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 Safe Haven

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Deus
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BeitragThema: Safe Haven   18/8/2014, 02:13

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Seattle



18.07.2072



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Denahi
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BeitragThema: Re: Safe Haven   27/9/2014, 22:33

Denahi eilte auf Alec zu, der im Gegensatz zu ihr nicht so schnell verheilte. Kaum war ein Moment der Ruhe eingekehrt, da begann das Geplenkel von vorn, sodass Denahi nur die Augen verdrehte. Zumindest zeigte es ihr, dass es Alec nicht all zu schlecht gehen konnte. Aber er hatte recht und auch Raven hatte recht, so ungern Denahi das auch zugab. Sie mussten weg. Irgendwie wollte sie Alec helfen, wusste aber nicht wie und beschloss, dass es wohl eindeutig besser war, ihn seine Wunde selbst provisorisch verbinden zu lassen, bevor sie noch mehr Schaden anrichtete. Da drückte er ihr bereits etwas in die Hand. Sie zuckte die Schultern. Eigentlich hatte sie sich überlegt als Puma aus dem Gebäude zu rennen, aber sie war wohl damit schneller und würde die beiden anderen zurück lassen. Außerdem nahm ihr Alec die Entscheidung ab, als er ihr die Granate in die eine Hand drückte und die andere umfasste. Nachdem er seine Granate geworfen hatte, breitete sich Dunst auf. Weiß und schwer. Er roch zudem wirklich unangenehm und brannte in ihren Augen und ihren Lungen. Aber da war im Moment ihr geringstes Problem. Sie ließ sich von Alec mitziehen in eine Richtung. Um sie herum hagelten Schüsse. Denahi spürte, wie eine Kugel sie nur knapp verfehlte. Sehr knapp. Als der Rauch sich zu lichten begann, dachte sie, es wäre der richte Moment ihre Granate loszuwerden, die sie hinter sich warf. Alec zog sie so aus dem Rauch heraus und zwischen den Autos hindurch. Sie waren langsamer als bei den Angriffen zuvor und sie folgerte, dass es an Alecs Verletzung sein musste. Dennoch waren sie zum Glück schnell genug, als dass niemand sie treffen konnte.
Kaum dass sie also diese künstlichen Nebelschwaden hinter sich gelassen hatte, übernahm Denahi die Führung. Raven hatte gesagt in einer Seitengasse. Rechts. Also hielt sie sich rechts und zog nun Alec mit sich. Es dauerte nicht lang, bis die erste Seitengasse kam und sie einen Van dort stehen sahen. Der Van sprang an, setzte in einem Affenzahn zurück und bretterte rückwärts in ihre Richtung. Denahi wich kurz zurück, als das Ding vor ihnen abrupt zum Stehen kam. Dann schob sich die Schiebetür auf der Beifahrertür auf und Wyatts bleiches Gesicht erschien unter einem abgewetzten blauen Basecap. Die fast farblosen Augen funkelten sie aufgeregt an.
„Los, steigt ein! Schlagt keine Wurzeln!“ Denahi nickte nur kurz und zog Alec mit sich auf die Bank hinter den Vordersitzen. Wyatt wartete nicht mal, bis alle ihre Türen geschlossen hatten, sondern fuhr bereits los.
„Raven. Bei uns ist alles klar!“ Er warf einen Blick zu den beiden nach hinten und begegnete Denahis besorgtem Blick. Sie hielt sich eng an Alec gedrückt und wirkte etwas erschreckt.
„Er ist verletzt!“, meinte sie leise, woraufhin Wyatt einen verhaltenen Fluch ausstieß.
„Hinten sind ein Paar Klamotten von mir und Verbandszeug.“ Durch den Rückspiegel musterte er Alec, so weit er ihn sah. „Hältst du noch ne Weile durch, Mann?“, fragte er dennoch ruhig. Er konnte nicht abschätzen, wie schwer der Mann verwundet war. War es nur ein Streifschuss oder hatten sie doch eine Arterie getroffen? Aber im Moment überließ er sie einander und musterte seinen Nebenmann.
„Und wen hat die Katze da angeschleppt?“, scherzte er noch immer ohne die Mine zu verziehen und konzentrierte sich wieder auf die Straße. Doch gerade als er das Tempo drosselte, heulten hinter ihnen auf einmal drei Sirenen auf, sodass es wohl doch nichts wurde mit langsam fahren.
„Haltet euch fest, wie haben Besuch!“, warnte Wyatt vor, bevor er scharf links einbog.
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Raven
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BeitragThema: Re: Safe Haven   27/9/2014, 22:52

Raven musste sich eingestehen, dass sie froh war, als die anderen bei Wyatt im Van saßen und sie endlich ein Lebenszeichen erhielt. Sie hielt den Beschuss jedoch noch eine Weile aufrecht um den anderen einen Vorsprung zu verschaffen. Dummerweise ging ihren Drohnen nur bald der Saft aus. Außerdem bemerkte sie eine unschöne Präsenz. Jemand war das und versuchte sich in ihr System zu hacken. Das hatte gerade noch gefehlt. Kurz bevor sie tatsächlich erwischt wurde, positionierte sie die Drohnen in die eigene Schussrichtung und ließ sie sich gegenseitig platt machen, solange sie überhaupt noch Saft hatten. So konnten sie dem Feind nicht in die Hände fallen. Aber diese Pause war lange genug, als dass sich die unverletzten SWATs in ihre Karren schmeißen konnten und zusammen mit der Seattle Police die Verfolgung aufnahmen. Für Menschen hatten diese Bastarde eine Menge Mumm und Durchhaltevermögen! Zwei Drohnen folgten den Wagen, die mit Sirene und Blaulicht losfuhren. Nun gut. Noch einmal würde sie es riskieren. Doch dieses Mal kompilierte sie ein Paar Sprites für ihre zusätzliche Sicherheit und gelangte dann in die Systeme der Drohnen. Aus der Luft sah sie, wie Wyatt das Tempo erhöhte und mit dem wenig wendigen Van versuchte davon zu kommen. Gut. Sie zielte auf die Reifen des Wagen und brauchte mehrere Anläufe. Diese Dinger waren wirklich ziemlich wackelig! Sie brauchte ewig, bis sie das bekannte Quietschen von Gummi und Metall auf Asphalt erklang, jedenfalls kam es ihr so vor. Eines der Autos überschlug sich sogar in der Linkskurve und kam quer auf der Straße zum Liegen. Der andere fuhr in ihn hinein, weil der Fahrer doch nur die Reflexe eines Menschen hatte. Alles in Allem sehr zufriedenstellend. Nur einer war so aufsässig, dass er die Verfolgung über einer andere Route wieder aufnahm. Doch sobald das Polizeiauto fast zu Wyatts Van aufgeholt hatte und der Beifahrer das Feuer eröffnete, feuerte Raven noch eine ganze Salve ab. Dieses Mal waren ihr die Folgen egal.Das Auto schlug nach recht auf und landete mitten in einer Ladenfront, deren Glasgewölbe auf das Auto regnete. Das würde teuer werden! Sah auch wie so eine Schickimicki-Laden. Zum Glück musste sie das ja nicht bezahlten. So verfolgte sie mit ihren Drohnen Wyatts blauen Van weiter, der das Tempo drosselte und sich irgendwann unauffällig in den Straßenverkehr einreihe, je mehr Abstand er zwischen sich und Ares brachte. Bis auch Ravens Drohnen immer weiter zurückfielen. Sie würde sie irgendwo verschrotten, wenn sie sicher war, dass die Dinger nicht mehr gebraucht wurden. Aber die Insassen des Vans mussten mittlerweile ziemlich durchgeschüttelt worden sein.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Safe Haven   27/9/2014, 23:13

Die Fahrt gestaltete sich ziemlich rasant. Kaum hatte die kleine Gruppe es ins Auto geschafft, fuhr Wyatt, ihr Fluchtfahrer, auch schon los. Warum Raven ihn überhaupt dazu auserkoren hatte? War dieser Wyatt vielleicht doch vercybert? Oder einfach nur ein guter Fahrer? Alec hatte ihn eher als den Verhandlungsführer und als wissenschaftlichen Assistenten eingestuft. Ein wenig Cyberzeugs konnte im Straßenverkehr 'ne Menge helfen, also hoffe er das beste.
Als er jedoch saß und Denahi sich an ihn drückte, einerseits um sich festzuhalten, doch wohl eher weil sie ihm irgendwie mit seiner Schussverletzung helfen wollte, fiel ihm erst der Schmerz wieder ein, den er eigentlich vergessen hatte. Unkontrolliert stöhnte er auf und biss dann die Zähne zusammen. Scheiß Adrenalin! Ein wenig länger hätte die Wirkung doch ruhig anhalten können! Oder ließ einfach der Schock nach? Das wäre eindeutig die schlechtere Variante, denn das hieß wohl, dass er ziemlich böse getroffen sein musste. Und tatsächlich: als er auf den abgerissenen Ärmel an seinem Bein blickte, war nicht nur dieser vollkommen vollgesogen mit Blut, sondern selbst der Gürtel sowie ein Großteil der Hose. Er blutete wie ein abgestochenes Schwein... Das hatte auch Vorteile: bald würde er den miesen Fahrstil von Wyatt nicht mehr ertragen müssen, wenn er ohnmächtig wurde. Wyatt scheuchte das Gefährt durch die Straßen, als würde er eine Safari-Rallye gewinnen wollen, inklusive einem Ausflug in eine von Dünen gesäumte Wüstenlandschaft. Draußen hörte man das Feuer der Drohnen. Das machte ihn unruhig. Nichts tun zu können war ganz und gar nicht sein Ding. Als Wyatt ihn fragte, ob er noch durchhielt, antwortete Alec nur mit einem:
„Nicht labern, fahren!“, und machte sich das Angebot des Verbandszeugs zunutze.
„Wie geht es dir?“, fragte Alec Denahi, als er sich an dem Erste-Hilfe-Koffer zu schaffen machte.
Die Frage, wen Denahi da angeschleppt hatte, bekam Alec nur noch halb mit, da er mittlerweile spürte, wie seine Sicht schwächer wurde. Langsam wurde alles immer schwärzer, immer mehr so als schaue er durch einen Tunnel. „...Yorelias...“, hatte Alec noch verstanden. So hieß der verdammte Bastard also! Jetzt hatte er zumindest einen Namen zu seinem neuen Freund. Doch das war auch schon fast das Letzte, was Alec denken konnte, bevor er nochmal Denahis Gesicht sah, sie anlächelte, als würde er seinen Todesengel sehen und schließlich ohnmächtig wurde.
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Deus
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 12:33

Wyatt beobachtete das Geschehen draußen auf der Straßen und im Inneren mit einem sehr mulmigen Gefühl. Von hinten drangen über das Röhren des alten Motors kaum die Stimmen von Denahi und Alec zu ihm durch. Er sah durch den Rückspiegel wie sich Alec an dem Verbandszeug zu schaffen machte und konzentrierte sich wieder auf die Straße. Immer weiter verließ er die Innenstadt und steuerte auf die Barrens zu. Ein Dank an die einstigen Industriestraßen, dachte er sich. Sein nächster Blick in den Rückspiegel bedeutete nichts gutes. Alec war neben Denahi in den Sitz gesackt und sie beugte sich nackt, wie Gott sie geschaffen hatte, über ihn und redete auf ihn ein. Als er nicht antwortete sah sie regelrecht panisch auf. So als würde es sich dabei nicht um Alecs Leben handeln, sondern um ihr eigenes.
„Wyatt?“, hörte er ihre belegte und zittrige Stimme, hielt jedoch ihrem tränennassen Blick nicht lange stand und wand sich an seinen Nebenmann.
„Kannst du Erste Hilfe? Wir müssen ihn stabilisieren?“ Sonst würde er Yorelias das Fahren überlassen, müsste sich aber auf zwei Dinge konzentrieren. Umso erleichterter war Wyatt, als sein Beifahrer nickte und sich auf den Weg nach hinten machte, wo auch Denahi ein wenig zur Seite rückte um ihm mehr Platz zu machen. Sie klappte den Erste-Hilfe-Koffer auf, den Alec bereits zu Tage befördert hatte und fischte sich von hinten etwas zum Anziehen. Eines von Wyatts alten Shirts, welches sie sich überstreifte.
Als sich die Autos vor ihnen zu lichten begannen und immer weniger Menschen auf den Straßen waren, legte Wyatt einen Gang zu.
„Raven! Problem! Fahr unsere Kybernetik hoch!“
„Gut. Ich werde auf euch warten!“, kam es aus den Lautsprechern des Vans.
Keine zehn Minuten später fuhren sie eine Senkung hinab, immer weiter unter die Erde. Weg vom Tageslicht in einen unterirdischen Tunnel, der von LED-Laternen erleuchtet war. Der zweispurige Tunnel endete in einer riesigen Wand aus massivem Stahl. Wyatt wollte gar nicht wissen, was hier zuvor gewesen war. Ohne wirklich langsamer zu werden, bretterte er darauf zu und die Türen schoben sich wie von Geisterhand auf und legte den Rest des Weges, sie befanden sich nun in einer alten Parkgarage, nun bremsend zurück. Der Van kam dicht vor einer großen Doppeltür zum Stehen, die erneut von selbst aufschwang.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 13:54

Der Motor erstarb und Wyatt sprang bereits aus dem Wagen und riss die Schiebetür an der Seite des Vans auf, wo sich Yorelias und Alec befanden. Er schaute den blonden Elf an.
„Hilf mir ihn rein zu tragen!“, deutete er auf Alecs reglosen Körper. „Denahi, nimm die restlichen Sachen mit aus dem Auto.“ Etwas abwesend nickte sie nur, ihre Augen waren auf Alecs Gesicht geheftet. Für einen Moment fragte sich Wyatt, ob sie ihn überhaupt verstanden hatte. Na ja, egal. Zu zweit hievten sie den Verletzten aus dem Van und trugen ihn hinein, wo gleich neben dem Eingang eine rollbare Metalltrage stand. Dieses Ding hatte Wyatt bereits das eine oder andere Mal benutzt um ein Paar Leute zusammenzuschustern. Kaum das Alec darauf lag, schob Wyatt ihn auch schon vorwärts und dann nach rechts irgendwo. Denahi folgte ihm mit Wyatts Tasche und den Resten an Verbandszeug, so wie den Überresten, die einmal Alecs Anzug gewesen waren. Kaum dass alle den einzigen, riesigen Raum betreten hatten, schwang auch die Tür hinter ihnen zu und wurde automatisch verriegelt.
Sie befanden sich in einem einzigen fünfzig Meter langen und fünfundzwanzig Meter breiten Saal, der auf der rechten Seite einen Durchgang hatte, wo auch Wyatt mit Alec verschwand. Er musste es nicht mal sagen, sie folgte von selbst und passierte eine Abzweigung wo sich Gemeinschaftsduschen und nebenan Toiletten befanden. Aber Wyatt nahm den zweiten Gang. Plötzlich stand sie in einem weiß gekachelten Raum, der zwar alt war und bereits Sprünge in den Fliesen hatte, aber dennoch sauber war. Der Raum war groß und voll gestopft mit allerlei Geräten, die piepten und blinkten und die Denahi nicht verstand. Sie ließ alles fallen und blieb wie angewurzelt stehen. Alles fühlte sich taub an und sie nahm alles wie durch einen Schleier wahr. Irgendwie gedämpft an Geräusch und an Farbe. Ihr Körper fühlte sich schwer und zugleich völlig schwerelos an. Sie verlor die Orientierung und sah nur, wie Wyatt Alec an irgendwelche Geräte anschloss und dann zu ihr herüberblickte.
„Du bist doch ein Shapeshifter, oder? Hat Raven gesagt.“ Denahi nickte nur.
„Denahi, komm her!“, seine Stimme klang ruhig, fast irgendwie weich und sie kam einfach näher. Erst als Wyatts Hände sie an den Schultern umfassten, realisierte sie, dass sie zitterte. Er drückte sie bestimmt auf einen Stuhl hinab, der neben der Trage von Alec stand. Sein Gesicht und seine Lippen verloren immer mehr an Farbe. Wyatt nahm Nadeln und Schläuche und eine Rolle.
„Pass auf. Ich werde dich an dieses Gerät hier anschließen. Aber du musst keine Angst haben. Wir werden deine Stammzellen aus deinem Blut filtern und sie dann Alec injizieren. Das wird seine Heilung beschleunigen.“ Noch während er auf sie einredete, landeten eine Nadel in ihrem rechten und eine in ihrem linken Arm, die fixiert wurden und sogleich floss die rote Flüssigkeit aus ihrem Körper in eine Pumpe und eine Apparatur, die ihr völlig fremd war.
„Bleib hier still sitzen.“, redet er auf sie wie auf ein Kind ein.
„Kannst du ihm helfen?“, fragte Denahi kläglich, als Wyatt sich daran machte Alecs Hose aufzuschneiden und andere Werkzeuge wie Nadeln, Klemmen, Skalpell und noch mehr Zeugs bereits zur Hand hatte und damit herum zu werkeln begann. Das Ganze hier wirkte sehr befremdlich auf Denahi. Sie hatte Angst. Aber während sie Wyatt zusah und sie das Gefühl hatte, dass sich noch mehr Rot überall verteilte, wurde sie gleichzeitig müder und merkte wie mit dieser Müdigkeit auch mehr Ruhe einkehrte. Zumindest schien dieser Wyatt zu wissen was er da tat.
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 16:39

Während der Verfolgungsfahrt fühlte sich Yorelias erstaunlicherweise wohl. Es war fast wie im Kino, bei einem spannenden Film, wo man noch nicht wusste, ob die Hauptpersonen sterben würden oder das Abenteuer überlebten. Mit Wyatt als Fahrer und der geheimnisvollen Person im Hintergrund, die die Drohnen zu steuern schien, lag absolut nichts, was den Erfolg der Mission, das eigene Überleben sicherte, in seiner Hand. Fremdgesteuert blieb er als Beifahrer sitzen und genoss diese Spannung, bis Wyatt ihn darum bat, sich den Elfen anzuschauen, der wohl einen Schuss in die Arterie bekommen hatte. Warum nicht? Er hatte ebenfalls zum Erfolg beigetragen. Besonders die Begegnung mit dem Swatteam im Treppenhaus hatte Yorelias davon überzeugt, dass es sich hier um einen sehr fähigen Mann handelte, dessen Potential noch lange nicht ausgeschöpft war. Es wäre eine Verschwendung ihn nun verbluten zu lassen, auch wenn es etwas Witziges hätte - zumindest wenn der Elf namens Alec mitbekommen würde, dass er ihn nun verarztete und daraufhin auch noch seinen eigenen Tod mitbekommen würde, während er sich fröhlich mit dem Shifter unterhielt. Hm... war wohl doch nur für ihn lustig. Dem Rest der Gruppe schien dieser Alec wichtig zu sein, also kletterte Yorelias nach hinten und nahm den Erste-Hilfe-Koffer zur Hand, wo er alles fand, um den jungen Mann zumindest zu stabilisieren. Blut brauchte er trotzdem! Das bisschen Flüssigkeit, die er ihm angehängt hatte, würde kaum ausreichen.
„Wenn wir uns nicht beeilen, wird er uns verbluten, bevor wir noch eine Operation machen können.“, warnte Yorelias trocken vor, fast schon genervt darüber, dass die Fahrt so lange dauerte. Doch sie sollte bald zu Ende sein, denn ein paar Minuten später schon waren sie in eine Art tiefergelegten Komplex eingefahren, wo Wyatt seine Basis zu haben schien. Diese war sehr großzügig angelegt, alt, dunkel, aber sauber. Man hätte hier unten wohl eine ganze Hundertschaft verstecken können und wer wusste schon, was dieser Wyatt so in seiner Freizeit tat... Zumindest gehörte Medizin und Kybernetik dazu. Gentechnologie schien ihm nicht unbekannt zu sein, bekam Yorelias bald mit, als sie den ohnmächtigen Alec in sein Behandlungszimmer gebracht hatten und der nun nur noch halbnackten „Katze“ Schläuche angelegt wurden, um Alec mit einer Stammzellenkur zu helfen, die ihn wohl zu 50% umbringen würde. In seinem Zustand waren diese 50% jedoch wohl ziemlich gut, wenn man bedachte, dass hier kein Ärzteteam bereit stand, mit Literweise Spenderblut und den besten Apparaturen, die man sich eben leisten konnte.
Der er nichts tun konnte, ging er kurz zu Denahi und nahm ihre Hand kurz in seine, um sie zu drücken.
„Der Mann hier ist zäh. Wenn einer das überlebt, dann wohl der hier.“, schmunzelte er aufmunternd und ließ in seinen Worten keine Zweifel aufkommen. Dann ging er weiter zu Wyatt und beobachtete ihn einen Augenblick.
„Und wie stehen die Chancen? Kann ich was helfen? Ich fühle mich gerade etwas nutzlos und würde gern die Zeit totschlagen.“, gab er feinfühlig von sich im Hinblick auf Alec.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 20:11

Denahi blickte nur kurz zu Yorelias auf, als dieser vor ihr stand und ihre Hand nahm. Sie nickte nur kurz auf seine Worte hin, bevor sich ihr Blick wieder auf Alecs Gesicht richtete. Ihr war vorher gar nicht bewusst gewesen, wie gefährlich das alles war. Wie schnell alles vorbei sein konnte, wenn man kein Shapeshifter war. Eigentlich sollten sie das hier so bald wie möglich an den Nagel hängen. Und nie wieder kämpfen. Yakuza hin oder her. Aber wie würde erst wieder froh sein können, wenn Alec die Augen wieder aufschlug und sie wieder anschaute.
In der Zwischenzeit war Wyatt konzentriert bei der Arbeit. Ein solcher Eingriff war nicht gerade komplex. Er musste nur schnell arbeiten, sonder würde der gute Alec sein Bein oder gar sein Leben verlieren. Eines weniger schön als das andere. Er schnitt die Einschusswunde mit einem Skalpell auf, darum bemüht, dass er keine glatten Schnittränder hinterließ. Alecs Körper würde es ihm danken. Dann klemmte er die betroffene Arterie ab und vernähte die betroffenen Stellen mittels eines absorbierbaren Polypeptid-Patchs mit geringer Dichte und umso höherer Elastizität.
„Denn Schwamm, Schwester!“, scherzte Wyatt trocken. „Nein, es wird schon glatt laufen!“, meinte er zu Yorelias, aber eigentlich um auch Denahi zu beruhigen.
„Aber du kannst unserem Patienten hier eine Dosis an Morphin verabreichen. Und Glucocorticoid und Alkylantien.“ Wyatt nickte zu dem erleuchteten Kühlschrank, der vollgestopft mit Blutreserven, Kochsalzlösung und zahlreichen anderen Präparaten war. Die Kochsalzlösung und die Blutreserve, die er Alec gleich zu Beginn angehängt hatte, würden bei seinem Blutverlust nicht ausreichen, da seine Atmung bereits flacher wurde, was auch Denahi mit Schrecken beobachtete.
„Das Alkylantien sollte seine RNA dazu veranlassen Denahis Stammzellen kurzfristig zu verstoffwechseln. Ich hoffe, das sollte genügen.“, meinte Wyatt. Zumindest sollte es Alecs System so lange hinters Licht führen, bis die Regeneration einsetzte. Und mit den Konsequenzen konnten sie später kämpfen, wenn es denn welche geben sollte.
Irgendwann sah Denahi, wie er die Klemmen entfernte und einen der Schläuche in Alecs Arm austauschte und an das Gerät anschloss, an dem auch sie hing. Dann machte er sich daran die Wunde zu säubern mit einem anderen Schlauch, der leise saugende und glucksende Geräusche machte und sich ans Vernähen machte. Sie fühlte sich selbst immer müder und driftete ab. Ihre Aufmerksamkeit kehrte erst zurück, als Wyatt Alec einen Verband um die Schusswunde anlegte und sie gerade noch die Fäden unter der Binde verschwinden sah. Das Piepsen der Geräte um sie herum nahm auch einen monotonen Klang an, der immer gleichmäßiger wurde. Dann verschwand Wyatt und sie schaute sich panisch nach ihm um! Er konnte jetzt doch nicht einfach gehen! Was war denn, wenn etwas nicht stimmte. Sie wollte gerade aufspringen, als ihr auffliel, dass sie ja noch immer an dem Gerät hin, welches auf der einen Seite Blut aus ihrem Körper pumpte, durch eine Maschine jagte und wieder zurück pumpte. Aber gerade da kam Wyatt bereits zurück mit zwei Decken. Eine legte er um Denahi, die sich auf dem Stuhl zusammenzurollen versuchte und die andere um damit Alec zu zudecken.
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 21:37

Denahi eingeschlafen, Wyatt schien sich mit der Auftraggeberin zu unterhalten, Alec war bewusstlos und kämpfte mit seinem Leben. Soweit der Stand. Was blieb also ihm noch zu tun hier? Eigentlich hielt ihn nicht wirklich etwas hier, stellte Yorelias in diesem Moment fest, entsann sich aber dem Shapeshifter und entschied sich noch ein wenig zu bleiben. Denahi interessierte ihn tatsächlich, auch wenn das Alec wohl gar nicht gefiel. Aber das sollte nicht seine Sorge sein. Vielleicht war er garnicht mehr lang genug da, bis dass Alec verstand, worin Yorelias'
Interesse bestand. Zeit etwas sinnvolles zu tun, entschied er jedoch und machte sich, nachdem er sicher war, dass alle am schlafen oder aber einfach nicht anwesend waren, auf zu den Duschen, wo er das Gefäß herausholte in dem die Götter aufbewahrt wurden. Kaum hatte er dieses geöffnet, zeigten sie sich wieder vor ihm. Ihre Gestalt war nun vollkommen anders. Nicht vom Aussehen her, sondern von ihrer Stofflichkeit: Anscheinend waren sie sogar für normalsterbliche zu sehen, ohne die Kunst des Astralblickes zu beherrschen. Sie schienen voller neuer Kraft zu sein und ihr Lächeln bedeutete wohl nichts anderes als Dankbarkeit. Eine Dankbarkeit, die sich hoffentlich auch bezahlt machte, dachte sich Yorelias und verneigte sich vor den beiden.
„Es ist schön zu sehen, dass es euch gut geht. Die gefährliche Reise mit dem Ziel euch zu befreien, ist geglückt. Ihr seid nun frei. Doch vorher würde ich euch gerne darum bitten mir das versprochene Geschenk zu geben. Nun, eigentlich ist es ja nicht wirklich ein Geschenk, da wir ja eine Art Tauschhandel machten, aber ihr wisst schon...“
„Wir wissen was du meinst, junger Elf.“, antwortete die Göttin mit einem gutmütigen Ton und lächelte ihn an.
„Also jung hat mich lange niemand mehr genannt, aber danke für das Kompliment. Soll ich das nun wieder zurückgeben? Ich weiß nicht, wie man sich in Anwesenheit von Göttern verhält. Ihr könntet mir...“
„Schweig nun!“, kam es harsch vom männlichen Gott, der zwar ohne Panzerung, jedoch immer noch mit einem Speer in der Hand vor ihm stand. „Du sollst den Segen von uns erhalten, doch deine Kampfgefährten ebenfalls.“
„Wie? Was... was meint ihr? Teilen? Aber die wollen das doch gar nicht.“
„Es ist nur gerecht.“, verhieß die Göttin nun wieder in ihrer gütigen Stimme, die keinen Zweifel ließ, dass diese Entscheidung feststand.
„Ihr drei sollt unseren Segen haben. Wir werden dafür sorgen, dass ihr euch von euren Wunden erholt, nicht mehr erschöpft seid und euer Wissen gestärkt sein wird. Geht und lernt, lernt mit unserem Segen.“ Anscheinend waren das die letzten Worte der Götter, denn dann verblassten sie und während die Götter sich in ihre Arme schlossen, waren sie auch verschwunden.
Die Geräusche die Yorelias nun hörte, schienen der direkte Effekt des göttlichen Segens gewesen sein, denn Alecs Stimme hörte man durch die leere Halle. Er kam zu sich und ebenso Denahi wie es schien. Als Yorelias bei den beiden ankam, blickten sie ihn an.
„Ihr habt sie auch gesehen, oder?“, fragte der Halb-Magier-Elf und schien damit genau ins Schwarze getroffen zu haben, den Blicken der beiden zu urteilen.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Safe Haven   28/9/2014, 22:05

Denahi wurde durch etwas geweckt, was sie nicht genau zuordnen konnte. Da war ein helles Licht und sie hatte eine Ahnung von Bewegung und als sie die Augen aufschlug, sah sie die beiden Göttergestalten vor sich stehen. Nun viel deutlicher und klarer als zuvor.
„Ihr drei sollt unseren Segen haben. Wir werden dafür sorgen, dass ihr euch von euren Wunden erholt, nicht mehr erschöpft seid und euer Wissen gestärkt sein wird. Geht und lernt, lernt mit unserem Segen.“, hörte sie die Göttin sagen, bevor sie in enger Umarmung mit ihren Liebsten verschwand. Denahi blinzelte und schüttelte den Kopf. Es dauerte eine Sekunde, bis sie realisierte wo sie war und was passiert war. Gleichzeitig wurde aber das Piepen der Geräte um sie herum wieder lauter. Denahi blinzelte. Hatte sie das geträumt? Lag es an dem, was Wyatt gemacht hatte? Oder doch an den Göttern? Sie konnte es nicht sagen. Etwas stürmisch sprang Denahi von dem Stuhl auf und warf die Arme etwas zu stürmisch um Alec. Dabei riss sie sich einen Schlauch aus dem Arm und die Apparatur wackelte gefährlich und gab ein lautes Piepsen von sich. Das störte sie aber nicht. Tränen standen in ihren grünen Augen. Aber dann war da noch ein Geräusch. Schritte. Sie blickte sich um ohne wirklich von Alec abzulassen. Yorelias stand nun ebenfalls im Raum. Ob sie sie auch gesehen hatten? Dann war es doch kein Traum. Sie nickte nur etwas benommen und war überglücklich, dass Alec wieder bei sich war.
„Wie geht es dir? Wie fühlst du dich?“, fragte sie. Auch wenn sie sich selbst noch etwas benommen fühlte. Lag wohl an der langwierigen Prozedur, der sie Wyatt unterzogen hatte.
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