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 Denahi

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Denahi
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Name : Awan KaHaSi
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BeitragThema: Denahi   7/7/2013, 15:23

DENAHI


Aussehen:

Ich betrachte mich kaum selbst. Wie denn auch? Nur die Spiegelungen in den heruntergekommen Fensterfronten. Ich weiß, dass ich grüne Augen habe und langes schwarzes Haar, wenn ich ein Mensch bin. Wahrscheinlich würden mich viele als schlank bezeichnen, aber ich bin selten Mensch. Menschsein ist schwer. Verwirrend. Als Katze ist das Leben viel einfacher. Und wenn ich nicht muss, dann bin ich nicht Mensch, dann bin ich Katze.
Ich mag es, wie sich mein schwarzes Fell anfühlt, wie es wärmt, wie weich es ist und anschmiegsam. Ich mag wie sich mein Körper bewegt. Unbewusst und zugleich jeder Regung, jedes Muskels umso bewusster. Ich liebe es zu hören, die tausenden Geräusche der Nacht und des Tages. Und ich liebe die Kraft und Ausdauer meines Körpers, so wie er ist. Ohne Implantate, ohne irgendwelche Eingriffe. Ohne den ganzen Kram ist es nicht leicht zu überleben, besonders wenn der Gegner bis an die Zähne ausgerüstet ist und dennoch habe ich es bisher irgendwie geschafft. Schwarz, wie ein Schatten in der Nacht.


Implantate:

Keine. Wer brauch so einen Mist überhaupt. Ich komme auch zurecht, so wie ich bin.


Charakter:

Um einen Charakter zu haben, muss man jemand sein, so viel weiß ich. Aber ich bin niemand. Keiner weiß, dass ich lebe, dass es mich gibt. Keiner weiß, wer ich bin und ich weiß es auch nicht. Ich möchte es gar nicht wissen. Denn wenn ich dann jemand bin, dann gibt es Menschen, die etwas von einem wollen. Dann hat man Verpflichtungen und Aufgaben, dann ist man nicht mehr frei. Aber ich möchte frei sein, auch wenn es vielleicht heißt allein zu sein. Ich bin nicht schwach, ich kann allein sein, ohne dass es mich stört. Wenn man allein ist, dann hört man vieles. Gedanken, Stimmen. Man kann beobachten ohne gesehen zu werden. Es ist nicht so, dass ich Angst hätte, nein, ich mag sie einfach nicht. Die anderen. Sie sind grausam. Und ich meine nicht nur die Menschen.



Attribute:

Konstitution: 4 / 8 (12)
Geschicklichkeit: 8 / 8 (12)
Reaktion: 4 / 7 (10)
Stärke: 4 / 7 (10)
Charisma: 4 / 5 (7)
Intuition: 4 / 5 (7)
Logik: 3 / 5 (7)
Willenskraft: 3 / 5 (7)
Initiative: 4 / 12 (18)


Gaben:

Mein Vater hat früher etwas von einem Dualen Wesen erzählt, besonders nachts, als ich nicht einschlafen konnte. Er redete von einer Welt neben unserer Welt, in welche wir hinein blicken könnten, wenn wir wollten. Erst nach und nach verstand ich was er meinte. Durch meine Abstammung konnte ich genau das, wovon er geredet hat. Ich konnte und kann in diese Welt neben unserer Welt, welche sich genau genommen mit der unseren sogar überschneidet, hineinsehen. Duale Sicht nennt man das, hat mir der Alte bei der Metrostation gesagt.
Aber meine Sinne reichen noch weiter, ich habe Dank meiner Katzenseite auch ein ausgeprägtes Gehör und einen sehr scharfen Geruchssinn, auf den hin und wieder verzichten könnte hier unten. Außerdem regeneriert sich mein Körper erstaunlich schnell, schneller als der anderer, was ich zwar nicht ganz begreife, aber was mir bereits das eine oder andere Mal das Leben gerettet hat. Wahrscheinlich habe ich es auch dieser Gabe zu verdanken, dass mein Körper so zäh ist, als verfüge er über eine natürliche Rüstung. Ich frage mich oft, wie es wohl den anderen ergeht? Ob ich nicht normal bin, dass ich so vieles an Schmerzen ertragen kann, bevor ich zu Boden gehe, weil mein Kopf diese Reize nicht verarbeiten kann. Andere habe ich bereits bei geringeren Verletzungen, als ich sie durchlebt habe, schreien hören wie kleine, winselnde Welpen.


Handycaps:

Aber niemand ist unfehlbar, das musste ich auf die harte Tour lernen, besonders als etwas in meine Pfoten geriet, das dort nicht hingehört. Bei einer Konfrontation mit einem Gangmitglied merkte ich recht schnell, dass ich anfällig bin für Silber. Spätestens als ein silbernes Messer in meiner Pfote stecke. Eines von diesen Teilen, wie man sie noch vor hundert Jahren kannte und von denen ich dachte, dass es so etwas nicht mehr gäbe. Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis die Wunde verheilt war.
Etwas, das mir außerdem an mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass alles technischen Geräte in meinen Händen zu Bruch gehen, ganz gleich was es ist. Sogar eine gestohlene Sin gab, kaum in meinen Fingern, ihren Geist auf. Technik hat sich für lediglich als hilfreich zum Verticken herausgestellt.
Und Immunabstoßung.


Kampf- und Waffenkunst:

Waffenloser Kampf: Krallen und Fänge.
Mit Waffen kann ich ohnehin nicht umgehen, wozu sollte ich sie mir also zulegen? Lediglich um sie als Knüppel zu verwenden, bevor sie in meinen Händen zu Bruch gehen? Ich bleibe lieber bei dem alt bewehrten.


Lebensstil:

Unterschicht - Squatter Lifestyle
Zuhause. Das Wort ist mir fremd. Ich weiß nicht, was zuhause ist. Der Ort, wo man wohnt? Wo man geboren wurde?
Wo ich geboren wurde, das weiß ich nicht mehr genau. Und mein Zuhause, der Ort, an dem ich lebe sind dann wohl die Straßen von Seattle. Genau genommen die Straßen der Unterstadt. Von Tag zu Tag lebe ich. Esse, was ich finden kann. Manchmal ist es nicht mehr als eine Ratte oder Abfall, manche Menschen werfen so vieles weg. Und manchmal reicht es auch für eine Mahlzeit, wenn ich etwas finde oder stehlen kann, was sich verkaufen lässt. Ich war auch weiter oben, wo die Unterschicht lebt. Dort haben die Menschen mehr und fühlen sich sicherer. Ihnen kann man mehr stehlen. Ab und zu hat es für ein Motel gereicht oder eine Baracke.
Aber das kann ich nicht. Viele leben in Gruppen. Sind laut und stinken. Schreien. Fluchen. Vieles davon verstehe ich nicht einmal. Wenn es viele sind, dann bietet angeblich die Zahl Sicherheit, weil es hier auf den Straßen gefährlich ist. Aber so viel sicherer ist es gar nicht. Man ist auffälliger.
Ich brauche nicht viel. Kein Zuhause. Eine Dusche hin und wieder und etwas zu essen. Die wenigen Dinge, die ich besitze, kann ich an meiner Hand abzählen. Sie verstecke ich verstreut, sodass ich doch ein Paar Fetzen am Leib tragen kann, wenn ich denn wieder ein Mensch bin.
Vor Kurzem habe ich ein leerstehendes Gebäude gefunden. Dort ist es trocken und dort verirrt sich nur selten jemand hin und wenn doch, dann ist es wohl sein eigenes Pech. Es gibt so etwas wie ein Bett, welches man mit etwas investierter Arbeit, auch als solches erkennt. Ein Paar der alten Leitungen funktionieren sogar noch. Dort lässt es sich aushalten. Ein Fortschritt zu meinem letzten Wohnort: einer alten Unterführung. Also ist das wohl mein Zuhause.
Ich verstehe nicht, wieso die Menschen ein Zuhause brauchen, denn eigentlich wissen sie nichts vom Leben. Sie existieren. Vegetieren vor sich hin ohne zu wissen, was sie haben und mit wie viel weniger sie bereits glücklich sein könnten. Ich habe mein Leben und meine Freiheit. Das ist genug.


Herkunft:

Geboren wurde ich in einem Außenbezirk Seattles, in einer kleinen Wohnung, die viel mehr an eine Schachtel erinnert hat. Dennoch war ich damals glücklich. Meine Mutter war eine Bedienstete und mein Vater, der unverkennbar der indigenen Bevölkerung abstammte, arbeitete... ja, das weiß ich nicht so genau. Er war oft abends oder nachts fort und kam erst am frühen Morgen zurück. Früher hatte ich Freunde, mit denen ich auch zusammen unterrichtet wurde.
Aber als ich etwa 8 Jahre alt war, erkrankte meine Mutter. Um ihr Behandlung zu finanzieren arbeitete mein Vater um so länger, aber alle Bemühungen schienen umsonst, da sie vor unseren Augen regelrecht dahin siechte. Und dann blieben nur mein Vater und ich. Er bemühte sich, so gut er konnte Vater und Mutter für mich zu sein, allerdings erkannte er dabei nicht, wie er in einen Auftrag verwickelt wurde, der sein letzter war. Ich weiß nur noch, dass die Yakuza es war, die ihn auf dem Gewissen hatte. Wie sollte ich als Kind die Wohnung allein halten. Ich nahm meine sieben Sachen und verschwand im Untergrund. Am Anfang war es nicht leicht allein auf den Straßen zu überleben. Ein ständiger Kampf. Zum Glück wusste ich bereits seit ich ein Kind war, was ich war, denn ohne meine Fähigkeiten hätte ich sicherlich niemals überleben können. Eigentlich lässt sich dieses Leben in wenigen Wörtern zusammenfassen. Ich war da. Auf den Straßen. Kannte niemanden und war ständig auf der Flucht vor irgendjemanden, von dem ich nicht einmal wusste, ob er nach mir suchte. Wahrscheinlich auf der Flucht vor mir selbst. Überleben ist die Devise seither.  
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Denahi
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