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 Getting to know

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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 15:33

Seine Augen richteten sich direkt auf sie, blickten in ihre Augen und in sie hinein, zumindest fühlte es sich so. Ihr Herz begann wie wild zu trommeln, sodass sie es hören konnte. Jedenfalls fühlte sie die schnellen Schläge in ihrer Brust und hielt den Atem an, während sie ihn betrachtete. Ob er es wohl auch hören konnte. Angst breitete sich in ihr aus und ihr Magen zog sich zusammen. Ein Fluchtreflex ergriff sie und zugleich konnte sie nicht fort, weil seine Augen sie festhielten an Ort und Stelle. Blau. Sie waren blau, erkannte sie nun, was sie in der Dämmerung nicht hatte erkennen können. Und er war auch nicht menschlich, sondern ein Elf, stellte sie fest. Und der Moment, in dem sie einander betrachteten, schien eine Ewigkeit zu dauern. Eine kleine Ewigkeit, in der sie Angst durchlebte. Angst aufgeflogen zu sein. Und dann lächelte er, lachte sogar. Die Verwirrung war ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Weshalb? Hatte er sie nun doch erkannt? Unmöglich. Doch die wenigen Schritte, welche sie von einander trennten, ließen sie sich unbehaglich fühlen.
Aber etwas war anders an ihm. Die Trau der letzten Nacht war von ihm abgefallen und er wirkte nun glücklich und gelöst. Ganz anders als noch Stunden zuvor. Was wohl vorgefallen sein mochte? Aber sie wagte erst gar nicht weiter zu denken, als könne er es in ihren Gedanken, in ihren Augen lesen. Als er sie dann ansprach und von ihren Augen sprach, zuckte sie zusammen. Die Verwirrung wich der Schüchternheit und sichtlichem Unbehagen. Sie schüttelte verneinden den Kopf. So etwas hatte ihr wirklich noch niemand gesagt. Kam aber wohl daher, dass kaum jemand wirklich ihr menschliches Gesicht zu sehen bekam. Sofort senkte Denahi den Blick zu Boden und mied den seinen. Sie ließ ihr Haar nach vorn fallen, sodass es teilweise ihr Gesicht verdeckte und einen Blickschutz bot, auch wenn er sie sicher noch deutlich erkennen konnte, wie er da vor ihr stand.
Dann sprach er weiter. Apotheke? Sie war etwas verwundert, erst jetzt flackerte die Erinnerung an Schmerz auf. Eigentlich war es nicht einmal Schmerz gewesen! Aber es musste wohl so ausgesehen haben, dass sie sich verletzt hatte? Doch Denahi schüttelte den Kopf und streifte ihre Hände an ihrer Hose ab.
„Nicht nötig, Danke. Es ist nicht passiert. Nur ein Kratzer. Nicht der Rede wert.“, sie sollte einfach die Klappe halten, bevor sie wirklich aufflog. Aber war sie das denn nicht bereits? Er brauchte nicht wissen, was sie war und hoffte inständig, dass er es dabei bewenden lassen würde und nicht weiterfragte. Denn ihre Hände hatten bereits kurz nach dem Sturz zu heilen begonnen und wiese keine Sekunden später keinerlei Kratzer mehr auf. Flüchtig suchte sie wieder seinen Blick. Sie wollte es wissen, wollte in seinem Gesicht lesen, das heute so anders aussah. Zugleich wusste sie nicht einmal wieso sie so fühlte. Neugierde?
„Warum haben Sie das gemacht? Warum haben Sie mir geholfen?“ Warum sonst, es sei denn er hatte sie wirklich erkannt. Aber vermutlich wurde sie einfach nur paranoid.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 17:13

Die Fragen des Mädchen verwirrten ihn erst etwas, bis ihm auffiel, dass sie in der Unterschicht waren, in Seattle, in einer Zeit, wo jeder sich nur um sich selbst kümmerte. In einer Zeit, wo man alles auf die Polizei abwälzte und am besten nicht hinschaute, wenn etwas Böses passierte. Denn man könnte mit hineingezogen werden. Und das wollte niemand, dafür gab es zu viele Mächtige, mit denen man sich nicht anlegen wollte... Es war wirklich keine Selbstverständlichkeit zu helfen, wenn man nicht dafür entlohnt wurde oder sich einen anderen Vorteil versprach.
Jetzt verstand er, lupfte die Augenbrauen, während er weiterhin zu ihr blickte und zog dann die Schultern hoch.
„Ich.. weiß es nicht genau. Ich mag diese Yakuza-Typen nicht. Und Sie haben Hilfe gebraucht. Zwei Dinge, die man gut verbinden kann.“ Mit einem Mal wurde ihm bewusst, dass sie sich vor ihm versteckte. Ihr Haar war ins Gesicht gefallen, ihr Blick wich aus. Hatte sie etwas zu verstecken oder war sie einfach nur ungemein schüchtern?
„Meine Bemerkung über Ihre Augen tut mir leid. Ich bringe Sie wohl irgendwie in Verlegenheit. Das.. wollte ich nicht...“, sagte er schließlich darauf. Irgendwie konnte er sich heute nicht abgewöhnen, einfach mal die Klappe zu halten, einfach mal nichts zu sagen, Dinge vorauszusetzen, die vielleicht ganz anders waren, die die Person vor ihm vielleicht selber sagen konnte.
„Ich plappere zu viel. Tut mir wirklich leid.“ Wieder musste er grinsen. Sich über sich selbst lustig zu machen, das war auch etwas, was ihm lange Zeit fremd war. Diese Frau hatte ihm durch zwei Sätze, die sie von sich gab, dazu gebracht...
„Also keine Apotheke. Wie wäre es denn mit... einem Frühstück. Ich glaube Essen beruhigt. Zumindest ist es bei mir so“, machte er ihr das auch für ihn recht unerwartete Angebot, aber im Moment hatte sein Hunger sogar den Adrenalinausstoß in den Schatten gestellt und er wollte einfach nur noch etwas, wo er hinein beißen konnte.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 18:00

Denahi entspannte sich erst, als der Elf zu erklären begann und sich herausstellte, dass er mehr oder minder genauso auf Kriegsfuß mit der Yakuza stand, was ihn gleich sympathischer machte in ihren Augen. In wie weit sie Hilfe gebraucht hatte, das ließ sie im Raums stehen. Wahrscheinlich hätte sie das tatsächlich, was sie sich und ihm gegenüber nie so eingestehen würde. Und die folgenden Worte ließen sie wieder aufschauen. Er sie in Verlegenheit gebracht, wenn er nur wüsste. Aber sie musste wirklich besser aufpassen, wenn sie als Mensch herum lief, wie viele Emotionen ihr Gesicht verriet. Wieder schüttelte sie den Kopf und versuchte zu lächeln, was ihr wohl noch nicht so ganz gelang, da ihr der kurze Schreck noch immer in den Knochen saß. Aber es schien alles gut ausgegangen zu sein. Und als er weitersprach, entspannte sie sich noch mehr, sogar so weit, dass sie sich von seinem Lächeln anstecken ließ und ihn – seinen Blick nun offener erwidernd – anlächelte. Es war ein gelöster Ausdruck, der auch ehrlich war. Sie war wirklich erleichtert, auch als er einfach nicht weiter auf die Apotheke einging. Eigentlich sollte sie besser sofort verschwinden, bevor das Ganze noch komplizierter wurde, besonders da er ein Frühstück erwähnte, was sie aber zum Lachen brachte. Es war sicher Nachmittag und er dachte an Frühstück! Da hatte wohl jemand auch noch gar nicht gefrühstückt. Ohne weiter darüber nachzudenken, nickte sie zustimmend. Ihr Magen wollte wieder gefüllt werden und sie besaß einen Rest an Bargeld, welches sie in der Hosentasche mit sich trug. Außerdem konnte sie auch den Credstick ausprobieren, auch wenn es nicht unbedingt die beste Idee war, wenn jemand dabei war. Aber etwas zu essen, was sie auch als Mensch essen konnte, einfach nur um den Geschmack zu genießen und nicht alles auf der Flucht hinunter zu würgen, wäre zur Abwechslung auch wirklich schön. Der Verstand, der sagte, dass es wohl wirklich besser wäre zu gehen und zwar genau: jetzt, wurde einfach überstimmt. Und sie setzte sich in Bewegung, wurde dann wieder aber etwas unschlüssig und schaute den Elfen an.
„Ich kenne mich in dieser Gegend nicht wirklich mit den Gegebenheiten aus...“, gab sie zu und schaute ihn abwartend an.
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 18:28

Die Idee von Frühstück am Nachmittag schien der jungen Frau zu gefallen. Warum sagte er sich eigentlich die ganze Zeit, dass sie eine junge Frau war? Sie sah jung aus, ja. Sie war hübsch, hatte diese schönen, langen Haare, das exotische Aussehen, war genau wie er wohl vollkommen fehl am Platz in Seattle. Aber das machte sie doch nicht zu einem jungen Mädchen. Er war auch nicht wirklich in einem Alter, wo die Meisten jemanden als alt bezeichneten. Ob sie genau so über ihn dachte? Ein junger Typ, der ihr geholfen hatte? Wieder zu viele Gedanken um etwas, was er doch durch spontane Herumfragerei herausfinden konnte...
„Ich muss zugeben, dass ich hier auch das erste Mal bin. Mein Name ist übrigens Alec“, meinte er wieder mit einem freundlichen Lächeln. Er freute sich wirklich, dass er an diesem wunderschönen Tag etwas Gesellschaft hatte. Besonders so überraschende Gesellschaft. Heute Nacht, als er den Puma gesehen hatte, hätte er wirklich nicht gedacht, dass der Tag so weitergehen würde.
„Darf ich nach Ihrem Namen fragen? Und.. am besten sollte ich gleich fragen, auf was Sie denn Hunger haben. Dann können wir zumindest zusammen die Augen aufhalten und das passende Lokal suchen“, schlug er vor und machte ein paar Schritte die Straße entlang. Entgegengesetzt der Richtung in der die Yakuza geflüchtet waren.
Der Tag schien immer besser zu werden. Die Freude durchströmte seinen ganzen Körper. Er hätte in diesem Moment kleine Freudensprünge machen können. Wenn er allein gewesen wäre zumindest, denn in Gesellschaft war es ihm dann doch ein wenig zu viel Ausdruck seines Gemütszustandes. Wieder blinzelte die Sonne durch und wärmte mit ihren durchdringenden Strahlen. Einen kurzen Moment blieb er dann stehen und genoss es, bis er sich zu ihr umdrehte und sie noch einmal lächelnd musterte. Eine bessere Frühstückspartnerin hätte es an diesem Tag nicht geben können!
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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 19:33

Mit Erstaunen stellte sie fest, dass es sie weiter beruhigte, wenn der Mann ihr gegenüber so scheinbar unbeschwert mit ihr sprach. Sie ertappte sich auch gleich, wie sie in ihrer Naivität eine Art von Vertrauen zu ihm aufbaute. Und der Fremde von heute Nacht bekam auch endlich einen Namen. Im Gegenzug antwortete sie ihm:
„Ich heiße Denahi.“ Auf was sie Hunger hatte, fragte er. Doch sie zuckte nur die Schultern. Eigentlich wusste sie nichts, was sie nicht aß. Wenn man manchmal aus Müllbehältern und Abfällen fraß, wurde man eben irgendwann nicht mehr ganz so wählerisch, aber das musste sie ihm ja nicht sagen. Sie fragte sich ohnehin weshalb er sich überhaupt mit ihr abgab, da er in dem sozialen Geflecht der Gesellschaft besser gestellt war als sie selbst. Aber vorerst akzeptierte sie es.
„Ich weiß nicht, ob es hier so viel Auswahl gibt!“, bemerkte sie mit einem Lachen. „Außerdem bin ich nicht so wählerisch...“, gestand sie mit einem undeutbaren Unterton. Wenn sie so die Menschen auf der Straße betrachtete, fragte sie sich doch, ob sie nicht mehr von ihrem Leben haben könnte, doch dann fielen ihr wieder die gesamten Nachteile und Verpflichtungen ein und sie schob den Gedanken bei Seite. Eigentlich genügten Tage wie heute und wenn sie wieder Puma war, vergingen die Gedanken auch ganz schnell.
Sie folgte Alec also, bis dieser stehen blieb. Sie wollte gerade schon fragen, ob alles in Ordnung war, als er sie anlächelte und sie erneut unwillkürlich einstimmte. Dabei konnte sie es nicht genau erklären, wie er es schaffte sie so anzustecken. Gestern mit seiner Trauer und heute mit seiner Freude. Sie realisierte schnell, dass er sich über die seltene Sonne hier freute, wenn man bedachte wie hoch der Niederschlag hier in der Smaragdstadt war. Und als sie sich wieder in Bewegung gesetzt hatten und ihre Augen Ausschau hielten nach einer Lokal oder ähnlichem, wurde ihr die kurze Stille unangenehm. Sie wusste, dass sie etwas sagen sollte, wusste aber nicht was. Sie wusste nicht einmal mehr wie man Konversation betrieb. Seit sie sich das letzte Mal wirklich mit jemandem unterhalten hatte, war schon lange her. Bis auf das übliche Gegrunze beim Absetzen ihres Diebesguts, kannte sie nichts mehr von Gesprächsführung, also grübelte sie etwas und meinte schließlich:
„Wenn Sie nicht von hier sind, woher kommen Sie dann?“, kam es ganz ungeniert und direkt, während ihre Augen durch die Gegend schweiften und auch bereits ein Stück vor ihnen auf der linken Straßenseite, zwischen den verwitterten Häusern eine Blechhütte entdeckten, wo ein Mann allerlei Essbares aus dem Soja-Protein-Gemisch zubereitete, welches es hier in Mengen gab. Auf seine Antwort wartend nickte sie in die Richtung des Standes. Ob er an so etwas dachte oder an etwas anderes?
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 23:42

„Denahi. Ein seltener Name“, gab er zurück, als auch sie sich vorstellte. Denahi als seltenen Namen zu bezeichnen war wohl recht einfach. Sie hatte eine andere Abstammung, einen anderen Akzent, anderes Aussehen. Es war fast schon offensichtlich, dass auch ihr Name nicht sehr geläufig war. Daraufhin musste er grinsen.
„Ich hoffe er ist in Ihrem Bekanntenkreis nicht so geläufig wie Smith oder Miller oder so etwas, sonst hab ich jetzt den ersten Schritt ins Fettnäpfchen gemacht.“
Nach ein paar Schritten, die sie weiter gegangen waren, kam dann eine Aussage, die ihn wieder grinsen ließ. Nicht wählerisch? Darauf schüttelte er nur den Kopf, genau wie dann, als sie im die Soja-Bude zeigte.
„Also wenn ich Sie schon zum Essen einlade, dann sicher nicht an den Imbiss-Stand. Ich bin heute in Stimmung für etwas echtes Fleisch“, überlegte er laut und wurde innerhalb von Sekunden fündig. Mit einem Fingerzeig deutete er auf die andere Straßenseite; auf ein Restaurant der gehobenen Unterschicht. Und er hatte sogar schon einmal von diesem Restaurant gehört. Sie grillten wohl das beste Fleisch, was hier in der Gegend zu finden war. Doch heute musste er einfach feiern. Und sonst hätte er es wohl vollkommen alleine gemacht. Freunde hatte er nämlich keine. Nirgends. Denn Schieber, Arbeitskollegen und ehemalige Kampfgefährten zählte man wirklich nicht zu den besten Freunden, wenn sie einen für genügend Nuyen um die Ecke bringen würden. Warum also nicht eine Fremde mitnehmen, der er mindestens genauso vertrauen konnte, aber wesentlich besser aussah, als zum Beispiel Jack. Wieder grinste er bei der Vorstellung. Ork in Kleid. Eine bizarre Vorstellung! Besonders bei Jack!
„Sie wollten wissen, woher ich komme?“, fragte er, während sie zur nächsten Ampel spazierten und die Straße überquerten. „Ich bin erst seit kurzer Zeit in Seattle. Aufgewachsen bin ich ziemlich weit weg von hier, an einem Ort, bei dem mich die Meisten fragen, warum ich von ihm weggehe, um hier zu sein. Tir na nÓg, um genau zu sein.“ Er wusste zwar nicht, was er da tat, warum er einfach mal alles über den Haufen warf, was seine Sicherheit anbelangte, doch der Drang einfach zu erzählen, sich jemandem zu öffnen und sei es genau für einen Tag, einer ganz fremden Person, war einfach da. Er würde sie wahrscheinlich sowieso nie wieder sehen und was fing sie mit all dem an?!
„Und darf ich fragen, wo Sie her sind? Dem Akzent zu urteilen würde ich ja sagen... Außerhalb von Seattle?“, grinsend zwinkerte er ihr zu und hielt schließlich vor dem Restaurant an, mehr oder weniger zur Bestätigung, dass sie nun da waren und dass sie auch wirklich mit ihm essen gehen wollte.
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BeitragThema: Re: Getting to know   15/7/2013, 12:46

Denahi lächelte Alec an und strich sich mit einer beiläufigen Geste die Haare zurück, was zeigte, dass sie sich sichtlich wohler fühle in seiner Gegenwart als noch Minuten zuvor.
„Sie haben sicher Recht. Der Name mag wohl sonderbar sein für diese Gegend, aber auch für die anderen von uns ist er nicht gerade bekannt.“ Damit folgte sie ihm weiter und hörte, was er zu erzählen hatte. Verneinend schüttelte Alec den Kopf und erklärte auch das. Nun, sie war sich nicht ganz sicher, ob sie sich viel anderes leisten konnte, aber auf der anderen Seite schlug man eine Einladung nicht aus. Also dachte sie sich nur; wird schon irgendwie werden.
Hin und wieder schweifte ihr Blick zu seinem Gesicht und sie musterte ihn verstohlen, aber genau so kurz, als dass es ihm nicht auffallen würde. Irgendwas hatte er, was ihre Neugierde weckte, auch wenn sie noch nicht zu sagen vermochte, was genau es war. Sie folgte ihm einfach weiter, denn er schien schon zu wissen, wo es hin gehen sollte.
Interessiert betrachtete sie ihn, als sprach. Aber eigentlich stimme es, wenn sie genau hinhörte, erkannte sie, dass auch er etwas anders sprach als die Seattler. Aber sie mochte die Art und Weise wie er sprach. Nur leider musste zugeben, dass sie keinen blassen Schimmer hatte, wo der Ort war. Wie weit weg er von hier war. Viel zu bald endete er und stellte eine Frage zurück. Warum hatte sie denn nicht erwartet, dass er selbige Frage zurück gab. Sie wusste nicht, was sie auf die Schnelle antworten sollte, also entschied sie sich für die Wahrheit.
„Die Vorfahren meines Vater waren Quileute, die in einem Reservat außerhalb von Seattle lebten. Aber aufgewachsen bin ich in einem Vorort von Seattle. Ich weiß auch nicht... irgendwie habe ich mich zu sehr an die Sprache der Quileute gewöhnt, da mein Vater damals nur wenig Englisch sprach...“ Mit gemischten Gefühlen kehrte sie zu der Szenerie zurück. Einerseits waren es schöne Erinnerungen, andererseits auch welche, die sie vermisst hatte und noch immer vermisste. Aber sie schüttelte die traurigen Gedanken ab, dafür war jetzt kein Platz.
„Wo genau ist denn Tir na nÓg?“, kam es frei heraus, dass er sie für ungebildet halten würden, daran verschwendete sie keine Gedanken.
„Ist es weit weg? Wie ist es dort? Ich war noch nie außerhalb von Seattle...“, stellte sie fest, als würde das alles erklären, was es ja auch tat, sie war neugierig, weil sie nichts anderes gesehen hatte. Aber bis jetzt hatte sie nicht unbedingt wissen wollen, wie es außerhalb aussah.
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BeitragThema: Re: Getting to know   25/7/2013, 19:31

Alec ließ sich auf ihre Frage etwas Zeit. Mit einem vielsagenden Lächeln, lud er sie vorerst ein, das Restaurant zuerst zu betreten. Als sie dann hinein kamen, mussten sie kurz staunen. Das Restaurant war viel größer als es von außen den Anschein hatte. Drei Etagen versteckten sich hinter dem fast unscheinbaren Eingang. Von unten bis oben schlängelten sich Palmen und bunte Blumen in Körben oder sonstigen, stilgerechten Behältnissen. Die Einrichtung war größtenteils aus edlen Hölzern, der Boden war aus Nussholz, soweit Alec das sagen konnte und die Geländer allesamt aus Glas, sodass sie das Licht, welches durch ein riesiges Dachfenster kam, reflektierten und den sonst recht zwielichtigen Raum erhellten. Ein paar dunkle Nischen gab es, die nur durch Kerzenschein erhellt wurden. An den Seiten waren die Aufgänge zu finden, die in die Höheren Lagen des Restaurants führten.
Sofort stand ein elfischer Kellner, gepflegt und in einen relativ teuren Anzug gesteckt, neben ihnen. Am linken Arm hatte er noch sein Servierhandtuch, als hätte er gerade noch teure Weine ausgeschenkt. Ja, hier war es schön. Hier würde er sein neues Lebensgefühl erst einmal feiern. Mit der Unbekannten, hübschen Frau an seiner Seite.
„Ein Tisch für zwei, bitte“, meinte Alec zum Kellner, der sich mit einer kurzen Verbeugung bemerkbar gemacht hatte. Sofort wurden sie zu einem der etwas dunkleren Tische geführt. Viele Gäste waren hier nicht. Es war wohl eher eine Lokalität, die gegen Abend aufblühte, wenn die gut Betuchten des Viertels essen gehen wollten.
„Vielen Dank.“ Der Runner nickte dem Kellner zu. „Bitte die Steakkarte und die Weinkarte.“
„Sofort, mein Herr.“ Zuvor hatte der Kellner noch seine Pflicht getan und Denahi den bequemen Sessel zurecht geschoben, in denen man regelrecht versinken konnte, so weich, bequem und irgendwie flauschig waren sie. Dann hatten sie beide Platz genommen und Alec musste grinsen. „Ein wirklich hübscher Ort hier“, gestand er Denahi. „Aber Sie wollten ja wissen, wie es in Tir na nÓg ist, wo es ist und.. nun.. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu beschreiben.“ Einen Moment überlegte er und machte es sich noch ein wenig bequemer in seinem Sessel, bevor er einen leicht abwesenden Blick annahm, der durch alles und jeden durchzublicken schien. Und erst dann erzählte er vom einstigen Irland, den grünen Wiesen, die ein ganz anderes Grün hatten als alle Wiesen, die es anderswo auf der Welt gab, von den kleinen verträumten Wäldern, in denen er als Kind ab und an spielen durfte, in denen es eine gewisse Magie gab. Nicht die Magie, die irgendwelcher Hermetiker nutzten, sondern einfach eine Aura, die jeden, der in den Wald kam, beruhigte und verzaubern konnte. Die Klippen an den Küsten der Insel, an denen sich die Wellen an den Felsen brachen und Bilder aus Schaumkronen formten. Als er schließlich dazu kam, wie schön die Villen waren, die groß angelegten Gärten, Springbrunnen und Skulpturen, hörte er auf. Seine Erinnerung fand in seine eigene Villa, die seines Vaters, die seiner Mutter, des Hundes und den Angestellten... zu seiner Schwester. Schwer schluckte er und versuchte das Ganze mit einem flüchtigen und nicht gerade überzeugenden Lächeln abzutun. Inständig hoffte er nun, dass sie nicht fragen würde, was ihn von so einem schönen Ort, in eine Stadt wie Seattle brachte. Darüber würde er nicht reden können. Doch er war froh, dass der Kellner nun mitbekommen hatte, dass er mit dem Reden fertig war. Elegant wurden erst Denahi, dann ihm, die Speise- und Getränkekarte gereicht. Anstandshalber ging der Kellner wieder auf Abstand.
„Tut mir leid, dass ich nun die ganze Zeit geredet habe. Sie müssen sicherlich verhungern. Ich quatsche die ganze Zeit, dabei habe ich Sie zum Essen eingeladen. Und zu einem guten Wein, wenn sie gerne möchten. Heute ist ein Tag zum anstoßen. Auch wenn wir es noch nicht so spät haben...“ Wieder fing er an zu erzählen. Irgendeinen Schwachsinn. Aus Nervosität? Aus Angst, dass sie nachfragen könnte? Vielleicht sollte er mehr fragen...
„Also was halten Sie davon? Steak und Wein? Die Auswahl scheint ja recht vielversprechend zu sein hier...“, flüchtete er sich in die nächste Konversation, die er ohne großartig nachdenken zu müssen, führen konnte.
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BeitragThema: Re: Getting to know   26/7/2013, 02:40

Während sie so redeten, merkte sie kaum, dass sie dem Gebäude immer näher kamen. Von außen wirkte es zwar sauber, aber nicht besonders herausragend, erst als Alec sie hinein komplementierte und sie die schwere Eingangstür passierten, die zwar aussah, als sei sie aus Holz, sich jedoch als viel massiver herausstellte, staunte sie nicht schlecht. Ihre Augen huschten neugierig durch den Raum. Sie wusste gar nicht, wo sie zuerst hinschauen sollte. Das Holz sah so anders aus. Es glänzte schon und sah nicht so blank und abgewetzt aus, wie die Dielen in ihrem Haus. Überall war es grün. Und das saftige Grün der gesunden Pflanzen erstaunte sie. Auch verweilten ihren Augen an den an den vielen bunten Reflexionen im Glas, welche sie länger betrachtete als den Rest. Bis ein Kellner vor ihr stand. Denahi fühlte sich wie in einer anderen Welt. Sie bewunderte alles hier, tauchte in ein Märchen ab, oder jedenfalls kam es ihr so vor. Zugleich fühlte sie sich aber fehl am Platz, was ihr scheuer Blick auch zu deutlich zeigte. Daher war sie sehr froh, als Alec das Reden übernahm, denn sie war schlichtweg überfordert, von diesem nahezu perfekten Keller, von der Einrichtung. Sogar als ihr der Mann deutete Platz zu nehmen und ihren Stuhl zurecht rückte, zuckte sie zusammen. Irgendwie war ihr das hier auch nicht ganz geheuer und sie fühlte sich sichtlich unangenehm, was ihr Tischpartner nur zu deutlich in ihrem Gesicht lesen konnte, als sie ihn anschaute. Alec grinste sie an. Es war wirklich schön hier, Recht hatte er. Aber sie senkte etwas peinlich berührt den Blick und ihr Haar fiel nach vorn und verdeckte ihr Gesicht zum Teil.
„Ich glaube, ich bin etwas... ungeeignet gekleidet und etwas... unpassend für diesen Ort...“ Sie sollte sich am Besten für die Einladung bedanken und gehen. Aber zugleich war sie auch angezogen davon Teil dieser fremden Welt zu sein.
Und dann war da Alec, der ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, als er zu erzählen begann. Sie stützte die Ellenbogen auf die Tischplatte und bettete ihr Gesicht in den Handflächen, während sie seinen Ausführungen lauschte, die sie wieder hinfort trugen an einen anderen Ort. Einen wunderschönen Ort, der noch märchenhafter war, als der, an dem sie sich befanden und so vergaß sie ihr Unbehagen sehr schnell wieder und beobachtete einfach angetan, wie sich Alecs Mine veränderte, immer abwesender wurde, verträumter und seine Stimme sie verzauberte, indem sie Bilder in ihren Kopf projizierte. Doch irgendwann kippte die Stimmung und sie beobachtete wie Alecs Gesicht wieder diesen Ausdruck annahm, welchen sie bereits als Katze nachts auf seinen schönen Zügen beobachtet hatte. Dann musste es also mit dieser Vergangenheit zu tun haben. Mit diesem Ort.
Sie fand es schade, als er endete und der Kellner ihnen Karten reichte, welche sie mit einem gemurmelten und etwas verschämten Dankeschön annahm. Während sie das in Rot eingebundene Büchlein aufschlug, linste sie immer wieder zu Alec hinüber, doch sein Gesicht war nun wieder fröhlicher, von der Trauer keine Spur mehr.
„Ich höre Ihnen gern zu, besonders wenn es um einen so wunderschönen Ort geht.“ Sie fragte nicht nach, weshalb er traurig war, denn sie hatte noch immer Angst oder wohl Paranoia, er könnte darauf kommen, was sie wirklich war und dass sie sich bereits flüchtig kannten.
Doch dann zog er wieder ihre Neugierde auf sich und da er nun wieder unbeschwerter war, war sie es auch und fragte frei heraus:
„Was gibt es denn für eine Grund zum Anstoßen und zum Feiern?“, neugierig musterten ihre grünen Augen ihn und suchten wieder nach der kleinsten Gefühlsregung. Dann nickte sie und klappte die Karte zu, die sie vor sich auf den Tisch legte; sie hatte schließlich ohnehin keine Ahnung von dem Ganzen hier.
„Das hört sich gut an!“, stimmte sie ihm einfach lächelnd zu.
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BeitragThema: Re: Getting to know   1/8/2013, 06:32

Irgendwie machte ihn das Gefühl glücklich, dass er es an diesem Tag schaffte, seine Laune, sein Glücksgefühl, zu teilen. Denahi davon zu erzählen, wie es in seiner Heimat war, wie er lebte, wie es einmal war, von Ihr die Bestätigung durch das Glitzern in ihren Augen zu bekommen, dass seine Worte sie in jene andere Welt trugen, ließen ihn dann nur noch motivierter sein, seine Gedanken an Familie und Tod, zu vergessen. Und dann schaffte sie es noch ihn zu amüsieren!
„Nicht gekleidet für diesen Ort? Na ja... es ist ja nicht so, dass ich heute wirklich geplant hatte, Sie in so ein schönes Lokal auszuführen. Wenn wir uns das nächste Mal treffen, könnten wir unseren Kleidungsstil ja etwas anpassen!“, grinste er und kümmerte sich einfach spontan nicht darum, dass er viel, viel, viel zu weit vorgegriffen hatte. Warum sollte Sie sich nochmal mit ihm treffen? Warum sollte er sie noch einmal einladen? Warum würden sie nach dem Essen nicht einfach aus dem Gebäude treten und ihr Leben vollkommen unabhängig weiterleben?
Doch ihm gefiel die Vorstellung das hübsche, exotische Gesicht noch einmal zu sehen. Ihr scheues Lächeln zu sehen oder einfach nur ihre Unbeholfenheit zu bewundern, die sie als vollkommen natürlich hinnahm. Das machte ihn stutzig, aber auch neugierig, denn es gab nicht viele Menschen, die aus einer Peinlichkeit, wie der falschen Bestellung von Steak und Wein, etwas Selbstverständliches machten. Mit einem einfachen Lächeln brachte sie ihn dazu einfach kurz grinsend nochmal in die Karte zu blicken, um dann dem Kellner die gewünschte Bestellung in der Karte zu zeigen und für sie beide zu bestellen. Sie überließ also ihm die Entscheidungen. In diesem Fall... Wo es wohl sie sein würde, wenn es um eine Entscheidung ging?
„Nun, da ich ja den Wein und das Essen bestellt habe, müssten Sie sich nun schon etwas überlegen, worauf wir anstoßen. Mir würden an diesem Tag hunderte Sachen einfallen, aber das wäre ja ziemlich ungerecht, wenn ich alles mache. Außerdem wäre es ja auch etwas vermessen von mir, einfach darauf anzustoßen, dass ich so eine nette Frau heute kennengelernt habe.“
Ihm machten diese Schmeicheleien, seltsamerweise, nichts aus. Er war nicht besonders gut darin, so etwas natürlich klingen zu lassen. Zwar hatte er die natürliche Gabe, mit Personen relativ gut klar zu kommen, doch gerade wenn es um Frauen ging, war es für ihn doch immer etwas Überwindung. Doch heute fiel es ihm so unglaublich leicht und er hätte noch so gerne weitergemacht, musste sich geradezu ermahnen, es dabei zu belassen, sie lediglich als „nett“ zu bezeichnen. Wahrscheinlich hatte es damit zu tun, dass er an diesem Tag, zu dieser Frau, aufrichtig war. Sie war kein Auftrag, sie war keine potenzielle Einnahmequelle, sie war kein Kunde. Sie war Vergnügen. Etwas, das er sich lange nicht mehr gegönnt hatte. Und wenn es nur die Stunde war, die er mit ihr essen würde, wäre es trotzdem keine verschwendete Zeit und die Komplimente hatten für diese Zeit ihre Richtigkeit.
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