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 Midnight in Seattle

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Deus
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BeitragThema: Midnight in Seattle   25/1/2014, 23:17

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Seattle



16.07.2072



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Denahi
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   2/2/2014, 22:07

Der Puma war sichtlich perplex, als Alec daneben in die Knie ging und sich Arme um sie legten. Als sie Alec Körper warm an ihrem Fell fühlte und er sich an sie drückte. Sie konnte sein Gesicht nicht sehen, als er es in ihrem Fell vergrub, dafür konnte sie seinen darin fühlen, der zunächst schneller ging. Also schmiegte sie sich noch enger an Alec und gab ein tiefes, kehliges Schnurren von sich. Nie im Leben hätte Denahi mit einer solchen Reaktion gerechnet. Auch wenn sie es nicht so klar in Gedanken fassen konnte, so war sie doch abgrundtief erleichtert. So ließ sie sich selbst zur Ruhe kommen in seinen Armen und genoss die Nähe. Ließ aber auch Alec die Zeit sich an diese Form zu gewöhnen und sich etwas zu beruhigen. Nach einer Weile, löste sie sich jedoch etwas von ihm, sah Alec an, die rosa Zunge fuhr heraus und der Puma leckte über Alecs Wange, die ganz leicht salzig schmeckte. Dabei gab der Puma ein raues Geräusch von sich, das an eine Art Husten oder Lachen erinnerte und schmiegte sich an Alec an. Eigentlich konnte sich der Puma so weit hier entspannen, dass er glatt eingeschlafen wäre, mit Alec bei sich. Zugleich war es aber ein Rätsel, warum Alec so reagiert hatte, wie er eben reagiert hatte. Warum war er so erleichtert, dass sie der Puma war? Nein, nicht erleichtert... froh? Sie mochte seine Reaktion. Sogar sehr. Und Denahi fragte sich, ob er der Puma oder doch nicht viel mehr sie ihn zuerst nervös gemacht hatte. Doch mittlerweile war von Nervosität keinen Spur mehr zu sehen. Also beschloss sie wieder etwas anderes zu versuchen. Ihr Körper schrumpfte wieder zusammen, Das Fell verschwand, bis Denahi wieder da war. Sie kniete vor Alec auf dem Boden, während er nun die Arme um sie gelegt hatte. Fast schon etwas scheu blickten die großen, grünen zu ihm auf, suchte in seine Gesicht, während ihr Haar ihr etwas in Gesicht fielen und zumindest einen Teil ihrer Blöße bedeckte.
„Alec?“, fragte sie dann leise und zaghaft. Beinahe schon verunsichert. Sie wollte wissen, was er dabei empfand, nun wissend, dass sie der Puma war.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   2/2/2014, 22:19

„Denahi.“, hauchte er leise, als sie wieder in ihrer menschlichen Gestalt war. Vor ihm kniend, in seinen Armen, vollkommen nackt, schutzlos, als sei Denahi selber das komplette Gegenteil ihrer anderen Gestalt. Nur wusste Alec zu gut, dass sie nicht schutzlos war. Das verdrängte er jedoch in diesem Moment vollkommen und drückte sie nur wieder an sich. Noch fester, noch enger, als müsse er sie beschützen. Nur bemerkte er nicht, wie der Drang sie zu beschützen einherging mit dem Drang sie zu spüren, sie zu...
„Du bist es... Du bist es wirklich. Es war nicht nur meine Phantasie!“, sagte er wieder mehr zu sich selbst als zu ihr und nahm einige Zentimeter Abstand von ihrem Gesicht, sodass er es sehen konnte. Er wollte sie sehen, wollte wissen was sie dachte, ob sie Angst hatte, Angst zu gestehen, wer sie war, was sie war, obwohl sie es ihm gerade ohne Worte offenbart hatte. Oder war sie froh jemanden gefunden zu haben, der einfach keine Angst vor dem hatte? Doch in diesem Moment war es plötzlich nicht mehr wichtig, als er ihr scheues Gesicht sah, wie sie zaghaft nach seinem Blick suchte, den er nur zu gerne erwiderte. Seine Hand wanderte langsam nach oben, in ihr Gesicht, befreite die eine Hälfte von den Haaren, die es verdeckten und lächelte, als sei es das Schönste, was er je gesehen hatte. Und in gewisser Weise würde er das wohl bestätigen. Denahi war einmalig. Wie sie als Mensch war, wie sie als Puma war. Wieder dieses Bedürfnis. Sie zu küssen. Und dieses Mal gab er ihm nach, kam etwas näher zu ihrem Gesicht und küsste einfach ihren Mundwinkel, als sei nun er derjenige, der zu scheu war, ihre Lippen voll und ganz zu küssen...
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Denahi
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   2/2/2014, 22:37

Denahi nickte nur, als Alec das Offensichtlich aussprach. Völlig ohne Angst oder Abneigung. Viel mehr war sein Blick irgendwie verklärt und sie musste lächeln. Völlig gelöst und erleichtert lächelte sie ihn einfach nur an. Und zum ersten Mal fühlte sie nicht unwohl, nicht als müsste sie etwas verstecken. Nun wusste er alles, dass sie keine SIN hatte und warum sie keine SIN hatte. Sie hatte das Bedürfnis, das alles in Worte zu fassen, sich ihm zu erklären. Doch es schien zu banal. Zu unnötig. Mit einer sachten Berührung, strich er ihr die Haare aus dem Gesicht und sie schloss die Augen für den Bruchteil einer Sekunde und als die Augen öffnete, war Alec ihr bereits näher. Sie sah sein Gesicht ganz nah vor sich und schloss die Augen wieder. Die Berührung war ganz leicht, so als sei sie gar nicht da gewesen, als er sie küsste. Ganz zaghaft und zurückhaltend, so völlig anders, als er es noch Labyrinth getan hatte. Denahi legte die Arme um Alecs Hals und kam ihm so noch näher. Kam seinem Körper entgegen, der sich noch enger an sie zu drücken suchte. Sie grinste kurz, als sie seinen Körper so deutlich und seine Lippe so sanft spürte. Aber der Moment währte nicht lange; sie küsste Alec einfach. So, wie sie es an diesem Nachmittag gelernt hatte. Oh ja, sie mochte diese Betätigung und man konnte sie ganz oft wiederholen. Ihre Hand wanderte in seinen Nacken und strich durch seine Haare. Dann löste sie sich aber von ihm und lehnte seine Stirn gegen seine, als ihr wieder etwas einfiel. Lachend meinte sie:
„Ich halte uns wieder vom Essen ab?“ Jetzt machte das mit dem Anknabbern doch gleich mehr Sinn, dachte sie sich. Jetzt musste wohl Alec mehr Angst haben von einer Raubkatze verspeist zu werden.
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   2/2/2014, 23:42

Essen? Was? Oh, sie hatte recht, aber das machte nun wohl wirklich nichts aus. Schmunzelnd schüttelte er langsam den Kopf, ohne ihre Berührung an der Stirn oder den Blickkontakt zu brechen.
„Ich glaube nicht, dass mich in diesem Moment irgendetwas glücklicher machen könnte, als dich bei mir zu haben. Nicht mal Nudeln.“ Dann wurde sein Grinsen etwas breiter und er löste die Berührung, um sie nochmals zu küssen, nochmals ihre warmen Lippen zu spüren. Wunderbar, dachte er sich dabei nur und gab sich ganz diesem Gefühl hin für einen Augenblick.
Erst nach dem Kuss, genehmigte er sich einen Blick an ihr herab. Nicht weil er ihren Körper sehen wollte, zumindest nicht nur. Eher weil er bemerkte, dass ihr kalt sein musste, so ganz ohne Kleidung. Gewisse Stellen an ihrem Körper schienen das auch zu bestätigen, oder war es vielleicht einfach eine ganz andere Reaktion? Eine, die auf etwas ganz anderes hinweisen sollte? Er drückte sie wieder an sich und umklammerte ihren Körper, ihren Rücken, damit er mit seinen warmen Händen etwas Wärme spenden konnte.
„Dir muss kalt sein, so ganz ohne was an. Ich sollte dich rein bringen, wenn du mir das erlaubst.“, sagte er nun zaghaft und blieb dabei ganz dicht an sie gekuschelt.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   3/2/2014, 05:07

Denahi sah nicht nur wie Alec den Kopf schüttelte, sondern spürte diese kleine Bewegung sogar und begegnete weiterhin seinem Blick. Seine nächste Aussage brachte sie jedoch zum Lachen. Dann konnten Nudeln Alec also glücklich machen, dachte sie sich nun ebenfalls kopfschüttelnd. Und nahezu in der selben Bewegung, in der sie sich von ihm löste, kam er ihr entgegen. Seine Lippen, die zuvor noch ein Lächeln geformt hatten, verschlossen ihre Lippen. Denahi genoss diesen Moment; sie schloss die Augen und schmiegte sich enger an Alec. Seine Lippen waren warm und weich und sie konnte noch den Wein daran schmecken. Ihr Kuss wurde hastiger, die Hände vergruben sich tiefer in seinem Haar, ihr Herz begann etwas schneller zu schlagen und ein Schauer rann über ihren Körper. Leider endete der Kuss viel zu bald und Alec löste sich wieder von ihr, auch wenn sie es nicht einsah, ihre Hände aus seinem Nacken zu lösen. Sein Blick fiel ihr zwar auf, der einmal an ihrem Körper hinab glitt; es war fast, als spürte sie ihn sogar als federleichte Berührung auf ihrer Haut. Und obwohl sie nackt war, fühlte Denahi sich nicht bloß, nicht verletzlich und auch kein bisschen unwohl. Sie war diese Nacktheit von ihren zahlreichen Verwandlungen gewohnt. Denahi fragte sich lediglich, ob Alec wohl gefiel, was er sah. Sie war sich auch bewusst, dass optische Reize auf Männer eine bestimmte Wirkung hatten. Ob sie die auf ihn auch hatte? Noch nie hatte sie sich so etwas gefragte. Noch nie hatte sie Interesse empfunden am Körper eines anderen, was sie bei Alec aber eindeutig tat. In seiner Gegenwart staute sich in ihr ein sonderbares Gefühl auf. Erst im Labyrinth und nun hier. Allerdings war es so, als wollte Alec ihre bloße Haut mit seiner Berührung bedecken. Seine Worte erklärten auch warum er das tat.
Aber wenn sie nun darüber nachdachte, hatte sich auf ihrer Haut wirklich eine Gänsehaut gebildet und die kühle Nachtluft legte sich deutlich auf ihrer Haut nieder. Dennoch lachte sie wieder.
„Aber drinnen bin ich genauso nackt wie hier...“, merkte sie an. „Aber wir sollten ohnehin etwas schlafen. Mitternacht ist sicher schon lange vorbei.“ Widerwillig löste sie sich von Alec und erhob sich. Ihre Finger wanderten wie von selbst zwischen ihre Brüste in einer gewohnten Bewegung und tasteten nach dem Totem, das nach wie vor um ihren Hals hing. Das Band war zum Glück so weit, dass es auch um den Pumahals passte und bei der Verwandlung nicht riss. Sie gewährte Alec noch einen Blick, bevor sie sich abwandte und wieder zu ihrem Stuhl ging. Sie nahm das Weinglas und nahm den letzten Schluck davon, dann schlang sie das Kleid sporadisch um sich. Wenn sie tatsächlich schlafen gingen, würde sie sich nicht die Mühe machen sich wieder in das Leder hinein zu schälen. Sie lächelte Alec erwartungsvoll an.
„Lässt du mich auch wieder in deine Wohnung, nachdem du weiß, was ich bin?“ Denahi kam wieder näher, bis sie wieder ganz dicht bei ihm stand.
„Schließlich könnte ja ich dich anknabbern!“, gab sie frech mit leiser, fast drohender Stimme zurück. Sie mochte dieses Spiel, das er angefangen hatte. Dieses ständige Auf und Ab aus Näher und Abstand, sowohl emotional und verbal, wie auch physisch. Das musste wohl die Katze in ihre sein.
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   26/2/2014, 00:24

Der Elf musste wieder grinsen.
„Jetzt, ds ich weiß, was du bist... ob ich dich in meine Wohnung lasse... hm...“, schien er angestrengt zu überlegen und blickte dabei abwechselnd in den Nachthimmel sowie auf Denahi, welche sich in all ihrer Pracht vor ihm zeigte. Die kleine Bewegung ihrer Hände zum Totem um ihren Hals, zwischen ihren Brüsten. Als sie den letzten Schluck Wein trank, als sie sich ihre Kleidung halb um sich legte, gerade so, dass sie damit alles verdeckte, was ihren weiblichen Körper ausmachte, aber immer noch nicht genug, sodass sie dadurch nur noch anziehender auf ihn wirkte.
„Wer würde sich denn nicht über einen so kuscheligen Puma als Haustier freuen? Ich glaube, ich lasse dich gerne wieder rein“, schmunzelte er und stand auf, nahm sein Glas zur Hand und leerte es ebenfalls. Ein letzter Blick auf die Nudeln bestätigte ihm, dass sein Hunger verflogen war. Immerhin hatte er ja die Hälfte gegessen. Und außerdem hatte er einen Puma auf seiner Dachterrasse, der sich entweder zum kuscheln an einen schmiegte oder wahlweise auch eine wunderschöne, vollkommen nackte Frau sein konnte. Beides hatte seinen Reiz und ließ ihn wohl allen Hunger, Durst oder Müdigkeit vergessen. Diese Frau schien ihn viel vergessen zu lassen und doch hinterließ sie ihm ein ganz neues Lebensgefühl. Sie einfach zu betrachten, erfüllte ihn mit einem Hochgefühl, das er nie gekannt hatte. Also warum sollte er sie nicht hinein lassen? Warum sollte er sie überhaupt je wieder raus lassen war wohl die richtige Frage!
„Gehen wir wieder rein. Da sind es ein paar Grad mehr und meine Couch ist auch nicht so unbequem, wenn man sie erst einmal von dem ganzen Gerümpel befreit hat, der da liegt.“ Er verdrehte die Augen und kam dann lächelnd zu ihr, legte seine Hand auf ihren Rücken, von dem er jetzt viel bewusster wahrnahm, wie trainiert dieser war, wie fest und muskulös ein Rücken eigentlich sein konnte von einer Frau, die wohl die Fitness einer Bodybuilderin und einer Marathonläuferin haben musste und dabei die Reize eines Filmstars. Einen Augenblick blieb er so stehen, nahm ihre Blicke wahr, die auf ihm lagen, erwiderte sie, vielleicht ein wenig erforschend, was sie gerade dachte. Dann erhöhte er den Druck auf ihren Rücken, sodass er ihr das Signal gab, dass sie nun zurück in die Wohnung sollten.
Als sie durch die Terrassentür waren und die Wohnung betreten hatten, fühlte es sich irgendwie viel zu eng an, viel zu wenig Platz war da. Die Wohnung war teilweise zugestellt, es standen Taschen herum, Kisten, allerlei technische Spielzeuge, die er für seine Arbeit brauchte. Es war nichts, wo man sich wirklich wohlfühlen konnte. Eigentlich hatte er das Bedürfnis wieder mit ihr hinaus zu gehen. Auf die Terrasse oder einfach irgendwo anders hin, doch sie hatte recht. Es war spät und sie mussten schlafen. Morgen war ein wichtiger Tag für sie. Eigentlich war dieser Tag schon angebrochen, also war heute ein wichtiger Tag für sie. Der Tag, an dem Denahi eine SIN bekam. Der Tag, an dem sie der Gesellschaft angehörte. Der Tag, an dem sie das erste Mal mit Kriminellen in Kontakt gekommen war und die sie nicht umbringen oder vor denen sie weglaufen musste.
„Ich werde dich ins Schlafzimmer bringen. Dort ist etwas mehr Platz“, meinte er fast schon hastig und beschämt. „Außerdem kannst du dort ungestört nackt sein und musst dich nicht fürchten mich vor Hunger anknabbern zu müssen!“, grinste er und konnte nicht anders, als wieder einen Blick über ihren Körper zu riskieren. Dieses Mal stand er hinter ihr. Neuer Blickwinkel, gleiche Wirkung: Wunderschön. „Ich werde noch schnell das Comlink suchen und mich dann auf die Couch werfen.“
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Denahi
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   26/2/2014, 21:03

Denahi stand da, die Arme um sich geschlungen und damit das Kleid zusammenraffend und wartete darauf, wie Alec wohl reagieren würde. Zumindest schien er nicht völlig schockiert und überrumpelt nach ihrem kleinen Geständnis und lud sie wieder in seine Wohnung ein. Als sich seine Hand in ihren Rücken legte, erschauderte sie unter der Berührung, obwohl eine Schicht Stoff dazwischen lag. Noch immer grinsend ließ sie sich von Alec regelrecht hineinschieben. Die gesamte Zeit spürte sie seinen Blick auf sich; womöglich sollte sie sich doch wieder anziehen? Gleich kam ihnen die Wärme der engen Wände entgegen. Es war doch merklich wärmer als es draußen war. Alec führte sie durch die beengte Wohnung in Richtung des Schlafzimmers, wo sie eine Hand an die Tür legte und diese aufschob. Dunkelheit breitete sich vor ihr aus. Und Denahi schaute sich wieder nach Alec um. Er wollte ihr sein Schlafzimmer überlassen und selbst auf der Couch bleiben, die nicht gerade so bequem aussah? Sie schüttelte den Kopf und als sie Alecs Blick suchte, war sie ernst und lächelte dennoch sanft.
„Mich stört es nicht, wenn es wenig Platz gibt. Außerdem sind dein Schlafzimmer und dein Bett groß genug, als dass wir beide hinein passen...“; sie musste nun doch wieder schmunzeln. „Du sollst nicht in deiner eigenen Wohnung auf der Couch schlafen... Es sei denn, DU hast Angst, dass ich dich nachts fressen könnte!“, gab sie leicht provokativ zurück. Damit überließ sie Alec seine Suche nach dem Comlink und tapste in die Richtung, wo sie das Badezimmer vermutete, schließlich konnte sie sich hier wohl kaum verlaufen. Als sie die Tür hinter sich schloss, widmete sie sich eine Katzenwäsche und betrachtete sich im Spiegel: das Haar gelöst, die Wangen leicht rosig, die Augen funkelnd. Dann schüttelte Denahi den Koph. So unwillkürlich. Es war beinahe so, als blickte eine andere Person sie aus dem Spiegel an. Eine, die nicht sie selbst war. Aber sie ließ sich nicht genug Zeit für diese Gedanken, sondern kehrte bald wieder zu Alec zurück, der mittlerweile fündig geworden war. Unglaublich, was er für technischen Kram besaß. Sie konnte die Namen der Geräte sicher kaum aussprechen, als dass sie sie bedienen könnte. Dann sah sie wieder von Alec zum Schlafzimmer und dann wieder abwartend zu Alec.
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   27/2/2014, 20:27

„Würdest du mich denn fressen?“, gab er zurück und erhaschte noch ein vielsagendes Lächeln von ihr, bevor sie im Badezimmer verschwand und er sich fieberhaft an die Suche nach dem Comlink machte. Irgendwo musste er es doch haben! Doch seine Gedanken waren nicht wirklich bei dem Comlink. Nur noch der Tastsinn und mehr oder weniger der Sehsinn waren dafür abgestellt worden seine Wohnung oberflächlich nach dem Comlink abzusuchen. Mit all seinen anderen Sinnen war er immer noch bei Denahi, die gerade verschwunden war, um sich zu waschen. Zumindest sagte es ihm sein Gehör, als er das fließende Wasser hörte. Die eigentliche Frage, die ihn beschäftigte, neben der Vorstellung von Denahi, wie sie in seinem Badezimmer wohl das Kleid hatte fallen lassen oder aber dem Comlink, welches sie unbedingt für morgen brauchten, war wohl, ob sie das ernst gemeint hatte? Er sollte wirklich bei ihr schlafen? Im Schlafzimmer? Im gleichen Bett? Nicht auf der Couch? Daraus resultiere dann die nächste Frage, nämlich wie genau das ganze aussehen sollte? Irgendwie bekam er ein wenig Panik. So etwas war ihm noch nie passiert! Klar, er hatte schon Frauen und nie hatte er welche von denen gehabt, die man bezahlen musste dafür, doch zugleich waren da nie recht viele Gefühle gewesen. Klar, Sympathie oder äußere Anziehung, aber nie dergleichen, was er für Denahi fühlte. Für diese überaus interessante und rätselhafte Frau, welche ihm gerade sagte, dass sie wolle, dass er bei ihr ihm Bett schliefe! Warum fiel ihm diese Entscheidung jetzt so schwer? Sicher, er würde wohl nichts lieber wollen, als dieses scheue Wesen zu spüren, zu küssen, es einfach nur im Arm halten, wenn er mal auf der romantischen Ebene blieb, aber konnte er damit nicht irgendwie auch etwas kaputt machen? Oder nutzte er die Situation aus? Er hatte sich für sie verbürgt, hatte als Bezahlung seine Dienste angeboten. Er beschaffte ihr in Rekordzeit eine SIN, die wohl an die 50.000 Nuyen wert war. Mehr als die meisten Menschen in ein oder sogar zwei Jahren verdienten. Wollte sie ihn also wirklich? Das war wohl die Frage. Doch diese Anziehung war ja schon vorher da. Im Labyrinth, als sie sich getroffen hatten für ihr zweites Date, wenn man denn das erste Essen-gehen als Erstes zählen wollte. Alles deutete darauf hin, dass... Comlink! Normalweise hätte er nun gefragt welcher Trottel denn ein Comlink neben die Knabbereien in den Schrank legte, doch dann musste er sich wohl diesen Titel selbst gestehen. Er seufzte, holte es hervor, stellte es an und es funktionierte! Perfekt! In diesem Moment kam auch Denahi aus dem Badezimmer. Ihr Kleid war immer noch behelfsmäßig um sie geschlungen. Sie sah hinreißend aus und er wusste, dass ihn jeder Mann auslachen würde für den inneren Kampf den er ausfocht wegen ihr. Sie war wunderschön und wollte nichts anderes, als dass er bei ihr war. Wie konnte er das denn ausschlagen? Doch als ihre Blicke auf ihm lagen, dann zum Schlafzimmer hinüber glitten, dann wieder zu ihm, blieb er wie versteinert stehen, das Comlink in der Hand, der Kopf vollkommen leer. Nur das unwillkürliche Lächeln, welches sie in ihm auslöste war da, mit welchem er sie anschaute.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Midnight in Seattle   27/2/2014, 21:53

Da stand er nun. Mit dem Comlink in der Hand. Wie eine Salzsäule. Sprachlos. Denahi musste doch wieder schmunzeln und kam auf Alec zu. Dieses Mal war sie nun etwas entschlossener. Sie blieb dicht vor ihm stehen und schaute zu Alec herauf. Eine ihrer Hände wanderte zu seiner Hand, in welcher er das Comlink hielt. Ihre Finger schoben sich zwischen die seinen und lösten das Comlink leicht heraus, sodass sie es ihm aus der Hand nehmen konnte. Sie nahm es mit und ging durch den Raum zu der kleinen Kommode. Dort legte sie das Comlink ab.
„Du kannst mir auch noch morgen erklären, wie es funktioniert!“, meinte sie grinsend. Dann war sie wieder bei Alec und nahm nun seine Hand, die schließlich frei war. Sie zog ihn mit sich in den dunklen Raum, der nur von den Lichtern der Nachbarhäuser und der Laternen, einige Meter unter ihnen, erleuchtet wurde. Es dauerte etwas, bis die das Bett ausmachen konnte, welches für eine Person doch recht großzügig war, für zwei aber fast schon eng werden konnte. Wieder flackerten Gedanken auf, dass er das womöglich gar nicht wollte. Also drehte sie sich, kurz bevor sie bei dem Bett angekommen waren, wieder zu Alec. Sein Gesicht lag im Schatten, sodass sie seinen Ausdruck nicht erkennen konnte.
„Um deine Frage von vorhin zu beantworten: ich würde dich nicht fressen. Aber wenn du dich unwohl fühlst, kann ich auch auf der Couch schlafen. Wirklich.“, stellte sie noch einmal fest. Ihre Stimme klang leise, verunsichert und doch wieder so, als meinte sie jedes Wort, was sie sagte, ernst.
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