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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Seeking   21/4/2014, 19:06

Auf Ravens Frage, warum es ihn nicht überrasche, sagte er nichts, sondern schnaubte nur amüsiert. Sie wusste warum. Wegen den biometrischen Daten würde er noch mit ihr reden, aber das hatte zumindest noch einen Tag Zeit. Schließlich wollte sie eine perfekte SIN liefern und da gehörten diese Daten nun mal dazu. Eine Verabschiedung gab es nicht. Raven verschwand von seinem Comlink und Wyatt machte sich ebenfalls aus dem Staub, sodass er mit Denahi allein war und sie sich auf den Weg machen konnten. Dass Denahi nun mit der Bahn fahren wollte, ließ Alec schmunzeln.
„Klar doch!“, sagte er und nahm sie bei der Hand, um sie zum Bahnhof zu führen. Anscheinend hatte er ihre Neugierde geweckt für die öffentlichen Verkehrsmittel. Bus und Bahn schienen ihr zu gefallen. Er hatte bereits im Bus bemerkt, dass sie ihm nur teilweise zugehört hatte und mehr damit beschäftigt war die Leute im Bus zu betrachten. Sie wollte lernen, wollte herausfinden, was die neue Welt ihr bieten konnte. Die Fahrt gestaltete sich ähnlich: mit dem Comlink bezahlen, was er dieses Mal Denahi überließ, der er einige Nuyen überwiesen hatte, nach einiger Diskussion, denn anscheinend wollte Denahi nicht wirklich dass Alec alles für sie übernahm. Doch er machte ihr klar, dass er ansonsten auch die Kosten für die Bahn übernommen hatte. Und schließlich gehörte dies noch zu ihrem gemeinsamen Auftrag ihn vor den Behörden zu schützen indem sie die SIN von ihr bei Ares vorlegten. Sie schlug sich ganz gut damit, auch wenn man es ihr anmerkte, dass ihr die technischen Dinge noch etwas Schwierigkeiten machten. Doch Alec wusste, dass sie schnell lernen würde sich hier zurecht zu finden. Und wenn er mit ihr übte würde sich sehr bald alles fügen und er konnte sie allein in die Welt da draußen schicken.
Die Zugfahrt gestaltete sich so, dass Alec nur amüsiert zuschaute, wie Denahi wieder etwas Neues erfuhr. Wie schnell doch so ein Zug fahren konnte, wie bequem die Sitze waren, wie klein die Häuser wirkten, die man aus der Entfernung sehen konnte wenn man mit hunderten Stundenkilometern an der Landschaft von Wolkenkratzern vorbeifuhr. Auch wollte sie wissen, warum manche Leute so seltsamen aussahen und Alec erklärte ihr, dass die Menschen sich darstellen wollten, dass sie sich präsentierten und schmückten. Das schien seine Puma-Frau zu faszinieren und der Elf fragte sich nach dem Aussteigen aus dem Zug nur, wann es bei Denahi soweit sein würde und sie sich ein Tattoo oder ein Implantat holen würde. Der kurze Fußmarsch zum Ares-Tower war schnell getan, nur war eine vollkommen wunderliche Szene davor zu sehen: die tempelartigen Stufen zum Gebäude hinauf waren gesäumt von allerlei Personen. Polizei, Sicherheitspersonal, Menschen in Anzug, Presse sogar Feuerwehr und Ärzte waren vor Ort und Alec überlegte kurz ob es eine gute Idee war jetzt hinein zu gehen. Schließlich konnte es ja etwas mit der Schießerei am gestrigen Mittag zu tun haben in die sie verwickelt waren. Glücklicherweise erkannte Alec James auf den Treppen, der gerade einige seiner Leute wegschickte, um Aufgaben zu erledigen.
„Was ist denn hier los James?“, fragte Alec seinen Freund und tauchte hinter ihm auf, sodass der Wachmann sich verwundert umsah.
„Ihr beide! Was tut ihr denn schon wieder hier? Nach oben geht's heute sicher nicht und ich kann nicht mal sagen, ob da oben jemals wieder wer hin kommt!“ Man merkte dem Wachmann an, dass er sichtlich unter Stress stand. Anscheinend schien Ares ihren leitenden Sicherheitschefs ein wenig Druck zu machen. Alec hingegen blickte ihn nur ungläubig an.
„Rück schon raus James, was ist hier los? Das sieht aus, als wäre eine Volksversammlung oder ein Protestmarsch geplant.“
„Ja, sowas Ahnliches.“, seufzte James. „Laufende Ermittlungen. Ares hat die Polizei hinzugezogen um den Fall aufzuklären. Es gab Tote auf dem Dach des Gebäudes!“ Also doch, dachte sich Alec nur und atmete ein, um sich auf das gefasst zu machen was nun kam:
„Ein hohes Tier in der Firma, sowie ein paar Asiaten, die anscheinend mit der Yakuza in Verbindung stehen sollen sind heute getötet worden.“ Alecs Stirn legte sich in Falten.
„Heute? Was meinst du mit heute?“
„Naja, das was ich sage Alec! Heute! Vor ein paar Stunden! Irgendein Irrer ist in das Gebäude gekommen und hat ne Schießerei angefangen, nachdem er sich mit den Sicherheitscodes von uns Zutritt verschafft hatte. Es sieht ganz so aus, als sei ein Verrückter vom Außendienst in den Barrens zu schlecht bezahlt worden sein.“ James schnaubte verächtlich. „Die verdienen mehr im Monat als ich im halben Jahr!“
„Dann war es wohl nicht die schlechte Bezahlung.“, grinste Alec etwas entspannter.
„Mach du weiter deine Scherze. Hier geht's um meinen Job!“
„Der ja sowieso viel zu schlecht bezahlt ist...“, stichelte Alec weiter. „Nein ernsthaft, was denkst du? Ein Mitarbeiter geht rein und vollzieht Selbstjustiz?“
„Das glaub ich nicht. Ich kenne den Mann der das gewesen sein soll. Und glaub mir wenn ich dir sage, dass er nicht der Typ dafür ist, der sich mit Ares und den Yakuza anlegt. Nicht mal für ne Villa voll Geld. Da ist was faul bei der Sache. Aber lass das mal meine Sorge sein. Eigentlich müsstest du dich doch freuen: ein paar Schlitzaugen weniger und ein korruptes Arschloch in der Firma ebenfalls. Du solltest trotzdem schnell rein mit deiner Freundin. Ich hab gehört, dass ihr erwartet werdet. Hoffentlich passt alles bei euch, denn raushauen kann ich heute wohl niemanden mehr bei der angespannten Lage. Wir sprechen uns später Alec.", meinte James nur und machte deutlich, dass das Gespräch beendet war indem er schon wieder zu einem seiner Leute ging und ihn anschnauzte, als habe das Kind wieder mal eine teure Vase vom Tisch geworfen...
„Wir sollten schnell rein, was meinst du?“, wandte Alec sich an Denahi und zog sie vorbei an all dem Trubel hin zum Eingang durch dessen Glastür er bereits den Wachmann von gestern ausmachen konnte, der ihre SIN forderte. Die Prozedur dauerte nicht lange. Eigentlich eine Routinekontrolle mit angenehmen Ausgang:
„Einen schönen Tag Mr. Knight und Miss James.“ Der Kontrolleur entließ sie und widmete sich anderen Aufgaben, die etwas dringlicher schienen. Alec zuckte nur mit den Schultern und grinste Denahi an.
„Miss James.“ Er nickte ihr zu, fast als würde er eine Verbeugung machen. „Was denkst du? Sollten wir hier weg?“
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Denahi
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BeitragThema: Re: Seeking   21/4/2014, 22:24

Denahi war zufrieden, als Alec zustimmte und sie bei der Hand nahm und in Richtung der Station schon, wo es ein Paar Meter hinab ging. Sie stiegen die recht verlotterten Treppen hinab und fanden sich auf dem Bahnsteig wieder. Denahi verbrachte die Zeit damit das Netz zu studieren, welches an einer der Wände angebracht war. Es war zwar bereits verblichen und beschmutzt, dennoch konnte man es lesen. Es war bunt und schien sternförmig zu verlaufen. Die bunten Linien, die sich als Zugstrecken herausstellten, kreuzten sich an bestimmten Punkten. Und die Punkte auf den Linien hatten Namen. Einer der Punkte hieß sogar Ares. Also mussten sie dort hin, der blauen Linie folgen. Die blaue Linie hatte auch eine Nummer. Und daneben hing ein Fahrplan. Man musste nur Punkte suchen. Das mochte sie irgendwie. Das war übersichtlich. Hier unten war es zu dem schattiger und angenehmer als draußen in der bereits heißen Sommersonne. Und während sie den Fahrplan studierte, was nur Sekunden gedauert haben konnte, schlug Alec vor, die Fahrkarten zu kaufen. Alec lud etwas Geld auf ihr Comlink und erklärte ihr Schritt für Schritt, was zu tun war. Eigentlich war sie dagegen, dass er wieder Geld ausgab. Etwas hatte sie ja noch übrig. Außerdem hatte er sie gestern Abend zum Essen eingeladen und heute morgen Frühstück gemacht und nun wollte er auch alles bezahlen. Er drehte es zwar so, als sei alles Teil ihres Auftrag, dennoch war es ihr zuwider. Sie wollte sich nicht von ihm aushalten lassen. Auch wenn sie sich vorerst recht unzufrieden breit schlagen ließ, seinem Vorschlag zu folgen. Aber ihre Unzufriedenheit verflog mit dem ersten Erfolg, als der Fahrschein auf dem Display aufleuchtete. Kurze Zeit drauf fuhr auch der Zug ein. Eindeutig gefiel es Denahi hier besser als im Bus. Es war kühler hier und nicht ganz so voll. Auch wenn es hier noch merkwürdigere Gestalten gab. Einen jungen Mann, der voller Tattoos war. Sogar auf seinen Augenlidern waren welche. Ein anderes Mädchen in neongelben Klamotten, die sicher im Dunkeln leuchteten. Eine Person war auch dabei, bei der Denahi nicht genau wusste, ob es nun ein Mann oder eine Frau war. Nachdem aber besagte Personen ein Paar Stationen später ausgestiegen waren, fragte Denahi leise, mehr fast zu sich selbst, als zu Alec:
„Warum machen Menschen so etwas, das ist doch hässlich...“ Erhielt aber eine Erklärung, mit der sie nicht so ganz zufrieden schien, weil sie sie nicht nachvollziehen konnte.
„Mit Selbstrepräsentation und Darstellung hat das doch nichts mehr zu tun. Es ist einfach nur hässlich...“, grummelte sie. Aber na ja, freie Gesellschaft, jeder durfte tun, was er wollte, zumindest mit seinem Gesicht und seinem Körper. Dann waren sie aber schon da und Denahi blieb nicht mehr viel Zeit um die Personen zu mustern, als sie ausstiegen und nach wenigen hundert Meter vor dem Ares-Komplex standen, vor dem es nur so von Menschen wimmelte. Dieses Mal erkannte sie den Wachmann vom Vortag bereits von Weitem. Das war Alec Bekannter, um den zahlreiche Personen herumwuselten. Als sie auf ihn zu gingen, nickte Denahi ihm zur Begrüßung zu und lächelte ihn zaghaft an. Die Menschen hier machten sie wieder nervös. Es waren Polizisten und Wachpersonal mit Waffen und nicht normale Bürger. Zudem machte ihre Hektik Denahi nervös. Sie überließ Alec das Reden, während sie dem Gespräch still lauschte und das Personal musterte, so als rechnete sie damit, dass sie jeden Moment unter Beschuss stünden. Erst als der Wachmann damit herausrückte, dass die Yakuza im Spiel waren und einer erschossen wurde, schaute sie Alec kurz bedeutungsvoll an. Dann war das gestern nur der Anfang gewesen. Wo waren sie da bloß hineingeraten gestern? Zudem hatte sie diesen Wesen versprochen zu helfen. Sie mussten irgendwie dort hoch. Am besten nicht jetzt, nicht heute. Aber bald. Der Wachmann hatte recht, sie sollten tatsächlich zur Kontrolle. Mit jedem Schritt wurde Denahi immer nervöser, auch wenn sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Bei der Kontrolle rief sie die SIN auf, was den Eindruck vermittelte, dass sie das bereits ihr Leben lang gemacht hatte. Ihr Herz setzte einen Schlag aus, als der Kontrolleur die Daten betrachtete und scannte. Aber sein Gesichtsausdruck verriet irgendwie, dass es reine Routine war und er damit eher genervt war, als dass es tatsächlich von Bedeutung war. Vielleicht war auch ganz gut, dass die Kontrolle recht kurz und oberflächlich ausfiel, ohne die Kontrolle der biometrischen Daten. Doch erst als Alec fragte, ob sie von hier weg sollten, nickte Denahi und atmete wieder auf, als sie das Gebäude endlich verlassen hatte und immer mehr Abstand dazwischen brachten. Mit wieder ein Paar Metern Abstand äußerte Denahi noch immer leicht angespannt:
„Ich mag Ares nicht. Hier gibt es immer Ärger!“ Damit schaute sie Alec an. „Das war gestern Abend wohl erst Versuch Nummer eins, den wir miterlebt haben. Glaubst du, die Yakuza haben es auf Ares abgesehen?“ Wenn ja, dann hatten sie die Yakuza gefunden und der Auftrag an Wyatt und Raven wäre bald vom Tisch.


Zuletzt von Denahi am 22/4/2014, 11:07 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Seeking   21/4/2014, 23:14

„Hm... wenn ich das nur wüsste. Aber ich glaube kaum, dass die Yakuza sich mit Ares anlegen. Da geht es sicher um Geschäfte zwischen den beiden Parteien. Ich frage mich nur, was dieser „Außendienstler“ damit zu tun hat und was er davon hat Ares und den Yakuza zu schaden, indem er ihre Leute kalt macht.“ Nachdenklich bahnte er sich mit Denahi einen Weg. Einen Weg wohin eigentlich? Er ging gerade einfach nur spazieren, wie es ihm selber schien, um nachzudenken. „Aber es wird Wyatt und Raven sicher interessieren, dass sich da eine dritte Partei eingefunden hat. Vielleicht war das ja einer ihrer Leute, der etwas aufräumen sollte. Aber gerade da oben auf dem Dach? Ein übergelaufener und hoch bezahlter Elitesoldat von Ares? Dem hätten sie viel bieten müssen um sich seine Karriere zu verbauen. Ein wenig teuer ein solches Attentat auf gewöhnliche Unterhändler von Ares und den Yakuza. Wir sollten morgen herausfinden wer diese Yakuza und der tote Ares-Mitarbeiter sind. Vielleicht kann Raven sich ja in die Datenbank der Polizei hacken. Die sollte nicht so schwer für sie zu knacken sein.“ Plötzlich wurde Alec langsamer und blickte zu Denahi, fast mit einem schuldbewussten Blick.
„Tut mir leid, ich rede die ganze Zeit von der Arbeit. Du musst gerade mal erleichtert sein, dass die Sache mit deiner SIN hingehauen hat und ich will dich gleich schon wieder zu einem Auftrag mitnehmen. Tut mir wirklich leid. Ich finde, du solltest entscheiden auf was du Lust hast, was du tun willst, wohin du willst. Hast du denn in deinem Zuhause noch Dinge, die du holen möchtest? Weil...also... also wenn du magst, könntest du bei mir wohnen. Wenn du willst... es sei denn du möchtest deine eigene Wohnung haben, das kann ich ja auch verstehen. Und eine Arbeit brauchst du ja auch noch. Es wäre wohl keine gute Idee, dich in derlei Geschäfte, die ich mache, einzubeziehen. Da gibt es nichts als Ärger und du bist doch eine unbescholtene Bürgerin. Zumindest seit heute 8:15 Uhr.“
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BeitragThema: Re: Seeking   22/4/2014, 11:33

Während sie wieder die selbe Strecke wie am Vortag liefen: von dem Ares-Tower weg, hörte Denahi Alec zu und blickte immer wieder zu ihm auf. Sie grübelte etwas.
„Können wir denn sicher sein, dass es eine dritte Partei gibt und es nicht vielleicht doch ein Hinterhalt einer Partei? Oder vielleicht war es eine Art Protest gegen die krummen Geschäfte Ares mit der Mafia, nur dieses Mal nicht ganz so still. Aber ich denke nicht, dass Wyatt und Raven uns zu Ares ohne Vorwarnung geschickt hätten, wenn es jemand von ihnen war...“, verteidigte Denahi die beiden. Denn allein die Tatsache, dass sie ihr mit der SIN geholfen hatten, wenn auch nur in Folge einer Gegenleistung, machte die beiden ihr sympathisch. Dann wurde Alec langsamer, während sie so grübelte.
„Vielleicht war es ja jemand anderes, als diese Bewegung von der sie gesprochen hatten? Es gibt doch sicher noch viel mehr Untergrundbewegungen...“ Als sie seinen entschuldigenden Blick sah, schaute Denahi Alec etwas verwirrt an.
„Alec, was ist los?“ Und dann prasselte wieder ein Redeschwall auf sie nieder, der sie nur dazu brachte Alec völlig perplex anzustarren. Was redete er den da? Meinte er das alles etwa ernst. Und als er endete, blieb sie kurz stehen und schaute Alec nur völlig perplex und sprachlos an.
„Sicher bin ich erleichtert wegen der SIN...“, begann sie und versuchte ihre Gedanken gleichzeitig zu ordnen. „Aber nur, weil du endlich frei bist für Ares. Dafür schulden wir nun etwas der Hackerin und je schneller die Schulden beglichen sind, desto besser. Außerdem macht mir diese Art von Arbeit nichts aus...“ Was sollte sie nun auf den Vorschlag mit der Wohnung entgegnen? Sie würde sehr gern mehr Zeit mit ihm verbringen, aber das ging doch nicht. Obwohl sie der Gedanke morgens neben ihm aufzuwachen, glücklich machte. Zugleich war er aber auch sehr befremdlich, weil sie das nicht gewohnt war. Denahi zuckte die Schultern und wich aus.
„Eigentlich würde ich zu dieser Zeit nichts tun, sondern schlafen!“, meinte sie leise. „Weil ich die ganze Nacht herumgerannt bin. Und „zuhause“ habe ich noch ein Paar Sachen zum Anziehen. Ich denke, wenn ich dir zeige, wo ich wohne, würdest du die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und darauf bestehen, dass ich bei dir einziehe. Aber das kann ich doch nicht einfach so tun.“ Sie wurde wieder still und schaute den Asphalt an, dabei wurde die etwas trauriger und nachdenklicher.
„Ich weiß nicht, wie das ist, mit jemandem zu wohnen, außerdem will ich dir nicht noch mehr zur Last werden. Und normale Arbeit tun, in der Mittelschicht wohnen, das kann ich mir nicht vorstellen.“ Wie würde die denn da als Puma herumlaufen können?
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BeitragThema: Re: Seeking   22/4/2014, 20:49

Kopfschüttelnd blieb er ruhig vor ihr stehen und schaute sie an, auch wenn sie lieber den Boden unter ihren Füßen anblickte.
„Du fällst mir nicht zur Last. Ich habe dich gern bei mir. Ich fand dass dieser Morgen, egal wie stressig er war, der schönste war, den ich seit Jahren hatte. Und das hab ich nur dir zu verdanken. Also fällst du mir ganz und gar nicht zur Last, sondern nimmst mir diese sogar, indem du einfach bei mir bist.“ Jetzt war es wohl raus... irgendwie... Ihr zu sagen, dass er sie gern hatte, hätte er sicher auch einfacher sagen können, doch es kam einfach aus ihm heraus, weil Denahi sich irgendwie fühlte, als sei sie ein Klotz am Bein oder dergleichen. Aber doch nicht jemandem, dessen schönstes Erlebnis am Tag es war, sie zu sehen, sie morgens neben sich zu spüren oder zu sehen, wenn man nach Hause kam. Nein, zur Last fiel sie wirklich nicht.
„Außerdem kann ich dich ja wohl schlecht in ein Heim zurückkehren lassen, wo ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde.“, schmunzelte er und kam nun näher zu ihr, um ihren Blick auf sich zu richten, indem er seine Hand unter ihr Kinn legte. Daraufhin küsste er sie sanft, als sei es eine Art Vereinbarung, die sie mit diesem Kuss besiegelt hatten.
„Einigen wir uns einfach darauf, dass ich schon Bescheid gebe, solltest du mir zur Last fallen, ja? Bis dahin würde es mich freuen, dich in meiner Wohnung als Gast zu haben. Immerhin musst du da nichts und niemanden jagen, auch wenn es dir Spaß macht.“ Anscheinend tat es das zumindest, sonst hätte sie es zwecks seiner Sorge mit dem Job, nicht erwähnt.
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BeitragThema: Re: Seeking   23/4/2014, 11:53

Raven war den beiden Turteltauben gefolgt. Es hatte doch seine Vorteile, seine eignen Spitzen zu haben, in deren Comlinks sie problemlos ein- und ausgehen konnte, wie es ihr passte, ohne lange ein Signal hacken zu müssen. Bei Ares waren sie gewesen. Und es stellte sich heraus, dass es gut war, dass sie ihnen gefolgt war. Denn die Nachrichten hatten noch keine Zeit gehabt von dem Vorfall zu berichten. Vielleicht war auch eine Zensur auf die verhängt worden, der sie davon abhielt von dem Vorfall zu berichten, so lange der Täter nicht gefasst war. Aber wer konnte so dumm sein und zugleich so gut. Was hatte diese Partei gewollt? Sie war im Moment übermüdet und überfragt. Noch wusste sie nicht, ob es die Yakuza waren, Ares oder Occupy oder eine vierte Gruppe. Aber Occupy hätte sicher sie kontaktiert und nicht irgendeinen Hacker oder Attentäter. Die nächste Frage war, ob die Person einfach so schlecht war und in Bedrängnis kam oder ob diese Eskalation gewollt war. Und wenn ja, warum? Fragen über Fragen... Zumindest war es gut, seine eigenen Schachfiguren auf dem Spielbrett zu haben, dachte sie sich. Und es kam ihr nur zu Gute, dass sie beiden Turteltäubchen nun bei einander bleiben würden, das würde alles beschleunigen. Aber bald ging ihr das Geturtel auf die Nerven und sie klinkte sich wieder aus. Es gab eine Menge zu tun, bevor sie die beiden erneut kontaktieren würde. Bevor es einen klaren Auftrag gab.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Seeking   23/4/2014, 11:54

Denahi wagte es nicht Alec anzusehen, aber aus den Augenwinkeln sah sie, wie er den Kopf schüttelte und sie dabei ansah. Sie hörte ihm zu und während er sprach, errötete sie bei seinen Worten. Wie konnte dieser Morgen denn der schönste sein? Wie mussten seine Morgen denn aussehen, damit das der Schönste war? Sie wollte auch erwidern, dass sie ihn mochte, aber brachte kein Wort heraus. Und dann war er bei ihr und legte die Hand unter ihr Kinn und küsste sie. Sie legte die Arme um ihn und schmiegte sich bereitwillig an ihn und erwiderte seinen Kuss. Sie wollte Alec gar nicht los lassen, als er sich wieder von ihr löste und ließ es nur widerwillig geschehen, ohne ihn dabei loszulassen, auch als er sprach. Sie nickte nur auf ihre Abmachung hin und musste doch wieder grinsen.
„Aber ich jage gern! Und das mache ich auch gern!“ Damit verschloss sie seine Lippen erneut. Aber leider konnten sie nicht ewig auf der Straße stehen bleiben und das tun.
„Dann sollte ich meine restlichen Sachen holen und wir sollten überlegen, wie ich an Geld kommen kann, ohne jemanden zu fressen...“, meinte sie noch immer grinsend und zog Alec bereits an der Hand mit zur nächsten Bahn-Station. Um dort in etwa auszumachen, wo „ihr Haus“ sein musste. Aber die Bahn fuhr leider nicht in die Barrens, so mussten sie den Rest laufen. Mittlerweile schämte sie sich nicht dafür, dass sie in den Barrens wohnte. Auch wenn hier, so gesehen, der Abschaum der Gesellschaft lebte. Sie führte Alec durch die verfallenen Straßen, die keine mehr waren. Da waren riesige Schlaglöcher im Bodenbelag. Teilweise fehlte er bereits und es war bloß eine Schotterpiste. Die Häuser standen leer. In manchen flackerte ein Licht. An Mülltonnen, welche in den unterschiedlichen Straßenecken standen, saßen Obdachlose und machten sich etwas zu essen. Sie brieten wohl Ratten oder allerlei Getier. Schließlich kamen sie vor einem zweistöckigen Gebäude an. Eine Tür fehlte. Von innen waren Schränke vorgeschoben, sodass oben nur noch ein Spalt blieb. Mit Alecs Hilfe schob sie einen der Schränkte etwas zurück, sodass man sich hinein quetschen konnte. Die Möbel im Inneren fehlten. Als durch das Haus gingen, konnte man ein Badezimmer sehen, welches sogar noch funktionierte, auch wenn die Fliesen bereits alt aussahen, ebenso wie der Rest der Metallhähne. Weiter ging es durch eine leere Küche, die für Einzelteile ausgeschlachtet worden war. Und schließlich zu ihrem Schlafzimmer, wo sich ein Lager aus übereinander gestapelten Matratzen mit Kissen und einer Decke. Darauf lag ein Rucksack und ein Paar verstreute Klamotten. Denahi ging darauf zu und machte sich daran, die Dinge schnell einzupacken.
„Das ist es also...“, meinte sie mit einem Schulterzucken und doch etwas leise.
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BeitragThema: Re: Seeking   23/4/2014, 21:03

Die Reise in die Barrens verging schneller, als Alec geglaubt hatte. Gerade noch hatte er mitten auf der Straße Denahi einen Kuss aufgehaucht, schon war er mit ihr in der Bahn, am Bahnhof angelangt und zu Fuß zu ihrem Haus unterwegs. Die ganze Zeit hatte er überlegt, was er mit Denahis Aussage tun sollte: sie jagte gerne und wollte ihr Geld damit auch verdienen. Nun, Tierfängerin konnte er ihr schlecht anbieten, seinem Puma. Und als Kopfgeldjägerin, dafür war sie noch nicht bereit. Sie musste noch viel lernen, wenn er sie zu Aufträgen mitnehmen wollte.
Erst einmal war jedoch wichtig, dass sie zu ihm kam. Immerhin hatte er sie dazu überzeugen können und sie kamen sogar schließlich bei der Ruine an, die sie wohl in dieser letzten Zeit ihr Zuhause nannte. Nicht mehr als ein paar Mauern und ein wenig Einrichtung, die zu groß und zu schwer war, um sie zu stehlen. In dieser Gegend waren die Ares-Mitarbeiter mit Kampfanzügen unterwegs und schweren Waffen. Alec war sich sowieso nicht ganz sicher gewesen, ob sie heute überhaupt gehen sollten, denn er war vollkommen unbewaffnet. Einen gepanzerten Konvoi von Ares-Kämpfern hätte man in dieser Gegend aber nicht gebraucht. Zumindest in diesem Viertel. Er hatte davon gehört, dass der Teil der Barrens noch bewohnt war und es so etwas wie kleine Wohngegenden gab. Die sahen wahrscheinlich alle so aus. Aber was sollte man erwarten in einer Gegend, die von Critterwesen eigentlich nur so wimmelte. Ob hier auch der Ares-Mitarbeiter her kam, der im Ares-Tower aufgeräumt hatte? Hier draußen wurde man, wie James ihm bereits gesagt hatte, sicher sehr gut bezahlt. Also warum sollte ein Ares-Mitarbeiter das tun und sich gegen die Yakuza und den eigenen Konzern stellen? Wer war noch mächtig genug um sich in diese Liga einzumischen? Wieder dachte er an die Arbeit! Nein, er sollte nun bei Denahi sein, immerhin nahm sie gerade Abschied von ihrer.. Heimat.
„Es freut mich, dass du ja gesagt hast und zu mir kommst. Ich hätte ab heute keine ruhige Minute mehr und müsste mich immer sorgen, ob es dir gut geht. Ab heute gibt es keine Widerrede mehr, du bleibst bei mir. Und solltest du es dir anders überlegen, lasse ich dich sicher nicht mehr hier hin zurück.“ Aufmunternd lächelte er, um dem Ganzen ein wenig Schärfe zu nehmen, doch es war gemeint wie er es gesagt hatte. „Außerdem sollten wir wohl glücklich damit sein, dass kein anderer Puma sich hier eingenistet hat, oder?“
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Denahi
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BeitragThema: Re: Seeking   24/4/2014, 15:15

Als Denahi ihre zwei Hosen und die wenigen Shirts, die sie besaß, samt einer alten Jacke in ihren Rucksack steckte, bemerkte sie, wie sie Alec umsah. Anscheinend gefiel ihm dieses Gegenes und ihr Zuhause wirklich nicht. Auch wenn er versuchte lockerer zu klingen, merke man dennoch, dass es ihm ernst war. Sie setzte den Rucksack auf um noch einmal alles darin zu verstauen.
„Ich hab die ganze Zeit für mich allein gesorgt. Es mag zwar nicht so aussehen, aber ich kann auf mich aufpassen, Alec. Und so schlimm ist es hier gar nicht. Es ist warm und trocken. Es gibt einen Schlafplatz und sogar fließendes Wasser... Du musst für mich nicht den Aufpasser spielen...“, meinte sie ebenfalls erst und schaute Alec dabei an. Aber vielleicht war sie zu harsch?
„Ich komme sehr, sehr gern zu dir. Und sicher brauche ich noch Hilfe, was die Dinge bei den Menschen angeht... ich bin aus der Übung...“, meinte sie mit einem etwas schiefen Grinsen und zuckte die Schulter.
Im selben Moment war von oben ein lautes Rumpeln zu hören. Gefolgt von einem Scharren. Etwas irritiert schaute sie Alec an. Dann waren Schritte zu hören. Aber sonderbare Schritte.
„Ich glaub, da hat sich doch ein anderer Puma eingenistet...“, scherzte Denahi und ließ ihren Rucksack auf ihr provisorisches Bett fallen. Die Schritte bewegten sich in Richtung der Treppe und es waren keine richtigen Schritten, sonder viel mehr das Scharren vieler Füße oder Pfoten. Die Treppe knarrte unter dem Gewicht. Eine kurze Stille folgte, dann lautes Schnüffeln und Ausatmen. Und als Denahi die Treppe hinauf spähte, sah sie durch das ramponierte Holzgeländer das Funkeln eines Paares Augen, die in dem dämmerigen Licht gelb aufblitzten. Gefolgt von einem weiteren Paar. Und dann einem dritten. Die Besucher hatten über einen Meter an Schulterhöhe und liefen auf vier Beinen. Das Holz knarrte unter den 200kg an Gewicht. Aber was genau es war, konnte Denahi nicht erkennen, das das dunkle Fell nahezu mit der Dämmerung verschmolz. Der erste knurrte sie vom Treppenansatz an und fletschte die Zähne.
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BeitragThema: Re: Seeking   26/4/2014, 15:13

Alec verstand vollkommen was sie meinte. Immerhin war auch er immer ein Einzelgänger gewesen und kam mit dem, was er tat, gut zurecht. Nur brauchte auch er manchmal ein wenig Starthilfe was Dinge anbelangte. In diesem Fall war es wohl nicht unbedingt jemand in sein Leben zu lassen, denn diese Entscheidung wurde ihm ja bereits abgenommen. Viel mehr war es nun an ihm zu akzeptieren, dass Denahi es bis zu diesem Zeitpunkt allein geschafft hatte zurecht zu kommen und das in der womöglich gefährlichsten Gegend der ganzen Stadt! Wie sie sagte: sie kam allein zurecht. Nur die „zivilisierte“ Welt war für sie neu. Wahrscheinlich brauchte Alec hier draußen mehr ihre Unterstützung als sie ihn und das ließ sie ihn auch wissen, indem was sie sagte. Etwas verständnisvoller nickte er nun auf ihre Aussage, dass sie keinen Aufpasser brauchte. Trotzdem hielt er Augen und Ohren offen, denn ein wenig den Aufpasser wollte er ja dennoch spielen... Dann waren da plötzlich Geräusche zu hören. Sie kamen von oben. Reflexartig griff er zu seiner Waffe. Zumindest wo normalerweise eine war, doch die hatte er ja dank ihres Ares-Besuches zuhause gelassen.
„Verdammt!“, murmelte er nur und sein Körper spannte sich wieder an, wie so oft in den letzten Tagen - und Nächten. Dann folgte ein Knurren von der Treppe und im Halbdunkel des Raumes erspähte er die Umrisse eines Wolfes? Hund? Viel zu groß, aber danach konnte er in Barrens nicht gehen. Hier lief alles herum was unnatürlich war. Oder auch nicht unnatürlich, wenn man den Ursprung der Critterwesen bedachte.
„Sollten wir... nicht gehen?“, flüsterte Alec zu Denahi, die ihren Rucksack zur Seite gelegt hatte um was zu tun? Sie wollte sich nicht wirklich mit diesen Bestien anlegen, oder? Alec konnte ihr nicht einmal helfen ohne Ausrüstung. Das Einzige, was er fand, war ein stabil wirkendes Brett, welches er schnell aufhob um zumindest irgendeine Waffe in der Hand zu haben.
„Denahi?!“, meinte er nun mit mehr Nachdruck und blickte nervös von den Hundewesen zu Denahi und zurück.
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