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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   22/1/2014, 17:55

Kaum dass Denahi die Stäbchen zur Hand genommen hatte und schon fast überzeugend vorgab, dass sie sich der Mahlzeit widmen wollte, brachte Alec sie wieder aus der Fassung. Es reichte ja nicht, dass sie mit den Bambusstäbchen in der Schachtel herumstocherte und ihr diese schlüpfrigen, kleinen Dinger nicht gehorchen wollte, da setzte Alec noch ein drauf. Sie wollte eigentlich gar nicht tatsächlich essen, besonders nicht, wenn Alec so dicht bei ihr stand und sie so betrachtete, das machte sie nur noch nervöser und vertrieb jegliches Hungergefühl. Viel mehr brachte seine Aussage sowohl ihre Gesichtszüge zum Entgleisen, als auch ihre Hand. Die Stäbchen fielen klappernd in die Schale und sie starrte Alec verblüfft an. Sie... was? Meinte er das gerade ernst? Sein Grinsen deutete darauf hin, dass es nur ein Scherz sein konnte! Aber war es wirklich ein Scherz? Irgendwas ließ sie vermuten, dass da doch mehr Wahrheit dahinter steckte, als er vorgab. Doch so, als wäre nichts gewesen, begab Alec sich zu seinem Platz, setzte sich und widmete sich seiner Mahlzeit, während er sie etwas ratlos zurückließ. Kaum, dass sie es geschafft hatte, mit ihren Stäbchen ein Paar Nudeln zu fassen und sie sich in den Mund zu schieben, ließ Alec eine weitere Bombe platzen. Prompt verschluckte sich Denahi an den unzerkauten Nudeln und fing an zu husten. Es dauerte etwas, bis sie wieder Luft bekam, geschweige denn antworten konnte. Und wieder war es an ihr, Alec total verblüfft anzuschauen. Dieser bot hingegen lediglich Wein an, als wäre nichts gewesen. Irgendwie schaffte er es immer und immer wieder sie zu erstaunen. Denahi nickte jedoch nur um etwas Zeit zu schinden und seinen Blick von sich abzulenken. Vermutlich weil sie nicht wusste, was sie darauf antworten sollte. Etwa mit der Wahrheit?
„Wie bitte? Was meinst du?“, fragte sie dann etwas verwirrt, als wüsste sie nicht, wovon er sprach. Wusste er es etwa doch? Was sie war? Sie betrachtete, wie er den roten Wein in die Gläser füllte und ihr eines davon entgegen hielt. Als sie es umfasste, streiften ihre Finger kurz die seine. Ganz flüchtig. Kaum merklich. Dennoch reichte es aus um einen beinahe elektrisierenden Schauer durch ihre Hand zu jagen. In diesem Moment schaute sie von seiner Hand zu ihm auf.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Identities   29/1/2014, 15:18

Es war fast so, als habe er sie nun auf mehrere Arten und Weisen schockiert. Zumindest kam ihm ihre Wortlosigkeit so vor. Und natürlich dass sie fast ihre Stäbchen in der Schachtel versenkt und sich an den Nudeln verschluckt hatte. Aber das hätten ja auch einfach ein Missgeschick sein können für eine Ungeübte mit den Stäbchen. Trotzdem wirkte es so und er hatte sich daraufhin entschlossen ihr das Glas mit Wein zu reichen, welches er gerade vorbereitet hatte. Als sich dabei ihre Hände ganz sanft berührten, ganz zufällig und flüchtig, blickte er zu ihr und sofort trafen sich ihre Blicke, denn auch ihr musste das aufgefallen sein. Nur bemerkte er bei ihr nichts, was darauf hinwies, dass diese kleinen und sanften Berührungen etwas Schlechtes waren. Im Gegenteil, sie schien sie genau so zu genießen wie er. Wieder musste er sich zurück halten, spannte seinen ganzen Körper an, damit er ihr das Weinglas überreichen konnte, ohne dabei preiszugeben, dass jede Berührung ihn ganz zittrig machte. Doch er schaffte es wohl sich weiterhin selbstsicher genug in ihrer Gegenwart zu präsentieren. Zumindest seit etwa einer Minute, denn wie er sonst auf sie wirken musste, war ihm ein Rätsel. Doch sie wirkte nun nervös. Nicht wegen der Berührung, nein. Vorher schon. Einen Moment vorher. Als er „anknabbern“ und den „Bären“ erwähnte.
„Ich meine nichts Spezielles. Nur ich dachte, weil manche Menschen sich irgendwie sehr naturverbunden fühlen, haben sie auch ein Tier, dem sie sich nahe fühlen. Du erwähntest den Bären und dass du dieser nicht seist. Also bist du wohl etwas anderes, oder?“, fragte er nun schmunzelnd und hoffte, dass er mit dieser Erklärung alle Fragen aus der Welt geschafft hatte. Außer vielleicht die mit dem „Anknabbern“. Bei dem Gedanken musste er unwillkürlich grinsen.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   31/1/2014, 19:09

Langsam führte Denahi das Glas an die Lippen und trank einen winzigen Schluck, schließlich war sie diesen Geschmack noch immer nicht gewohnt, das leichte Brennen, gepaart mit einer fruchtigen und doch nicht mehr ganz so frischen Süße. Sonderbar, dieses Getränk. Außerdem brachte es ihr genug Zeit und die Möglichkeit sich hinter dem Glas zu verstecken, als Alec seine Aussage klar stellte. Innerlich breitete sich Erleichterung aus. Sie sollte endlich aufhören sich so auffällig zu verhalten. Alec schien ohnehin nichts zu wissen. Sie war es viel mehr, die sich permanent ertappt fühlte. Also stellte die das Glas wieder ab und grinste ihn an.
„Naturverbunden in Seattle?“, fragte Denahi etwas ungläubig. „Der einzige Ort hier, an dem man sich naturverbunden fühlen kann, ist wohl der Zoo oder draußen am Rande der Barren, wenn sich Critter dort hinein verirren.“ Dann zuckte sie die Schultern. „Was soll ich schon sein? Ja, mein Vater glaubte noch fest an Totems und solchen Kram... aber das liegt nun alles schon lange zurück...“ Jedes Mal, wenn sie an ihren Vater zurückdachte, verfiel sie normalerweise in eine Art Trauerphase, die geprägt war von Flashbacks, aber jetzt wollte sie sich nicht die Laune davon trüben lassen. Stattdessen beschloss sie den Spieß umzudrehen.
„Aber was ist mit dir? Da du sichtlich nicht hier bist um als Kampflehrer zu arbeiten, sondern um Yakuza zu jagen... Was ist nun der wahre Grund, weshalb du in Seattle bist uns Yakuza jagen willst?“ Es konnte ja genau so gut möglich sein, dass gerade das der Grund war: Geld und nichts weiter. Aber sicher steckte mehr dahin
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BeitragThema: Re: Identities   1/2/2014, 18:50

Grinsend nahm Alec einen großen Schluck Wein, um die Nudeln hinunter zu spülen. Im Zoo? Das stimmte wohl. Etwas seltsam kam es ihm aber trotzdem vor, dass sie das Ganze so dementierte. Alles, was Tiere anging zumindest. Hatte sie vielleicht kein gutes Verhältnis zu ihnen? Oder fand sie die Vorstellung von naturverbundenen Menschen in Seattle einfach nur lächerlich? Oder war da ein ganz anderer Grund? Während Denahi vom Wein nippte, hatte er sie die ganze Zeit beobachtet. Er kam sich mittlerweile leicht voyeuristisch veranlagt vor, was sie anbelangte. Immerzu musste er sie betrachten, musste ihre Bewegungen verfolgen, ihre Mundwinkel beobachten, wenn sie lachte. Er entschloss sich es einmal für 5 Minuten zu versuchen, dem Ganzen abzuschwören und sich der Unterhaltung zu widmen. Was sagte sie doch gleich? Ihr Vater glaubte an Totems und solchen Kram? Er hätte es wohl genau so gesagt, dachte sich Alec und musste schmunzeln.
„Du scheinst Totems und Geister und was es sonst da noch gibt, ja nicht so ernst zu nehmen. Obwohl gerade du es ja tun solltest.“ Er hatte eine kurze Pause gemacht, um ihre Reaktion zu beobachten, doch machte dann gleich weiter: „Wegen deiner Astralsicht meine ich. Du hast bei mir aber recht. Ich bin wohl eine Art Jäger. Kein Kampflehrer, obwohl ich das sicher auch ganz gut könnte. Glaube ich zumindest.“ Offensichtlich schien Alec darüber ernsthaft nachzudenken, zumindest konnte man es seinen Gesichtszügen entnehmen, die ziemlich grüblerisch bei diesem Gedanken rüber kamen.
„Ich bin aus persönlichen Gründen in Seattle. Hier lässt sich gutes Geld verdienen und hier gibt es sehr gute Hacker. Ich bin auf der Suche nach etwas und bin der festen Überzeugung, dass die Yakuza darüber etwas wissen.“ Es war zwar nur eine Halbwahrheit, aber immerhin besser als ihr seine Geschichte zu erzählen. Das wollte er sich nicht antun, ihr nicht antun und eigentlich war der Abend viel zu schön, um sich dergleichen zu widmen. Also lächelte er einfach nur, legte den Kopf etwas schief und blickte sie an.
„Du scheinst dich nach dem Tod deines Vaters verändert zu haben oder?“, fragte er einfach mal ins Blaue hinein. Schließlich wusste er nicht viel von ihr, aber würde gern mehr wissen. Von dem zumindest, was sie preis geben mochte.
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BeitragThema: Re: Identities   1/2/2014, 23:08

Denahi fasste mit den Stäbchen eine kleine Portion Nudeln und drehte die Stäbchen leicht um diese, sodass es ihr sogar gelang die Nudeln sogar ein Stück aufzuwickeln. Sie konnte sich an diese Holzteile fast gewöhnen, dachte sie sich, als es ihr gelang unfallfrei zu essen. Es war wirklich schön Normales zu essen und kein running Fastfood von der Straße, dachte sie sich schmunzelnd. Sie hörte Alec zu, auch wenn ihr Blick fast schon konzentriert auf die Stäbchen gerichtet war. Sie ließ Alec ausreden und wartete einen Moment, dachte über seine Worte nach und wurde dabei etwas ernster, als sie sich wieder für die Wahrheit entschloss, wie bereits so oft an diesem Abend.
„Ich halte den Glauben meines Vaters in allen Ehren.“, damit ließ sie von den Stäbchen ab und umfasste das Lederband, welches sie um den Hals trug um es mit einer einzigen Bewegung hervor zuziehen. Der kleine, hölzerne Puma hob sich deutlich von den schwarzen Ledereinsätzen ihres Kleides ab. Die Figur war filigran, fast schon zu filigran, als dass man glauben könnte, das sie tatsächlich von geschickten Händen geschnitzt worden war.
„Das ist das Letzte, was mir von meinen Eltern geblieben ist. Mein Vater glaubte fest daran, dass das sein Totem war und dann auch meines. Damals war ich viel zu klein um etwas von der Astralsicht zu wissen und als ich dann allein war, da hab ich fast alles vergessen, was meine Eltern mir an Geschichten erzählt hatten, weil andere Dinge wie Überleben wichtiger waren. Also weiß ich nicht, ob ich mich verändert hab. Wahrscheinlich, man ist als Erwachsener immer anders als als Kind.“, gab Denahi nachdenklich zurück. Es erstaunte sie, dass sie auf Anhieb die richtigen Worte fand um zu artikulieren, was sie dachte.
„Aber du hast wohl recht, ich sollte anfangen an Dinge zu glauben...“, damit schaute sie zu Alec auf und lächelte ihn an. Diese sonderbaren Gestalten, deren Geheimnis sie wissen sollte. Dann heiterte sich ihr Gesicht wieder auf und sie begann wieder mit den Stäbchen nach Nudeln zu fischen.
„Aber wonach suchst du? Vielleicht habe ich es ja bereits gesehen?“, meinte Denahi fast schon kindlich.
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BeitragThema: Re: Identities   2/2/2014, 18:56

Als Alec die filigran gearbeitete Figur betrachtete, wanderte sein Blick verwundert, neugierig und wahrscheinlich ein wenig misstrauisch von ihr zu Denahi und zurück. Ein Puma? Ein Puma... So einen, wie er gesehen hatte an jenen Abenden. So einen, wie er ihn gestreichelt hatte. Das konnte jedoch nur Zufall sein. Die damalige indigene Bevölkerung glaubte viel an derlei Dinge. Vielleicht war es typisch für den Stamm gewesen die Pumagestalt zu verehren. Mehr nicht! Oder doch?
Erst jetzt merkte er, dass das Misstrauen gar nicht gegen Denahi gewandt war, sondern eher den Puma selbst. Oder jenen dieser Abende? Er war etwas verwirrt und konnte erst gar nicht richtig antworten.
„Vielleicht solltest nicht nur du an dergleichen glauben...“, meinte er etwas abwesend dazu. Dann schüttelte er kaum merklich den Kopf, um wieder klar zu werden. Sie hatte schließlich recht mit dem, was sie sagte: Als Kind ist man immer anders als als Erwachsener. Zumindest manche. Denn für manche passierte auf dem Weg zum Erwachsenwerden einfach zu viel. Das Essen hatte Alec in der Zwischenzeit aufgegeben. Er hatte auch kaum noch Hunger irgendwie. Stattdessen griff er nach dem Glas Wein und trank davon, um dann mit einem Blick in die Ferne in ihre Richtung zu blicken.
Fast so, als würde er durch sie hindurch blicken. Seine Gedanken waren immer noch bei diesem Puma und der Überlegung, was vielleicht Denahi damit zu tun haben könnte.
„Äh... wonach ich suche. Naja...“, sagte er leicht abwesend, nachdem er realisiert hatte, dass sie ihm eigentlich helfen wollte?! Aber wie könnte sie? Er seufzte leise.
„Ich habe jemanden verloren. Vor Jahren. Und nun suche ich diese Person. Aber das ist jetzt nicht wichtig. Mich würde viel mehr interessieren, ob dich diese Figur...also... hm, wie soll man das sagen? Begleitet? Ich hatte in letzter Zeit ziemlich seltsame... Träume, was Pumas angeht.“, merkte er vorsichtig und unwissend an. Eigentlich wollte er gar nicht wirklich darüber diskutieren, aber was konnte man schon dafür, wenn die Worte einfach herausrutschten?
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BeitragThema: Re: Identities   2/2/2014, 20:06

Denahi fiel auf, das Alec die kleine Figur um ihren Hals genauestens betrachtete. Er sah sie an und doch sah er durch sie hindurch. Sein Blick wirkte konzentriert und abwesend zugleich auf sie. Sie betrachtete nun ihrerseits jede seiner Regungen aufmerksam, denn sein jetziges Verhalte könnte ihr zeigen, wie er in Zukunft reagieren würde. Und sie wurde nicht enttäuscht. Anscheinend tat er diesen Glauben an Totems nicht als Unsinn ab, sondern ließ sich darauf ein. Zumal er sicher zu denen gehörte, die von der Existenz von Shapeshiftern wussten. Sie beschloss ebenso, ihre Frage auf sich beruhen zu lassen. Vorerst. Da Alec scheinbar nicht in der Stimmung war, darüber zu reden wen und wo er diese Person verloren hatte, würde sie einfach warten, bis er selbst bereit war, ihr alles mitzuteilen. Denn sein Verhalten weckte ihr Interesse immer mehr. Sie rutschte in ihrem Stuhl etwas nach vorn und beobachtete Alec. Unbewusst tat sie es ihm gleich und nippte wieder an dem Wein. Der Balkon, die frische Abendluft, die leisen Geräusche der Stadt waren für den Bruchteil eines Moments ausgeblendet. Ihre Stimme war leise und sanft, als sie Alec vorsichtig ansprach.
„Was für sonderbare Träume von Pumas hast du denn?“, fragte sie zaghaft. Aber im Inneren war sie gespannt, neugierig, sogar erfreut, dass er das ansprach. Wahrscheinlich auch etwas besorgt. Doch sie versuchte sich davon nach außen hin nichts anmerken zu lassen. Lediglich ihr aufmerksamer Blick konnte sie jetzt verraten, während dieses wissende Funkeln darin lag.
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BeitragThema: Re: Identities   2/2/2014, 20:26

„Sonderbare Träume...“, wiederholte er immer noch abwesend, oder besser während er immer abwesender wurde. „Es ging um einen Puma, der mich beobachtet hatte.“, meinte er wahrheitsgetreu, nur eben, dass es wohl kein Traum war. „Er war auf den Dächern, hatte zugesehen, wie ich hier an diesem Tisch saß. Und eines Tages stand er vor mir.“Er hatte nicht erwähnt, dass der Puma ihn dabei beobachtet hatte, wie er sich der Musik hingegeben hatte, wie er zum ersten Mal seit Jahren wieder gespielt hatte. Wozu auch? Mit Musik wollte er jetzt nicht prahlen oder ihr den Anscheinend vermitteln, dass er vor ihr angeben wollte, denn so wirkte es meistens. Zumindest auf die Meisten, denn es war in dieser Zeit selten geworden, dass man spielte.
„Er stand vor mir, kam zu mir und ließ sich vor mir nieder. Anscheinend wollte er, dass ich ihn streichele, dass ich ihn berühre. Dieses wilde Tier, vor dem wohl jeder Angst haben sollte. Und das hatte ich auch. Nein... nicht Angst, nur einen gewissen Respekt, schließlich weiß man selbst bei Menschen nie wie sie sich verhalten, wie sollte man es dann bei einer Raubkatze wissen?“ Kurz blieb er still und ihn holten die Erinnerungen an jenen Abend ein, sodass er schließlich, ohne es wirklich mit zu bekommen, lächelte und sich den Abend heimlich zurück wünschte, genau wie er sich die Zeit mit Denahi immer zurück wünschte, seinem eigenen scheuen Wesen.
„Dann jedoch verließ er mich. Der Puma war weg... und seit dem habe ich ihn nicht wieder gesehen. Also... also in meinen Träumen.“ Nun klarer werdend, blickte er zu Denahi und konnte ihrem Blick nicht standhalten, weil ihm diese Begegnung, wenn es denn ein Traum war, irgendwie kindisch vorkam.
„Ich weiß, ziemlich bescheuert, oder? Ich sollte dir wohl nicht von meinen anderen Träumen erzählen, die mit den kleinen grünen Männchen, die meine Socken klauen?“, tat er es mit einer etwas lächerlichen Bemerkung ab, die allerdings auch der Wahrheit entsprach.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   2/2/2014, 20:50

Fortwährend blieb ihr Blick an Alec gehaftet, als dieser erzählte. Die Bilder jenes Abends kehrten zurück, als er so sprach. Und sie konnte sich an alles erinnern, was er sagte. Aber auch Alec schien es so zu gehen. Zumindest lächelte er kurz, als würde er sich auch an diesen Abend zurückerinnern. Dabei fiel die Anspannung von Denahi ab; Alec schien keine Angst gehabt zu haben. Sicher hatte sie damals an ihn gespürt, dass er keine Angst vor dem Puma hatte, doch es war bestätigend das aus seinem Mund zu hören. Seine kurze Aussage, die jedoch schnell wieder revidierte, brachte kurz Zweifel zurück. Dann musste sie jedoch lächeln und musste sogar lachen, als Alec von den grünen Männchen sprach. Vor ihren Augen lief ein kurzes Kopfkino ab, wie Alec einem von diesen ominösen Wesen nachrannte, weil dieser seine Socke klaute. Sonderbarerweise hatte Alec nicht gerade viel an bei dieser kurzen Vorstellung. Sie schüttelte die Bilder schnell wieder ab und errötete leicht, als sie seinem Blick begegnete. Sie nahm ihr Glas wieder und setzte es an die Lippen und tat einen tiefen Schluck, bevor sie es kurz abstellte.
„Ach ja, welche grünen Männchen waren das denn? Waren es vielleicht Kobolde oder doch Aliens?“, gab sie wieder lachend zurück und tat dann noch einen Schluck, bevor sie sich langsam erhob, Alec noch immer betrachtend.
„Wenn du keine Angst hattest, was war es dann?“, fragte sie ernster zurück, als sie sich auf ihren Stiefeln schälte.
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BeitragThema: Re: Identities   2/2/2014, 21:04

„Kobolde! Eindeutig Kobolde!“, lachte er nun mit und wieder hatte Denahi es geschafft ihn vollends zu begeistern, ihn zu fesseln. Zu fesseln an ihre Lebensfreude und ihren Witz.
„Aber es waren Kobolde mit ganz glatter Haut so wie Aliens...“ Ob das wohl so eine seltsame Mischung aus beidem war, fragte er sich grinsend und wurde dann wieder ruhiger, als sie wissen wollte, was er damals empfunden hatte.
„Angst war es keine... ja... aber was denn? Ich glaube es war... Faszination.“ Er nickte, als habe er sich das selber bestätigen müssen, als wurde ihm erst jetzt bewusst, was es war. „Faszination, ganz genau. Diese Raubkatze zu sehen, ihr Fell zu streicheln, es zu berühren hat mich fasziniert. Ich glaube dass nicht vielen Personen so ein Ereignis vergönnt ist und dass nicht viele dieses Gefühl jemals haben werden. Also in ihren Träumen, meine ich.“ Wieder wurde er etwas verlegen.
Vielleicht hätte er einfach dazu sagen sollen, dass der Traum sich so unglaublich echt angefühlt hatte oder so etwas, dann wirkte es nicht so seltsam, wenn er davon erzählte, als sei es Wirklichkeit gewesen. Wer sollte einem so etwas schon glauben? Pumas in Seattle, die sich streicheln lassen auf der Dachterrasse eines Hochhauses. Ja, genau. Doch dazu kam er nicht mehr, denn plötzlich fing Denahi an ihre Stiefel auszuziehen, was ihn auch wiederum faszinierte. Eine so hübsche Frau, die sich ihre Stiefel auszog und dann noch bei ihm in der Wohnung? Und er musste wirklich fragen warum sie das tat, schließlich war es ja nicht so, dass es so unglaublich warm draußen war. Doch seine Motivation zu sprechen hatte in diesem Moment drastisch abgenommen. Stattdessen schaute er einfach nur Denahi zu.
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