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Yorelias
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BeitragThema: Re: Join the Club   17/1/2015, 20:36

Yorelias zuckte mit den Schultern und musste grinsen.
„Ich denke, das haben wir.“, meinte er zu Wyatt und bedeutete ihm mit einer Kopfbewegung in Stellung zu gehen. Doch Wyatt ignorierte das wohl vollkommen, denn er spazierte einfach hinaus in den Gang, wo die restlichen Yakuza hin geflüchtet waren. Fast wie aufs Stichwort kamen auch schon die ersten Schüsse, schlugen in der Wand neben Wyatt ein und durchlöcherten die Wand, sodass die Kugeln sogar in den Geisel-Raum eindrangen und jeder sich auf den Boden werfen musste, um nicht getroffen zu werden.
Der Elf nutzte dieses ungezielte Sperrfeuer jedoch, kroch so schnell es ging zur Tür, hinter der er Wyatt hinter einigen, mittlerweile zerschossenen Möbelstücken fand, um dann mit kurzen, gezielten Schüssen seiner Predator die beiden Japaner auszuschaltete. Zwei waren also noch da, überlegte er und gab Wyatt ein Zeichen, dass die Luft rein war. Vorerst. Aber die letzten beiden würden wohl so oder so fliehen. In Unterzahl würden sie sich nie stellen, zumindest nicht wenn sie bei Verstand waren. Doch das konnte man bei den meisten Yakuza-Schlägern ja nie so genau wissen.
„Wir sollten vorsichtig sein und die Geiseln raus bringen. Gibt es eine Tiefgarage oder so etwas? Von dort können wir die Vampire raus bringen. Es wird hell und das wird ihnen ohne getönte Scheiben sicher nicht gefallen.“ Er wendete sich dabei an Ravens Bruder, den er doch zu gerne fragen wollte, was er denn genau hier tat. Doch das Frage-Antwort-Spiel musste wohl noch etwas warten, bis sie alle in Sicherheit waren. Immerhin konnten jede Sekunde die beiden letzten Widersacher um die Ecke kommen und den Raum mit Blei fluten... oder wahrscheinlich eher Silber, denn die hingerichteten Vampire sahen.. nun, ziemlich tot aus.
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Raven
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BeitragThema: Re: Join the Club   17/1/2015, 23:49

Raven musste schnell erkennen, dass es nicht die beste Idee war einen planlosen und überraschten Wyatt agieren zu lassen. Sie sah noch aus den Augenwinkeln, wie er hinter die Tür und ein Paar umgestürzte Möbelstücke flüchtete und von dort aus mit Yorelias Beistand das Feuer eröffnete. Raven ging unterdessen mit den restlichen Vampirzivilisten in Deckung bis das Feuer endete. Dann blickte sie sich nach Wyatt und Yorelias erneut um. Aber Yorelias hatte recht.
„Eine Tiefgarage gibt es nicht. Allerdings einen Hinterausgang, der zu einer Seitengasse führt, die ebenfalls zu diesem Gebäudekomplex gehört und wo ein Paar unserer Fahrzeuge stehen.“, meldete sich die blonde Vampirin, die ihren vermutlichen Meister stützte, der nun noch bleicher aussah, als man es von Vampiren gewohnt war. Raven nickte und musterte die restlichen verängstigen Frauen, die bis auf äußerliche Blessuren anscheinend keinen wirklichen physischen Schaden genommen hatten.
„Yorelias hat Recht. Die Sonne geht auf. Und diesen Laden könnt ihr fürs erste vergessen und von Glück reden, wenn die Yakuza nicht in ein Paar Stunden mit mehr Leuten zurückkehrt.“
„Ich habe noch ein zweites Anwesen am Rand der Stadt, da können wir Zuflucht suchen. Ich danke Euch aufrichtig für Eure Hilfe. Nachdem das hier vorüber ist, werde ich eine angemessene Art finden meiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.“, meldete sich der dunkelhaarige Vampir zaghaft lächelnd. Seine Stimme hatte einen merkwürdigen Klang, wie das Schleifen von Sandpapier auf blankem Holz und gleichzeitig mit einem sonderbaren Akzent. Unter Schmerzen bemühte er sich eine letzte Haltung und Würde zu bewahren, was ihm sichtlich schwer fiel. Raven legte den Kopf zur Seite als sie den hageren Mann musterte und ihr Blick wieder neugierig zu der gutaussehenden Blondine schweifte. Seine Schwester war sie sicher nicht.
„Gut!“; wieder nickte Raven und drehte sich zu ihren beiden Gefährten um. Sie prüfte ihre Waffe und deutete der Vampirin vorzugehen und den Weg zu zeigen, als sie ihren Meister der Schar der anderen Vampirinnen überließ. Wyatt, der das Ganz mitbekommen hatte, nickte Yorelias dankend zu und strich sich mit der Hand scheinbar planlos durchs aschfahle Haare und atmete tief durch.
„Danke, Mann!“, sagte er noch leise, aber sodass Yorelias ihn sicher hören konnte. Er musste sich endlich zusammenreißen, aber sein Verstand war noch so benebelt von den vielen Sinneseindrücken, zudem ließ das Adrenalin langsam nach. Zuerst der Abend mit Sylvia, dann diese synthetischen Drogen, von denen er eindeutig die Finger lassen sollte, die Yakuza und nun stand die leibhaftig gewordene Raven wieder vor ihm. Das war einfach zu viel für ihn. Dennoch ging er an den Vampiren vorbei, vorbei an Raven, die sichtlich enttäuscht wirkte, und schob die blonde Vampirin mit einem Arm voran, als Zeichen, dass sie vorangehen sollte. Er folgte ihr dicht auf, ständig bereit sie abzuschirmen und das Feuer zu eröffnen, falls nötig. Als sie den Raum verließen, gefolgt von den Passanten, ließ sich Raven zurückfallen und schloss als letzte zu der Gruppe auf, die den Flur passierte, schließlich in einem kleinen, luxuriösen Zimmer angelangte und wo Sylvia sie durch eine Tapetentür zu einer Sicherheitstreppe führte, die ihrerseits in einem zum Teil überdachten Vorhof endete, wo zwei Karren herumstanden. Anders konnte man die protzigen Fahrzeuge nicht bezeichnen.
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Yorelias
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BeitragThema: Re: Join the Club   24/1/2015, 17:08

Schulterzuckend schüttelte er den Kopf als Wyatt sich nochmals bei ihm bedankte. Wofür? Leben retten? Das bedurfte in einer Gruppe keinen Dank, zumindest dachte das Yorelias bis heute.
Der weitere Plan hieß wohl den Vampiren folgen und Raven schien dies ebenfalls gut zu heißen, also arbeiteten sie sich vorsichtig durch die Gänge des Clubs und stießen dabei auf keinen einzigen Yakuza, wenn man von ein paar Toten absah...
Durch eine Art Geheimgang kamen sie dann in einen vor der Sonne geschützten Innenhof, wo zwei Kolosse von Autos standen, beide mit getönten Scheiben, die sicherlich keinerlei Strahlung durchließen. Zumindest nicht die, die bei Vampiren diese berüchtigte Allergie auslöste. Kurz sammelten sich Raven, Wyatt und er draußen und beschlossen, dass es am besten war, wenn Wyatt seinen Wagen mitnahm und ihnen hinterher fuhr. Auch Yorelias würde „seinen“ neuen Wagen nehmen müssen. Schließlich wollten sie ja nicht, dass dieses schöne Auto samt Inhalt der Polizei in die Hände fiel. Ein paar Leichen waren zwar nicht viel, aber jede von ihnen war schon zu viel für die 'Staatsgewalt' - selbst Yakuza-Schläger! Raven setzte sich zu den Vampiren ins Auto, wo sie mit einer hysterischen Konkubine des Vampirmeisters zusammen saß und sich wohl das Gekreische anhören durfte.
Schnell waren die vier Autos, nachdem die Vampire etwas langsamer gefahren waren, auf dem Weg und es ging raus aus der Seattler Innenstadt auf den eher ländlicheren Bereich der Stadt, wo die Häuser weniger, dafür aber größer wurden. Auch waren die Sicherheitsvorkehrungen hier um einiges höher, zumindest wenn man den Privatschutz in Augenschein nahm. Bodyguards in schwarzen Anzügen patrouillierten um das Gelände von großen Villen, Wachhäuser waren von Sicherheitsfirmen besetzt und bei einer Villa sah man sogar eine Art Bootcamp, wahrscheinlich für eine kleine Privatarmee. Wer sich das leisten wollte, warum nicht? Es war hier draußen, wo sich gerne auch mal Critter hin verirrten oder Einbrecher ihr Glück versuchten, vielleicht gar nicht schlecht. Doch das Beste war hier draußen das Anwesen des Vampirmeisters. Erst jetzt wurde einem wirklich bewusst, dass dieser Mann es wohl zu etwas gebracht hatte. Nach Außen hin. In Sachen Geld. Das Anwesen glich ein wenig einem etwas feinerem und neuerem Dracula-Schloss. Nicht so groß, nicht so als würde es einer Belagerung standhalten wollen, doch die Details auf dem groben Stein die dort hineingeschlagen wurden, zeugten noch von einer Handwerkskunst, die entweder schon älter war, oder aber heute sehr sehr teuer. Außerdem war es groß genug, um dutzende Anhänger seines Vampirordens unterzubringen. Vielleicht ja für jeden ein Zimmer, je nachdem nach was es dem Meister gerade gelüstete.
Sie fuhren durch ein sich elektrisch öffnendes, schmiedeeisernes Tor. Begrüßt wurden sie auch hier von einigen Bodyguards, die allerdings eher wie Kampf-Butler aussahen und sicherlich menschlich waren. Eine Art Tagwache. Dann ging es weiter in eine der großen, angebauten Garagen, wo sie schließlich aussteigen konnten. Hilfe stand sofort bereit. Ein paar hübsche Vampirinnen standen bereits da und versorgten den Meister fachmännisch. Sogar jeder andere wurde auf Verwundungen untersucht, selbst wenn man nichts hatte und gerade Wyatt schien das zu gefallen, dachte Yorelias nur und grinste.
„Die Fahrt gut überstanden?“, fragte er schließlich Raven, die ein wenig genervt dreinblickte, doch bevor sie antworten konnte, wurden sie bereits von der Dienerschaft ins Innere des Anwesens geschleppt.
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BeitragThema: Re: Join the Club   25/1/2015, 17:52

Raven sah sichtlich unzufrieden aus, als die Entscheidung gefallen war, dass sie bei den Vampiren mitfahren würde. Als Letzte und mit verschränkten Armen stieg sie ein. Aber auch Wyatt schien nicht begeistert von der Idee zu sein, obwohl es die beste war. Während der Van und die Impala die beiden Monster von Duster zu einem Anwesen außerhalb der Stadt eskortieren. Raven versank während der Fahrt in der Matrix, jedoch nicht mit allen Sinnen, sondern so wie jeder normale Mensch es mit seinem Comlink tun würde. Es war langwierig und müßig. Und nervig. Aber so konnte die zumindest diesen sonderbaren Vampir vor ihr im Auge behalten und auch die anderen beiden Wagen. Allerdings musste sie zugeben, je näher die dem Anwesen kamen, desto beeindruckter war sie von dem Gebäude. Von seiner Größe und auch dem Personal. Es schien gut gesichert und bewacht zu sein. Mit einem hohen, vermutlich elektrischen, Zaun und zahlreichem Wachpersonal, eine fetten Tiefgarage mit unendlich vielen Kameras. Und dort wurden sie bereits erwartet und von einer Schar an Vampirinnen empfangen, eine hübscher als die andere, die sie in das Innere führte, nachdem sie auf Verletzungen prüft worden waren. Während Kieran gleich von zwei Vampirinnen umschwärmt wurde, trat die Blonde von vorhin wieder zu Wyatt und tastete ihn ab, woraufhin er ihr zulächelte. Das entging Raven nicht. Und gleich erwachte in ihr eine sonderbare Eifersucht. Auch kam eine durchaus ansehnliche Vampirin kam auf Yorelias zu und ebenso zu ihr. Allerdings kassierte die Frau nur ein: „Pfoten weg!“ Kieran hingegen stützte sich auf die beiden Vampirinnen und ließ sich hinein führen in eine große Eingangshalle, die ebenfalls wie der Club mit roten Teppichen ausgestattet war. Der Rest war aus Granit. Zu beiden Seiten führten breite, sich windende Treppen hinauf zu den jeweiligen Flügeln des Schlosses. Die großen spitzbögigen Fenster, die im alten Stil buntes Maßwerkglas besaßen, ließen nur gefiltertes Licht hinein. An den Wänden standen Sockel mit Marmorbüsten und ausgewählte Bilder schmückten die steinernen Wände. Raven fühlte sich wie in einer Kathedrale oder in einem alten Museum. Nur dass keine Kugel so schnell die Wand durchdringen würde. Nur die wahnsinnig teuren Fenster vielleicht. Im Inneren angekommen, wand sich Kieran freundlich lächelnd an seine Gäste an und machte eine einladende Geste.
„Bitte, seid meine Gäste. Fühlt euch wie zuhause. Erholt euch. Ich würde euch gern heute Abend bei einem Abendmahl willkommen heißen. Meine Familie wird sich um eure Bedürfnisse kümmern und es euch so komfortabel wie möglich machen.“ Damit ließ er sich hinauf führen und auch die restlichen vampirischen Zivilisten folgten gemächlich und verfielen in ein ständiges Geschnatter und erzählten ihren Schwestern von den Ereignissen. Lediglich die Blonde blieb und führte Wyatt die Wendeltreppe voran, nahm dabei den anderen Aufgang als Kieran. Auch die rothaarige Vampirin, die Yorelias auf Wunden untersucht hatte, hakte sich bei ihm ein und führte ihn süßlich lächelnd hinauf. Wieder fiel Raven zurück mit der anderen Dunkelhaarigen, die sie zuvor so schroff abgewiesen hatte. Sie kamen in ersten Stockwerk an, der nicht viel anders aussah, nur dass die Decke hier keine fünf Meter hoch war. Der lange Flur führte sie an zahlreichen verschlossenen Räumen vorbei und endete vermutlich in einem Wohnraum, in dem sich beide Flüge trafen. Die Blonde führte Wyatt weit voran bis zum Ende des Flurs und verschwand gleich darauf in einem der Zimmer kurz vor dem Wohnraum. Yorelias wurde in einen Raum geführt, der einige Zimmer vor Wyatts Zimmer lag. Die Rothaarige öffnete die Tür und beutete Yorelias einzutreten, folgte ihm dann auf leisen Sohlen hinein. Und als Raven sich vorbei führen ließ, konnte sie sehen, wie Rothaarige die Tür hinter ihnen beiden gerade schließen wollte mit der Frage: „Was darf ich sonst für euch tun?“ Es ließ sich ihr den Magen umdrehen, als Raven daran vorbei schritt und sich von der Dunkelhaarigen ebenfalls in eine Raum führen ließ. Ebenfalls wurde er vor ihr geöffnet. Doch die Vampirin trat nicht ein, so wie es diejenige bei Yorelias getan hatte, aber eine ähnliche Frage wurde gestellt: „Was kann ich noch für euch tun?“ Ohne lange zu überlegen, fragte Raven nach neuer Kleidung. Welche, die ihrer Hülle angemessen war und ließ sich sogleich von der Dunkelhaarigen weiter führen in einen Raum neben dem luxuriösen Salon, der voller Kommoden, Spiegel, Schminktischchen und Schränke war und wohl so etwas wie eine riesige Garderobe darstellen sollte. Einige Zeit wühlte sich Raven durch die Schränke, bis sie endlich etwas gefunden hatte, ließ sich zurück begleiten und verneinte sonstige Wünsche, da die Zimmer mit dem nötigsten ausgestattet waren: etwas zu Trinken, kleinen Schnacks, einem schlichten Badezimmer, Bett, einem Bildschirm und Zugang zur Matrix. Das hieß, das gesamte Unterhaltungsprogamm stand offen.
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BeitragThema: Re: Join the Club   25/1/2015, 23:20

Sich in solch einem Schloss wiederzufinden war alles andere als unangenehm, dachte sich Yorelias nur und fühlte sich gleich Jahrhunderte zurückversetzt. Auch damals hatte er schon mit Mächtigen am Tisch gesessen, wurde von hübschen Damen bedient und wurde fürstlich für seine Dienste entlohnt. Doch das alles mitten im 21. Jahrhundert? Granit-Bauten mitten in Seattle? Rote Teppiche, alte Bilder, Statuen, Büsten, sogar Prunkrüstungen längst vergangener Tage waren hier! Dabei war es nicht einmal der richtige Kontinent dafür. Aber dieser Kieran schien sich die Illusion etwas kosten zu lassen. Nur musste er mit der Temperaturreglung noch etwas tun: für das Mittelalter waren in solcherlei Gemäuern angenehme 22 Grad um etwa zehn zu viel. Trotzdem genoss Yorelias das Ambiente und ließ sich von seiner rothaarigen Begleiterin gerne herumführen. Als sie ihm schließlich sein Zimmer zeigte, blickte er jedoch fast schon unwillkürlich kurz zu Raven, die ihrer Begleiterin genervt hinterher schlurfte. Ihr schien das ganz und gar nicht zu passen...
Das Zimmer war traumhaft. Eine Mischung aus altertümlicher und moderner Inneneinrichtung. „Altes“ Bettgestell, modernste Polsterung für größtmögliche Bequemlichkeit. „Alte“ Kommode, modernste Anschlüsse sowie Nutzungsmöglichkeiten für den alltäglichen Gebrauch des Menschen dieser Zeit. Neuste Technik verpackt im richtigen Stil. Er mochte den Vampir.
Schmunzelnd drehte er sich schließlich zu der Rothaarigen und schüttelte den Kopf. „Bedauerlicherweise bin ich sehr zufrieden. Aber Sie könnten mir verraten, wann genau Meister Kieran für uns Zeit hat.“ Die Antwort war etwas ernüchternd, denn mit einem nichts aussagendem „bald“ konnte er nicht viel anfangen. Doch das hübsche Lächeln der Vampirin und ihre überaus weiblichen Reize, die das Bild des mittelalterlichen Vampir-Feudalherren nur noch komplettierte, entschädigte ihn und ließ ihn gerne warten und es noch etwas genießen hier zu sein. Er würde sich wohl etwas alleine beschäftigen müssen und sich vor allem etwas ausruhen. Angst davor von den Vampiren angefallen zu werden, hatte er nicht. Sie konnten Monster sein, waren aber in der Zeit wo man sich alles kaufen konnte, sicher nicht darauf angewiesen ahnungslose Gäste leer zu trinken. Das Gesetz war viel zu nervig - und zu teuer um es zu bestechen für derlei Ausrutscher. Früher war das allerdings etwas anders: Gäste waren eine willkommene Abwechslung, eine exotische Mahlzeit. Als Burgherr, Gastgeber und als das Gesetz, stand einem aber auch nicht viel im Weg...
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BeitragThema: Re: Join the Club   26/1/2015, 01:11

Nachdem Raven ihre ausgewählte Kleidung mitgenommen hatte, verabschiedete sie sich von der Vampirin und ging zurück zu dem ihr zugeteilten Zimmer. Sie konnte es nicht lass auf dem Weg noch kurz an Wyatts Zimmertür zu lauschen, hörte jedoch nichts. Damit kehrte sie in ihr Zimmer zurück, legte ihre Sachen ab und ließ sich auf das gemütliche Bett fallen. Wyatt war mit der Vampirin zusammen, Yorelias vermutlich auch, nachdem ihre Interaktion so abrupt beendet worden war. Raven seufzte. Sie war nicht müde. Ihr Körper war erst in Betrieb genommen worden, an Schlaf war noch nicht zu denken. So beschloss sie, herauszufinden wie sich Wasser auf ihrer neuen Haut anfühlte. Ohne langes Zögern streifte sie ihre Klamotten ab und stieg in die schlichte, mit Naturstein gekachelte Dusche. Zuerst ließ ein kalter Wasserstrahl sie zusammenfahren und aufkeuchen, aber kam warmes Wasser und hüllte sie völlig ein. Sie konnte auch nicht umhin ihre Haut und ihr Haar mit reichlich dieser nach Blüten duftenden Seife einzuschäumen. Wie sehr hatte diese dieses Mädchenzeug vermisst. Es duftete so toll und fühlte sich so gut an, als sie ihre Hände über den Körper gleiten ließ. Kurz flimmerten Bilder auf, von Yorelias Händen, der sie vor etwas mehr als einer Stunde berührt hatte. Und sie ließ sie ganz kurz zu, ließ sich Zeit. Blieb lange unter der Dusche stehen, so lange, bis ihre Haut ganz schrumpelig wurde und verließ die Dusche erst dann, eingewickelt in eines der riesigen Handtücher. Sie schlüpfte in die Unterwäsche, die sie sich mitgenommen hatten. Mann, es war wirklich schwer gewesen etwas in ihrer Größe zu finden. Vielleicht hätte sie sich doch für einen Körper entscheiden sollen, der größer war als ihre etwas mehr als 1,50. So wie Denahi vielleicht. Oder die blonde Vampirin. Sie schüttelte den Gedanken ab und stieg in den schwarzen, engen, zweiteiligen Catsuit, den sie sich mitgenommen hatte. Auch das Lycra fühlte sich angenehm auf ihrer Haut an. Es war so unglaublich weich und dünn. Dann streifte sie sich das Tunikakleid über, das sie mitgenommen hatte. Es reichte ihr bis zu den Ellenbogen und bis zu den Knien. Das Kleid bestand aus einem hauchdünnen Geflecht aus Kettchen, die silbern funkelten, wenn sie sich bewegte. Das war doch schon viel besser als die Klamotten zuvor, die sie sorgsam in ein Bündel aus Shirt schnürte. Vor dem Spiegel band sie sich die Harre zusammen und war dann relativ zufrieden. Etwas Farbe fehlte in ihrem Gesicht, aber das konnte noch besorgt werden. Nach dieser Prozedur war ihr noch immer langweilig. Also stieg sie in ihre Stiefel und schlüpfte nach draußen. Zuerst zu Wyatts Tür. Sie lauschte und hörte seine Stimme, die sich mit einer Frau unterhielt und dabei immer leiser wurde, so als sei er müde. Vermutlich war er das auch, wer wusste schon, was er die ganze Nacht getrieben hatte. Aber kein Quietschen des Bettes. Keine unkontrollierten Stöhngeräusche. Alles gute Zeichen. Dann schlich sie zu Yorelias Tür, darauf bedacht, dass ihre Stiefel wenig Geräusche vor seiner Tür machten, und lauschte ebenfalls daran. Sie hörte ebenfalls nichts. Vermutlich schlief er. Damit ging sie weiter zu der Treppe. Mal sehen war dieses Gebäude noch zu bieten hatte. Einen geheimen Folterkeller? Leichen im Kerker? Irgendwie war ihr dieser Kieran zu glatt, zu charmant, zu nett, zu einnehmend.
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Yorelias
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BeitragThema: Re: Join the Club   31/1/2015, 15:53

Trotzdem er hätte müde sein sollen, wollten seine Gedanken einfach nicht ruhen. Sie kreisten um den Abend, die Nacht, die Ereignisse. Vor einigen Stunden noch waren sie allesamt in ihrem Unterschlupf gefangen. Wyatt, Denahi, Alec und er. Raven war noch körperlos, die kleine Welt, in der er sich befunden hatte, war noch recht überschaubar. Nun wusste niemand wo Alec und Denahi wirklich waren, Wyatt war in einer Schießerei verwickelt gewesen und allesamt saßen sie nun in dem Schloss eines Vampirfürsten und warteten auf eine mysteriöse Belohnung in ihren pseudo-mittelalterlichen Zimmern. Seltsamere Verstrickungen gab es wohl kaum und das gefiel ihm an Seattle.
Grinsend erhob er sich aus seinem Bett und ahmte es den uralten Dracula-Filmen nach: steif wie ein Brett, mit starrem Blick, erhob er sich, drehte sich um und ging zur Tür.
Ihm war langweilig. Er war müde, doch es passierte ihm zu wenig und es war zu viel passiert, um einfach schlafen zu gehen. Er wollte sich unterhalten und überlegte sich, dass er die Vampirin vielleicht doch nicht hätte wegschicken sollen, denn Wyatt war sicher gut versorgt mit seiner Vampirin und Raven war sicher schon wieder irgendwo abgetaucht in der Matrix und scherte sich recht wenig darum wo die anderen nun festsaßen. Das war das faszinierende an E-Ghosts: sie konnten jederzeit woanders sein. Es war fast wie... Teleportation. E-Ghosts waren die mächtigen Magier der Matrix, weit ihren Hacker-Kollegen voraus und viel mächtiger als diese je sein würden. Nur das Handycap der Körperlosigkeit störte, doch anscheinend war ja auch dieses zu lösen.
An der Tür seines Zimmers angekommen blieb er kurz stehen und strich sich seinen Anzug zurecht. Es war ein Blutfleck mehr auf das weiße Hemd gekommen, doch das störte ihn nicht. Er war stolz auf seine geschichtsträchtige Kleidung, schmunzelte und öffnete die Tür, nur um zu sehen, dass eine der Vampirinnen gerade auf dem Gang herumhuschte. Einen Moment lang musterte er sie von hinten in ihrem glitzernden Kleid und fand es recht amüsant, dass hier so viel Wert auf das Aussehen gelegt wurde. Aber vielleicht forderte Kieran das von seinen „Kindern“...
Kurz bevor die Vampirin die Treppe erreichte, war Yorelias auch schon zu ihr geeilt, ohne Geräusche zu erzeugen und meinte: „Darf ich mich Euch anschließen?“
Als er dann das Gesicht sah, welches sich zu ihm umdrehte, musste er staunen, war sprachlos und anscheinend konnte man ihm das auch ansehen.
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BeitragThema: Re: Join the Club   31/1/2015, 17:10

Raven spähte nach vorn, aber es war wie ausgestorben. Vermutlich schliefen alle zur Zeit. Besser für sie, dachte sie und wollte sich gerade daran machen die Treppen hinabzusteigen. Keine Wachen, die ihr nachspähten. Niemand der sie davon abhielt sich umzuschauen. Sie sog alle Eindrücke der materiellen Welt in sich auf. Wie lange war es her, dass sie tatsächlich Farben außerhalb der Matrix gesehen hatte. Darüber bemerkte sie gar nicht, wie sich ihr leise Schritte von hinten näherten. Erst die Stimme ließ sie zusammenfahren. Im ersten Moment konnte sie sie nicht zu ordnen. Sie musste sich eben einfach noch an die Eindrücke dieser Welt gewöhnen. Als sie sich jedoch nach der Stimme umdrehte, erkannte sie Yorelias, der im Begriff war sie einzuholen. Sofort verflog das Gefühl des Ertappt-Seins und sie entspannte sich wieder und lockerte ihre Haltung und grinste ihn an. Der blonde Elf sah überrumpelt aus und schaute sie für einen Moment einfach nur an. Raven hingegen fand das Ganze sehr amüsant. Sie hatte Yorelias niemals erstaunt gesehen oder sprachlos. Immer gefasst. Immer in der selben mondänen Haltung. Was sie ob der Situation noch mehr amüsierte. Anscheinend hatte er sie nicht einmal erkannt.
„Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen, Yorelias!“, scherzte Raven fast flüsternd, darauf bedacht ihre Stimme nicht zu laut zu erheben und jemanden der Bewohner zu wecken.
„Sicher kannst du dich anschließen. Allerdings solltest du dich vielleicht kurz setzen und deinen Schock verarbeiten?“, schlug sie vor und lachte leise. Damit trat sie die ersten Stufen der breiten, geschwungenen Treppe hinab. Eine Hand folgte jedoch noch immer an der Brüstung, so als wäre Raven noch immer etwas unsicher auf den Beinen.
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BeitragThema: Re: Join the Club   31/1/2015, 18:28

"Ein Geist trifft es gut.", meinte er schmunzelnd, als er sich an den Anblick von Raven gewöhnt hatte, die er sich niemals in einem Kleid vorstellen konnte. Dafür war sie zu sehr Runner, Hacker, E-Ghost, Anführerin und viel zu wenig Frau. Nun, er schien sich geirrt zu haben. In der Nacht hätte er diesen Umstand schließlich mitbekommen haben müssen. Oder hätte ein reines Zahlenbündel etwa das gewollt, was sie im Hotelzimmer gewollt hatte?
Als E-Ghost hatte sie die Anspielung mit 'Geist' sicherlich nicht zufällig gewählt und genau darum war sie wohl auch so fröhlich. Sie konnte sich diese Anspielung nun erlauben, sie war körperlich und stand nun mit ihm vor der Treppe und konnte ihm erlauben sie zu begleiten.
Er freute sich für sie, musste ebenfalls schmunzeln und schüttelte dann den Kopf. "Ich schließe mich auch gerne einem Geist an. Übrigens muss ich ein Kompliment für das Kleid machen, denn es steht Ihnen sehr gut Miss Raven." Er ging ihr hinterher und zusammen stiegen sie die Treppe hinab. "Aber eine Frage habe ich. Sollten Sie nicht schlafen, statt durch das Schloss zu wandeln? Was hat Sie wach gehalten, Miss Raven?"
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BeitragThema: Re: Join the Club   31/1/2015, 20:21

Ravens Grinsen wurde weniger, als sich Yorelias zunehmend wieder fing und seine Sprache wiederfand. Zusammen stiegen sie also die Treppen hinab und Raven schaute sich um. Aber auch hier war niemand. Sie wurde sich nur der vielen technischen Augen bewusst, die sie durch schwarze Linsen anschauten. Er seine Frage lenkte ihre Aufmerksamkeit und ihre Augen zu ihm.
„Danke.“, meinte sie schlicht, ohne falsche Scheu, ohne Erröten oder dergleichen Affekte, obwohl sie sich etwas bestätigt fühlte, eine richtige Wahl getroffen zu haben und dass Yorelias sie zumindest nun mehr wahrnahm, als das körperlose Datenbündel, das sie eigentlich war.
„Ich schlafe nicht.“, gestand Raven. „Außerdem ist dieser Körper erst ein ein Paar Stunden wach und alles andere als müde.“ Sie schaute auf ihr Comlink, das ihr verriet, dass es erst 10 Uhr morgens war. Also knappe 8 Stunden steckte sie in dieser Hülle.
„Ich könnte gar nicht schlafen, selbst wenn ich wollte. Ich traue diesem Kieran nicht. Er ist zu glatt. Zu nett.“ Wieder wanderten ihre Augen durch die Halle, als sie den langen Flur vor sich ansteuerte, der direkt neben der Treppe in einen der Seitenflügel führte. Darin war es düsterer als in der Eingangshalle und an den Wänden hingen zahlreiche Portraits, die ihr nichts sagten. Sie wusste gar nicht genau, was sie suchte. Vermutlich irgendetwas, das ihr verriet wer der Typ war.
„Außerdem sollte ich die Frage wohl zurück geben, warum du nicht schlafen kannst nach der langen Nacht... und der netten Gesellschaft...“, den letzten Zusatz konnte sie sich einfach nicht verkneifen, ging dabei allerdings unbeirrt weiter.
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