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 Getting to know

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Deus
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BeitragThema: Getting to know   27/6/2013, 11:52

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Seattle



09.07.2072



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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Getting to know   8/7/2013, 23:48

Wieder passierte es!
Schweißgebadet wurde ich wach, mein Schlaf war unruhig. Träume hatten mir den dringend nötigen Schlaf geraubt. Und wieder schien mein Kopf nicht die schrecklichen Sachen verarbeiten zu müssen, die ich seit einem Jahr Tagein Tagaus tat, sondern wieder sah ich sie: Elisa. Meine Schwester, die ich vor 16 Jahren das letzte Mal gesehen hatte. Sie war noch ein Kleinkind und ich hatte keine Ahnung wie sie jetzt mittlerweile aussehen könnte. Und trotzdem begegnete ich ihr als erwachsene Person. Das Gefühl, dass sie es sein musste war einfach zu real. Zwar konnte ich nie ihr Gesicht erkennen und schon garnicht irgendein Merkmal, dass auf sie schließen ließ, doch in meinen Träumen war es Elisa, meine kleine Schwester.

Den gewohnten Ablauf konnte ich mittlerweile wohl auch schlafend, auch wenn ich ihn wohl nie schlafend erleben würde. Der Traum ließ mich hochschrecken. Das Regal, an welchem ich mir immer den Kopf gestoßen hatte, war mittlerweile bereits abgebaut worden. Schließlich waren diese Art Träume in letzter Zeit ziemlich häufig. Ein Anzeichen darauf, dass mein Geist verarbeiten wollte, dass sie bald 18 war? Dass die Chancen, sie zu finden, gestiegen sind? Ich konnte es nicht sagen. Das einzige, wobei ich mir sicher war, seit dem Zeitpunkt, als ich damals in die Pflegefamilien und die Heime kam, war, dass sie lebte. Elisa war da draußen und wartete nur darauf, dass ich sie fand.
Der weitere Ablauf nach den Traum-Nächten war der Weg zum Kühlschrank. Mein Körper rief nach Wasser, kaltem Wasser, um sich mit einem Schock abzukühlen. Weiter ging es dann zur Dusche. Das kühle, nicht eiskalte Wasser, spühlte den Schweiß ab, spühlte mit seinem unerlässlichen Plätschern die Gedanken fort - den Traum.
Nach dem Abtrocknen war ich dann meistens wach, genau wie in jener Nacht. Normalerweise, wenn es das Wetter zuließ, stapfte ich, nur mit dem Handtuch bekleidet, durch die kleine, dunkle Wohnung, öffnete die Tür zur Dachterasse und setzte mich auf den Stuhl, lehnte mich auf den kleinen Tisch vor mir und starrte in die Nacht von Seattle. Dort konnte ich dann den Geräuschen der Nacht lauschen, den Sirenen der Polizei, welche ich mittlerweile so gut kannte, das Gebrüll unbekannter Wesen, welche sich von den Slums bis hier hin verirrt hatten und Opfer suchten. Manchmal hörte man sogar jemanden lachen. Garnicht so leicht im 8. Stock. Garnicht so leicht in Seattle.
Es war kein Ort, den ich meiner Schwester zeigen wollen würde. Kein Ort, wo es sich zu leben lohnte, wenn man nicht für einen der Kons arbeitete, die gut zahlten und einem das Leben schön machten. Leider nichts für einen Runner, nichts für jemanden, der die Wahrheit da draußen suchte, welche einem leider nicht zugeflogen kam.
An diesem Abend entschied ich mich allerdings dafür, dass ich meine Pistolen reinigte, meine Maschienenpistolen, meine Sturmgewehre, mein Werkzeug eben. Munition wurde nachgezählt, Granaten. Es fehlten mir einige Flash-Packs sowie ein paar hundert Schuss Ex-Ex-Munition. APDS waren noch genügend da. Man traute mir wohl noch nicht zu als Runner, gegen ein paar gepanzerte Einheiten vorzugehen. Nun.. ich konnte es verstehen. Zwar konnte ich bis heute vorweisen ein ganzes Jahr überlebt zu haben, doch meine größten Erfolge waren kleine Banden ausgeräuchert zu haben. Nichts, was nicht jeder sonstige Runner genauso konnte. Darum war auch das Geld dürftig, welches ich an so vielen Ecken und Enden brauchte.
Die Hacker mussten bezahlt werden, die Ausfälle an Ausrüstung mussten nachgefüllt werden, Bestechungsgelder, um sich selber auf die Suche nach Informationen zu machen, mussten beiseite gelegt werden. Achja und Miete, Betriebskosten sowie ein voller Kühlschrank kosteten auch was.
In Luxus lebte ich wirklich nicht. Meine Wohnung hatte nicht einmal einen Aufzug. 8. Stock ohne Aufzug und das im Jahr 72! Dafür war die Miete günstig und der Ausblick über Seattle entschädigte für die knappen 30m² in denen ich Bett, Dusche, den Küchenersatz und vor allem zwei große Schreibtische unterbrachte auf denen die Arbeiten der letzten Jahre gesammelt waren. Es musste schnell Geld her, und zwar viel. Sonst würde ich nie Fortschritte machen. Ich hatte bereits überlegt, ob ich mir diese Einbauten implantieren lasse. Schneller, Stärker, mehr Geld verdienen - sozusagen. Doch mein Körper schien Implantate nicht sonderlich zu mögen. Daher war ich wohl ewig verdammt, weniger als Mittelmaß zu sein. In brenzlichen Situationen musste ich mich auf meine Reflexe verlassen, die zugegebener Maßen, nicht schlecht waren, aber an einen dieser Cyberzombies kam ich sicher nicht dran. Sie bewegten sich Schemenhaft, man sah sie kaum, wenn man zielen wollte. So etwas zu besiegen grenzte am Unmöglichen... Nun, in der nächsten Woche sollte ich von meinem Johnson angerufen werden. Ein neuer, hochbezahlter Auftrag schien auf mich zu warten. Ich nahm in letzter Zeit nur noch die wirklich gefährlichen Aufträge an. Meistens Wet-Work. Keine Fragen, keine Spuren, keine Komplikationen. Einer musste es ja tun. Und es sprang einfach mehr Geld raus. Doch selbst Mr. Johnson hatte mir schon geraten, es etwas langsamer anzugehen. Er war zwar nicht wirklich ein Freund seiner Arbeitnehmer, aber auch er sah, dass es alles andere als gut tat. Und unkonzentrierte Mitarbeiter konnte er nun mal nicht gebrauchen.
Doch in dieser Nacht war ich mit allen Sinnen anwesend. Es war Sommer, Juli um genau zu sein. Doch das Wetter draußen war einfach nur gräßlich. Kein Sonnenstrahl erhellte diese riesige Stadt, keine Sommergefühle kamen auf. Nicht wie damals noch in der Villa, in Tir na nÓg...
Trotzdem beschloss ich hinaus zu gehen. Die Waffen waren gereinigt, die Munition gezählt, die Bestandsliste erneuert. Sogar der Abwasch war erledigt.
Draußen war es kalt. Viel zu kalt für die Jahreszeit. Mein Körper fror. Das Handtuch war eindeutig zu wenig Bekleidung, doch die frische Luft tat mir gut. Mein Körper wurde ruhiger, das Beben meiner Muskeln ließ nach, das Zittern in den Händen. Ich schaute an meinem blassen Körper hinab. Er war makellos, so würde es zumindest die Werbebranche titulieren, schlank aber athletisch. Meine Hände waren geschmeidig und meine Finger lang. Ich hätte Musiker werden sollen. Meine dunkelblauen Augen, welche im wenigen Licht der Nacht, gespendet durch Laternen und die Beleuchtung anderer Wohnung, aussahen wie schwarze Perlen, schlossen sich. Mein tiefschwarzes, leicht gewelltes Haar glitt über die muskulösen Schultern. Meine Lippen bebten. Ob aufgrund von Trauer, Freude oder dem Verlangen in die Welt zu schreien, wusste ich nicht genau. Plötzlich kamen einige Silben über meine Lippen. "Für Elisa", die ersten paar Wörter, der ersten Strophe. Sofort zuckte ich zusammen, fühlte mich unwohl, eine heiße Träne rann mir über das Gesicht und hinterließ einen salzigen Film auf meinen Lippen. Ich wollte wieder hinein gehen, doch irgendetwas hielt mich davon ab. Ich wusste nicht warum, ich wusste nicht einmal, ob es irgendeinen plausiblen Grund dafür gab, doch er sollte mein Leben verändern... Das war mir zu diesem Zeitpunkt nur noch nicht bewusst.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   9/7/2013, 12:22

Ein ereignisloser Tag war es gewesen. Sie hatte sich in ihrem provisorischen Bett zusammengerollt und war eingeschlummert. Zwar hatten hin und wieder die Geräusche des Tages ihren traumlosen Schlaf durchdrungen, aber diese wirkten nun nahezu beruhigend, wenn sie durch das alte Gemäuer des heruntergekommenen Hauses hallten, dass kaum mehr war als eine Ruine. Das war der richtige Ort um den folgenden Winter zu verbringen: es hatte ein Dach und auch wenn es durch die eingeschlagenen und wieder verbretterten Fenster zog, war es zumindest trocken. So ging ein weiterer Tag zu Ende.
Genüsslich streckte sie sich; vom Hals bis zur Schweifspitze, bevor sie nach einer gründlichen Katzenwäsche das Haus verließ durch die nicht mehr vorhandene Tür. Als Mensch hatte sie die vergammelten Möbelstücke davon geschoben, sodass darüber nur noch ein Spalt geblieben war, durch den sie gerade einmal hindurchpasse, aber das Möbelstück hatte seinen Dienst getan und neugierige Besucher bisher fern gehalten. Sie zwängte sich also durch die Öffnung und spürte Grund unter ihren Pfoten, der einmal Asphalt gewesen war. Aber das war nun ein Weilchen her.
Sorglos streifte der Puma die Straße entlang. Schaute sich um und huschte im Licht einer flackernden Laterne in den nächsten Schatten. Hier unten gab es fast nur Schatten von den höheren Bauten der wohlhabenderen Bevölkerung. Ja, da wollte sie hin. Sie war noch nie ganz weit oben gewesen. Zugern hätte sie gewusste wie es dort war: mit ausgebauten Straßen und Licht, den Parks und Grünanlagen. Und die Space Needle. Schon immer wollte sie dieses ominöse Gebilde mit eigenen Augen sehen. Früher glaubten die Menschen, dass es ein Wahrzeichen der besseren Zeiten war, der Zukunft. Aber niemand hätte sie träumen lassen wie die Zukunft aussehen könnte und dahin war der Traum von der heilen, modernen Welt.
Sie hielt sich im Schatten der Ruinen – als Häuser konnte man das hier kaum bezeichnen. Hier und das erhellten gedämpfte Laternen die einstigen Straßen. Von irgendwo hörte sie das Kreisen eines Ghuls, der sich über seine Beute hermachte. Lästige, kleine Viecher. Doch solange sie sie ihn Ruhe ließen, solange würde sie es auch mit ihnen tun.
Ziellos schweifte sie eine Weile umher, bis es heller um sie wurde und die Straßen auch Straßen wurden. Während sich der Puma so im Schatten Gebäude gehalten hatte, waren sie um ihn gewachsen und nun auch in besserem Zustand. Die Barrens waren ein gefundenes Fressen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es war schon erstaunlich, dass ihr an diesem Tag niemand in die Quere kam. Aber hier war es anders. Hier würde man anders auf einen streunenden Puma reagieren. In den Slums war jeder für sich und das Gesetz war das Überleben, aber hier machten die Bewohner Jagdt. Nicht alle, aber genügend, als dass sie gefährlich werden konnten.
Es war ein Spiel für sich: einen Schatten ausmachen, lauschen nach Geräuschen und mit einem Satz dort sein und eins werden mit der Dunkelheit oder sich durch die Hintergassen zu schleichen, welche sie verschluckten. Es dauerte auch nicht lang, bis sie eine Bar gefunden hatte. Sie legte sich auf die Lauer und wartete, wartete bis sich die ständig ändernden Besucher verzogen hatten, stahl sich in die Hintergasse, welche um das Gebäude führte und somit zum Hintereingang. Dort bemerkte sie kaum jemanden, wenn sie sich in Richtung der provisorischen Küche schlich, wie sie es oft tat. Verschwand hinter einem Tisch oder in einer Kammer und plünderte die Vorräte, so wie sie es auch tat, bis man sie unter Schüssen und lautem Gebrüll davon jagte. Das war dann ein erfolgreicher Tag mit Futter im Magen und mit dem Leben davon gekommen.
Die Nacht war noch jung, als der Puma floh. Und noch war die Katze nicht bereit nach Hause zurück zu kehren. Sie suchte sich eines dieser hohen Häuser, welche in besserem Zustand zu sein schienen, dort gab es Feuerschutzleitern und äußerlich befestigte Etagen, auf die man sich im Notfall flüchten konnte und auch das Dach erreichen konnte, was sie auch tat. Oben angelangt, sah die Welt ganz anders aus. Das Chaos, der Dreck und Abfall lag zu ihren Füßen. Die Geräusche der Sirenen hallten von fern durch die Luft und es stank nicht mehr so. Sie genoss eine Weile den Ausblick, bis sie sich daran machte die Gebäude um sie herum zu erklimmen.
Ein Paar Schritte zurückweichen, Anlauf nehmen und sie kräftig abstoßen. Sie spürte regelrecht wie sich die Sehnen über ihre Knochen spannten, wie die Muskeln arbeiteten und sich wieder entspannten, spürte den Lufthauch der Bewegung, bevor der Grund wieder näher kam und sie darauf aufkam und sich abrollte. Es war fast wie fliegen. Jedenfalls glaubte sie, dass sich Fliegen so anfühlen musste. Die Abgründe unter ihr machten keine Angst. Sie waren einfach da, so wie sie selbst einfach da war. Und würde sie sich verschätzen, so war das ein eigener Fehler, der ebenfalls da war, der konkret wurde. Das Gute war allerdings, dass die Bebauung in diesen Gebieten recht dicht war und ihr Sprungweite ausreichte um das nächste rettende Dach zu erreichen. So stieg sie höher und höher. Das Gefühl der Anspannung bereitete sich in ihren Muskeln aus. Sie mochte es, mochte dieses bleierne Gefühl in ihren Gliedern, denn es bewies, dass sie am Leben war. Etwas gemächlicher setzte sie ihren Weg fort, verweilte länger auf einem der Dächer und beobachtete. Zu dieser Uhrzeit waren kaum noch Menschen auf den Straßen, höchstens in Nähe der Bars. Aber normale Menschen trauten sich selbst hier nicht auf die Straßen. Doch durch die erleuchteten Glasfenster konnte man von hier oben in ihre Wohnungen schauen, welche nicht viel größer waren als Schachteln. Die Wohnung ihrer Eltern hatte damals auch so ausgesehen: ärmlich, sauber und mit ausreichendem Komfort, als dass man darin gut leben konnte, sogar mit einem Kind.
Und während sie so da saß und beobachtete, erreichte etwas anderes sie. Ein Geräusch, welches sie nicht ganz zuordnen konnte. Also folgte sie ihm, tapste quer über das Dach zur anderen Seite. Sie wusste nicht genau weshalb, aber sie empfand dieses Geräusch als angenehm, sogar als schön. Vermutlich, weil sie es in ihrem Alltag so selten hörte. Was sie sah, verstand sie nicht ganz, entschloss sich aber dazu es zu ergründen.
Keine zwei Meter unter ihr stand ein Mann auf einem Balkon, der gerade einmal groß genug war, damit man dort sitzen konnte. Sie neigte den Kopf leicht zur Seite und betrachtete ihn. Eine sonderbare Konstruktion trug er hier draußen, für Menschen musste es doch kalt sein, wenn sie kein Fell hatten. Aber er schien kein Mensch zu sein, sondern etwas anderes. Jedenfalls sah er nicht aus, wie die Menschen, welche sie kannte. Erstaunt stelle sie fest, dass er sang. Er war es also, der diese Töne machte. Singen. Das hatte ihre Mutter damals auch getan, wenn sie nicht einschlafen konnte. Der Puma setzte sich nieder, seine Augen huschten mehrmals über das Bild und erkannte auch Schusswaffen hinter ihm auf einem Tisch. Keine gute Kombination. Dennoch wusste sie instinktiv, dass im Augenblick keine Gefahr von ihm ausging. Noch nicht, solange diese Waffen nicht im Einsatz waren. Er hatte sie nicht einmal gesehen. Jedenfalls vermutete sie das, da er so fern der Realität schien in seinen Gedanken und seiner Trauer. Was er wohl als nächstes tun würde?
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Getting to know   10/7/2013, 05:37

Da sich an diesem Abend vieles ändern sollte, mein gewohnter, lange durchdachter Plan, über den Haufen geworfen wurde und einfach alles aus den Fugen geriet, muss ich an dieser Stelle etwas ändern:
Diese Situationen sind sicherlich bekannt. Jeder Mensch hat sie irgendwie in irgendeiner Art und Weise bereits erlebt. Ein Ereignis an einem bedeutungslosen Tag, so wie es hunderte und tausende gab. Ein Ereignis, welches eigentlich genauso nichts sagend ist, doch im Nachhinein betrachtet, Auswirkungen hatte, die weitreichender nicht sein konnten.
Hätte ich an diesem Abend keinen Traum gehabt, hätte ich.. Oh ja, genau. Das Hätte-Wäre-Spiel. Auch dies kennt wohl jeder. Doch niemand hat dieses Spiel je besiegt. Es ist immer der Sieger. Wir tragen die Konsequenzen für unser Handeln, unser Denken und die Kleinigkeiten, die wir an manchen Tagen eben anders machen. Jeder kennt solche Situationen und blickt auf sie zurück. Ich denke an jenen Abend zurück, wo sich alles änderte. Und ich das nicht einmal wusste zu dem Zeitpunkt.
Aus diesem Grund habe ich mich entschieden alles was gesagt wird und wurde so zu verfassen, dass ich nur noch als Zuschauer da bin. Ein Zuschauer meiner selbst, denn vielleicht hilft es mir ja Schlüsse zu ziehen, Entscheidungen nüchterner zu betrachten. Hätte ich damals doch einfach nur nich...

Der Elf namens Alec Knight ging die paar Schritte in Richtung der Eingangstür zu seiner Wohnung. Jene Worte, welche er noch Herzschläge zuvor von sich gegeben hatte, waren nun so viele, lange und dunkle Jahre in ihm verschlossen gewesen, dass er von dieser Gefühlsregung verwirrt war. Er wusste nicht, was er davon halten sollte. War es ein Hilfeschrei seiner Seele gewesen? Sollte er sich das alles etwa nicht antun? Oder sollte es ein Ansporn sein, um Elisa endlich zu finden?
Das Einzige was an Gefühlen jedoch dann zurück blieb, als er in der Bewegung inne hielt, welche eigentlich die Tür öffnen sollte, war Kälte. Kälte von der kühlen Luft, Kälte, die aus ihm heraus kam. Doch dann war da etwas anderes. Es waren verschiedene Dinge, Gefühle, Sinneswahrnehmungen, Einbildungen?
Die Temperatur stieg unmerklich, vielleicht gerade so viel, dass es das Thermometer in den hintersten Kommastellen anzeigen würde. Doch es vertrieb die Kälte. Dann war da dieser Geruch. Nichts spezielles, einfach ein etwas anderer, als er gewohnt war, hier, im 8. Stock. Um diese Uhrzeit. Doch die Kälte wich mit ihm.
Ein Schatten über den Dächern war ihm aufgefallen. Nicht mehr als ein schwarzer Fleck in der Dunkelheit. Ein Vogel, eine Fledermaus, sonst irgendein Wesen der Nacht, wer wusste das schon. Doch auch dies trug dazu bei, dass er stehen blieb.
Und dann war da noch dieses Gefühl. Das Gefühl von vor einigen Sekunden noch. Die Träne war noch nicht ganz auf den Lippen angekommen und trotzdem hatte Alec bereits gespürt, dass die paar Silben, welche er von sich gegeben hatte, ihm eine ungemeine Erleichterung gebracht hatten. Die paar Worte aus "Für Elisa". Und dies war wohl der Hauptgrund dafür, dass er sich dazu entschloss, den Griff der Tür loszulassen, sich umzudrehen, tief Luft zu holen und eine banale Strophe eines Kinderliedes zu singen, welches ihm gerade in den Sinn kam.
16 Jahre lang hatte er nicht gesungen und trotzdem versagten seine Stimmbänder nicht. Die klare Stimme war damals, neben den Fingern für die Musikinstrumente, gut ausgebildet worden. 16 Jahre hatte er unterdrückt, was er damals durch die Musik hatte: Seine Gefühle. Besonders in den letzten Jahren. Nie hatte er eine Träne vergossen, nie eine Gefühlsregung gezeigt oder gar gespürt, wenn es um andere oder ihn ging. Selbst wenn es um seine Eltern oder Elisa ging, so waren die einzigen Regungen jene Träume. Bis zu jenem Tag. Denn plötzlich fing er an zu kichern, fast kindlich, als habe er das Lachen verlernt, da es mehr einem Schluchtzen glich, welches sich im gleichen Zuge jedoch auch dazu gesellte, genau wie die Tränen, welche nun immer häufiger wurden. Doch auch das Lachen wurde stärker. Und die Lieder, die er sang, als sich Lachen und Schluchtzen eine Pause gönnten. melodische Lieder, alte Lieder, welche heute wohl keiner mehr hörte. Lieder, die an weit entfernte Orte führten. Weit weg von der Zivilisation die man heute kannte. Ein anderer Ort, eine andere Zeit.

Wie lange er wirklich auf der Dachterasse stand, konnte er garnicht mehr sagen. Es begann bereits zu dämmern. Mittlerweile hatte Alec sich an den Tisch gesetzt. Erst jetzt fiel ihm wieder bewusst auf, dass er immer noch nicht mehr als ein Handtuch trug. Schmunzelnd blickte er zum Horizont, an dem sich ein feiner Streifen Licht abzeichnete. Noch viel zu wenig um wirklich Licht zu spenden, aber genug, um ihn sehen zu können. Ein neuer Tag war geboren. Ein neuer Elf ware geboren an diesem Tag. Doch das lag nicht allein an der Selbsterfahrung jenes Morgens und jener Nacht. Es sollte sich noch eine weitere Erfahrung dazu gesellen. Eine Erfahrung war vielleicht das falsche Wort dafür, wenn es doch lebte, vier Pfoten besaß und bei der ersten Begegnung leichte Panik auszulösen vermochte...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   10/7/2013, 17:31

Sie sah einfach nur da und betrachtete den Mann nur wenige Meter unter ihr. Sicher war sie sich nicht, dass er sie nicht gesehen hatte, aber er machte keine Anstalten sich ihr gegenüber unfreundlich oder gar gefährlich zu verhalten. Falls er sie bemerkt haben sollte, so schien sie ihm völlig gleichgültig zu sein. Recht so.
Die klugen, grünen Augen folgten ihm, musterten seine kaum bedeckten Körper und huschte wieder zu seinem Gesicht. Seine Augen konnte sie nicht erkenne, nicht einmal die Farbe, allerdings erkannte sie die feuchte Spur und fragte sich ingeheim was ihm zugestoßen war, dass er so traurig war. Und während sie ein Minenspiel betrachtete, bemerkte sie gar nicht wie die Zeit verstrich. Da war keine Langeweile, gar nichts. Die Geräsuche der Nacht wurden zur Nebensache. Hin und wieder zuckte eines der Ohren, wenn von fern neue Geräusche sich zu dem beständigen Geräuschpegel gesellten.
Irgendwann war sie ganz nahe an den Rand des Daches heran geschlichten. Ihre Pfoten machten keinerlei Geräusche auf dem Grund und sie verlor jede Vorsicht, wollte sie ihn doch genauer erkennen, seine Stimme deutlicher hören, die Wörte verstehn, die seine Stimme so melodisch von sich gab. Dumm war es und gefährlich, aber wer keine Angst kennt, läuft blind ins Verderben, so viel wusste sie. Doch nach wie vor spürte sie keinerlei Gefahr von ihm ausgehen.
Zugleich konnte sie aber nicht genau sagen, was genau es war, dass sie anzog. Vermutlich seine Gefühle, die sich so deutlich auf seiner Fassade widerspiegelten. Das musste es sein. Angst kannte sie. Verlust auch. Hatte es in den Gesichtern der Menschen auf der Staße gesehen, aber er schien anders. Seine Trauer, oder zumindest sein minenspiel, war viel subtiler. Es forderte sie regelrecht auf es zu ergründen. Nur wie sie es anstellen sollte, das wusste sie noch nicht.
Bei ihren Betrachtungen bemerkte sie nicht, wie der Himmel heller wurde und sich die ersten Farben darin abzeichneten. Bald war er dahin der schützende Schatten. Die samtene Nacht. Sie musste sich regelrecht losreißen aus ihrer Betrachtung um wieder zu einem weiteren Sprung anzusetzen, welcher sie direkt auf das Dach der Wohnung beförderte. Ein dumpfel Poltern erklang, als ihre Pranken auf das Blech trafen. Doch sie hielt nicht inne. Ihre Beine trugen sie stetig weiter, über das Dach und weiter zum nächsten Gebäude, wo sie sich aus sicherer Entfernung noch einmal nach dem Mann umschaute, obgleich sie wusste, dass sie weiter sollte. Weiter zu ihrem Versteck. Dennoch ließ diese unerklärliche Neugierde sie kurz verweilen. Ihr eigenes Herz klopfte etwas schneller: nicht aufgrund von Anstrengung, sondern aus der Aufregung heraus entdeckt worden zu sein.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Getting to know   11/7/2013, 00:15

Nachdem der Streifen am Horizont langsam begann sich zu weiten und die Geräusche der Nacht den Geräuschen des anbrechenden Tages wichen, beschloss Alec, wieder in seine Wohnung zu gehen. Die Nacht hatte ihm gut getan, seine Motivation war gestiegen. Er war voller Tatendrang und musste sich eingestehen, dass er in diesem Moment sogar ein Lächeln auf seinen Lippen spürte. Ungewohnte Muskeln wurdenim Gesicht bemerkbar.
Während er sich jedoch gerade auf diese doch recht ungewohnten Erfahrungen konzentrierte, hörte er in seiner nahen Umgebung plötzlich das Geräusch von Blech, auf dem etwas anderes landete als ein Blumentopf, welcher auf einen ungebetenen Gast geworfen wurde. Es war kein wirklich typisches Geräusch, dafür war es viel zu laut und zu klar. Und da ihn die Neugierde packte, machte er einen kurzen Satz zum Rand seiner Dachterasse, blickte in die Richtung, in der er das Geräusch vermutete. Was er dann sah, ließ ihn einen Moment lang erstarren. War es nur eine Halluzination? Oder ein Hirngespinst seiner seltsamen Laune heute?
Der schwarze Schatten, welcher von Dach zu Dach zu springen schien, war unglaublich schnell. Er konnte kaum folgen. Er war zu langsam oder der Schatten einfach zu schnell. Doch wenn ihn nicht alles täuschte, sah er die Umrisse einer.. großen Katze? Einem Wildtier, welches sicher nicht in die städtische Umgebung passte. Doch was wunderte er sich schon noch über dergleichen, wenn er, seitdem er in Seattle lebte, bereits so viel seltsames gesehen hatte? Menschen, die nicht mehr wie Menschen aussahen, Kreaturen, die man als Haustier hielt, welche ihren Halter mit Leichtigkeit zerfleischt hätten, wenn sie nicht durch irgendwelche Chip-Einbauten unter Kontrolle gehalten wurden, Ghule, die durch die Straßen schlichen, mutierte Tiere, zwanzigfach so groß wie ihre normalen 'Vorfahren' und hundert Mal so hungrig... Eine Wildkatze, die über die Dächer seines Viertels huschte, sollte ihn doch eigentlich nicht schockieren können, oder?
Doch er hatte Wildkatzen bereits gesehen. Damals. Im Zoo. Ihre Bewegungen, ihr Auftreten. Doch nie hatte sich eine umgedreht und mit wilden Augen nach seinem Blick gesucht. Oder bildete er sich auch das nur ein?
Zumindest hatte er gesehen, wie das schwarze Wesen stehen blieb und zumindest in seine Richtung blickte. Hatte er es verschreckt? Seit wann war es hier in der Gegend?
Die Anmut dieses Tieres ließ ihn jedoch erschaudern. Ob vor Respekt oder der schlichten Schönheit, konnte er nicht sagen, doch ihm kam plötzlich dieser seltsame Gedanke daran, wie es sich wohl anfühlte, das Fell dieses Wesens zu spüren. Unvergleichbar musste das Gefühl sein. Kein Hund, keine Katze konnte mit der Erhabenheit dieses Wesens mithalten, es zu berühren war eine Ehre.
Als Kind hatte er sich oft gewünscht neben seinem Hund noch ein anderes Haustier zu haben... Verträumt blickte er noch eine Zeit lang zu der Stelle an der das geheimnisvolle Wesen schon längst nicht mehr war und hoffte insgeheim, dass er es vielleicht noch einmal sehen würde...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Getting to know   12/7/2013, 00:18

Sie spürte wie sich sein Blick auf sie richtete, auch wenn der Mann bereits zu weit entfernt war, als dass sie seine Augen hätte erkennen können, wusste sie, dass er sie betrachtete. Aber noch immer schien er nichts unternehmen zu wollen. Dazu wollte sie ihm aber auch keine Gelegenheit geben und nahm ihr gewohntes Tempo wieder auf, mit dem sie über die Dächer hinwegsetzte so schnell ihre Beine sie trugen. Bevor die Schatten kürzer wurden, hatte sie einen Abstieg gefunden und war wieder in den Schatten der Slums verschwunden. Zum Glück schwanden die Schatten hier nie wirklich. So schaffte sie es doch noch unbemerkt in ihr Versteck und versank in tiefen Schlaf, kaum dass sie sich mit gefülltem Magen unter den alten Decken vergrub. Der Schlaf war tief und traumlos. Dafür war sie aber wieder einmal dankbar, denn die Katze träume weniger als der Mensch und wenn sie träumte, dann träume sie anders: viel existenzieller.
Aber der Schlaf hielt nicht so lange an, wie sie ihn gern genossen hätte. Viel zu früh – wahrscheinlich war es gerade einmal Nachmittag wurde sie von lautem Scheppern geweckt. Es dauerte eine Sekunde, bis sie realisierte, dass drei Ghule gegen ihre selbst errichtete Barrikade anrannten. Etwas demotiviert machte sich der Puma daran mit etwas Show; lauten Gebrülle und Gefauche, ein Paar gezielten Hieben daran, das kleine Grüppchen zu verscheuchen. Doch kaum dass diese kleine Abwechslung vertrieben war, kamen ihr Fragen in den Kopf.
Wer wohl diese Fremde war? Warum er so traurig war? Warum er nicht auf sie geschossen hatte? Und selbst als sie versuchte auch die Fragen, den Ghulen gleich, zu verscheuchten, wollte dies nicht so recht gelingen. Es hatte ja keinen Sinn.
Zurück im Haus beschloss Denahi den Tag heute etwas anders zu verbringen. Sie verwandelte sich wieder in einen Menschen. Gleich froh sie in dem klammen Gemäuer, als sich die feuchte Luft auf ihre nackte Haut legte. Schnell stapfte sie durch das ihr provisorisches Schlafzimmer zu ihrem Rucksack, welcher das Einzige war, das sie wirklich besaß und kramte eine schwarze Hose, ein Shirt und Stiefel heraus, welche sie sich zusammen geklaut hatte. Es war so ziemlich das Beste, was sie an Kleidung besaß. Ein Blick in den zerbrochenen Spiegel, ein Paar versuchte Handgriffe um ihr langes Haar zu bändigen, welches ihr mittlerweile bis zu den Hüften reichte. Es war so tief braun, dass es im Schatten sogar schwarz wirkte. Leicht schräg gestellte, wache grüne Augen blickten ihr entgegen, aus einem etwas kantigen Gesicht von bronzefarbener Färbung und sie befand, dass der Anblick der Frau im Spiegel befremdlich war. Aber für die anderen womöglich nicht. Ohne sich länger aufzuhalten, stapfte sie los und legte dabei annähernd den selben Weg zurück, den sie gestern als Puma gelaufen war. Auch als Mensch hielt sie sich in den Schatten und achtete auf jedes noch so leise Geräusche, denn als Mensch war sie angreifbarer und darum hasste sie es auch, doch das Ganze als Puma zu tun, wäre noch hirnrissiger. So schlich sie sich zunächst aus dem Gebiet der Slums hinauf und verfiel in ein verträumtes Schlendern, als die Wohngebiete der Unterschicht erreichte. Sie passierte ein Paar schäbige Ladenfronten, in welchen dennoch recht annehmbare Kleidung und anderer Kram ausgestellt war. Kam an einem Supermarkt vorbei, welcher ebenfalls eher so wirkte, als sei er für die Unterschicht erschwinglich, und beschloss dann, dort zu verweilen. Sie setzte sich unweit an den Straßenrand und betrachtete das rege Treiben. Fahrzeuge hielten und fuhren unter stinkendem Lärm wieder weiter, allerlei Wesen betraten und verließen das Gebäude. Eine Stunde bleib sie sitzen, eine zweite, eine dritte. Wartete geduldig. Wartete, bis die richtige Person auftauchte: Jemand der unachtsam war, der einen Credstick verwendete, welchen er nur unsicher verstaut hatte, sodass er aus der Hosentasche herausschaute.
Nahezu ebenso leise wie die Raubkatze sprang Denahi auf und hastete dem Mann hinterher. Sie überholte ihn unbemerkt und drehte Meter vor ihm um, um dann scheinbar in Eile auf ihn zu zu hasten. Mit Einkaufstüten beladen, war er einfach zu langsam um auszuweichen, sodass er mit der Frau zusammen stieß. Sie glitt dabei mit Mittel- und Zeigefinger in seiner Tasche und zog unbemerkt den Stick heraus, während sie ein panische „Entschuldigung!“, brabbelte und wieder weiter rannte. Insgeheime freute sie sich wie eine Katze, die gerade eine Taube erlegt hatte und ließ ihrerseits den Credstick in ihrer Hosentasche verschwinden, jedoch deutlich besser verborgen, als der Mann es getan hatte. Das würde mehr Geld, womöglich eine warme Mahlzeit oder etwas Kleidung bedeuten. Leise in sich hinein grinsend schlenderte sie weiter, ohne sich umzuschauen, wer auf sie zu kam. Zu spät schoben sich Füße, Beine und dann ein Gesicht in ihr Blickfeld, da sie den Kopf gesenkt gehalten hatten, sodass ihr Haar zumindest zum Teil ihr Gesicht bedeckt hielt. Erschreckt zuckte sie zurück und blinzelte erst einmal. Ihre Hand wanderte über ihre Hosentasche um zu checken, ob der Inhalt noch an Ort und Stelle war. Wieder murmelte sie „Entschuldigung“ mit leichten Akzent, der ihre Abstammung verriet und eigentlich kaum noch hörbar war. Dieses Mal war ihre Entschuldigung sogar ernst gemeint, als sie aufschaute.
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BeitragThema: Re: Getting to know   13/7/2013, 16:34


Seattle - 10.07.2072


Nachdem Alec schließlich doch zurück in seine Wohnung gegangen war, hingen seine Gedanken noch lange dem Puma nach, den er gesehen hatte. Und der ihn gesehen hatte... Dieses schöne Fell. Die majestätische Aura. Doch er lenkte sich mit dem Alltäglichen etwas ab, denn es stand Einiges auf dem Tagesplan. Die Bestandsliste für seine Waffen musste bestellt werden und das war leider nur persönlich möglich, da sein Johnson einer der Über-über-über-Vorsichtigen war. Kein Comlink, keine Orte, an denen es zu viele Kameras gab, am besten Orte an denen es gar nichts gab! Wüste, Barrens oder was Alec grinsend dazu einfiel, waren die Polarkappen. Zwischen Polarbären, die er wahrscheinlich töten lassen würde, weil es Polareisbär-Spione waren... Paranoide Typen lebten eben doch länger in diesen Tagen. Des Weiteren wollte er noch einkaufen und sein Auto überprüfen lassen, da es letztens erst in eine Schießerei verwickelt war und die Gefahr war einfach zu groß, dass es irgendetwas abbekommen hatte, dass ihn beispielsweise bei der Flucht behindern könnte. Ein Auto, dass plötzlich stehen blieb, würde die Gangs sicherlich so sehr zum Lachen bringen, dass er trotzdem fliehen konnte, aber diesen Witz wollte er nicht ausprobieren. Nicht unbedingt...
Während er seinen Plan durch ging, zog er sich um. Nur ein Handtuch war für die Straße doch etwas zu wenig. Und auffällig! Also entschied er sich für eine etwas abgetragene Jeans, bequeme, lederne Halbschuhe, ein zu oft getragenes, wenn auch recht modisches Hemd und die Lederjacke mit den Gel-Polstern. Ganz ohne Panzerung traute er sich doch nicht aus dem Haus...
Ebenso packte er seine Morrissey Élan ein. Eine kleine Hold-Out-Pistole war immer hilfreich, wenn man verborgene Waffen dabei haben wollte, um sich zumindest ein wenig verteidigen zu können.
Und dann schon machte er sich auf den Weg, sprang die 8 Stockwerke hinunter und war auf der Straße der Unterschicht zu finden, wo er sich in die Menschenmenge eingliederte wie es tausende Andere taten. Sah man ihn, würde man ihn niemals für das halten, was er war. Das war wohl ein Vorteil, nicht vercybert zu sein, ein ganz normaler Elf zu sein... Und darum lächelte man ihn auch freundlich an, als er im Bekleidungsgeschäft zwei neue Hemden kaufte. Nur heute war der Tag anders. Er lächelte sogar zurück und musste dabei mit ansehen, wie die Verkäuferin fast rot anlief dabei. Irgendwie beflügelte ihn das heute noch mehr. Es war so ein wunderbarer Tag. Ihn störte nicht einmal der ganz normale Gestank in dieser Gegend, nicht einmal, dass es kurz anfing zu regnen, denn daraufhin kam die angenehme Sonne und sorgte für frühlingshafte Temperaturen. mitten im Sommer.
Schließlich kam er zu einem Taxi und gab dem Fahrer eine Adresse, bei der er, wie immer, mit gehobenen Augenbrauen angeblickt wurde und weitere hundert Nuyen in die Fahrerkabine reichen musste. Ein teurer Spaß, um seinen Schieber zu erreichen, besonders damit dieser noch mehr Geld von einem bekam! Aber mittlerweile hatte sich Alec einen guten Rabatt ausgehandelt. Ein Jahr gute Arbeit machte sich eben doch bezahlt.
Dort angekommen, stieg er aus dem Taxi, bedeutete dem Fahrer noch kurz zu warten und trat an einen Ork heran, der sich gerade genüsslich unter einer einsam dastehenden Laterne eine Zigarre anzündete und mit abwesendem Blick, sowie militärischer Kampfjacke, nicht gerade wie einer der umgänglichen Typen wirkte. Doch als er Alec bemerkte, legte er seinen Kopf etwas schief und rief ihm entgegen:
„Oh, ehrenhafter Besuch seiner Lordschaft Alec Knight.“ Er deutete eine Verbeugung an und grinste. Der Ork war gebildeter und weniger ungehobelt als die meisten seiner Art, hatte Humor und man konnte ihm weitestgehend vertrauen. Eigenschaften, welche wenig zu finden waren, besonders vereint. In einer Person. In einem Ork!
Zum Gruß hob Alec nur die Hand, in der sich auch der Zettel befand, auf dem seine Bestellung zu finden war. Nichts elektronisches, nichts, was man weiterverfolgen konnte. Er sollte sich vielleicht doch Brieftauben züchten, dann würde er sich diese andauernden Taxifahrten ersparen...
„Alles klar, Jack?“, fragte der Elb und jeder wusste, dass es darauf keine Antwort geben würde. Es war nur das förmliche Getue, welches man eben so sagte, um dem anderen den nötigen Respekt zu zollen. Und sie beide wussten das. Und genau darum verstanden sie sich so gut. Jack war einer der Schieber des Johnsons, für den Alec arbeitete. Und schon öfters hatten sie zusammen gut gehandelt, sodass für sie beide etwas mehr heraussprang, als eigentlich vereinbart war. Ja, das Verhältnis zu Jack war gut. Und geschäftlich.
„Hab eine neue Bestellung. Nächste Woche hat Johnson irgendwas größeres für mich, bis dahin würde ich das Ganze brauchen. Aber das wirst du ja wohl hinbekommen, oder?“ Grinsend zuckte der Ork nur mit den Schultern.
„Nun verschwinde, das ist kein Ort für ein zartes Elflein!“  Alec schüttelte ebenfalls grinsend den Kopf, blickte kurz zum Ork, während er wieder zum Auto zurückkehrte und antwortete:
„Auch nicht für einen immer fetter werdenden Ork. Der Wohlstand tut dir nicht gut!“
Den empörten Blick des Orks hatte er bereits nicht mehr mitbekommen, denn er saß bereits wieder im Taxi und ließ sich nach Hause fahren, wo er mit seinem eigenen Wagen weiterfahren wollte. Er musste schließlich zur Überprüfung. Als er jedoch auf dem Rückweg einen kleinen Supermarkt bemerkte, entschied er sich, seine Reise bereits hier zu unterbrechen. Er hatte noch nichts gefrühstückt und sein Magen meldete bereits durch ein Knurren, dass die Nahrungsaufnahme kurz bevorstehen sollte!
Zwanzig Nuyen ärmer, stieg er aus dem Taxi und betrachtete einen Moment lang das geschäftige Treiben vor dem Supermarkt. Alles Unterschichtler. Menschen, die sich, genau wie er, von Soja und Ratten ernährten. Es gab eine Zeit, wo es für ihn anders war... Doch man gewöhnte sich daran, denn schließlich füllte es den Magen und ab und zu konnte man sich ja auch etwas Richtiges leisten.
Gerade als er hineingehen wollte, fielen ihm aus den Augenwinkeln zwei Personen auf. Anzüge, Krawatten, asiatische Abstammung, wahrscheinlich japanischer. Und in ihren Händen hielten sie etwas gebogene Gehstöcke. In etwa so groß, dass man ein Katana darin verbergen konnte. In diesem Moment sank seine Laune ganz gewaltig. Er spürte, wie sein Puls beschleunigte, wie das Adrenalin anfing, sich in seinem Körper zu verteilen, wie es seinen gesamten Körper anspannte, wie sein Körper entschied, ob er flüchten oder angreifen sollte. Doch er war hier mitten auf der Straße, mitten in einem belebten Viertel. Und er hatte nicht einmal einen Auftrag. Sogar seine richtige SIN war aktiviert. Er durfte sich in diesem Moment nichts erlauben!
Doch als er dann sah, wie eine junge Frau in die beiden Männer stolperte, hielt er den Atem an, sein Magen verkrampfte sich, jeder Muskel spannte sich an: Egal wer man war, egal wo man war, egal wie unwichtig man war, rempelte man einen Yakuza an und warf sich nicht vor ihnen in den Staub, bot seinen Kopf als Entschuldigung für dieses Missgeschick an, hatte man sich automatisch auf die schwarze Liste gesetzt. Und dieses Mädchen schien nicht ganz mitbekommen zu haben mit wem sie es da zu tun hatte. Der eine Yakuza brauste auf, schubste sie von sich, sodass sie fast fiel und hätte sie wahrscheinlich in diesem Moment angefangen zu Tode zu prügeln, doch wie aus einem Reflex und mit einer Geschwindigkeit, die selbst Alec fremd war, gelang er dazwischen und fing den ersten Schlag des in der Saya steckenden Katanas ab. Die Wucht war groß und der Schlag wäre unglaublich schmerzhaft gewesen. Doch die schnellen Reflexe und Alec's Hand hatten  Schlimmeres verhindert.
„Entschuldigen Sie mein Herr. Mein... Zimmermädchen hat keine Manieren. Sie hat sich nicht gebührend entschuldigt. Bitte nehmt meine Entschuldigung stattdessen an.“, meinte Alec zu dem Yakuza, der ihn fast etwas ängstlich anblickte. Alec's Blick war schnurgerade auf die Augen des Japaners gerichtet. Der halbe Kopf Größenunterschied, das plötzliche Auftauchen von Alec und das selbstsichere Auftreten schienen den Yakuza abzuschrecken. Er gab nur einen grunzenden Laut von sich, was wohl ein japanischer Fluch sein sollte und rückte seinen Anzug zurecht. Mit einem Nicken nahm er die Entschuldigung an und entschied sich wohl dazu, vor einem anderen Supermark herum zu lungern, denn er und sein Freund waren schneller in der Menge verschwunden als die besten Taschendiebe.


Zuletzt von Alec Knight am 14/7/2013, 00:25 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Getting to know   13/7/2013, 21:28

Fast schon etwas ängstlich starrte sie in das Gesicht des Mannes vor ihr, bis sie realisierte um wen es sich da handelte. Doch da war es bereits zu spät. Seine Hände stießen sie mit solcher Wucht von sich, dass die Frau ins Taumeln geriet und strauchelte. Sie vermochte es nicht ihr Gleichgewicht zu zwei Beinen halten zu können. Auf vier Läufen war das eindeutig einfacher. Unsanft landete sie auf dem Asphalt und spürte sogleich leichten Schmerz in ihrem Schienbein, ihre Handflächen schürften sich leicht auf und Brennen breitete sich aus. Nahezu gleichzeitig stieß sie einen wütenden, fast schon fauchenden Laut aus und funkelte den Anzugträger wütend an. Ihr Muskeln versteiften sich, als wolle sie sich bereit machen zum Sprung; überhaupt kostete es sie einiges an Kraft und Konzentration sich nicht zurück zu verwandeln und seine Kehle mit ihren Fängen zu zerfetzen. Während sie sich flink aufrappelte, war er bereits bei ihr und holte mit einem langen, schlanken Gegenstand aus. Das Ding zerschnitt die Luft, als es auf sie zurast kam. Gerade so duckte sie sich weg und wich zu Seite aus, dennoch verursachte der Schlag ein dumpfes Geräusch, als er auf Fleisch traf. Aber nicht auf das ihre. So ein Arschloch! Noch wütender als zuvor spähte Denahi nach dem Unglücklichen, der dieses Teil abbekommen hatte und erkannte einen Mann. Sie wollte gerade auf den Japaner zu setzten und sich mit einem gekonnt in seinem Gesicht platzierten Schlag bedanken, als der Fremde, welcher aufrecht vor ihr stand und sowohl sie, als auch ihre Angreifer an Größe überragte, sogleich das Wort erhob. Was mischte der sich denn bitte ein! Das war gar nicht sein Problem! Aber irgendetwas an seiner Stimme kam ihr gleich bekannt vor, ließ die Wut zumindest ein Stück weit verrauchen und sie in ihrer Bewegung verharren.
Sie suchte zunächst den Blick des Japaners, den sie zumindest als solchen vermeinte. Das Gesicht des Mannes schien den selbigen Ausdruck angenommen zu haben wie ihres zuvor: Furcht. Der Fremde vor ihr schien größer und schneller als ihr Angreifer, was auch alle Beteiligten zu erkannten und das sicherlich auch der Grund war, weshalb der Japaner mit seinem Kumpanen im Schlepptau abzog. Hass flackerte in ihr auf und in ihrer Kehle baute sich ein leises, tiefes Grollen zusammen, aber ihre Instinkte sagten, dass es wohl besser so war. Nicht mehr Ärger als notwendig. Aber wenn es hart auf hart gekommen wäre, hätte sie sich das nicht gefallen lassen. Der Mann erinnerte sie sehr stark an jene Männer, mit welchen ihr Vater zusammen gearbeitet hatte und die – wenn es nach ihr ging - die Schuld trugen an seinem Tod. Am Tod des einzigen geliebten Menschen, der ihr geblieben war. Miese Drecksäcke. Irgendwann würden sie ihr Fett schon noch wegkriegen.
Denahi machte sich daran ihre Kleidung abzuklopfen, damit zumindest die wenigen brauchbaren Sachen, nicht auch noch dahin waren. Ihr loses verdeckte dabei Haar ihr Gesicht und atmete tief durch um ihre Aggression wieder abzukühlen. Aber warum war der Fremden dazwischen gegangen. Es konnte ihm doch gleich sein. Was scherte der sich um ihren Mist? Dennoch zwang sie sich ihn anzuschauen, als er sich nach ihr umdrehte.
„Danke für Ihre Hilfe.“, murmelte sie wieder etwas schüchtern und noch immer etwas wütend, ohne ihn wirklich anzusehen. Wieder war da dieser leichte Akzent zu hören, das leise vibrierende R, die hauchige Aussprache. Erst dann schaute sie den Mann an und stockte wieder. Sie tat einen Schritt zurück und ihre Augen weiteten sich mit Erstaunen: Er?
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BeitragThema: Re: Getting to know   14/7/2013, 00:46

Alec schaute den Yakuza noch ein paar Augenblicke nach, bis sie wirklich verschwunden waren und er sicher sein konnte, dass sie genug Angst hatten, um auch nicht mehr wieder zu kommen. Mit einem schnellen Blick die Straßen entlang, versuchte er sich einen Überblick zu verschaffen, ob nicht irgendwo noch mehr Yakuza aus ihren Löchern kriechen würden. Die Unterschicht war zwar nicht wirklich wichtig für diese mächtige Gangsterbande, doch war sie für junge Yakuza-Banden oder kleinere Häuser zumindest ein Absprungbrett. Und wenn sie ihre Macht demonstrieren wollten, würde der Elf nicht gern in der Nähe sein. Doch es schien so, als sei vorerst einmal alles in Ordnung. Einkaufen würde er jedoch nun woanders. Ein Ort, wo es zu einer solchen Situation kam, sollte von diesem Zeitpunkt an auch gemieden werden. Vielleicht war Alec unbewusst, doch ein wenig paranoid, denn die Supermärkte, in denen er einkaufte, wechselten ständig.
„Sie brauchen mir nicht zu danken. Hauptsache ist, dass nichts Schlimmes passiert ist“, lächelte er schließlich beruhigt und blickte das erste Mal in das Gesicht der jungen Frau. Sofort fiel auf, dass sie keine gewöhnliche Seattler-Frau war. Das wilde, schwarze Haar, das markante Gesicht, welches ihre Abstammung ebenso verriet wie ihr interessanter Akzent. Und diese grünen Augen, die ihn an etwas erinnerten... Oder an jemanden... Oder... Er wusste es nicht, musste aber anfangen zu schmunzeln, als er ihr viel zu lange in die Augen starrte, was ziemlich auffällig gewesen sein musste.
„Das... Das tut mir Leid.“ Nun lachte er bereits; „Sie haben ungewöhnlich ausdrucksstarke Augen, hat Ihnen das schon einmal jemand gesagt?“, fragte er. Und fragte sich selbst danach, ob er eigentlich wahnsinnig war. Seine gute Laune machte ihn unvorsichtig, spontan und vor allem viel zu kontaktfreudig. Alles Dinge, die ein Runner, der es noch nicht wirklich weit gebracht hatte, meiden sollte. Mit schnellen Blicken über den Körper der hübschen Schwarzhaarigen Indianerin, vergewisserte er sich, dass es keine Verletzungen gab: Keine großen, offensichtlichen. Geschundene Hände, etwas abgeschürfte Haut. Nichts ernstes. Doch bei ihr hatte er das Gefühl, dass er helfen musste. Ihr Blick, ihre großen Augen strahlten völlig widersprüchliche Dinge aus: Auf der einen Seite das starke Mädchen, auf der anderen diese Hilfsbedürftigkeit. Aber warum machte er sich so viele Gedanken darum? Er sollte weiter ziehen. Sie war gerettet, er war nicht entdeckt worden, also hatten beide gewonnen, doch wieder wollte das Schicksal etwas anderes.
„Im Supermarkt ist auch eine Apotheke.“ Mit einem kurzen Deuten in die Richtung des Marktes, wo auch der typische Äskulapstab zu sehen war. Stab und Schlange. Dort gab es Desinfektionsmittel.
„Darf ich Sie bis dahin begleiten?“, fragte er, wieder ganz spontan. Und hätte sich dies schon lange abgewöhnen sollen.
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