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 Maze

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Deus
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BeitragThema: Maze   20/9/2013, 16:50

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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 17:46

Für den heutigen Tag sollte das mehr als genug sein, beschloss sie! Alec hatte sie zum Essen eingeladen, dann war sie ihm wie eine Verrückte gefolgt und hatte sich sogar von ihm streicheln lassen. Das war mehr Näher als gut war. Was hatte sie sich nur dabei gedacht! Aber zugleich konnte er kaum wissen, wer sie was oder was sie war. Also würde es wohl letzten Endes nichts bedeuten. Ohne Umwege sprang sie zurück zu der Seitengasse, in der sie ihre Sachen in einer Mauernische hinter einem Abfallcontainer versteckt hatte. Zum Glück war alles unentdeckt geblieben. Schnell streifte sie sich die Sachen über und steckte den Credstick ein. Ja, morgen, morgen würde sie sich ausführlicher damit befassen. Aber jetzt begab sie sich auf den Heimweg und verbarrikadierte sich in ihrem ganz persönlichen Zuhause.
Kaum dass die Schatten hier unten etwas lichter wurden, erwachte sie. Es war sonderbar, aber dieser Tag war anders. Ein seltsames, freudiges Gefühl erfasse sie. Es war zwar erst Montag, aber sie freute sich bereits jetzt auf das Ende der kommenden Woche, da sie Alec wiedersehen würde. Nur beim nächsten Mal wollte sie nicht mehr so sein wie zuvor. Sie wollte sich nicht Fehl am Platz fühlen, so wie in dem Restaurant. So begab sie sich also wieder auf den Rückweg zu dem Supermarkt, vor dem sie gestern auch Alec begegnet war. Doch dieses Mal war sie vorsichtiger, dass sie in keinen dieser Anzugträger lief. Da sie nicht wie viele einen Comlink besaß, musste sie an einen dieser Automaten. Eine Weile beobachtete sie das rege Treiben aus sicherer Entfernung und erkundete was die wenigen Menschen taten, wenn sie den Automaten aufsuchten, aber das schien ja gar nicht so schwer zu sein. Also steuerte sie darauf zu, als niemand in der Nähe war und steckte das kleine Plastikding in die dafür vorgesehene Öffnung, kurz darauf leuchtete eine Zahl auf: 500 Nuyen. Das war mehr als sie erwartet hatte. Ein guter Anfang. Damit begann auch ihre Bummeltour. Gestern hatte sie in Richtung des Restaurants ein Paar Kleiderläden gesehen, aber sie ging an den Fronten vorbei, da das, was sie sah, nicht gerade ihr Interesse weckte. Also streifte sie weiter, ohne eigentlich genau zu wissen, was sie überhaupt suchte. Sie mochte ihre Kleidung eigentlich, sie war bequem. Meistens jedenfalls. Außer wenn sie sich verwandelte, dann dauerte das Ausziehen immer so lange. Also brauchte sie für den Fall etwas einfacheres. Und während sie so vor sich hin trottete, kam sie an einem dieser Läden vorbei. In den Schaufenstern auf der anderen Seite hingen Lederjacken und Lackhosen. Taschen glänzten in der Vitrine, dort gab es auch Kleider, die vollständig aus einem glänzenden, glatten Stoff waren. Flink überquerte sie die Straße und fragte sich bereits, ob diese Kleider wohl teuer waren. Etwas schüchtern betrat sie den kleinen Laden und wurde begrüßt von dem Geruch nach gefärbtem Leder und Kunststoff. Eine Verkäuferin begrüßte sie zwar freundlich, aber ihr musternder Blick war Denahi nicht ganz geheuer. Vor allem nicht, als sie sich zwischen den vollgestopften Kleiderständern schob und hier und da die Sachen betrachtete. Ihre Finger glitten nahezu bewundernd über den glatten Stoff, an dem sie vorbei ging, strichen weiter und dann fühlte sie unter ihren Fingern einen Stoff, der sich ganz anders anfühlte. Neugierig betrachtete sie es, aber die kleine Verkäuferin war bereits zur Stelle und holte das Kleidungsstück hervor mit der Frage, ob sie es anprobieren wollte, noch bevor sie überhaupt realisierte, dass man ihr ein Kleid entgegen hielt. Aber wie aus Reflex nickte sie einfach und wurde mit einem „Kommen Sie“ bereits zu einer Kabine geführt. Etwas unwohl war Denahi schon, besonders als sie in der Einsamkeit der kleinen Umkleide mit einem bereits etwas angegriffenen, schwarzen Vorhang allein mit dem Kleid war und das Schildchen besah. 300 Nuyen... das war über die Hälfte... Sie hatte kaum so viel Geld besessen und nun sollte ein einzelnes Kleidungsstück sie so viel kosten. Doch auf der anderen Seite hatte sie noch nie etwas so schönes besessen. Nun gut, aber einen Versuch war es wert. Denahi schälte sich aus ihrer Kleidung und streifte sich das Kleid über. Es war eng. Sogar sehr eng. Ungewohnt. Der Stoff war noch gar nicht zurecht gezupft, als es von der Verkäuferin bereits kam: „Brauchen Sie Hilfe?“ Ungeduldig zupfte die junge Frau am Vorhang und deutete Denahi herauszukommen und sich in einem der großen Wandspiegel zu besehen, was sie auch tat. Aber die Person, die sie sah, sah nicht aus wie sie selbst. Der schwarze, weiche Stoff schmiegte sich eng an ihren Körper wie ihr seidiges Fell. Die seitlichen Lederseinsätze waren kühl und glänzten matt. Das Kleid endete mittig auf ihren Oberschenkeln und verdeckte schön ihre Schultern und ihre Arme bis zu den Ellenbogen. Die Verkäuferin brauchte nicht mehr als dieses ungläubige Funkeln in ihren Augen. Mit einem „Warten Sie. Ich bringe Ihnen Schuhe!“ War sie bereits verschwunden und kam mit mehreren Schachteln an, kaum dass sich Denahi versah. Die Frau musste wohl bereits Umsatz wittern. Denahi besah sich zwar auch das Schuhwerk, entschied aber, dass das Kleid allein bereits teuer genug war und verließ das Geschäft etwas später um 300 Nuyen leichter, dafür mit einer unscheinbaren Tüte. Somit empfand sie den ersten Tag der Woche bereits als Erfolg.

Aber die kommenden Tage trieb sie Unruhe umher. Denahi schlenderte durch die Straßen auf der Suche nach... nach was eigentlich. Sie wusste es selbst nicht. Aber sie war unruhig, obwohl das Treffen von drei Tage entfernt war. Also war sie umso erstaunter, als der alte Mann sie anhielt, bei dem sie hin und wieder ihr gestohlenes Diebesgut abgesetzt hatte. Seine Kleidung war immer etwas verlottert, das Gesicht von Leben und Wetter gegerbt.
„Pssst, Denahi!“, hatte er sie angesprochen, „Willst du dir etwas Geld dazu verdienen?“ Das hatte sie neugierig gemacht und sie hatte eingewilligt. Der Alte, dessen Namen sie nicht einmal kannte, steckte ihr einen kleinen Datenträger zu, gefolgt von einem Zettel, auf dem eine Adresse stand. Er fragte nach dem Credstick, der um ihren Hals hing und überwies ihr Geld.
„Die Hälfte jetzt, die andere Hälfte, wenn du den Datenträger an die Adresse überbracht hast. Der Inhalt hat dich nicht zu interessieren!“ Sie nickte nur und machte sich daran sie Adresse auszukundschaften. Es dauerte ein Paar Stunden bis sie die Adresse gefunden hatte, da das große Gebäude ablegen lag. Es war eine Lagerhalle in der Nähe des Hafens. Sie klopfte einfach an der einzigen Tür, die sie finden konnte und die Tür wurde geöffnet. Ein großer Mann Mitte Dreißig, in einer dunklen Lederaufmachung trat heraus und besah sie mit einem grimmigen Gesichtsausdruck. Wortlos nahm er den Datenträger entgegen, steckte ihn an sein Comlink, nickte ebenso grimmig und regungslos zugleich, dann machte eine lockende Handbewegung. Langsam schien Denahi die Sache zu verstehen und reichte ihm ihren Credstick, der ebenfalls an den Comlink des Riesen angesteckt und dann ihr wieder zurückgegeben wurde. Auch der Riese steckte ihr etwas zu: ein kleines, braunes Päckchen, das sie an den Mann bringen sollte, der ihr den Datenträger gegeben hatte. Gut. Sollte ihr recht sein. Sie zuckte die Schultern und trottete davon. Als sie aber wieder dort ankam, wo sie Stunden zuvor den Alten getroffen hatte, war er verschwunden. Auch in Ordnung dachte sie sich und ging ihrer Wege. Dann würde sie ihn eben morgen suchen kommen.

Am nächsten Tag wiederholte sie das Spiel und traf wieder auf den alten Mann in seiner Nische. Eigentlich war es keine Nische sondern ein bereits eingefallener Eingang zu einem heruntergekommenen Gebäude.
„Das soll ich an Sie weitergeben...“ meinte Denahi ahnungslos und streckte ihm das Päckchen hin, was der Alte dankend annahm. Er betrachtete sie mit einem bedeutungsvollen Lächeln.
„Sag mal, Denahi, hättest du nicht Lust, mein persönlicher Kurier zu sein?“, fragte der Alte. Sie konnte sich bereits denken warum. Sie hatte weder eine SIN noch einen Comlink. Man kannte ihr Gesicht nicht. Die Person, deren Identität sie eigentlich tragen sollte, wurde längst für tot erklärt und dem Alten konnte es eigentlich egal sein, wenn sie sich dabei in Gefahr brachte oder draufging. Und für sie hieß es keine Bindungen, keine Verpflichtungen. Also stimmte sie bedenkenlos zu. Was der Alte ja nicht wusste, was dass sie regelrecht ein Schatten sein konnte. Und so hatte er auch an diesem Tag eine kleine Lieferung für sie. Sie fragte nicht nach, er sagte nichts. Eigentlich war es ein gutes Geschäft soweit. Und als sie am Donnerstag wieder auf den Credstick schaute, war sie um wieder um 200 Nuyen schwerer. Irgendwie begann sie den Umstand zu mögen, dass sie sich sogar neues Schuhwerk und eine warme Mahlzeit leisten konnte, auch wenn diese aus Soja bestand.

Am Freitag Morgen wurde sie in aller Frühe wach und obwohl sie noch lange Zeit hatte, bis sie Alec treffen sollte, stellte sie sich unter ihre provisorische, kaputte Dusche, die nur Kaltwasser führte und hüpfte, nass wie sie war, durch das klamme Gemäuer. Vor dem bereits unklaren Spiegel, der auch ein Paar Risse trug, versuchte sie etwas mit ihren Haaren anzustellen. Sie zu einem dicken, lockeren Zopf zu flechten, was ihr nach mehreren Anläufen gelang, dann schlüpfte sie in das neue Kleid und die Schuhe. Beides ungewohnt. Das Kleid eng und doch viel Raum für unbedeckte Haut lassend und die Schuhe höher als sie gewohnt war. Sie stieß einen Dank für ihren Gleichgewichtssinn auf. Um ihren Hals hing der Credstick, der irgendwie zu einer Art Glücksbringer geworden war. Lediglich das schwarze Band war um ihren Hals zu sehen, der Credstick selbst verschwand in dem nicht sehr freizügigen Ausschnitt ihres Kleides. Ebenfalls um den Hals trug sie eine kleine, hölzerne Figur, die eine Katze abbildete. Ihr Vater hatte diesen Anhänger damals selbst geschnitzt und es war das Einzige, was ihr von ihrer Familie geblieben war. Ein letzter, prüfender Blick in den Spiegel... und sie verdrehte die Augen und fragte sich, warum sie das eigentlich tat. Es war doch albern. Damit verließ sie das Haus und schlenderte langsam in Richtung des gemeinsamen Treffpunktes. Ließ sich Zeit, da sie viel zu früh war.
Irgendwie war sie aufgeregte und angespannt, zugleich schien ihr aber vieles auch unwirklich, so wie sie jetzt aussah. Aber wenn sie ehrlich war, dann musste sie sich eingestehen, dass sie im Augenblick ziemlich zufrieden war und eben jenes Lächeln lag auch auf ihren Zügen.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:09

Verrückt. Einfach verrückt. Er hatte wohl zu viel getrunken, konnte das sein?
Als Alec in seinem Bett aufwachte, war es bereits Mittag. Er konnte sich daran erinnern, dass der Puma da war, dass er ihn gestreichelt hatte, dass sie zusammen Musik gehört hatten... Wow! Er war wirklich verrückt. Hätte er Freunde und würde er ihnen erzählen, dass er abends mit nem Puma auf seiner Dachterrasse Musik gehört hätte... Wie bereits erwähnt, verrückt! Als er neben sich blickte, sah er auch das Wodkaglas und die dazugehörige Flasche. Sie war relativ leer geworden, also konnte er das Ganze vielleicht doch einfach auf den Alkohol schieben? Aber dafür war das Gefühl von gestern einfach zu präsent, als dass es nicht wirklich gewesen war. Doch darüber zu grübeln, ob es Wirklichkeit war oder ob er zu viel getrunken hatte, brachte ihm nichts. Er hatte schon den halben Tag verschlafen und dabei hatte er wirklich dringende Probleme: Die Yakuza waren hinter ihm her und er war momentan arbeitslos. Dazu kam, dass er bis Freitag organisieren musste, dass er das Dojo und den Schießstand bekam. Und irgendwie musste er sich noch überlegen, was er noch alles mit ihr machen wollte. Bei diesen Gedanken musste er schmunzeln und blieb noch ein paar Minuten im Bett, kuschelte sich in die weiche Decke und stellte sich das hübsche, exotische Mädchen vor, welches er Freitag treffen würde. Wenn er bis dahin überlebte...
Geduscht und angezogen schnappte er sich eine seiner leichten Pistolen, zwei Ladestreifen und war bereits aus der Wohnung verschwunden. Die Zeit zur nächsten Mitfahrgelegenheit nutzte er, um ein paar Telefonate zu tätigen. Schieber, Johnsons, jeder der auch nur den Hauch einer Ahnung haben könnte, wer der Yakuza ihn suchte, wurde befragt. Er hoffte nur, dass es kein großes Haus war, denn wenngleich er sich gegen ein halbes Dutzend dieser Quälgeister verteidigen konnte, war er nicht besonders scharf darauf, sich ein paar Hundert davon an zu lachen.
Leider konnte ihm niemand helfen. Seine Kontakte waren vollkommen nutzlos. Wie meistens. Aber das lag wohl daran, dass er sich bis jetzt nicht wirklich viele Freunde gemacht hatte. Jemand der meistens nur Wet-Work erledigte und damit das schnelle Geld suchte, war nie gerne gesehen. Informationsbeschaffung, In- und Exfiltrationen, schmuggeln, das war gefragt. Wet-Work überließ man den Anfängern... Wenn es nur nicht so verdammt einfach wäre und was blieb ihm als Einzelgänger anderes übrig? Babdysitter-Jobs? Nein danke, daran hatte er sich kurzzeitig versucht. Miese Bezahlung und er hatte das Gefühl immer die nervigsten Klienten ab zu bekommen, die da draußen für Sicherheit zahlten.
Leider bekam er mit jedem Augenblick, der an diesem Tag verstrich das Gefühl nicht los, dass auf ihn genau das wartete, was er gut konnte: Töten. Die Yakuza verhandelten nicht gerne. Also würde es niemanden geben, dem er ein paar Nuyen zustecken konnte, um sich Ruhe zu kaufen. Das hieß: Schieber! Da sein orkischer Freund und Johnson zu weit außerhalb der Stadt aufhielt, entschied sich Alec dazu einen anderen, ihm bekannten Schieber zu versuchen. „Kestrel“ hieß der Typ und war anscheinend nie aufzufinden, wenn man ihn brauchte, denn wenn er nicht gefunden werden wollte, fand ihn auch niemand. Dieser Irre fuhr den ganzen Tag mit einem Taxi hin und her, war mal da, mal dort und schließlich war er...
„Hey Alter, hast du bei mir was bestellt?“ ... neben ihm. Alec blickte zu seiner Linken. Gerade noch war er in Gedanken, ob der Typ überhaupt kommen würde, im nächsten Moment tuckerte ein Taxi neben ihm auf der Straße und ein Mann mittleren Alters blickte ihn aus herunter gekurbelten Fenster an. Jogginganzug und fettige, kurze Haare. Lebte der Mann in dem Taxi? Auf jeden Fall ließ er sich nicht anmerken, dass er reich war...
„Ich bins, Kestrel, du hast nen Behälter mit Nanitencreme bestellt. Hast wohl vor mal unter zu tauchen, oder? Die Yakuza haben es ja wohl auf dich abgesehen, stimmts?“
„Woher zum...“
„Ja ja, mir macht keiner was vor, ich weiß was los ist und ich weiß, dass du weißt, dass du keine Ahnung hast, wo du nur anfangen sollst, aber hey, wozu gibt es mich? Und wozu gibt es Gefallen, die man versprechen kann...“, grinste der Mensch und zeigte seine perfekt gepflegten Zähne.
„Was willst du Kestrel?“, seufzte Alec und wusste, dass dieser Schieber nicht nur heiße Waren beschaffen konnte, sondern auch Informationen. Und die waren nun mal sehr wichtig, wie er jetzt wieder mal feststellte...
„Och, Mr. Knight. Nichts will ich. Nicht jetzt. Aber einen Gefallen darf ich einfordern. Falls ich mal jemanden brauche, der was erledigt. Und keine Sorge, Bezahlung gibt es natürlich auch, wenn es ein Job ist.“, zwinkerte der Schieber.
„Ja gut. Und nun her mit der Nanitencreme.“, beschleunigte Alec die Sache.
„In Ordnung mein Bester. In Redmond gibt es einen Yakuza-Möchtegern der in die etwas höher gestellten Viertel aufsteigen will. Mit seinen Jungs hast du ja schon Bekanntschaft gemacht. Allerdings ist er ne kleine Nummer, versucht größer aus zu sehen als er ist, der kleine Japse. Bis auf zwei Dutzend Treue Freunde, unverchromt versteht sich, ist da nichts, wovor ein Profi wie du dir Sorgen machen musst. Ich hab dir in den Behälter die Adresse aufgeschrieben, wo du mit dem Suchen anfangen kannst. Aber nimm ein paar Ballermänner mit, die sind schnell ungemütlich da.“
Mit einem kurzen Zeichen an seinen Taxifahrer, kurz nachdem Alec den Koffer entgegen genommen hatte, flitzte das Auto mit quietschenden Reifen davon. Etwas perplex bliebm Alec noch einen Moment stehen. Mit leeren Gedanken machte er sich auf den Rückweg und beschloss für diesen Abend die Musik Musik sein zu lassen und warf sich ins Bett. Er hatte schließlich Dienstag ein interessantes Treffen, mit netten Asiaten...

Der nächste Tag gestaltete sich etwas anders. Nach einem ausgewogenen Soja-Frühstück rief Alec bei einem altbekannten Unternehmen an, welches Schrottkarren und dazugehörige Lizenzen verkaufte. Die Preise stimmten, denn normalerweise waren die Kübel eher für den einmaligen Gebrauch da. Hinfahren, die Karre zerschießen lassen und dann stehen lassen, wo sie war. Die Lizenz war sowieso gefälscht und das Auto nichts wert. Dann trug er die Nanitencreme auf und veränderte sein Aussehen soweit, dass er wie ein richtiger elbischer Runner aussah: Grimmig, mit Narben im Gesicht und diesem Vollprofi Blick. Schließlich musste er dafür sorgen, dass sein wirkliches Gesicht von der Bildfläche verschwand und man nach diesem Pseudo-Runner suchte, der auf jeden Fall eine größere Gefahr darstellte als er je eine für die Yakuza sein könnte.
Als nächstes packte er sich seinen Arbeitskoffer mit genug Munition und Granaten voll, zwang sich in seinen Ledermantel und die Kugelsichere Weste und lud seine Maschinenpistolen und sein billigstes und zuverlässigstes Sturmgewehr nach. Heute würde es ein langer Tag werden...
Der Plan war einfach, denn er würde die beiden Adressen abfahren, die ihm Kestrel gegeben hatte. Ein Chinarestaurant und eine Lagerhalle in Redmond.
Auf dem Weg dahin konnte er an nichts denken, nur an den Job. Kein gutes Gefühl mischte sich in seine professionelle Einstellung, keine hübsche Erinnerung an Denahi oder den Puma, kein Gedanke an Rache, seine Eltern oder seine Schwester. Nur die gewohnten Abläufe um Waffen schnell nachzuladen, Granaten scharf zu machen. Und schließlich stand er vor dem Restaurant. Der Wagen war auf der gegenüberliegenden Straßenseite geparkt. Hier in den Barrens waren die Sicherheitsvorkehrungen nicht wirklich vorhanden und so konnte er sein Gewehr einfach hier auspacken, spazierte in das Restaurant und gab ein paar Schüsse ab, sodass alle Zivilisten an ihm vorbei ins Freie stürmten. Er musste ja keine unnötigen Opfer geben. Und dann war alles so wie es sein sollte: Die Bude schien wie ausgestorben. Kein Lüftchen war zu hören, kein Mensch zu sehen. Und dann doch, eine Tür knarrte und sofort kam ihm ein Schwer schwingender Yakuza vor die Flinte, den er mit einer gezielten Salve durchbohrte. Schöner Anzug, dachte Alec nur grinsend und fand gleich etwas Spaß daran. Schöner Anzug mit vielen großen Löchern...
Der nächste stellte sich schon etwas geschickter an und durchsiebte die Position wo Alec noch gerade gestanden hatte, mit seiner Uzi. Doch statt nach verfehltem Ziel in Deckung zu gehen, blieb er stehen und lud heftig nach. Anfänger... der Yakuza bezahlte mit seinem Leben und blieb regungslos am Boden liegen nach der nächsten Salve aus Alecs AK. Dann schnallte er sich die unhandliche Waffe über den Rücken und wechselte zu seinen geliebten Steyr MP's, durchstreifte die Gänge und durchsiebte jeden, der ihm in den Weg kam. Sogar der Koch war dabei... Einer der Hohlköpfe dachte er sei hinter verschlossenen Türen sicher. Zwei Granaten später, war auch dieser Raum gesäubert und blutige Masse zierte den Nebenraum der Küche. Schließlich drang der Runner zum letzten Raum vor, in dem einer der Anzugträger sich seiner Oberbekleidung entledigt hatte und seinen tätowierten und wirklich gut trainierten Körper zeigte. Zumindest sah Alec den Rücken. Als er sich jedoch umdrehte, hatte der Asiate ein reich verziertes Katana in der Hand und warf sich ihm entgegen, nur um Bruchteile einer Sekunde später mit zerschossenen Knien auf dem Boden zu liegen. Lebendig... schließlich musste man ihn verhören.
„Wo ist der Rest von Euch? Sag schon!“, schrie Alec und schlug mit seiner Waffe zu, bis die Zähne aus dem Kiefer sprangen und der Mann der Ohnmacht nah die Adresse bestätigte, die Alec sowieso schon hatte. Gut. Der Erste, der das Glück hatte, weiter zu leben. Schließlich musste es jemanden geben, der sich an sein Gesicht erinnerte. Demonstrativ nahm der Elf jedoch das Schwert mit und nahm dem Yakuza damit seine Seele. Der Krieger war seiner Beine und seiner Waffe beraubt und würde niemandem jemals wieder etwas antun können...
Zurück im Auto ließ das Adrenalin nach. Das Feuergefecht hatte sicherlich eine Viertelstunde gedauert. Ein Dutzend Yakuza weniger und Alec war vollkommen fertig. So etwas war selbst für ihn ziemlich extrem gewesen musste er zugeben, doch was sollte er tun? Entweder er oder sie... Und er konnte nicht zulassen, dass ein paar Straßengangster zuließen, dass er die im Moment schönste Zeit in seinem Leben ruinierten. Schließlich war ihm Denahi wichtig und er wollte sie nicht in Gefahr bringen, nur weil sie mit ihm zusammen war. Wenn auch nur diesen Freitag, denn wer sagte, dass auch sie ihn noch einmal sehen wollen würde...
Doch er musste weiter, es war noch nicht zu ende. Die nächste Adresse war nur ein paar Kilometer weiter. Und anscheinend hatte man ihn bereits erwartet, denn gerade als sein Auto dort auftauchte, wo er sein Ziel sehen konnte, eröffnete man das Feuer auf ihn. Ungezielte Schüsse, aber verdammt viele auf einmal, sodass er sich mit einer quietschenden Vollbremsung aus dem Auto hinter eine kleine Mauer flüchten musste, die sofort ebenfalls unter Feuer war und langsam auseinander geschossen und immer kleiner wurde.
Doch Alec war ein erfahrener Veteran, war seit einem Jahr Runner, hatte viele Feuergefechte hinter sich gebracht und wusste, dass er bei der nächsten Gelegenheit, wenn diese Typen nachladen mussten, seine Chance nutzen musste. Seine Muskeln spannten sich an, sein Geist schärfte sich und als dann das letzte Klicken des leeren Laufes auf der anderen Seite zu hören war, geschah alles wie in Zeitlupe: Er sprang auf, kniete sich hinter die Mauer, hatte seine Waffe im Anschlag und während die knapp zwanzig Möchtegernkrieger verwundert aufschauten, hatte er bereits ein halbes Dutzend von ihnen erwischt, warf sich wieder auf den Boden und kroch ein paar Meter weiter, um auf die nächste Salve zu warten, die jedoch auf sich warten ließ. Mit einem kurzen Blick hinter die Mauer sah er auch warum. Die Feiglinge flohen in die Lagerhalle. Doch noch bevor sie sie erreichen konnten, hatte das nächste halbe Dutzend sein Leben verloren. Leider war nun auch die Munition seiner AK verbraucht, sonst hätte er sicher noch ein paar weitere erwischt.
Das hieß dann wohl weiter... Weiter in das Nest hinein. Doch bevor er hinein ging, hatte er die zwei Eingänge mit Granaten zugepflastert, sodass zumindest einmal diese Bereiche gesäubert waren. Er selbst machte sich aber die Mühe und ging nach hinten, um einen weiteren Eingang zu suchen, wurde auch schnell fündig und machte lautlos seinen Weg durch die Halle, welche vollgestopft war mit großen Containern, die man normalerweise nur auf Schiffen sah. Was da wohl drin war? Doch das ging ihn nichts an. Er war kein Dieb, er war nur im Auftrag der Selbstverteidigung hier. Und Angriff war nun mal die beste Verteidigung, oder?
Den ersten Yakuza, der ihm über den Weg lief hatte er mit zwei gezielten Schlägen bewusstlos geschlagen. Alec hatte sich bis in einen Raum vorgeschlichen, der ziemlich nach Büro aussah. Vollgestopft mit allerlei Papierkram, ein paar altmodischen Computerterminals und mit großen Fenstern aus denen man die Container sehen konnte. Als er dann eine Gruppe hörte, die genau zu seiner Position flüchtete, nahm er seine beiden Waffen und wartete auf die richtige Reichweite, überraschte die Gruppe und mähte sie nieder, peinlich darauf achtend, dass es dieses Mal auch genügend Verletzte gab, sie sich sein Gesicht merken konnten.
„Komm raus und kämpfe wie ein echter Straßensamurai!“, rief plötzlich eine Stimme mit starken japanischem Akzent. Einen Moment wartete sie noch, bevor sie sich zeigte. Wieder ein Anzugträger. Doch dieser war jünger, sah eigentlich aus wie ein recht sympathischer Japaner, mit schwarzem Kurzhaarschnitt. Seine beiden Gefolgsleute waren wieder diese Schlägertypen. Tätowiert, schlecht gelaunt, einfach die Klischeejapaner, die man schon aus den Filmen kannte.
Doch hatten sie anscheinend nichts mehr an Munition, denn sie schlugen einen Schwertkampf vor und Alec musste grinsen. Warum nicht? Als Trumpf hatte er noch seine Steyr und sollte er gewinnen, würde das sein Image als Yakuza-Killer noch mehr bestätigen.
„Bist du hier der Boss?“, wollte Alec wissen und warf demonstrativ eine seiner Pistolen weg, holte das erbeutete Schwert hervor und zog es stilecht aus der Schwertscheide, um etwas Eindruck zu schinden.
„Takeda Shingen. Ich bin der Anführer dieses Hauses.“, bestätigte der Asiat und Alec musste grinsen. Klar, Takeda Shingen. Eingebildet waren diese Typen gar nicht, oder? Der Kampf sollte nicht lange dauern, schwor sich Alec und wollte endlich nach Hause... Dann griffen die Leibwächter des selbst ernannten Daimyo an, verfehlten mit ihren ersten Schlägen und waren nicht darauf gefasst, dass Alec die Klinge so gut und so schnell beherrschte, denn den zweiten Schlag parierte er und enthauptete den ersten Krieger. Der zweite lief so zu sagen in sein Schwert bei seinem nächsten Angriff.
„Nur noch du und ich, wie es aussieht.“, räusperte sich Alec und vollführte eine schwungvolle und gleichermaßen kunstvolle Bewegung mit seinem Schwert, um es vom Blut zu säubern, sodass dieses einen schönen Bogen aus Blutspritzern am Boden hinterließ.
„Guter Kampfstil. Und schnell.“, bemerkte der junge Japaner nur mit einem selbstsicheren Schmunzeln auf den Lippen. Irgendwie war der doch übergeschnappt, oder? Yakuza waren nie vercybert. Und Adepten waren auch ziemlich selten und entweder große Anführer oder in irgendwelchen Leibgarden. Was wollte dieser Clown, dachte sich Alec nur. Doch der Mann wer ebenfalls auf die Kunst des Schwerkampf geschult und zog nach einer Verbeugung, bei der er seinen Gegner nicht aus den Augen ließ, sein Schwert, hielt es Alec entgegen, als ziele er auf seine Kehle. Beide Hände umfassten den Schwertgriff. Die leichtfüßigkeit des Gegners ließ ihn auf einen geübteren Gegner schließen als es seine Leibwächter waren. Und dann griff er lauthals einen japanischen Schlachtruf brüllend an, kreuzte die Klinge mit Alec, wurde pariert. Doch in dem Augenblick hatte der Elf gemerkt, dass der Gegner nicht nur schnell, sondern auch verdammt stark war. Die Leichtfüßigkeit täuschte über seine tatsächliche Stärke hinweg. Das versprach spannend zu werden. Der nächste Angriff folgte, doch dann konnte Alec seinen Augen nicht mehr trauen! Sein Gegner war plötzlich ein paar Meter über ihm und flog geradezu der Decke des Lagerhauses entgegen.
„Guter Kampf, doch muss ich ihn verschieben, Gaijin.“, lächelte der Japaner wieder freundlich. „Wir werden ihn nachholen.“, versprach er dann noch und war plötzlich verschwunden. Einfach unsichtbar... ein Magier?! Ein Schamane? Das war.. nicht üblich... Dann erschrak er, als plötzlich das Katana seines Feindes vor ihm lag. Es hatte nicht einmal einen Aufprall gegeben.. das war nicht nur ein Magier, das war ein verdammt guter Magier! Durch Alecs Körper ging ein Zittern. Er war, wenn man es genau nahm, dem Tod von der Schippe gesprungen.

Den nächsten Tag hatte Alec damit verbracht seine blauen Flecken zu kurieren. Zwar hatten diese Schwachköpfe nicht gut gezielt, aber manche hatten ihn am Oberkörper getroffen. Das Adrenalin hatte den Schmerz größtenteils abgeschwächt, doch an jenem nächsten Tag heulte er herum wie ein kleines Kind, dass beim Fahrradfahren auf die Knie gefallen war. Alles schmerzte, jede Bewegung tat weh, nicht einmal sprechen konnte er. Doch er hatte ein neues Schwert... und dazugehörige Alpträume. Er war in diesen Träumen gestorben. Es hätte verdammt viel schief gehen können...
Doch hoffte er, dass seine Aktion von seiner Spur abgebracht hatte. Und Kestrel würde er für lebensgefährliche Informationen mal nen Denkzettel verpassen... Arschloch! Er hat ihn fast umgebracht! Ein magischer Yakuza?! Und so etwas wusste Mr. Info-Broker nicht? Abends hatte er noch organisiert, dass er die Halle für den Freitag bekam und seinem Schieber klar gemacht, dass er wieder für Aufträge zu haben war, was ihm auch mehr oder weniger bestätigt wurde. Die Yakuza hatten wohl gerade andere Probleme und dazu gehörte nicht einmal Alecs neues Pseudonym... Sollte ihm recht sein. Hauptsache er war aus dem Schneider, war frei und verfügbar. Zumindest nächste Woche, denn diese würde er wohl noch weiter mit Wehklagen und viel kühlender Salbe verbringen.
Doch der Freitag rückte näher und wieder einmal dankte er seinem Körper dafür, dass er sich rasch erholte. Bis auf ein paar blaue Flecken war nichts mehr geblieben und er machte sich gegen Mittag auf den Weg zur Halle, wo er auf Denahi stoßen sollte, wenn sie denn die Verabredung ernst genommen hatte. Alles was er brauchte, war bereits dort, hatte man ihm gesagt. Schließlich wollte er nicht mit unlizensierten Waffen dort auftauchen. Alec machte sich bereits früher auf den Weg, denn er wollte sich die Halle nochmal ansehen vorher. Es war ewig her, dass er da war und diesen peinlichen Umstand wollte er sich ersparen. Doch als er ankam, sah er bereits Denahi dort stehen. Sie war schon da, in diesem unglaublich reizvollen Kleid, den passenden Stiefeln dazu. Sie war kaum wieder zu erkennen, hatte er sie doch in ganz normaler, für manche sogar etwas unpassender Kleidung, gesehen. Doch jetzt, mit den Haaren, die so gepflegt aussahen und ihrem Outfit, wirkte sie fast... Er wusste gar nicht, was er sagen sollte. Sie sah toll aus, ja! Aber ungewohnt. Fast als sei es zu viel des Guten, auch wenn er wirklich nicht sagen konnte, dass ihm das Kleid an ihr nicht unglaublich gut gefiel. Wie es ihren Körper betonte, aufreizend wirkte, ohne jedoch zu viel Haut zu zeigen... Mit freudiger Erwartung, tappste er leise zu ihr heran, als sei sie ein Reh, welches man verschrecken könnte. Schmunzelnd betrachtete er sie aus nur einigen Metern Entfernung, bis er merkte, dass er endlich etwas sagen musste, sonst würde sie ihn noch entdecken.
„Sie...“ Er musste sich räuspern, um seine Stimme wieder zu bekommen. „Sie sehen toll aus. Wenn ich das so sagen darf.“ Dann kam er auf sie zu und hätte sie zur Begrüßung gerne an sich gedrückt, sie berührt, nur ganz kurz, um sich zu vergewissern, dass sie echt war, dass sie keine Einbildung und er in der Wirklichkeit war, denn die letzten Tage waren alles andere als entspannend gewesen. Doch als er ihr Lächeln sah, fiel auf einmal so viel Anspannung von ihm ab, dass er sein erstes, richtiges Lächeln zustande brachte, welches nur ihr galt.
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:10

Denahi ließ sich viel Zeit, schlenderte hier und da umher und doch war sie viel früher da, als sie beabsichtigt hatte. Noch einmal blickte sie sich um um sich zu vergewissern, dass sie auch wirklich richtig hier war. Der Supermarkt lag am Ende der Straße. Das große Gebäude oder eher die Halle lag in ihrem Rücken. Ob er wohl in das Dojo mit ihr wollte um... um ihr seine Unterrichtsstunden zu zeigen? Ihre Augen huschten über die nähere Umgebung. Keine bekannten Gesichter zu sehen. Aber auch keiner dieser Typen in Anzügen, gegen die sie eine so große Abneigung empfand. Sie war wohl tatsächlich viel zu früh da. Und während sie da so verloren dastand, irgendwie wie bestellt und nicht abgeholt, obwohl es ja selbstverschuldet war, wurde sie immer nervöser. Ihr Herz begann schneller zu schlagen. Ihre Hände wurden feucht und sie hatte dieses flaue Gefühl im Magen. Ja, sie kam sich sogar total albern vor; mit dem losen, etwas wirren Zopf und der Aufmachung. Ihre Hände wanderten über den Stoff, strichen ihn glatt, obwohl das schwarze Lycra sich an ihren Körper schmiegte und sie seitlichen Ledereinsätze straff über ihre Seiten und Hüften spannte und sanft glänzten. Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass das Kleid sie mehr entkleidet, als dass es sie bekleide so eng wie es sich an ihren Körper legte, fühlte es sich an wie eine zweite Haut und zeigte jede Kontur ihres Körpers. Nervös lief sie ein Paar Schritte auf und ab, aber wie mochte wie sich die Stoffe jeder einzelnen ihrer fließenden Bewegungen anpassten, fast als wäre sie Katze.
Sie hörte zwar Schritte in ihrem Rücken, aber realisierte gar nicht, dass es Alec war, bis er sich räusperte. Als sie seine Stimme hörte, drehte sie sich schnell nach ihm um und strahlte ihn an. Er schien etwas heiser zu sein oder vielleicht nervös? Ihre Nervosität wich jedoch fast vollständig, als sie ihn lächeln sah.
„Danke!“, meinte sie etwas schüchtern, lächelte Alec jedoch weiterhin fröhlich, sogar fast glücklich an. „Aber wollen wir nicht vielleicht zum Du übergehen?“, schlug sie vorsichtig vor. „Es ist für mich so ungewohnt mit Sie angesprochen zu werden...“, gab sie zu.
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:11

Alec war nun vollends entspannt. Ihre Gelöstheit war fast schon ansteckend und das brachte ihn zum Grinsen. Noch mehr musste er dies tun, als sie ihm vorschlug, ins „Du“ über zu gehen. Sofort nickte er daraufhin eifrig.
„Oh ja... das wäre wirklich eine Erleichterung.“, lachte er nun fröhlich dahin und dann fing er an seine Anspannung der letzten Tage ebenfalls zu lösen. Dies zeigte sich wohl daran, dass er wieder einen Redeschwall über sie ergehen ließ...
„Wenn ich schon Du sagen darf, muss ich dich ja gleich ein bisschen tadeln! Was machst du denn so früh hier, Denahi? Ich dachte schon, ich sei früh dran, aber du wartest ja sicher schon eine ganze Weile hier. Ich hatte ja noch nicht einmal Zeit im Dojo Bescheid zu geben, dass sie dann gleich den Profis Platz machen müssen!“, grinste er verschmitzt. „Aber auf der anderen Seite: Es ist schön, dass du so früh da bist. Ich hätte mich wohl zu Tode gelangweilt alleine im Dojo.“ Erst jetzt kam er ein paar Schritte näher, sodass man sagen konnte, dass die gesellschaftliche Distanz überschritten und eine eher etwas privatere eingenommen wurde. Er war in der Reichweite, sie zu berühren, durch ihr Haar... Plötzlich stockte ihm der Atem und er ermahnte sich ruhig zu bleiben. Klar, er freute sich ungemein sie zu sehen, aber an so etwas konnte er jetzt wirklich nicht denken. Auch wenn ihre Aufmachung das Ganze nicht gerade einfach machte.
„Willst du vorher noch etwas essen? Oder was trinken? Ich hätte, wie versprochen, auch eine kleine Sightseeing-Tour geplant, weil du mir ja sagtest, dass du noch so vieles hier nicht gesehen hast. Oder wir könnten auch gleich rein gehen und uns gegenseitig blaue Flecken schlagen.“, lachte er.
„Danach bestellen wir dann was zu Essen und schauen was der Abend noch bringt. Soweit war zumindest mein Plan. Ich weiß, nicht gerade aufregend, aber ich muss zugeben, dass meine Woche relativ... stressig war. Wie war denn deine? Wie geht es dir? Wow, ich rede wieder viel zu viel, bitte entschuldige...“ Jetzt fühlte er sich irgendwie ertappt, wie ein Kind, dass sich Süßigkeiten genommen hatte und von der Mutter erwischt wurde. Er sollte sie nicht immer zu texten, das würde so ziemlich jeden überfordern! Aber Denahi wirkte nicht wirklich überfordert und sofort kam er zurück in diese entspannte Stimmung, die er bei ihr hatte.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:11

Denahi war gleich entspannter, als Alec auf ihren Vorschlag einging. Bei seinem Tadel, wie er es nannte, zuckte sie die Schultern und gab einfach ehrlich zu, wie es war:
„Ich hatte heute nicht viel zu tun und dachte mir, ich schaue mich etwas früher hier um, schließlich wollte ich nicht zu spät da sein.“ Sie winkte locker ab. „Nein, eigentlich warte ich gar nicht lange.“ Aber als Alec etwas näher kam, hielt sie regelrecht die Luft an, obwohl ihr Herz lauter zu schlagen begann. Denahi konzentrierte sich auf seine Augen und ermahnte sich zu atmen. Dabei konnte sie wieder seinen Geruch wahrnehmen. Mit einem Mal war die gesamte Anspannung, die zuvor abgefallen war, wieder da. Wieder strich sie mit den feuchten Handflächen an ihrem Kleid entlang, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie hatte weder Hunger, noch Durst. Eigentlich fuhr ihr Magen gerade Achterbahn, jedenfalls sagte man das so. Allerdings weiteten sich ihre Augen mit aufflackernder Panik und Unwohlsein. Alles schien so unwirklich. Ein Ausnahmezustand. Verwirrend! Er wollte was? Sich blaue Flecken schlagen? Mit Waffen konnte sie nicht wirklich umgehen, nur mit ihren eigenen und dann würde sie sich wirklich verraten und das vielleicht sogar vor einer Ansammlung an Menschen. Gar nicht gut.
„Glaubst du, dass das wirklich eine gute Idee ist, mit den blauen Flecken?“, sie runzelte ernst die Stirn. Nicht dass wirklich Angst davor hatte, blaue Flecken zu bekommen, die wären schließlich sehr bald verheilt. Dann überlegte sie kurz, aber die Wahrheit war wohl das Naheliegendste:
„Ich ähm... Ich kann nicht mit Waffen umgehen, also wäre ich wohl deutlich unterlegen. Das wäre doch unfair?“, merkte sie an und hoffte, dass er darauf einsteigen würde.
„Aber ich würde wirklich gern mehr von der Stadt sehen, das hört sich nach einem guten Plan an!“, versuchte sie es anders, nachdem Alecs Redeschwall geendet hatte und lächelte ihn zaghaft an.
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:13

„Das wäre wirklich unfair und würde mir ja gar keinen Spaß machen, wenn ich nicht ein bisschen angeben kann...“, antwortete er auf ihren Einwand, dass sie nicht mit ihm trainieren wollte. Obwohl er sich doch so darauf gefreut hatte. Doch trotzdem würde er einen Abend mit ihr verbringen können, ob nun mit oder ohne Training und dem damit verbundenen Körperkontakt... Wieder driftete er weg und hatte erst jetzt mitbekommen, dass sie einwilligte, die Stadttour zu machen. Schmunzelnd nickte er.
„In Ordnung. Stadttour, wird gemacht. Aber hast du eigentlich nun etwas gegessen? Ich fühle mich als würde ich jeden Moment verhungern. Aber keine Angst, nichts was so ewig lange dauert wie das Steak. Irgendwas zum Mitnehmen wäre mir recht. Außerdem kann ich dich vielleicht dann noch davon überzeugen, dass du zumindest mal versuchst mit mir zu trainieren. Nicht gegeneinander versteht sich. Ich könnte dir ein paar einfache Tricks zeigen. Nur wenn du magst... Trainingskleidung kann ich dir übrigens auch organisieren, denn so sehr ich auch sagen muss, dass du da ein wirklich schönes Kleid anhast, so unpraktisch wird es wohl auch sein für das Training.“, vermutete er und gönnte sich dabei einen demonstrativ abschätzenden Blick über ihren Körper. Natürlich begutachtete er die Kleidung... Darum musste er auch erst einen Schritt zurück gehen, um alles genau sehen zu können... die Kleidung natürlich... Wow... wenn er sie heute mit dem Treffen von letzter Woche verglich, hatte sie sich äußerlich komplett verändert. Und er musste gestehen, dass ihm beides gut gefallen hatte: Das Aufreizende jetzt, aber auch das vollkommen Normale, die funktionale Kleidung, die man wohl bei einem Touristen erwarten würde. Nur hatte Rucksack und Stadtplan gefehlt. Grinsend wartete er auf ihre Antwort. Wenn sie kein Hunger hatte, würde er sicher irgendwo bei einem Soja-Imbiss vorbeikommen und sich dort einfach eine Kleinigkeit mitnehmen.. Vielleicht mochte sie ja auch Soja. Nun, wer mochte schon kein Soja? Was man jeden Tag essen musste, konnte man ja nur mögen, oder?
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BeitragThema: Re: Maze   20/9/2013, 20:13

Denahi entging sein musternder Blick nicht und sie senkte etwas verschämt die Augen, als Alec sprach. Wieder war es sonderbar; auf der einen Seite mochte sie es, wie er sie ansah, auf der anderen machte es sie nervös. Aber als er geendet hatte, blickte sie flüchtig auf. Ihre Hände wanderten zu ihrem Zopf und vergruben sich darin, als wollte sie etwas richten, eigentlich brauchte sie aber irgendeine Beschäftigung um sich abzulenken. Mit einem zaghaften Lächeln suchte sie scheu seine Augen.
„Nun... dann kann ich ja gar nicht mehr Nein sagen zu der Trainingsstunde...“, gab sie zögerlich zu. Wenn sie nicht gegen ihn antreten musste, war das zumindest ein Vorteil und sie würde sich nicht offenbaren, wenn er ihr lediglich ein Paar Bewegungen bei brachte. Warum also nicht! Konnte schließlich nicht schade etwas mehr zu lernen.
„Gegessen habe ich schon.“, gab sie zu, was auch der Wahrheit entsprach, denn in den letzten Tagen hatte sie sich auch eine vernünftige Mahlzeit als Mensch geleistet. Es war zwar jedes Mal etwas aus Soja gewesen, aber sie musste zugeben, das machte ihr gar nichts aus.
„Aber auf unserer Stadttour liegen sicher einige Möglichkeit. Um die Ecke befindet sich zum Beispiel ein Diner...“, sie deutet mit einer Handbewegung um die nächste Straßenecke nach links. Das wusste sie, weil sie gestern sogar dort gewesen war um sich dort einen heißen Kaffee zu gönnen. Es war zwar nicht das nobelste Restaurant, aber die Bedienung war nett, der Kaffee stark und es war den Umständen entsprechend sauber und günstig. Sie mochte das Diner irgendwie, weil es gemütlich wirkte. Erschwinglich für den normalen Bürger.
„Auf leeren Magen lässt es sich außerdem schlecht kämpfen!“, gab sie nun etwas breiter grinsend zu. Sie fragte sich allerdings, warum es ihm anscheinend so wichtig war mit ihr in das Dojo zu gehen. Sie ergriff ohne nachzudenken Alecs Hand und zog ihn leicht mit sich, als sie sich in Bewegung setzte, in die Richtung, in die sie vorher gezeigt hatte.
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BeitragThema: Re: Maze   21/9/2013, 04:55

Vollkommen verdutzt blickte er Denahi an, als sie seine Hand ergriff, musste dann aber zufrieden lächeln. Es war ein schönes Gefühl. Um ehrlich zu sein, war es sogar das erste Mal für ihn, dass er eine ihm so sympathische Frau an der Hand hatte und einfach mit ihr durch die Straßen ging. Man sah so etwas in Filmen, aber erlebt hatte er es noch nicht. Doch es fühlte sich gut an. Unglaublich gut, auch wenn er noch nicht wusste wohin das alles führte, doch er hatte zumindest ein sehr gutes Gefühl dabei und darauf kam es doch schließlich an, oder?
„Du hast vollkommen recht, auf leeren Magen dir was beibringen wäre für keinen von uns so gut. Ich bin ein lausiger Lehrer, wenn ich hungrig bin.“, schmunzelte er schließlich, wenn auch etwas verspätet mit seiner Antwort. Seine Worte waren leise, fast als würde er mit sich selbst reden, auch wenn er wusste, dass sie es hörte. Fast hauchte er seine Worte schon, aus Angst, diese einfache Geste, dass sie seine Hand genommen hatte, würde enden.
„Ich hab aber eine Idee. Es ist nicht weit. Dort kann man etwas essen und es ist sowieso ein Ort, den du sicher nicht kennst.“, meinte er vielversprechend und hoffte, dass es ihr gefallen würde. Es war zwar nicht wirklich etwas besonderes, wenn man es gewohnt war, aber wenn nicht, konnte man es doch sehr genießen.
„Am besten wir nehmen uns ein Taxi, dann geht es schneller.“, beschloss er kurzerhand und schon fing er an, mit ihr an seiner Hand, Taxis auf sich aufmerksam zu machen. Es dauerte nicht lange und ein fröhlicher Zwergentaxifahrer hielt neben ihnen und ließ sie einsteigen.
„Wo soll's denn hingehen ihr beiden?“, fragte er gut gelaunt. Passend zu Alecs Stimmung.
„Äh, einfach zum Renraku Ark.“, meinte Alec und vergewisserte sich, dass er nah genug bei Denahi auf der Rückbank saß, sodass sie ihn nicht loslassen musste.
„Alles klar. Ist aber ne weite Fahrt. Macht es euch gemütlich!“, bereitete der Taxifahrer sie vor und schaltete wieder seine Dwarftrash-Musik an, die leise und mit witzigen Texten im Hintergrund dudelte.
„Dir macht doch eine längere Fahr nichts aus oder? In einer halben Stunde sollten wir da sein. denke ich...“, fragte er bei Denahi vorsichtshalber noch einmal nach, bevor es los ging.
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BeitragThema: Re: Maze   22/9/2013, 16:04

Kaum hatte sie sich in Bewegung gesetzt, als Alec bereits einen Gegenvorschlag machte, der Denahi innehalten ließ. Sie stockte und schaute den Mann recht verwundert an. Wollte er nicht sehen, wo sie eigentlich mit ihm hin wollte? Vielleicht kannte er ja das Diner? Oder er mochte es womöglich gar nicht. Sie zuckte also die Schultern. Ihr war es recht, wenn die Stadtführung früher beginnen sollte. Allerdings war sie gespannt, wo es nun hingehen sollte. Da winkte Alec bereits ein Taxi her und Denahi war erstaunt, wie schnell eines dieses gelben Autos vor ihr stand. Noch bevor sie sich versah, öffnete Alec die Tür und ließ sie zuerst einsteigen, bevor er selbst auf die Rückbank folgte. Nur kurz hatten seine warmen Finger sie los gelassen, als sie eingestiegen war und nun saß er ganz dicht neben ihr. Aber der Wagen bot auch nicht gerade viel Platz um Abstand halten zu können. Wie von selbst fanden seine Finger wieder den Weg zu ihren und sie verschränkte ihre Hände in einander. Es war ein sonderbares Gefühl, sie mochte es irgendwie wie sich seine Finger warm um ihre Hand schlossen. Es hatte etwas Vertrautes und zugleich Ungewohntes. Aber auch das Auto zog sehr bald ihre Aufmerksamkeit auf sich. Das Innere des Wagen roch nach Rauch, genauso wie das abgewetzte Leder, auf dem sie saßen und von vorn schallte irgendwelche Musik ihnen entgegen. Über dem Rückspiegel erkannte sie ein Paar kleine Glücksbringer. Und erst als Alec sie ansprach, schaute sie ihn an. Sie schüttelte auf seine Frage hin lediglich den Kopf und lehnte sich zurück gegen den Sitz, schlug ein Bein vorsichtig über das andere, sodass sie Alec nun zugewandt saß und aus einem der Seitenfenster dennoch nebenbei das Stadtbild betrachten konnte. Schließlich wollte sie nichts verpassen. Das anfängliche Unwohlsein verflog bald und sie begann sich sichtlich wohler zu fühlen, sodass sie Alec anlächelte.
„Hast du nun eine Halle gefunden für den Kampfunterricht?“, fragte sie sich an das Gespräch der letzten Woche erinnernd.
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