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 Seeking

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Deus
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BeitragThema: Seeking   28/2/2014, 19:34

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Seattle



16.07.2072



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Deus
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BeitragThema: Re: Seeking   31/3/2014, 22:55

Die Aurora Avenue, Shorline, 17 war ein Wohnhaus. Das Wohnhaus hatte sieben Stockwerke. Das erste Stockwerk hatte weiter hinten eine große Fensterfront, die sich hinter Wyatt erstreckte. Die Fenster waren leer und bereits angelaufen. Eine dicke Schicht aus Kohlenstoff hatte sich auf das Glas gelegt. Doch das Glas war noch intakt. Was eigentlich erstaunlich war. Aber zugleich auch nicht, weil es eine der besseren Gegenden in Seattle war. Besser hieß, dass sich hier auch die normale Mittelschicht niedergelassen hatte. Nicht wirklich reich, aber dennoch war der Lebensstandart um Einiges besser als in den Slums. Die Eingangstür war groß, wenn auch ebenfalls verdreckt und teilweise mitgenommen von der Zeit. Die einst grüne Farbe blätterte ab, aber dennoch wirkte die Tür bis heute sehr stabil und sicher. Natürlich wohnte Wyatt hier nicht, aber das war egal. Er lehnte sich lässig neben der Tür an die einst weiße, aber mittlerweile graue, Wand. Wieder steckte ein schlanker Körper in den selben schwarzen Jeans, ein schwarzes Shirt, eine Kapuzenjacke, deren Kapuze er sich tief ins Gesicht zog. Die Beine waren lässig gegen einander verschränkt. Immer wieder schaute Wyatt auf sein Comlink. Er zweifelte eigentlich gar nicht daran, dass die beiden kommen würde und dennoch war er irgendwie nervös. Nach außen hin versuchte Wyatt jedoch möglichst cool zu wirken. Hinter ihm ging die Tür ein Paar Mal auf, als die Bewohner des Hauses sich auf den Weg zur Arbeit begaben. Er grüßte kurz und nickte, aber keiner verlor wirklich ein Wort darüber, dass er hier herumlungerte. Wieder schweifte sein Blick zum Comlink. Die beiden verspäteten sich, musste er feststellen. Die eisblauen Augen schweiften immer wieder durch die Gegend, scannten die Gestalten, die an dem Gebäude vorbei liefen. Aber nein, die beiden waren nicht da. Es dauerte noch etwas, bis Wyatt zwei Gestalten auf sich zukommen sah. Eine davon war kleiner und trug etwas schwarzes, das musste das Mädchen am Vorabend sein. Und der Mann daneben war Alec, der misstrauische Typ. Etwas Erleichterung breitete sich in ihm aus. Hier draußen würden sie das nicht machen. Die Tür stand offen, er würde die beiden in das Innere des ersten Stockwerks führen. Hier draußen auf der Straße konnte es noch suspekt sein, wenn ein Passant sie Daten austauschen sah. Besonders so lange, wie das Überspielen der SIN dauern würde. Zudem patrouillierten Drohnen über ganz Seattle und wann konnte man schon wissen, wann so eine Drohne gerade ihr Geschäft aufnahm. Im Inneren gab es zumindest keine Überwachungsgeräte.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Seeking   18/4/2014, 22:23

Ziel erreicht, dachte Alec nur erleichtert, als Denahi den Kaffee an ihre Lippen gehoben hatte und genüsslich trank. Das Frühstück schien ihr zu gefallen, also: Ziel erreicht! Es freute ihn, dass er ihr ein wenig Luxus bieten konnte, den sie so überhaupt nicht gewohnt war und an den sie sich vielleicht ja gewöhnen konnte. Vielleicht ja mit ihm...
Doch Denahi hatte recht, sie hatten keine Zeit zu vertrödeln. Während sie anmerkte, dass sie Wyatt treffen mussten, holte er bereits das Comlink hervor für Denahi und genehmigte sich, auch wenn es ganz und gar nicht zu einem gemütlichen Frühstück passte, es ihr anzulegen.
„Ja, erst Wyatt und dann ab in den Ares-Tower. Eigentlich sollte es keine Komplikationen geben, wenn dieser Wyatt wirklich einen so guten Hacker hat, wie er behauptet. Zu Mittag werden wir also wieder vollkommen unbehelligt sein und Ares lässt uns in Ruhe. Vielleicht sollten wir uns schon mal überlegen wie wir den Rest des Tages verbringen?“, grinste er sogar zuversichtlich, als er sich wieder hinsetzte, um sich ebenfalls seinem Kaffee zu widmen. Es tat gut ihn in Gesellschaft zu trinken, stellte er fest. Man konnte ihn viel mehr genießen, selbst mit so besorgniserregenden Gesprächsthemen am Morgen, denn schließlich durfte nichts schief laufen...
„Später musst du mir aber noch sagen, warum du das eigentlich auf dich nimmst. Jeder andere wäre einfach gegangen, schließlich geht es nicht um deinen Hals“, meinte er nun etwas leiser und blickte sie musternd an für einen Moment. Dann machte er sich nach einem Kopfschütteln jedoch über das Frühstück her und tankte Energie für den Tag. Denahi schien wirklich begeistert von den ganzen Sojaprodukten zu sein, so wie sie reinhaute. Das hätte er wirklich nie gedacht. Ein ungewollter und zufälliger Glücksgriff anscheinend.
Nachdem er seinen Kaffee geleert hatte, sprang auch er schnell unter die Dusche und ließ Denahi weiter Puma sein. Ein wenig Angst, dass sie den ganzen Frühstückstisch gleich mitessen würde, hatte er ja schon. Grinsend kam er jedoch fertig geduscht und angezogen wieder heraus und sah nur eine glückliche Denahi da sitzen, die mit einer Verpackung zu spielen schien. Die Frage schien zu sein, ob sie die noch öffnen sollte, oder ob es nun reichte an Nahrung.
„Komm, wir müssen los. Comlink ist dabei, du auch, also sollte ich alles haben!“, schmunzelte er und nahm schlichtweg einfach ihren Arm. Sollte doch jeder wissen, dass sie zusammen gehörten.
Auf der Straße entschied sich Alec Denahi mal eine andere Art der Fortbewegung zu zeigen. Sie hatten noch etwas Zeit und jedes Mal ein Taxi zu nehmen, ging mit der Zeit doch ins Geld. Also warteten sie an einer Bushaltestation. Als der Bus ankam bezahlte Alec per Comlink, was er Denahi dann ebenfalls erklärte. Schließlich musste sie sich ja mit der neuen Umwelt schnell zurechtfinden. Und der Bus war immer noch eine beliebte Art zu reisen oder zu pendeln. An der gewünschten Bushaltestelle angekommen, mussten sie noch ein Stück laufen, was er nutzte, um ihr weitere Einzelheiten zu erklären über das Reisen. Taxis, Busse, Züge, Flugzeuge, es gab sogar Flüge die in den Weltraum führten, doch die sollte man meiden, wenn man bestimmte Eigenschaften hatte. Bei ihr war er sich nicht so sicher, ob sie nicht irgendwie magisch angehaucht war, schließlich hatte sie so etwas wie eine Astralsicht.
Schließlich blickte Alec auf das Comlink: ein paar Minuten Verspätung, aber das würde dieser Wyatt bestimmt verkraften. Immerhin belief sich ihre Beziehung ja auf Gegenseitigkeit. Jeder brauchte den anderen für etwas. Die Gegend, die er sich ausgesucht hatte, war die klassische Mittelschicht. Leicht heruntergekommen an den einen Ecken, andere sahen sogar gepflegt aus. Als Alec dann eine Gestalt wahrnahm, die sich an die Hauseingangstür des ausgemachten Gebäudes gelehnt hatte, bestätigte es sich: Wyatt war da und wartete. Selbst auf verspätete Gäste.
Der Elf nickte dem locker wirkenden Mann zu zur Begrüßung und verlor kein Wort. Er wusste schließlich, dass sie nicht hier auf der Straße alles abwickeln würden, sondern dass es noch eine Etappe weiter ging. Ins Innere des Gebäude? Denahis Arm hatte er bis jetzt nicht losgelassen. Mit einem aufmunternden Lächeln ließ er anmerken, dass alles so lief wie es laufen sollte.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Seeking   18/4/2014, 23:07

Während Alec seinen Kaffee trank, bestätigte er, was sie hoffte. Die Sache würde hoffentlich schnell und problemlos über die Bühne laufen, sodass sie bald frei waren. Aber das, was Alec anfügte, ließ sie etwas verblüfft aufschauen. Das klang nämlich ganz so, als wolle er noch mehr Zeit verbringen. Es sollte sie mittlerweile nicht mehr verwundern und dennoch tat es das. Sie lag ihm auf der Tasche, machte Schwierigkeiten und hatte keinen Plan von der Welt dort draußen – Barrens ausgenommen – und er gab sich dennoch weiterhin mit ihr ab und das sogar gern. Warum sie das auf sich nahm? Sie sollte später die Frage wohl eher herumdrehen, dachte sie sich, verlor aber kein weiteres Wort darüber, sondern ließ sich von Alec das Comlink anlegen. Es fühlte sich ungewohnt schwer und eng um ihr Handgelenk an. Sie wollte es am liebsten wieder ablegen, aber daran musste sie sich wohl sehr bald gewöhnen. Denahi drehte und zoppelte noch ein Paar mal daran herum, bis Alec ins Bad verschwand und sie das Rauschen von Wasser hörte. Was wohl mit dem Ding passieren würde, sollte sie sich verwandeln, ohne es vorher abgelegt zu haben. Oh Mann, ihr Verschleiß an den Teilen würde größer sein als an Klamotten. Und sie musste nun darauf aufpassen, für den Fall, dass sie wieder in eine Kontrolle gerieten. Aber sie versuchte sich von dem Comlink abzulenken, indem sie nach einer Packung auf dem Tisch fischte. Soja-Irgendwas. Keine Ahnung. Was da wohl drin war? Sie drehte die Packung, schaute die helle Masse an. Drückte die Plastikverpackung zusammen. Dieses Soja war wirklich bemerkenswert. Aber bevor sie sich noch weitere Gedanken über die Zusammensetzung und Beschaffenheit von Soja machen konnt, stand Alec bereits vor ihr. Sie sollten wirklich los. Unwillkürlich musste Denahi grinsen, als er so selbstverständlich ihren Arm umfasste und sie mit sich zog, als wäre es das Normalste auf der Welt. Als wären sie sich schon ewig vertraut.
Auch unterwegs wich ihr Lächeln nur kurz, wenn sie Dinge oder Wesen bestaunte, die sie sahen. Alec erklärte ihr zwar das mit den Verkehrsmitteln, aber Denahi realisierte, dass sie nur so halb da war, denn sie war zu beschäftigt damit die ein- und aussteigenden Passanten zu betrachten. Große und kleine, dicke und dünne, hässliche und sehr schöne. Die einen reicher, die anderen ärmer. Alles mögliche gab es hier. Ein Mädchen mit Metallimplantaten in ihrem Kopf begeisterte Denahi besonders. Das tat sicher weh, sah aber irgendwie cool auf. Das Mädchen hatte eine Glatze, dafür war ihr Hinterkopf über und über bedeckt mit Tattoos und ihre Ohren voller Piercings. Irgendwie wollte sie so etwas auch ausprobieren. Ein Puma mit Ohrringen wäre sicher ziemlich cool. Wenn man Alec so zu hörte, dann waren Busse und Züge nicht nur günstiger, sondern auch unterhaltsamer. Unterhaltsamer zumindest als diese sonderbaren Fahrer in den Taxis. Auch dass hier so viele Menschen waren, störte sie nicht wirklich, schließlich sprach keiner sie an. Und Alec war in ihrer Nähe und hielt sie fortwährend fest. Aber diese Flugzeuge und Weltraumflüge... das war nichts für sie. Da konnte man ja seinen Verstand verlieren. Nein, nein, sie bleib lieber auf den festen Tatsachen der Erde. Alec riss Denahi erst aus ihrer Gedankenwelt, als er ihr mit einem leichten Ziehen am Arm zu verstehen gab, dass sie hier raus mussten. Sie folgte ihm, schließlich wusste er, wo es lang ging. Unterwegs gab es weniger Ablenkung, sodass sie ihm nun besser zuhören konnte und versuchte das neue Wissen in sich aufzunehmen. Und das mit dem Comlink musste sie auch gleich noch lernen. So viel Neues und das in so kurzer Zeit. Alec zog sie also weiter mit sich und Denahi erkannte die hohe, schlanke Gestalt am Eingang eines Gebäudes. Das war dieses Wyatt, er hatte sich also an ihre Abmachung gehalten.
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Deus
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BeitragThema: Re: Seeking   18/4/2014, 23:44

Als die beiden auf Wyatt zu kamen, sah dieser Alec nur nicken und dann seine Freundin anlächeln. Dabei wirkte diese gar nicht so unsicher. Wyatt nickte Alec ebenfalls zur Begrüßung zu und das Mädchen lächelte ihn an. Sie setzte an, ihn zu begrüßen, merkte aber, dass die beiden Männer recht wortkarg waren und beließ es dann bei einem Lächeln. Dass sie zu spät waren, kommentierte Wyatt nicht weiter. Er nickte zur Tür und meinte:
„Lass uns reingehen!“ Ohne zu warten ging er voran, schob die Tür auf und hielt sie hinter sich kurz für Denahi auf. Ganz so unhöflich musste man ja nicht sein, auch wenn es nur ums Geschäfts ging. Im Inneren roch es feucht und nach abgestandener, modriger Luft. Die Farbe war auch im Inneren mehr grau-braun als irgendetwas anderes. Alles trug bereits Altersflecken. Aber Wyatt bog gleich nach links ab und betrat eine leer stehende Wohnung. Vor sich konnten sie einen Gang erkennen, der eben zu der Fensterfront führte, er nahm aber die erste Tür rechts und sie befanden sich dann in einem Hinterraum, der früher sicher als Büro genutzt worden war. Die Fenster waren hier völlig blind, das hereinfallende Licht dämmrig. Aber zumindest würde sie keiner hier vermuten. In dem Raum stand ein alter Schreibtisch und zwei Stühle, ein Paar kaputte alte Schränke, die nun mehr Bretter als Schränke waren.
„Habt ihr das Comlink dabei?“, fragte er schlicht und musterte Denahi, die ihm gleich den Arm mit dem Comlink hin hielt. Wyatt nickte zufrieden. Es war zwar ein älteres Model, aber das würde seine Dienste auch tun. Er kramte ein Kabel aus seiner Jackentasche und verdrahtete sein Comlink mit Denahis.
„So ist es sicherer...“, kommentierte er nur. Dann wurde es aber merkwürdig, zumindest für Dehani.
„Raven, bist du bereit?“, fragte Wyatt und Denahi wunderte sich mit wem er sprach. Wie von Geisterhand sprang sogleich das Comlink an und die kleine Anzeige begann wild zu flimmern. Denahi vermeinte irgendwelche Zahlen darauf zu erkennen. Sie schaute zu Alec und dann wieder zu Wyatt, der kurz lächelte.
„Keine Sorge, es wird alles seine Richtigkeit haben. Dauert nur noch etwas und dann hat Seattle eine neue Bürgerin.“ Die Datenübertragung dauerte länger, als Denahi vermutet hatte und irgendwie wurde sie etwas nervös, während Wyatt immer wieder auf sein eigenes Comlink schaute.
„Fertig!“, verkündete eine weibliche Stimme, die aus Wyatts Comlink zu kommen schien. Sogleich leuchtete der Display auf und Wyatt entfernte das Kabel, welches sie zuvor verbunden hatte. Denahi sah darauf Daten aufleuchten und las sie vor:
„Denahi James. Geboren in Seattle. Am 13.11.2051. Ein Meter siebzig groß. Haarfarbe schwarz“, irgendwie war das doch sehr gruselig all ihre Angaben auf einem kleinen Bildschirm zu sehen. Zumindest schien zu funktionieren.
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BeitragThema: Re: Seeking   19/4/2014, 14:46

Genau wie Alec vermutet hatte, je weiter sie gingen, desto schäbiger wurde es. Wyatt schien mit den Vorgehensweisen krummer Geschäfte und deren Abwicklung vertraut zu sein. Zufällig gewählte Orte, leerstehend, oder zum größten Teil zumindest, dazu gab es Anbindung an Verkehrsmittel im Falle einer Flucht. Sicher gab es auch einen Hinterausgang. Der Mann schien einer derjenigen zu sein, die untertauchen konnten, die für sich selbst sorgten. Und irgendwie schien er auch ein Ziel zu haben, denn sonst würde er keine SIN hergeben, die so viel Geld wert war. Informationen waren wichtig, das war auch Alec vollkommen klar, denn ohne einen Plan, ohne Informationen war jedes Unterfangen sinnlos. Man konnte sich schließlich nicht auf alles vorbereiten. Und seines hatte mit den Yakuza zutun. Doch warum? Was war sein Ziel und warum ließ er seine Hacker Wunderwerke vollbringen, damit er ihnen half? Eigentlich wusste Wyatt über ihn gar nichts... Oder doch?
Als der Kapuzen-Mann schließlich sein Kabel herauskramte, wusste Alec zumindest, dass er ein Profi zu sein schien. Von Comlink zu Comlink, keine weitere Verbindung, die es würde möglich machen sie zu orten, das Geschäft nachzuvollziehen oder Spuren hinterließ. Gespannt musterte der Elf den Menschen, der Denahi andauernd anlächeln zu schien, was Alec gehörig durch den Strich ging. Doch sie hatten ein Geschäft zu erledigen und bald mussten sie bei Ares aufkreuzen. Dann waren sie frei. Und Wyatt würde ihn für seine Geschäfte benutzen können. Nur gut, dass sie ähnliche Ziele zu haben schienen mit den Yakuza. Als alles überspielt war und Denahi ihre Identität vorlas, legte Alec ihr seine Hand auf den Rücken, dann auf die Schulter.
„Wie der Mann schon sagte, wir haben eine neue Bürgerin. Glückwunsch Denahi.“ Irgendwie war Alec erleichtert. Es hatte allen Anschein nach funktioniert. Denahi war eingebürgert, hatte eine SIN, war offiziell ein Mitglied dieser Gesellschaft. Ihr neues Leben konnte also beginnen und Alec hätte leugnen müssen, wenn es ihn nicht mit einer gewissen Vorfreude erfüllte. Doch er ermahnte seine Gedanken zu kreisen und konzentrierte sich auf das Wesentliche:
„Damit wären wir fertig Mister!“ Er blickte Wyatt an. Sein Blick verhieß nicht unbedingt die Freundlichkeit in Person dahinter, aber das war Wyatt wohl schon länger klar gewesen.
„Und wie geht es nun weiter? Wir gehen zu Ares und präsentieren ihnen die SIN, und dann? Sie haben mich rekrutiert für Aufgaben. Gibt es bereits eine? Wie kann ich sie erreichen?“ Man merkte fast schon, dass Alec einen gewissen Widerwillen entwickelt hatte. Er war nicht gern Marionette, besonders wenn er kaum Informationen über seinen Job hatte und was sein Auftraggeber wollte. Also war nun dieser Kapuzen-Mann am Zug. Hoffentlich hatte er ein wenig Freizeit mit Denahi, bevor es losging.
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BeitragThema: Re: Seeking   19/4/2014, 21:44

Nachdem also die SIN überspielt und alles auf seine Richtigkeit überprüft war, zur Zufriedenheit seiner Kunden, steckte Wyatt das Kabel wieder ein. Nun ja, dieser Alec schien irgendwie nie zufrieden zu sein. Aber das war nicht sein Problem. Auf seinen Kommentar, dass sie fertig waren, nickte Wyatt Alec ebenfalls wortlos zu. Er hielt Alecs unfreundlichen Blick stand mit einem nichts sagenden Gesichtsausdruck. Alec mochte ihn nicht wirklich. Vielleicht war er eifersüchtig? Im Grunde auch egal, solange er seine Arbeit erfüllte.
„Gehen Sie zu Ares, melden Sie sich zuerst mit der SIN. Auf weitere Komplikationen können wir verzichten. Im Übrigen arbeiten sie durch mich für das Occupy Movement...“ Da Wyatt merkte, dass man ihm wohl eher negativ geneigt war, wechselte er von der Zweiten Person, in der sie eben noch angesprochen hatte, in die förmliche dritte Person. Aber noch bevor Wyatt fortfahren konnte, mischte sich eine Stimme ein. Alecs Comlink sprang ebenfalls an, nach einem kurzen Rauschen. Der Display leuchtete weiß und ein weibliches Gesicht mit wirren schwarzen Locken zeichnete sich von dem Weiß ab. Ihr Gesicht war ebenso weiß wie der Rest des Displays, allein das Haar, die durchdringen schwarzen Augen und die dunklen Lippen hoben sich flächig davon ab.
„Sie müssen uns nicht kontaktieren!“, meinte die Stimme, die von diesem Gesicht ausging, etwas amüsiert. „Wenn ich in der Lage bin eine SIN binnen Stunden zu konzipieren, dann schaffe ich es auch Sie, Mr. Knight, zu finden. Ich werde Sie über eine sichere Linie über das Comlink kontaktieren und Ihnen alle wichtigen Informationen zukommen lassen. Informationen haben ihren Preis, das wissen Sie sicher, und wenn ich der Meinung bin, dass ich eine äquivalente Gegenleistung für die SIN erhalten habe, können Sie tun und lassen, was sie wollen.“ Raven ließ keinen Zweifel, dass sie sich ihnen überlegen fühlte. Und das war sie auch. In jedem beliebigen Moment konnte sie sie verpfeifen, ihnen sonst was auf den Hals hetzen.
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BeitragThema: Re: Seeking   20/4/2014, 15:46

Eigentlich war das ja klar gewesen, oder? Eine solche Hackerin kannte Hindernisse, wie die Sicherheitssysteme von Comlinks, fast gar nicht. Für sie war es reine Routine sich dort hinein zu hacken, also wunderte sich Alec kaum plötzlich dieses Gesicht auf seinem Comlink zu sehen. Im Gegenteil, es brachte ihn sogar zum Grinsen, dass er daran nicht gedacht hatte.
„Warum überrascht es mich nicht, die Hackerin nun fast schon persönlich zu sehen, die dieses Meisterwerk vollbracht hat? Aber Lob kann ich wohl doch erst aussprechen wenn sich das Meisterwerk bestätigt hat.“, sprach Alec in das Comlink, wo er nur das Icon des Hackers zu sehen bekam, welches er nutzte. Zumindest hatte dieser Hacker Geschmack, musste er gestehen. Fast schon unschuldig sah dieses Gesicht aus, hinter dem sich ein Meister seines Fach versteckte. Die meisten Hacker, die er kannte wählten imposante Gestalten, um sich selbst aufzuspielen. Die Schlichtheit ließ ihn nun kaum daran zweifeln, dass diese Hackerin zu den wirklichen Profis gehörte.
„Wie bereits abgemacht.“, nickte er weiter in das Comlink. „Information im gleichen Wert für die Ware. Wir machen uns gleich zu Ares auf und wenn ich um etwas bitten darf, wäre es, mich erst morgen zu kontaktieren. Der heutige Tag wird mal dafür genutzt alles zu verdauen, was in den letzten Stunden passiert ist.“ Was genau er damit meinte, war wohl klar: der Stress mit Ares und das kurzfristig abgeschlossene Geschäft mit Wyatt, sowie der wenige Schlaf, der ihnen vergönnt war durch die kurzfristigen Termine sowie die lange Nacht. Dass die Nacht jedoch noch um einiges länger gewesen war, dass war sein Geheimnis und er kam nicht umhin Denahi einen Blick zuzuwerfen.
„Hat mich gefreut Ihre Bekanntschaft zu machen, Miss Raven.“ Den Namen hatte er von Wyatt gehört und so konnte er wohl annehmen, dass es sich um die Hackerin handelte.
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BeitragThema: Re: Seeking   21/4/2014, 12:16

„Ich weiß es nicht, warum überrascht es Sie den nicht, Mr. Knight.“, gab Raven noch immer amüsiert zurück, während ihre Obsidian-Augen ihn durch sein Comlink anschauten. Mumm hatte der schon Mal mit seinen Zweifeln und Wünschen, gestand sie sich und ihm ein.
„Wie Wyatt Ihnen bereits sagte, die SIN ist einwandfrei und sollte funktionieren, bis auf die Kleinigkeit, dass es mir nicht möglich war, eine biometrische SIN zu erstellen. Aber für Ares sollte das soweit genügen.“ Auf seine Frage hin, nickte Raven nur. Sollte er doch alle Zeit der Welt haben. Sie hatte ohnehin noch nichts Neues herausgefunden, zudem gab es noch mit Wyatt ein Hühnchen zu rupfen und mit der Occupy auch. Damit erlosch das Display ohne Worte das Abschieds und Wyatt, der sich bis eben noch locker an die Wand gelehnt hatte, stellte sich wieder aufrecht hin. Die Kapuze hing ihm noch immer etwas ins Gesicht. Warum die unnötigen Höflichkeiten, wenn sie ihn anscheinend nicht mochten. Aber immerhin schien dieser Alec Raven zu mögen, was eigentlich eine Seltenheit war. Wer kam schon mit ihrer selbstverliebten Art klar. Wyatt nickte den Beiden im Vorbeigehen zu und meinte ernst und leise:
„Hat mich gefreut, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Viel Erfolg bei Ares.“
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BeitragThema: Re: Seeking   21/4/2014, 12:19

Damit verließ Wyatt als erster das Gebäude. Nun eigentlich als zweiter und ließ Alec und eine verwirrte Denahi zurück. Als also alle das Gebäude verlassen hatten, schaut Denahi Alec etwas verwirrt an. Sie hatte nicht so ganz verstanden, was hier passiert war. Die Person, die ihre SIN gebastelt hatte, zumindest wusste Denahi nun, was ihre SIN war, war auf Alecs Comlink erschienen. Ging das so einfach? War das wie telefonieren? Später musste Alec ihr demonstrieren wie das Ganze funktionierte. Warum er aber diesem Wyatt so feindselig gegenüber war, das verstand sie auch nicht, der Typ war doch eigentlich ganz nett. Sie hatte zumindest den Eindruck, dass er ihnen helfen wollte. Sie fasste Alec am Arm.
„Wir sollten auch gehen.“ Vermutlich waren sie ohnehin zu spät dran. Aber ihr Comlink zeigte 8:25h an. Es würde sonderbar werden nach einer Zeit zu leben. Danach verließen auch sie das Gebäude. Und Denahi musste grinsen. Sie schaute Alec an und grinste.
„Alec, können wir die Bahn benutzen?“, fragte sie voller Neugierde.
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