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 The Fortress

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Deus
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BeitragThema: The Fortress   25/2/2017, 00:12

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The Fortress



Dublin

Ballycoolin Road 17– Duncans Villa

09.12.2072




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Deus
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BeitragThema: Re: The Fortress   26/2/2017, 18:24

Sie fuhren also vor bis zu dem hohen Metallzaun, der das gesamte Anwesen umgab, eigentlich war es fast schon eine Metallwand. Gleich darauf wurden sie von mehreren Kameras gescannt und ihre SINs überprüft, bevor das große, metallische Tor sich zur einer Seite hin aufschob und sie und Yorelias gleich von vier Wachleuten begrüßt wurden und sogar ihre Fenster herunterlassen mussten für eine persönliche Kontrolle sowie einen Blick ins Wageninnere, um sicher zu gehen, dass sie keine großkalibrigen Waffen oder Sprengstoff mitführten. Nach dem Prozedere wurden sie weiter gewinkt und passierten eine lange, mit feinem, weißem Kies ausgestreute Zufahrt, die zu den Seiten hin einen Blick auf den riesigen Garten, inklusive des Hecken-Labyrinths, erlaubte. Schließlich wurden sie angewiesen, neben Denahis Fahrzeug zu parken. Alle Begrüßungen und Anweisungen liefen freundlich, aber strikt und geregelt ab. Yorelias parkte sich direkt vor dem riesigen Risalit, der zugleich den Haupteingang der lang gezogenen Villa bildete, ein. Raven wartete ihrerseits nicht lange, bis das Personal bei ihnen ankam und ihnen zur Begrüßung bei Aussteigen halt. Sie stieg aus und musterte alles eingehend, alles war voll mit Scannern und Kameras, dazu musste sie sich nicht einmal mit Matrix verbinden, um das zu erkennen. Das Servicepersonal kam ihnen also entgegen, um sie weiter durch das schwere Gemäuer zu geleiten und sicher zu stellen, dass sich die beiden Gäste bei den knapp 100 Zimmern nicht verliefen. Sie verdrehte nur kurz die Augen, während sie neben Yorelias her schritt und dem Personal folgte – in gebührendem Abstand zu Yorelias, sodass hoffentlich niemandem etwas auffiel.
Das Gebäude war alt und hatte eine noch ältere Fassade, aber Duncan hatte sich die Mühe gemacht, das Innere so modern – wie nur möglich – zu gestalten. Raven ließ sich allerdings nicht wirklich von dem Ganzen beeindrucken. Wieder nur so ein reicher Schnösel mit zu viel Geld und Platz. Sie hatte solche Leute bereits zur Genüge kennengelernt. Zumindest empfing man sie mit Respekt und Zuvorkommen, vielleicht lag es an ihrem Auftreten, vielleicht an Yorelias Position im Senat. Vielleicht daran, dass sie den Eindruck erweckten, dass sie hier hinein passten – Dank ihres Aufzuges. Sie wusste es einfach nicht. Aber Raven war sicherlich die ungekrönte Eiskönig, zumindest empfand Denahi es so, als sie die beiden erblickte. Sie fand Raven ohnehin immer emotionslos, auch wenn sie wusste, dass die Hackerin auch anders sein konnte...
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Denahi
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BeitragThema: Re: The Fortress   26/2/2017, 18:25

Wyatt, Alec und Denahi waren bereits vor Ort und saßen an einer großen Tafel. Alec in seinem Anzug, auch Wyatt hatte sich wieder in den mittlerweile etwas zerknitterten Anzug vom Vortag geworfen. Allein Denahi war unbekümmert und trug ganz gewöhnlich ihre engen Hosen mit Lederjacke. Sie hatte sich nicht zu viele Umstände gemacht, jemanden beeindrucken zu wollen und genau das, machte sie in Ravens Augen irgendwie sympathisch und unverfänglich. Unweit von Alec tigerte ein großer, muskulöser Ork umher, den sie bereits als Paco, den Sicherheitschef, kennengelernt hatten. Um die Wartezeit zu versüßen, wurden ihnen Getränke und kleine Häppchen gereicht, wie es der Anstand gebot. Von Enya war jedoch weit und breit keine Spur. Raven fand gerade einmal Zeit, um sich mit den anderen auszutauschen und in Erfahrung zu bringen, dass Wyatt und Alec Enya und Duncan nach Hause gebracht und das heutige Treffen ausgemacht hatten, dass Denahi brav nach Hause gefahren war, wo sie auf Alecs Eintreffen gewartet hatte und dass ihre Runner nicht viel schlauer waren, als am Tag zuvor.
Gerade als Raven die anderen aufklären wollte, betrat auch bereits Duncan den Raum und begrüßte sie förmlich, aber freundlich. Er bat sie Platz zu nehmen, was Raven gleich als die Gelegenheit sah, alle aufzuklären, dass der Grund ihrer Besprechung der gemeinsame Kampf gegen die Yakuza war.
„Ich denke, Mr. Duncan, ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, dass Sie die Hintergründe auch alle anderen mit eigenen Worten näher bringen sollten. Und warum wir heute hier sind. Schließlich haben das die Leute, die ihr Leben für Sie und für Enya aufs Spiel setzen, verdient. Finden Sie nicht auch?“, forderte ihn Raven auf. Zumal er selbst bestimmen konnte, was und wie viel er preis geben wollte. Es fiel dem Senatsmitglied sichtlich schwer mit offenen Karten zu spielt, er seufzte tief und fast schon beschämt, bewahrte sich aber seine Würde, als er zu erzählen begann. Er erzählte ihnen, dass er Elisa damals adoptiert hatte, als sein guter Freund, Dante Knight, von den Yakuza umgebracht wurde. Zu dem Zeitpunkt war Alec bereits verschwunden und seit er in den letzten Jahren zunehmend an Einfluss im Senat gewann, wurden die Yakuza auf ihn aufmerksam und kamen sogar direkt auf ihn zu, mit der Forderung Elisa an sie zu verkaufen, worauf Duncan in seiner ausweglosen Situation einwilligte. Jedoch nicht mit der Absicht sie zu verkaufen, sondern in der Hoffnung, Elisa als meine Tochter im Rampenlicht sicher zu halten.
Raven und Denahi spähten beide immer wieder kurz zu Alec, während Duncan sprach, jedoch nur so flüchtig, als dass es niemandem auffallen konnte. Denn auch ihm als Elisas Bruder musste einleuchten, wie sehr Duncan seine Enya liebte und wie verzweifelt und hilflos er in seiner Situation war. Er wusste einfach nicht, wie er gegen diesen übermächtigen, internationalen Gegner ankommen sollte. Vor allem konnte er sich nicht erklären, warum das Mädchen so wichtig war für die Yakuza. Sie waren wohl alle darauf gespannt, wie Alec reagieren würde bei so einer Eröffnung bezüglich seiner Vergangenheit. Vermutlich hatte er viele Fragen. Denahi lehnte sich leicht in Alecs Richtung und streckte die Hand nach ihm aus, um diese auf seinen Unterarm zu legen und sachte darüber zu streicheln.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: The Fortress   26/2/2017, 21:19

Der Vorabend vor dem Treffen war allerlei Aufregung für ihn gewesen. Auf seiner Wache wurde fast eine Bombe gezündet, eine Massenpanik war ausgebrochen und hätte er das Team nicht dabei gehabt – er wäre sich nicht sicher gewesen, ob die unfähigen Leibwächter von Duncan dieses Unheil abgewendet hätten. Vor allem da sie nicht unter seinem Kommando standen, sondern unter Pacos. Zugegeben, Paco war ein fähiger Mann, aber einen so großen Einsatz zu leiten, forderte leider etwas mehr Erfahrung. Alec war froh, dass sein Team da war und vor allem war selbst er mittlerweile der Meinung, dass Denahi nicht nur ein wertvolles Mitglied war, sondern dass er sich um sie keine allzu großen Sorgen mehr machen musste. Sie wusste, was sie tat, hatte unglaublich gute Lehrer und dazu noch den unverwüstlichen Körper einer Shapeshifterin.
Als sie beide schließlich zuhause ankamen, Denahi früher als er, da er ja noch seine Wache beenden musste und Duncan sowie seine Schwester nach Hause gebracht hatte, konnten sie beide nicht anders, als den Stress des Abends abzubauen. Eine willkommene Abwechslung für Alec, da er mittlerweile viel zu viel Zeit auf dem Anwesen von Duncan verbrachte. Auch Denahi begrüßte es, dass sie sich endlich einmal wieder Zeit füreinander nahmen... Dass sie dann am nächsten Mittag das Treffen organisiert hatten, war Wyatts und sein Verschulden. Er hatte, nachdem er nun doch etwas Vertrauen in Duncans Augen verdient hatte, auch nachdem sich herausgestellt hatte, dass er einer 'dieser Runner' war, darauf bestanden, dass sie das Team einluden, um endlich einmal alles auszusprechen. Duncan willigte ein und dann begann das Hin- Und-Her-Telefonieren. Bis sie mal Raven erreicht hatten, dauerte es zwar, aber sie nahm netter Weise auch gleich Yorelias mit, der ihr mal wieder als Chauffeur diente. Stilvoll gekleidet kamen an diesem Mittag die zuletzt genannten an und nahmen am großen Tisch, der vollgepackt mit Häppchen und viel zu vielen Gläsern war. Raven ergriff das Wort, worauf Duncan mit einer Erklärung entgegnete, die endlich Licht in die ganze Sache brachte. Und wieder einmal waren die Yakuza an allem Schuld. Während der Ausführung ballte Alec seine Faust und selbst Denahis zärtlichen Berührungen konnten ihn in diesem Falle nicht beruhigen. Also wusste Elisa gar nicht, dass sie adoptiert war. Und Duncan hatte all die Jahre mit der Angst leben müssen, dass die Yakuza auf ihn zukamen. Das rechnete er dem Mann hoch an und natürlich aus dem Grund, dass er seine Schwester um alles in der Welt beschützen wollte, war es nun Alec, der das Wort ergriff. Er stand auf, stemmte beide Hände auf den Tisch und schaute in die Runde. Jeder schaute erst etwas verdutzt, da der Straßensamurai/Leibwächter plötzlich den Job des Teamleiters und Taktikers übernehmen wollte, aber sie entspannten sich sofort und lehnten sich zurück, um seinen Worten zu lauschen.
„Die Yakuza sind in Häuser gegliedert. Wir haben es daher nur mit einer der hiesigen Banden zu tun. Wahrscheinlich. Oder eine, die hier Fuß fassen will. Wir werden demnach nur herausfinden müssen, wo sie sind, wer ihr Anführer ist und das Problem muss dann nur noch beseitigt werden. Die Yakuza sind, was das angeht, relativ einfach aufgebaut. Der Rest des Clans wird sich dann winselnd zurückziehen und diese Niederlage so schnell wie möglich vergessen. Ich sage also, wir sollten Waffen besorgen, die nötigen Infos und dann zuschlagen. Wir tun damit nicht nur der Familie Duncan einen Gefallen, sondern dem ganzen Tir und vor allem Elisa.“
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BeitragThema: Re: The Fortress   5/3/2017, 19:54

Als Alec so lautstark protestierte, richteten sich alle Blick auf ihn. Raven fand leider dass er sich da zu viel herausnahm. Sie räusperte sich lautstark, aber da war es bereits zu spät und Alec hatte sich bereits verplappert. Was zum einen Pacos Blick auf ihn richtete und zum Anderen Duncans Blick. Seine Augen wurden misstrauisch und durchdringlich, als er seinen Leibwächter musterte. Er schien kurz zu überlegen, bevor er das Wort erhob. In seinem Blick stand jedoch weiterhin Zweifel und Misstrauen.
„So, Elisa also, Mr. Price?“ Duncans Blick wanderte daraufhin zu Raven, die recht ratlos aussah ob Alecs kurzen emotionalen Ausbruchs. Dann kehrte sein Blick wieder zu Aelc zurück.
„Woher wissen Sie von Elisa?“, fragte er kalt. Natürlich konnte es auch sein, dass Raven alle ihre Angestellten auf dem Laufen hielt. Oder auch nicht? Das wollte Duncan nun persönlich wissen. Raven hingegen erhob sich gleich von ihrem Platz, um das Wort an sich zu reißen.
„Ich denke, Mr. Price hat vollkommen recht. Es sollte nicht schwer sein, die Yakuza ausfindig zu machen und ihre Gruppierung dem Erdboden gleich zu machen, besonders bei einem Team mit unseren Fähigkeiten. Die Yakuza sind wie Fliegen, es tauchen ständig neue auf und sie sind lästig, dafür schnell tot zu schlagen...“
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BeitragThema: Re: The Fortress   5/3/2017, 20:14

Alec ließ sich nicht anmerken, dass er es seltsam fand, dass plötzlich so viele Augenpaare auf ihm lagen. Und zudem merkte er erst zu spät, dass er sich verplappert hatte. Elisa war seine Schwester... Enya war sein Auftrag!
„Enya, Elisa... ist doch egal, Hauptsache wir sorgen dafür, dass ihr nichts passiert und dem ganzen Hause Duncan ebenso. Wenn wir nicht zuschlagen, werden die Yakuza es zuerst tun, jetzt wo sie wissen, dass das Haus beschützt wird.“ Er verschränkte die Arme und blickte zu Raven, die sich für seinen Plan einsetzte. Erst dann merkten die Anderen anscheinend, dass sie an der Reihe waren sich einzusetzen und Denahi, Wyatt und Yorelias stimmten mit ein und bestärkten sein Vorhaben. Immerhin hatten sie schon öfters den Yakuza eins ausgewischt und Alec selber hatte einen kleinen Clan fast ausgelöscht. Sie wussten, womit sie es zu tun hatten und teilten es Duncan auch mit. Ihre Erfahrungen mit ihm zu teilen würde sicherlich kein Nachteil sein und vielleicht konnte Duncan selber noch ein wenig Unterstützung organisieren.
„Mit ein wenig Unterstützung sollte das Vorhaben kein Problem sein für uns. Also was sagen Sie, Mr. Duncan?“
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Deus
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BeitragThema: Re: The Fortress   11/3/2017, 16:53

Duncan seufzte tief und schüttelte nur den Kopf in Resignation. Vermutlich wurde er einfach nur paranoid und sah überall schon Gespenster, die ihm Enya stehlen wollten. Er blickte Alec dennoch fortwährend nicht minder misstrauisch an. Erst als alle Andere ihm beipflichteten, entspannte er sich etwas und meinte:
„Nun gut. Was brauchen Sie? Ich kann ihnen Waffen von meinem Sicherheitspersonal bereitstellen. Kapital zur Anschaffung sonstiger, notwendigen Besorgungen oder Fahrzeuge. Ganz gleich was sie brauchen.“ Er deutete in Pacos Richtung, der nicht gerade zufrieden zu sein schien, da bereits wusste, worauf es hinauslaufen sollte.
„Paco wird Ihnen zeigen, was wir bereits vor Ort zur Verfügung haben und Ihnen sicherlich bei der Beschaffung sonstigen „Arbeitsmaterials“ behilflich sein. Mir wäre es allerdings ein Anliegen, dass die Auseinandersetzungen mit den Yakuza außerhalb meines Anwesens ausgetragen werden, sodass die Öffentlichkeit dem Ganzen so wenig wie möglich an Aufmerksamkeit widmet. Ich kann sicher auf ihre Diskretion vertrauen?“, damit schaute er sich in der Runde um.
Zeitgleich schwang die Tür auf und eine wütende Elisa stapfte herein und schmiss hinter sich die große, schwere, gepanzerte Eingangstür zu, nur damit hinter ihr zwei Wachmänner dieser wieder öffnen konnten, um ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Sie wollte gerade erbost auf ihren Vater zu stürmen und setzte gerade an: „Was soll...“, brach jedoch mitten im Satz ab, als sie die Personen an der Tafel sah: Ihren Leibwächter Mr. Price, eine weibliche Begleitung, die kleine Frau vom Vorabend, die bei ihrem Vater gewesen war, gefolgt von dem sonderbaren Cocktail mixenden Elfen und Wyatt, der sie zusammen mit Price nach Hause gebracht hatte. Ihr Wut verrauchte bei dem Bild der bunt durch gemischten Gesellschaft und sie wusste nicht so recht, was das Ganze sollte. Also blickte sie sich nur etwas verdutzt in der Runde um und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Würde mich bitte jemand aufklären, was dieses ganze Theater soll? Mr. Price war heute morgen nicht da, um mich zum Institut zu fahren. Dann werde ich verfrüht von meine Veranstaltungen von diesen beiden Gorillas weggezerrt und hier her gekarrt. Und dann das hier?“, sie deutete in die Runde. Sie schaute zu Alec, an den sie sich mittlerweile so gewöhnt hatte. Ihr Leibwächter-Chauffeur, der irgendwie immer da war und dann doch auch wieder nicht. Zumindest nicht so omnipräsent wie ihre beiden neuen Leibwächtergorillas.
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BeitragThema: Re: The Fortress   11/3/2017, 23:40

Im ersten Moment wusste Alec gar nicht wie er reagieren sollte. Plötzlich war Elisa hier, die Person, um die es eigentlich ging, um die es schon immer ging. Seine Schwester geben. Und er musste gestehen, dass er nicht einmal wusste, was genau er ihr sagen wollen würde, selbst wenn er es entscheiden durfte. Auf der einen Seite würde er sie am liebsten in Watte packen, sie in einen pinken Raum stecken, wo sie spielen konnte, bis alles vorbei war, aber auf der anderen Seite war sie erwachsen und hatte das Recht zu erfahren worum es ging und wer sie eigentlich war.
Etwas hilfesuchend blickte er in die Runde, doch waren wohl auch alle anderen etwas zu verwirrt von der Situation. Doch Elisa hatte irgendwie klar gemacht, dass sie wissen wollte, worum es hier ging und konnte dies auch eindrucksvoll zeigen, indem sie ihre Leibwächter kurzerhand aussperrte, was Alec, zugegeben, ganz witzig fand. Sie wirkten fast wie hilflose Raufbolde, die mit einer zarten Elfe gerechnet hatten, nicht mit einem vorlaufen Mädchen, dass sie die nächste Klippe hinunter werfen würde, wenn sie sie nervten. Alec schien es aber, dass sie zu ihm eine andere Beziehung hatte. Immerhin war er Ihr Leibwächter. Nur ihrer. Und sie hatten schon viel Zeit miteinander verbringen können, wo sie ihm gezeigt hatte, dass sie ihn gern um sich herum hatte.
Also blickte er, als Person, die gerade das Wort hatte, zu Duncan, der ebenso mit sich zu kämpfen hatte. Er war sich ebenfalls nicht sicher. Und das brachte Alec nun dazu, selber zu handeln.
"Mr. Duncan, sie können auf unsere Diskretion zählen. Wir werden die Einzelheiten mit Paco klären. Allerdings wäres es hilfreich, wenn alle anwesenden Personen aufgeklärt werden würden... Wer das tun sollte, bleibt Ihnen überlassen. Aber es wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Bald ist sowieso alles überstanden." Die Zuversicht in seinen Worten, ließ Duncan scheinbar erleichtert aufseuftzen. "Sie haben recht. Bitte klären sie die Einzelheiten mit Paco. Und du, Enya, geh ins Arbeitszimmer. Ich habe mit dir zu reden."
Damit schien Enya zwar nicht zufrieden zu sein, aber nach einem kurzen Blickkontakt zu Alec, oder Mr. Price, wie sie ihn kannte und ein Nicken seinerseits, schien sie zu folgen. Zwar ließ sie es sich nicht nehmen noch zu meinen, dass sie irgendwie alle verrückt seien seit gestern, aber das war ihr wohl kaum zu verübeln. Sie zog also ab und die Anspannung im Raum fiel von ihnen ab. Es war also entschieden: Sie zogen in den Krieg. Einen kleinen, diskreten Yakuza-Krieg, wie ihre Gruppe es ja schon kannte.
Duncan zog ebenfalls ab und ließ Paco mit der Gruppe allein. Nun schien die Planungsphase anzustehen. "Raven, du solltest die Yakuza finden. Wyatt, Yorelias, Denahi, ihr kommt mit mir. Wir müssen uns Ausrüstung suchen. Und Verstärkung. Paco, nach Ihnen.", meinte Alec nun vollkommen in seiner Rolle als Alphatier. Er war neugierig auf die Spielsachen und ob sie noch weitere Unterstützung bekommen würden. Schaden konnte es nicht, aber Alec war entschlossen die Yakuza aus dem Tir zu vertreiben und dieser Entschlossenheit war wenig entgegen zu setzen.
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Deus
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BeitragThema: Re: The Fortress   12/3/2017, 01:25

Nachdem Duncan und Enya also abgezogen und in sein Büro verschwunden waren, hörte man nur noch Stille, gefolgt von einigen wütenden Gesprächsfetzen. Es klang ganz so, als würde das Senatsmitglied seine Ziehtochter über ihre Vergangenheit aufklären und diese nicht sehr erfreut darüber sein.
In der Zwischenzeit folgten die anderen Paco zu der mehr oder minder geheimen Waffenkammer. Dort bot sich ihnen ein Anblick von allem, was das Runnerherz begehrte: von Smartguns, über den neusten Highteck bis hin zur notwendigen Panzerung, von militärischen Anzügen bis hin zum Kevlaranzug. E stand ihnen sogar – mit Pacos Widerwillen – zu, einiges von der Ausrüstung mitzunehmen, natürlich nur so viel, damit auch genug zum Schutz der Villa übrig blieb, was dennoch mehr als genug Ausrüstung pro Person ausmachte. Anschließend machten sie sich auf den Weg zu den Trainingsräumen von Duncan, die er ausschließlich für die körperliche Ertüchtigung und Erholung seines Personals bereitstellte. Schließlich hatte er dafür mehr als genug Räumlichkeiten und Budget zur Verfügung.
Raven hingegen verabschiedete sich von der Gruppe und wurde von einem Techniker zum hiesigen Serverraum mit Datenterminal gebracht, das den gesamten Gebäudekomplex sicherte und ihre den uneingeschränkten Zugang zum Komplex und zur Matrix boten. Alle Sicherheitshacker wurden hingegen gnadenlos aus der Matrix manövriert, sobald Raven sich mit der Matrix verband. Was die Sicherheitshacker von Duncan erledigen konnten, konnten ihre Sprites schon lange für sie erledigen. Lediglich der Sicherheitsmagier ließ sich nicht zusammen mit den Hackern verscheuchen und trank gemütlich seinen Kaffee. Raven konnte es allerdings ihrerseits nicht unterlassen ihr auf Yorelias hinzuweisen, mit dem er womöglich die eine oder andre Frage bezüglich Magie klären konnte, was auch das Interesse des Sicherheitsmagiers gegenüber diesem Yorelias weckte. Als sie endlich allein und ungestört war, verband sie sich mit der Matrix, kompilierte ihre Sprites, registrierte diese – so gut es eben ging – und machte sich dann auf die Suche nach den Yakuza und deren Aufenthaltsort. In dieser Zeit tauchte sie wieder für mehrere Tage vollkommen in der Matrix ab und vernachlässigte ihren physischen Körper. Beinahe so weit, als dass es für sie schädlich wurde.
Die anderen trainierten in dieser Zeit, weil Yorelias sie dazu zwang, bestellten Pizza mit echten Zutaten auf Kosten des Hauses und ließ es sich gut gehen, während sie den Luxus der Villa genossen. Enya hatte sich nach dem Gespräch mit Duncan zunächst nur in ihrem gut bewachten, riesigen Zimmer versteckt, das von der Größe her einer Einkaufshalle glich, und ließ sich erst einen Tag später wieder blicken, nachdem der Hunger sie quälte und sie alles verdaut hatte – auch im übertragenen Sinne – sie besuchte auch Alec – oder Mr. Price, wie sie ihn kannte – und Wyatt in der Trainingshalle, um manchmal einfach nur herumzuhängen und über Belanglosigkeiten zu plaudern. Beiden machte dies nicht im Geringsten etwas aus und ließen sich gern vom Training ablenken, zum Leidwesen von Yorelias, der den Großteil der Zeit mit Denahi trainieren musste.
In dieser Zeit merkte Alec immer mehr, dass sich ihre Unterhaltungsthemen sehr von einander unterschieden. Während sie Alec ihr Herz ausschüttete, war ein Gespräch mit Wyatt – sofern Aelc es mitbekam – eher ein Flirt als ein Gespräch, wobei Enya immer wieder in ein verschämtes Kichern verfiel. Alec gefiel dies zwar gar nicht, allerdings sah er für den Erfolg der Gruppe darüber hinweg und sann darüber nach, dass es auch später noch Möglichkeiten dazu gab, Wyatt aus dem Weg zu räumen, wenn er seiner Schwester zu nahe kam.
Im der Zwischenzeit hatten sie sich abwechselnd darum gekümmert, immer mal wieder nach Raven zu sehen und sie mit den notwendigen Proteinen, in Form von leckerem Soja, Krill und Lupinen, zu versorgen, damit ihr Körper nicht starb und sie immer mal wieder aus der Matrix zu holen.
Er am dritten Tag kehrte Raven mit erheblichen Kopfschmerzen, Schlafmangel, einer vollkommenen Unterernährung aus der Matrix zurück, dafür allerdings mit einer Erfolgsmitteilung. Sie hatte den Hauptsitz der Yakuza in Tír na nÓg in einem Chinarestaurant ausfindig gemacht. Als sie sich wieder blicken ließ, trug sie noch immer das selbe rote Kleid und hatte seit Tagen nicht Warmes gegessen oder eine Dusche genommen, wohingegen die anderen in der Villa einquartiert waten. Das war allerdings alles spurlos an ihr vorbei gegangen.
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BeitragThema: Re: The Fortress   19/3/2017, 22:19

Dublin, North,Capel Street 120, Sitz der Yakuza - 12.12.2072

Das Erste, was Raven tat, war es ihre Gruppe über die neuen Erkenntnisse zu informieren. Anschließend war das nächste eine warme Mahlzeit oder auch zwei – in ihrem Fall – und anschließend ein Rückzug in einen Raum, der eigens für sie vorgesehen war, gefolgt von einer heißen Dusche. Auch Yorelias nahm sich dann etwas Zeit, um sich zurückzuziehen, im Unwissen aller anderen, dass er Raven bei der heißen Dusche begleitete und von den Gedanken an das Kommende und die Yakuza ablenkte. Fürs Erste musste diese Ablenkung aber genügen, denn kurz darauf trafen sich alle zu einer Einsatzbesprechung. Elisa wurde auf Duncans Befehl hin ausgeladen oder wohl eher ausgesperrt. Diese Art von Besprechung war doch eher etwas für die Profis.
Als sich alle im selbigen Raum – wie drei Tage zuvor – versammelt hatten, war es wieder Duncan, der das Wort ergriff und ihnen berichtete, dass der Senat ihnen fünf Tir Ghosts, die Spezialeinheit des Senats, zur Verfügung stellen würde und diese bald eintreffen würden. Es blieb somit nur noch die Zeit, die notwendigen Waffen und vor allem den Einsatzplan vorzubereiten.
Keine Stunde später stand der Plan: die Gruppe wurde außerhalb des Aufenthaltsortes der Yakuza, den Raven in der Mittelschicht ausfindig gemacht hatte, parken und zu Fuß das Einsatzgebiet auskundschaften, bevor sie das Gebäude infiltrierten oder stürmten... Raven konnte aus der Matrix heraus keine Sicherheitsmaßnahmen ausfindig machen, da das gesamte System einmal wieder durch ein VPN gesichert und abgeschottet war – oh Wunder. Daher mussten sie zuerst in das Innere des Gebäudes eindringen, bevor sie etwas ausrichten konnte. Wie beim letzten Mal würde sich Raven mit einem kleinen Team um die Sicherheitssysteme des Komplexes kümmern, während die anderen den Rest der Yakuza beseitigten. Ausgerüstet waren sie dabei mit Flash Packs, mit leichten Maschinenpistolen für den Kampf in engen Räumen und der besten, unauffälligen Panzerung, die das Tir zu bieten hatte. Denahi verzichtete natürlich auf den Schnickschnack, genau wie Yorelias, der seine Nahkampfwaffen vorzog.
Die einzige Schwierigkeit bestand darin, dass das Versteck der Yakuza mitten in der bewohnten Unterschicht lag, in einem Wohnkomplex, und sie keinerlei Pläne von dessen Inneren hatten, geschweige denn eine Idee ob und wie viele Zivilisten oder Sicherheitspersonal sich darin befand. Daher waren sie gezwungen sich so unauffällig wie möglich zu kleiden und zu verhalten.
Der Einsatz war für 22.00 angesetzt, wenn die normale, arbeitende Bevölkerung der Mittelschicht schlief oder sonstigen abendlichen Beschäftigung nachging oder einfach nur das Tri-Deo lief. Auch das Team von Tir Ghosts traf pünktlich am Einsatzort – ein Paar Straßen weiter – ein.
Wyatt baute gerade sein Snipergewehr zusammen, Denahi tippelte schon unruhig und voller Vorfreude um das Fahrzeug herum, Raven wirkte leicht apathisch und übermüdet, während sie im Inneren des Fahrzeugs immer wieder in die Matrix abglitt. Paco wirkte einfach nur griesgrämig und starrte Alec und Yorelias an, die gerade die letzten Minuten nutzten, um zu meditieren, als sie ein Klopfen an der Tür wachrüttelte und das zweite Team, bestehend aus den versprochenen Tir Ghosts einsatzbereit vor ihnen stand.

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