mehr. Mehr als die leisen Gerüchte, die man so im Untergrund flüsterte.
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BeitragThema: Re: Maze   13/10/2013, 20:47

Irgendwie musste er wieder grinsen. Ja, es kam ihr wohl wirklich so vor, als kenne er ziemlich viele Leute. Doch was sein Netzwerk anging, so war es doch recht überschaubar. Außerdem war er wohl eher mit Arbeitskollegen vertraut als mit Personen, die man auch Freund nennen konnte, darum war es wirklich nichts Außergewöhnliches, wenn man mal hier und da wen grüßen konnte. Dann schüttelte er auf ihre Frage bedauernd den Kopf.
„Ich habe leider nicht wirklich eine Ahnung. Das Einzige was mir aufgefallen ist, waren die Yakuza, die ziemlich aggressiv sind zur Zeit. Aber das... das ist ja auch nicht meine Aufgabe so viel darüber zu wissen.“ Fast hätte er weiter geplaudert. Einfach so über die Straßenverhältnisse zwischen den Gangs und den Konzernen, als wäre es etwas ganz natürliches, als wäre Denahi so etwas wie eine Arbeitskollegin, jemand, dem man sich auch in diesen Dingen seine Sorgen anvertrauen konnte. Doch zu ihrem Schutz konnte er das nicht tun. Sie musste so unschuldig bleiben wie sie war...
Auch er lehnte sich an die Wand des Fahrstuhls, sodass er sie betrachten konnte. Wieder suchten seine Blicke die ihren. Er wollte herausfinden ob sie eine solche Person für ihn sein konnte. Doch dann blickten ihn diese unschuldigen Augen an, dieser zarte Körper, dieses etwas fast schon verängstigte Wesen. Nein, das konnte er ihr nicht antun.
„Du solltest dir aber keinen Kopf darum machen, was da auf den Straßen los ist, schließlich geht das uns normale Bürger nichts an. Wir brauchen uns vor irgendwelchen Machtkämpfen auf der Straße eigentlich nicht zu fürchten.“, versuchte er ihr zu erklären, auch wenn er wusste, dass das eigentlich nicht wirklich der Wahrheit entsprach. Das beste Beispiel dafür war ihre erste Begegnung, wo er ihr gegen die Yakuza geholfen hatte. Doch ein Versuch war es wert sie zu beruhigen.
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BeitragThema: Re: Maze   13/10/2013, 23:49

Sie betrachtete Alec, als er es ihr gleich tat und musterte ihn, solange er sprach. Ob er wohl die Wahrheit sagte. Ein Teil von ihr wollte ihm glauben, wollte ihm vertrauen, doch der andere sagte ihr, dass er mehr wissen musste. Vielleicht. Wenn er nicht das war, was er vorgab zu sein.
„Ja, dass diese unhöflichen Japaner noch unhöflicher sind als sonst, ist mir aufgefallen...“, kommentierte sie. Ihr Blick wurde etwas abwesend. Die Augen füllten sich mit Abneigung. Sie hasste sie. Diese kleinen, schmierigen Typen mit ihrer Möchte-Gern-Tour. Einem nach dem anderen hätte sie am liebsten den Kopf abgebissen. Aber das war weder der Ort noch die Zeit um sich solchen Tagträumen hinzugeben. Dann musste sie grinsen, als Alec weitersprach. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und schüttelte grinsend den Kopf.
„Das glaubst du ja wohl selber nicht, dass wir uns keinen Kopf darum machen müssen. Sie tat einen kleinen Schritt auf Alec zu und beugte sich leicht vor, während sie ihm leise zu raunte.
„Woher weißt du denn, dass ich ein normaler Bürger bin?“ Das wusste er zumindest ebenso wenig über sie, wie sie über ihn. Damit waren sie vorerst quitt. Fast hatte sie bereits vergessen, dass sie noch immer in einem Fahrstuhl waren, bis das leise Surren von einem Poltern unterbrochen wurde und ein Ruck durch den Fahrstuhl ging, der ihn kurz still stehen ließ. Erschreckt wollte sie nach dem Geländer neben sich greifen, erwischte jedoch Alecs Unterarm. Realisierte es erst eine Sekunde später und ließ wieder locker, ohne jedoch ihre Hand von seinem Arm zu lösen. Dieser kurze Moment der Angst stand auch in ihren Augen. Darauf war sie nicht gefasst gewesen. Aber der Aufzug nahm das surrende Geräusch wieder auf und setzte sich in Bewegung. Es vergingen jedoch keine vier Sekunden, da ein helles Klingeln erklang und sich die Türen aufschoben. Zwei Männer betraten den kleinen Raum, der sogleich enger wurde. Sie widmete den beiden keine Aufmerksamkeit, registrierte gerade einmal, dass der eine, kleinere, leger gekleidet war und der andere einen dunklen Anzug trug. Sie unterhielten sich leise, aber angeregt.
Flüchtig schaute sie zu Alec, ließ ihn los, schaute weg und strich sich etwas nervös durchs Haar.
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BeitragThema: Re: Maze   14/10/2013, 21:07

Für einen Moment lang musste Alec wirklich staunen. Dieser eine Moment, dieser eine, in dem sie ihm sagte, dass sie vielleicht gar keine normale Bürgerin war, in diesem Moment hatte er ihr das wirklich abgenommen. Ihr Blick, ihre Stimmlage, sogar dass sie zu ihm kam und ihm fast schon Angst gemacht hätte, ließ ihn spüren, dass Denahi ein wenig mehr war als nur das schüchterne Wesen, welches ihn in manchen Momenten verwirrte und ihm ein gutes Gefühl gab, wenn er an sie dachte.
Doch gleich der nächste Augenblick ließ ihn diese Gedanken verwerfen. Als sie ängstlich dreinblickte und sich hilfesuchend an ihm festhielt, konnte er sich nicht vorstellen, dass sie etwas anderes war als eine ganz normale Bürgerin. Oder täuschte er sich da gewaltig? Schließlich war jeder anders. Er hatte Angst davor zu tief in die Matrix einzudringen, weshalb er sich diese teuren Hacker leisten musste, die irgendwie immer mehr verlangten. Er sollte mal mit ihnen über ein wenig Rabatt reden. Wer sagte ihm nicht, dass Denahi einfach die große Stadt fürchtete? Alles neumodische wie diesen Aufzug? Ihr Blick, als sie das Gebäude von außen betrachteten, ließ es vielleicht sogar erahnen, dass sie dergleichen nicht wirklich gewohnt war, denn diese Riesen, welche Seattle schon immer zierten, waren für so ziemlich jeden hier etwas ganz Normales. Doch sie hatte hinaufgeblickt, als sei sie ein Kind, welches staunend vor einem Wasserfall stand und das Wasser betrachtete wie es im Wind zu kleinen weißen Nebelschwaden wurde oder sich im Licht spiegelte oder schlicht unten aufprallte in der weißen Wand, die alles an Wasser verschluckte. Täuschte er sich vielleicht wirklich? Unterschätzte er sie?
Mit einem etwas prüfenden Blick musterte er sie in dem Augenblick, als sie sich bei ihm festhielt genauer. Auf Auffälligkeiten, Dinge, die ihm als Kriegs- und Runnerveteran auffallen sollten an Personen: Zu viele Muskeln an den falschen Stellen, ein prüfender Blick der Personen in den falschen Augenblicken. Alles, was auf jemanden hinweisen konnte, der vielleicht wirklich kein ganz normaler Bürger ist oder war eben.
Doch dann waren da wieder ihre verängstigten Augen, die ihn ablenkten. Ihr Blick, der sie hilflos erscheinen ließ, ihr fordernder Griff, welcher Hilfe suchte. Wenn, dann musste sie selbst ihre Instinkte unter Kontrolle haben, ihre Reflexe. Oder besaß sie gar ganz andere?
Als die beiden Typen in den Aufzug stiegen, unterbrach er seine wirren Gedanken und drückte sie nun leicht an sich, um ihr zu zeigen, dass alles in Ordnung war. Ein Lächeln seinerseits unterstützte das Ganze und eigentlich wollte er ihr etwas antworten, doch der Moment, in dem die beiden Gäste einstiegen, war einfach nicht der richtige. Es war irgendwie weniger intim, wenn irgendwelche Typen das ganze mitbekamen. Na gut, der Taxifahrer hatte auch alles mitbekommen, aber Taxifahrer zählte er als Dienstleister, die hatten zu ertragen, was hinten im Taxi passierte. Bei der Vorstellung musste er irgendwie grinsen. Doch im nächsten Moment verblasste sein Grinsen, denn als der Anzugtyp auf seine goldene Armbanduhr blickte, erkannte er darauf eine Tätowierung. Yakuza? Im Gebäude von Ares? Was hatte das zu bedeuten? Seine Alarmglocken waren losgegangen, sein Körper spannte sich an und der prüfende Blick galt nun nicht mehr Denahi, die er wohl in diesem Augenblick noch heftiger an sich drückte, sondern den beiden Typen. Ein Blick auf die Seite des Anzugtypen verriet Alec, dass er bewaffnet war. Ein gewöhnlicher Waffenholster. Der war bewaffnet? Wie kam er an den Sicherheitsleuten vorbei in der offensichtlichen Montur? Und wer war der leger gekleidete Typ? Die Sprache in der sie sich unterhielten war japanisch. Ein paar Brocken verstand Alec auch. Was nicht ungewöhnlich war, denn in dieser Zeit konnte wohl fast jeder ein wenig Japanisch. Leider verstand er zu wenig um der Unterhaltung zu folgen. Irgendwie schien es um Ereignisse von der Straße zu gehen. Dann blieb der Aufzug wieder stehen, die Türen öffneten sich und die beiden verließen die enge Kabine. Erleichtert atmete Alec aus und lockerte den Griff um Denahi.
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BeitragThema: Re: Maze   16/10/2013, 22:12

Etwas erstaunt betrachtete Denahi Alec, als er den Arm um sie schloss und sie näher an sich heran zog. Nicht dass sie diese Berührung nicht mochte, nein, viel mehr erstaunte es sie. Auch als der Druck zunahm und sie noch enger an ihn gepresst wurde, sodass sie seine Körperwärme durch die beiden Kleidungsschichten spüren konnte. Ihre Hand wanderte an seine Brust, fast als wolle sie damit Abstand zwischen sie beide bringen, was sie aber nicht tat. Hätte sie es getan, wäre ihr auch entgangen wie sich sein Körper versteifte, sich seine Muskeln anspannten. Verwirrt folgte sie seinem Blick, der sich nahezu starr auf die beiden Typen richtete, die sie kaum beachtet hatte. Irgendetwas musste mit ihnen nicht stimmen. Etwas, was ihr nicht einmal aufgefallen war. Sie wagte es nicht sich von Alec zu lösen oder auch nur etwas zu fragen, weil sie Angst hatte dadurch die Aufmerksamkeit dieser Typen, die Alec da so fixierte, zu erregen. Erst als sie verschwunden waren, merkte sie, wie der Druck seines Armes nachließ und sich auch sein Körper wieder entspannte, das hieß dann wohl, dass sie ihn loslassen konnte. Was sie aber eigentlich gar nicht wollte. Denahi tat einen Schritt zurück, der nicht einmal wirklich ein Schritt war und löste sich kaum von Alec. Ihre Hand lag nach wie vor leicht auf seiner Brust und sie suchte seinen Blick.
„Alles in Ordnung?“, nun war es wohl an ihr diese Frage zu stellen. „Was ist den mit den Typen? Kennst du die etwa auch? Oder... sollen wir umdrehen?“, fragte sie leise, als hätte sie den Verdacht, dass sie Fahrstuhlwände Ohren hatten. Aber der mobile Metallkasten setzte sich wieder in Bewegung und wieder kehrte das Surren zurück. Über die Hälfte der Strecke nach oben hatte sie bereits zurückgelegt, das verriet ihr das Aufblinken der Etagenanzeige. Sie hoffte zwar, dass Alec nicht umkehren wollte, aber irgendwie war ihr die gesamte Situation nicht ganz geheuer und die eigene Anspannung stieg leicht an. Erwartungsvoll schaute sie Alec an. Auch wenn sie sein Verhalten mehr als suspekt fand, vertraute sie ihm aus einem unerklärlichen Grund. Okay, sie vertraute ihm mehr als jedem anderen Menschen dort draußen, außerhalb der Metallbox.
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