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 Home with the Fukesi

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Deus
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BeitragThema: Home with the Fukesi   16/10/2016, 14:53

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Seattle - Loft in der Mittelschicht



16.10.2072



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Raven
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 15:34

Raven fühlte sich wie in warme Watte gepackt. Sie musste sich erst einmal daran erinnern, wo sie war und wie das Ganze mit dem Augenöffnen funktionierte. Erst nach und nach konnte sie ihre Empfindungen zuordnen und ihnen einen Namen geben. Sie blinzelte ein Paar Mal, bis sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten. In der Matrix gab es kein Licht. Zumindest kein so helles, das in ihren Augen und ihrem Kopf wehtat. Sie fand sich in ihrem Zimmer wieder, in ihrem Bett, vergraben unter einer zerwühlten Bettdecke. Ihr Schreibtisch stand noch immer völlig voll geramscht mit allerlei technischem Kram. Sie kannte diese Umgebung mittlerweile. Doch was ihr fehlte, waren Erinnerungen. An den letzten Abend. Sie konnte sich noch dunkel daran erinnern, dass Hyoi tot war und sie bei Kieran ihr Geld kassieren wollte, dass sie sich dazu fertig gemacht hatte und Yorelias plötzlich auf die Idee kam, sie zu begleiten und sie in einem schwarzen Auto zu Kieran fuhren. Ab da wurde es düster. Waren sie dann wirklich dort gewesen? Hatten sie Geld bekommen? Ihre Kleidung hing zumindest etwas lieblos auf dem Stuhl an ihrem Schreibtisch. Die Schuhe standen davor und erinnerten sie beinahe schon an ein Bild, das sie in der Matrix gesehen von einem Typen, der sich Van Gogh nannte oder so ähnlich. Sie musste mal Yorelias fragen, vielleicht hatte er den Typen ja gekannt.
Ah ja... Yorelias... so sehr sie sich auch anstrengte und versuchte die Erinnerungen zurückzurufen, sie kamen nicht. Nur noch ganz dunkel die Fahrt, eine Flasche Vodka oder vielleicht auch Tequilla, der Weg zu Kieran mit der fetten Einfahrt. Vielleicht war das aber auch eine Erinnerung von zuvor, als sie das erste Mal da waren... Aber ihre Gedanken wurden von einem jähen Stechen in ihrer Schläfe unterbrochen. Es war so hell. Und nebenan hörte sie Stimmen. Denahi, die irgendetwas wieder mit Alec ausdiskutierte, das Klirren von Geschirr,; es war einfach zu laut.
Mühsam quälte sie sich aus dem Bett. Ihre Glieder fühlten sich wie Blei an. Sie trug auch nur noch ein überdimensioniertes Shirt und nichts darunter, stellte sie fest, während sie sich daran erinnern musste einen Fuß vor den anderen zu setzen und taumelte so in Richtung Schreibtisch. Dort lag auch ein Credstick, den sie ohne Umschweife an ihr Comlink ansteckte. Die Zahl darauf sagte aus: 1.000.000. N¥. Dann waren sie also doch bei Kieran gewesen... und wieder dieser stechende Schmerz... wie waren sie nach Hause gekommen? Was war bei Kieran passiert?
Benebelt wie eh und je, machte sich sich auf den Weg zu ihrem Schrank, suchte sich irgendeine Hose, kariert-rot-schwarz-mit Schottenmuster, ignorierte das Muster und stieg in die Hose. Die Mühe sich großartig umzukleiden machte sie sich erst einmal nicht...
Aber war da nicht etwas gewesen bezüglich des Prototypen... und wieder dieses Stechen in ihrer Schläfe. Es hatte einfach keinen Sinn. Sie trottete aus ihrem Zimmer, murmelte ein mürrisches Morgen zu ihren Mitbewohnern und begab sich dann ohne Umschweife hinauf zu der Kaffeemaschine. Vielleicht würde das ihrem Gedächtnis auf die Sprünge helfen. Ob sich Yorelias an mehr erinnern konnte? Alec und Denahi, die auf der Couch saßen, währen die Entertainmentanlage lief, und diskutierten schienen jedenfalls nicht zu wissen. So wie immer wollte sie wieder etwas und versuchte ihn davon zu überzeugen. Sie hatten ihr nur einen sonderbaren Blick zu geworfen, aber auch nicht mehr. Aber sicher sah sie auch sonderbar aus.
Nach einem hundert Meilen Run, so kam es ihr jedenfalls vor, war sie bei der Kaffeemaschine angelangt und drückte den roten Knopf. Während das Surren, Pfeifen und Zischen der Maschine erklang, legte sie ihre Arme auf die Fläche neben der Maschine und ihren Kopf auf ihre Arme und sah dem Kaffee beim Kochen zu.
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 16:29

Wenn Yorelias das Ganze richtig einschätzte, war er entweder unter dem Einfluss eines starken Zaubers, hatte einen unglaublichen Rausch oder man hatte ihm Magic-Mushrooms in sein Essen gemischt. Wie auch immer man es drehte, es drehte sich alles bei ihm, als er seine Augen öffnete und die weiße Decke seines Zimmers in ihrer WG-Wohnung sah. Und je wacher er wurde desto mehr konnte er schwören, dass es sich um eine Mischung aus allem genannten handelte, was gerade in seinem Körper vorging. Für einen Moment lang überlegte er sich, was er tun sollte: liegen bleiben und den ganzen Tag verschlafen oder Aufstehen und sich mit Kaffee, Zucker und Vitaminen wieder fit machen? Wahrscheinlich würde Option zwei ihm helfen, sich daran zu erinnern, was eigentlich gestern geschehen war! So sehr er auch versuchte, sich daran zu erinnern, warum er eigentlich in seinem Bett lag, was gestern passiert war und warum er sich gerade so fühlte, als sei ein kleiner atomarer Sprengsatz in seinem Kopf explodiert (obwohl das ja ausgeschlossen war, da diese Art Waffe seit 70 Jahren ausgestorben war!), es kam ihm nichts in den Sinn, gar nichts, leer, weiß, einfach alles weg. Oder doch nicht?
Zwei Minuten waren vergangen und er hatte mittlerweile herausgefunden, dass er bis auf seine Shorts ausgezogen im Bett lag. Kein Schlafanzug und keine Schlafmütze, wie er es gerade zu tun pflegte – weil er es gerade so gemütlich fand. Also wer hatte ihn zu Bett gebracht? Er überlegte weiter, konnte sich an das gestrige Mittagessen erinnern, wo er in einem Restaurant gegessen hatte (seine Mahlzeit hatte tatsächlich Pilze enthalten...), dann die Uniform... er war Fahrer gewesen. Ja, Fahrer, Fahrer in Uniform, mit Limousine und allem drum und dran. Aber für wen?
Er konnte sich nicht daran erinnern und entschied sich endlich aufzustehen, wankte bis hinüber zu seiner Garderobe und nahm sich einen dicken Morgenmantel heraus, sowie Plüschhausschuhe und seine zum Mantel gehörende Schlafmütze - mit Bommel. Schön warm und kuschelig, genau das, was er heute brauchte. Und Kaffee... Er öffnete seine Zimmertür und entgegen kamen ihm laute Geräusche und grelles Licht. War es schon immer so belebt hier? Wyatt war doch außer Gefecht, seine Ärtzin war auch nicht unbedingt laut... Alec und Denahi, natürlich. Die beiden diskutierten wieder über irgendetwas, was Denahi haben wollte, Alec zu gefährlich fand und Raven wieder ausbaden musste. Meistens war dabei Geld im Spiel.
Raven! Plötzlich kam etwas an Erinnerung wieder: Er war ihr Fahrer gewesen. Aber so wollten sie hin? Er zuckte die Schultern, krächzte ein leises „Morgen“ in die Richtung der Beiden und dann sah er Raven an der Kaffeemaschine. So wie sie da stand, schien es ihr auch nicht besonders gut zu gehen. Ihr Kopf lag auf ihren Armen, diese wiederum auf dem Tresen, neben ihr die Kaffeemaschine. Sie hatte ein zu großes Shirt an, eine karierte Hose, alles vollkommen unpassend im Gegensatz zu seinem Plüsch-Outfit. Yorelias fackelte nicht lange und tat es ihr gleich: auf der anderen Seite der Kaffeemaschine war noch Platz, sodass er seine Hände darauf ablegte, dann seinen Kopf. Er blickte sie an, mindestens genau so wach, wie sie ihn anschaute oder anschauen würde, wenn sie die Augen nur öffnen würde. In dem Moment kam ihm ein Bild in den Sinn, welches gar nicht passte... er sah Raven vor sich liegend, ihr Blick war fordernd, alles um sie herum war dunkel, er war über ihr. Wo kam dieses Bild her? Er runzelte die Stirn und meinte leise: „Guten Morgen, Miss Raven. Wissen Sie noch, wo ich sie gestern hingefahren habe? Ich war anscheinend Ihr Chauffeur...“
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 22:14

Während Raven halb auf dem Schrank lag, halb hing und dem Kaffee beim Tröpfeln zu sah, schob sich ein Gesicht in ihr Blickfeld. Sie musste tatsächlich mehrmals blinzeln, um ihren Blick scharf zu stellen und das Gesicht dazu zu identifizieren. Yorelias schob sich in ihr Blickfeld und sie musste fast loslachen. Die lagen Haare noch etwas zerknittert, dazu noch eine uralte Schlafmütze und der mindestens ebenso alte, karierte Bademantel. Er sah mindestens ebenso fertig aus, wie sie sich fühlte. Was war denn gestern passiert? Und während er noch seine Frage stellte, nahm Raven wie automatisch die Tasse Kaffee und hielt sie Yorelias entgegen. Sie nahm eine weitere Tasse, stellte sie unter den Automaten und drückte wieder den roten Knopf, der die Kaffeemaschine zum Leben erweckte. Und während sie auf den Kaffee wartete, nickte sie nur und versuchte ihre Stimme nicht über das Geräuschpensum aus Denahis Stimme und dem Fauchen des Kaffeeautomaten zu heben. Außerdem tat ihr die eigene Stimme in Ohren und Kopf weh. Sie hörte sich auch irgendwie heiser an.
„Zu Kieran sind wir gefahren... denke ich...“, merkte sie etwas unsicher an. Sie nahm sich dann auch bald die zweite Tasse ins Slowmotion und nippte etwas betreten an dem schwarzen Gebräu.
„Was haben wir denn gemacht? Ich konnte heute morgen nur den Credstick mit der Bezahlung für den Run finden...“, sie schaute etwas peinlich berührt zu Boden und auf ihre blanken Füße.
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 22:28

Waren seine Sinne so langsam, oder so besonders schnell, dass alles um ihn herum so langsam von statten ging? Der Kaffee traf tröpfchenweise in der Tasse ein, sodass Yorelias fast schon gezwungen war mitzuzählen wie viel Tröpfchen in so eine Tasse passten, bis er schließlich merkte, dass Raven ihn erkannt hatte. Ja, erkannt. Nicht gesehen, denn das tat sie schon einige Sekunden vorher, bevor sie erkannte, dass er es war, der sich neben sie an die Kaffeemaschine legte.
Als sie ihm dann die Tasse reichte, schob er sie langsam zu sich hinüber und ließ sie vor sich stehen. Der Kaffeegeruch versuchte zaghaft seine Lebensgeister zu wecken, doch die weigerten sich schlicht und so fragte er sich nun wie er einen Schluck machen konnte, ohne sein Gesicht vom Tresen zu nehmen. Das Einzige was ihm einfiel war ein Strohhalm, doch sich davon einen zu besorgen war weitaus schwieriger als einfach den Kopf zu heben und in Trinkposition zu begeben. Er schob das Unterfangen noch etwas auf und wartete auf ein Lebenszeichen von Raven – abgesehen vom nahezu reflexartigen Kaffee machen.
„Kieran?“, fragte er, nachdem sie ihm eine völlig absurde Geschichte erzählt hatte. Warum sollten sie zu diesem Typen fahren? Bezahlung.. ja, stimmt. Der Run. Sie hatten die Früchte ihrer gemeinsamen Arbeit eingefahren und doch war irgendetwas komisch an dem Gedanken an Kieran... eine schwarzhaarige und eine rothaarige Vampirin waren plötzlich in seine Gedanken gekommen und taten vor seinem geistigen Auge Dinge, die ihm unter normalen Umständen sehr gefallen hätten. Aber warum immer diese Bilder? Er musste dem auf den Grund gehen...
„Kieran.. ja... Ich war Ihr Chauffeur, Miss Raven. Zusammen waren wir dort... und die Bezahlung haben wir abgeholt. Aber... aber warum weiß ich nichts mehr von dem Ganzen?“ Er blickte ebenfalls kurz hinunter zu Ravens unbestofften Füßen und fragte sich ob sie dort Antworten fand oder gar er? Fehlanzeige. Er rappelte sich auf und nahm die Kaffeetasse nun in die Hand, hob sie zu den Lippen und trank einen Schluck. Er rann seine Speiseröhre hinunter und wärmte alles auf dem Weg in den Magen. Seufzend lehnte er sich an den Tresen und schloss die Augen genüsslich – so genüsslich wie man in so einem Moment sein konnte. „Miss Raven, wenn ich es nicht anders wüsste, würde ich sagen, dass wir die Symptome von Betrunkenen haben. Aber warum sollten wir etwas getrunken haben?“
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 22:43

Raven wackelte mit den Zehen, während sie ihren viel zu heißen Kaffee trank, der ihre Speiseröhre verbrannte, aber irgendwie störte sie das nicht so sehr, wie sich die Geschichte von Yorelias anzuhören. Warum sollte sie etwas getrunken haben? Sie hatte in ihrem Leben bisher nur einmal etwas Getrunken und ein Rausch war ihr bis dato völlig fremd.
„Ich kann mich nicht daran erinnern, das Geld beziehungsweise den Credstick abgeholt zu haben, geschweige denn daran, etwas getrunken zu haben oder sonstiges von diesem Abend...“, gestand sie und schaute kurz zu Yorelias auf.
„Außerdem habe ich eher das Gefühl, dass ich gerade in diesem Augenblick betrunken bin!“, gab sie schwach grinsend zurück, während sie demonstrativ sein albernes Outfit musterte. Dunkel tauchten Bilder von einem halb nackten Yorelias auf der Rückbank der schwarzen Limousine auf, mit Lederhose und ohne Hemd. Aber sie schüttelte den Gedanken ab, das war sicher irgendeine alberne Fantasie, die ihre Gedanken ihr spielten. Denn wenn sie ihn so in diesem Moment musterte, waren diese Gedanken alles andere als wahrscheinlich oder geschweige denn möglich in jeder denkbaren Realität.
„Ich weiß nur noch, dass etwas Wichtiges gestern Abend war, dem ich unbedingt nachgehen wollte...“, sie grübelte, war aber noch zu müde, um sich zu erinnern.
„Sonstige Vorschläge, was gestern Abend vorgefallen ist?“, horchte sie nach. Sie konnte sich nämlich in ihrem E-Ghost-Brain heinen Reim darauf machen. Nicht im Geringsten. Es war einfach zu absurd.
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   16/10/2016, 23:09

Yorelias warf ihr einen finsteren Blick zu, als sie auf seinen Morgenmantel anspielte und verschränkte die Arme, vergaß dabei dass er den Kaffee noch in der Hand hatte, verschüttete ihn fast, stellte ihn dann weg und verschränkte die Arme nochmals. Alles natürlich unglaublich schnell, oder wie es für ihn mit seinen unglaublich geschärften Sinnen gerade wirke: unglaublich langsam. Na gut, wahrscheinlich sah es einfach nur albern aus gerade und er nickte.
„Ja, ich glaube ich erinnere mich an etwas. Sie wollten irgendwo hin... nicht nur zu Kieran. Es muss etwas mit dem Auftrag zu tun haben. Vielleicht... sollten wir Kieran kontaktieren?“ In dem Moment wurde ihm bewusst, dass er das wirklich nicht wollte. Aber vielleicht konnte er etwas Licht ins Dunkel bringen? „Wissen die Anderen vielleicht Bescheid? Dann wäre das wohl eine bessere Anlaufstelle als ein Jahrhunderte alter Vampir. Außerdem müsste man sich dafür nicht unbedingt umziehen...“ Wie konnte man so faul sein, dachte er in diesem Moment. Und es tat sich noch etwas in diesem Moment: er musste sich ein neues Outfit zulegen. Er dachte an etwas schwarzes, etwas mit Lederhose und eng anliegendes Hemd, etwas dunkles, so dunkel wie der Kaffee den er gerade trank. Aber warum dachte er gerade an so ein Outfit? Was war gestern passiert?!
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   29/10/2016, 19:02

Raven nickte nur gedankenabwesend und trank ihren Kaffee, stimmte schon. Es konnte nur mit ihrem Auftrag zu tun haben. Als Yorelias jedoch weitere Vorschlänge machte, verschluckte sie sich an dem heißen Getränk und musste husten.
„Bloß nicht zu Kieran. Vielleicht ist er ja der Grund, weshalb wir uns nicht erinnern können, dann wird er sicher nichts Produktives äußern. Das Geld haben wir jedenfalls gestern von ihm bekommen...“ Irgendwie beschlicht sie auch so ein Gefühl, dass sie sich womöglich besser nicht bei ihm blicken lassen sollten. Warum auch immer.
„Und die anderen? Alec und Denahi sehen nicht gerade aus, als würden sie etwas wissen...“, merkte Raven an. Auch wenn sie sehr leise sprach, hörte es sich viel zu laut in ihren Ohren an.
„Kein Wort zu den anderen!“, merkte sie an. Ja, kein Wort worüber eigentlich? Wenn sie beide nicht wussten, worum es ging, wie sollte denn einer von ihnen ein Wort darüber verlieren. Außerdem: was mussten sie schon verheimlichen? Ihr fiel jedenfalls nicht wirklich ein, was es da geben sollte.
„Falls dir doch etwas einfällt, lass es mich wissen... und umgekehrt...“, gab sie zu verstehen. Fürs Erste aber, würde sie sich wohl aus ihrem Körper ausklinken und der Matrix verschwinden, bis diese Kopfschmerzen aufhörten. Aber zuvor würde sie nach Wyatt sehen.
Ein ungutes Gefühl beschlich sie, dass sie nicht wieder zu Kieran wollte, dass Yorelias involviert gewesen war... irgendetwas Peinliches? Oder Unangenehmes... Etwas, was sie sich in Yorelias Nähe sehr unwohl fühlen ließ, genauso wie in Kierans... Vermutlich... Ob sie wohl etwas mit Kieran...  Sie vertrieb die Gedanken schnell wieder. Verstohlen schaute sie zu Yorelias und versuchte in seinem Gesicht zu lesen, errötete dann aber peinlich berührt... warum auch immer.
„Ähm also bis später... bei der... Lagebesprechung...“, damit schnappte sie sich ihren Kaffee und eine Tüte Gummibärchen, peinlichst darauf achtend, Yorelias kein weiteres Mal zu lange anzusehen.
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   29/10/2016, 21:16

Je öfter Yorelias diesen Namen hörte, desto größer wurde auch seine Abneigung. Kieran... irgendwie hatte er das Gefühl, dass dieser Vampir ihnen etwas schuldete. Nicht eine Million Nuyen, denn das war nur Geld. Aber er fühlte sich... benutzt. Als sei etwas vorgefallen, was Yorelias ungeschehen machen musste. Vielleicht sollte er ihm, wenn er fit genug war, einen Besuch abstatten und Fackeln, Flock und Freunde mitnehmen, um die Villa nieder zu brennen. Wie damals mit den Hexen, nur dass er auf ihrer Seite war... Doch er schlürfte bei dem Gedanken einfach seinen Kaffee und hörte zu wie Raven sich ebenfalls unwohl bei dem Gedanken fühlte überhaupt irgendwem irgendetwas zu erzählen vom gestrigen Tag. Obwohl es ja nichts zu erzählen gab, schließlich war dieser Abend vollkommen aus ihrem Gedächtnis gelöscht worden. Doch wie konnte man so etwas erreichen? Alkohol? Yorelias kannte sich, er trank gerne, trank auch mal zu viel, und auch wenn der heutige Tag sich anfühlte wie der Tag des Katers danach, war er davon überzeugt, dass es nichts damit zu tun hatte.
Er nickte und bestätigte Raven, dass er nichts erzählen würde. Und dann erwähnte sich eine Lagebesprechung... wann war denn die?! Yorelias wollte gerade nachfragen wann diese denn war, da war Raven bereits abgezogen. Wahrscheinlich war sie ziemlich schnell unterwegs mit ihrem gepimpten Biotech Körper... oder er war einfach nur sehr langsam. Naja, mittlerweile hatte er sich bereits zusammenreimen können an was es lag...
Er beschloss den Tag mit Erholung verstreichen zu lassen: Eine heiße Dusche, dann ein Bad, welches noch heißer war, dazu ein paar Vitamin Präparate die ihn wieder fit machen sollten und schließlich, als sein Magen sich auch erholt hatte, ging er für Alec, Denahi und ihn fettiges Essen besorgen. Anscheinend brauchten auch die beiden Turteltäubchen Kalorien nach ihrem anstrengenden freien Tag. Bei dem Gedanken, dass die beiden dauernd beschäftigt miteinander waren, schossen ihm wieder Bilder in den Kopf: Raven verjagte irgendwelche Vampirinnen von einem Bett, alle drei unbekleidet und irgendwie war der Anblick sehr angenehm für ihn. Ob es wohl ein Bild war, was sich wiederholen konnte? Vielleicht ohne störende Vampirinnen?
Er schmunzelte und hielt die Augen nach Raven offen, die nicht einmal zum Essen erschienen war. Wahrscheinlich war sie bei Wyatt oder in ihrer natürlichen Umgebung, der Matrix – wieder am arbeiten, als sei nichts geschehen. Nunja, was war denn auch geschehen?! Es macht ihn wahnsinnig zugeben zu müssen, dass er von all den Jahrhunderten die er nun hier war so ziemlich jeden Tag aktiv erlebt hatte und wenn er meditierte würde er sicher auch spezifische Tage mit wichtigen Ereignissen wieder in sein Gedächtnis zurück holen können, doch der gestrige Abend?
Er versuchte es, als das Essen vorbei war und Raven immer noch nicht aufgetaucht war, damit sich in sein Zimmer zurück zu ziehen und zu meditieren. Vorher hatte er noch einige Besorgungen in der Matrix veranlasst und war überrascht, dass er so schnell aus seiner ergebnislosen Meditation gerissen wurde als Denahi an sein Zimmer klopfte und ihm ein Paket aushändigte, welches er bestellt hatte. Endlich... zumindest die Paketdienste in Seattle waren verlässlich, wenn es schon sein Gedächtnis nicht mehr war. Ein kurzer Check seines Kontostandes verriet ihm, dass Raven sich wirklich in die Matrix verzogen hatte, denn es trudelten 250.000 Nuyen bei ihm ein... ein schwacher Trost für einen verlorenen Abend.
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Raven
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BeitragThema: Re: Home with the Fukesi   29/10/2016, 21:37

Auf dem Weg zurück beachtete sie Alec und Denahi nicht weiter und bog zuerst zu Wyatt ab, der zumindest wieder bei Bewusstsein gewesen war, aber in diesem Moment noch tief und fest schlief und sie nicht einmal hörte. Sie drückte ihm einen Kuss auf die Stirn und schlich wieder davon. Beim nächsten Run würde er wohl noch außen vor bleiben, was auch ganz gut war. Zumindest sie fühlte sich dann sicherer. Sie gönnte sich jetzt nicht einmal den Luxus von Gedanken oder Emotionen, sondern steuerte direkt ihr Zimmer an und parkte ihren Körper, mit genügend Zucker und Kaffee im Kreislauf, wieder in ihrem Bett. Sie selbst tauchte stattdessen wieder in die Matrix ab und suchte hier nach weiteren Antworten.
Es dauerte eine Weile, bis sie sich orientieren konnte. Zum Glück hatte sie gestern noch eine Datensicherung durchgeführt auf ihren Systemen, die parallel noch immer auf Kamtschatka liefen und gewartet wurden.
Raven revidierte den Status, dass Hyoi wirklich tot war. Vergewisserte sich, indem sie weitere Transaktionen überwachte und eine Überwachungsdrohne kidnapte und über das Gelände fliegen ließ, von dem mittlerweile nichts mehr stand. Jemand musste es nachhaltig vernichtet haben, um alle Spuren zu verwischen. Die prüfte den Credstick von Kieran, verteilte das Geld an Denahi, Alec, Yorelias und Wyatt. Und suchte auch dort nach weiteren Informationen, die ihr jedoch innerhalb der Matrix nicht zugänglich waren. Bis auf den Stromausfall, der stattgefunden hatte, war kein Zeichen mehr zu finden, das dort irgendetwas vorgefallen war.
Anschließend rief sie die Berichte ihrer Sprites auf, die tatsächlich fündig geworden waren und nun verrieten sie ihr, dass Shingen wohl auf war und munter unter den Lebenden. Der Angriff auf Hyoi hatte ihn höchstens ein Paar seiner Schachfiguren hekostet, was aber verkraftbar war. Nun, er hatte ja den Prototypen nicht, wie sie alle wussten. Dafür brachten ihr ihre kleinen Freunde und Helfer den Aufenthaltsort eines anderen Clans und zwar des Fukesi-Clans, der seine Finger tief in der Forschung nach Naniten hatte. Ihre Sprites wurde auch auf eine sehr interessante Korrespondenz aufmerksam, die Raven dazu brachte, weiter zu recherchieren. Und so bemerkte sie gar nicht, wie der gesamte Tag verstrich. In der Zwischenzeit besorgte sie sich die Überwachungsvideos ihrer Übergabe am Bahnhof und schaute sich diese in Dauerschleife an, bis ihr endlich auffiel, dass der Ork, der Denahi damals angerempelt hatte, es irgendwie geschafft hatte, ihr den Koffer abzuluchsen. Und ihre gefundene Korrespondenz war eben jene zwischen dem Ork und dem Anführer des Fukesi-Clans. Wie sich im Laufe des Tages herausstellte war der Anführer allerdings kein Mann, sondern eine Dame in den dreißigern, die aus China stammte. Folgende Dame stand auch in Geschäftsbeziehung mit ihrer damaligen Countess in London... Alle Zeichen deuteten einfach darauf hin, dass sie den Prototypen haben musste. Und erst als Raven an ihre Grenzen stieß und nichts mehr an Informationen zu holen war, erst dann loggte sie sich aus der Matrix aus.
Zurück in ihrem Körper merkte sie, dass die Kopfschmerzen nachgelassen hatten und dass sie sich nicht mehr so am Ende fühlte. Allerdings verursachte ihr Magen lautstarke Geräusche und es fühlte sich so an, als bestünde er aus einem riesigen, schwarzen Loch. Sie bestellte Unmengen an Enchiladas und Tortillas, die sicher eine halbe Arme durchfüttern konnten und ließ sich erst wieder blicken, als es klingelte und ihre Bestellung ankam. Im Bruchteil einer Sekunde sandte sie eine Nachricht an die Comlinks der anderen und trommelte sie zusammen. Sie hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht, ihre Kleidung zu wechseln oder ähnliches. Kaum, dass sie die Bestellung entgegengenommen und im Wohnzimmer ausgebreitet hatte, richtete sie einen großzügigen Teller her, den sie zu Wyatt brachte, falls er zu sich kam und ein Paar Vitamine und Eiweiße gebrauchten konnte. Sie wartete nicht auf die anderen und schob sich bereits die erste Enchilada rein, während sie auf ihr Erscheinen wartete.
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