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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   13/1/2014, 14:55

Dieser viel zu kurze Moment schien ewig zu dauern. Nein, eigentlich nicht. Aber für eine Sekunde schien es ihr, als sei die Zeit stehen geblieben, während sich Alecs Berührung intensivierte und sie ihn einfach nur betrachten konnte, als er die Augen schloss. Denahi legte die Hände an seine Brust und war versucht sich doch noch näher an ihn zu schmiegen. Aber irgendetwas... die Intensität dieses Moments, die sie so gar nicht gewohnt war, erschreckte sie. Alecs Verhalten, ihr eigenes. Nach wie vor schien ihr alles irgendwie unwirklich. Dass sie hier waren. Zusammen. Dabei war er doch der traurige Fremde auf der Terrasse gewesen. Doch dann endete der Moment bereits, für mehr war keine Zeit, als Alec sich – fast schon vorsichtig, wie ihr schien – sich von Denahi löste und die Tür öffnete. Sie betrachtete den Vorgang: wie sein Fingerabdruck gescannt wurde. Diese Technik faszinierte sie ja schon, wenn sie ehrlich und dann glitt die Tür vor ihnen auf. Dass Alec nicht als erstes eintrat, signalisierte ihr, dass es wohl eine Aufforderung sein musste. Sie schaute ihn kurz lächelnd an, bevor sie hinein ging.
Irgendwie schien es Alec unangenehm, stelle sie fest. Er bezeichnete es als Unordnung. Aber Denahi musste grinsen und meinte: „Ich habe schon schlimmeres gesehen!“ In ihrer Bruchbude zum Beispiel! Während sie die Trennwand zwischen Küche und Wohnbereich passierte, verschwand Alec bereits in Richtung der Küche.
„Kann ich dir vielleicht helfen?“, kam es von ihr, aber Alec musste sie bereits nicht mehr gehört haben. Aus der Küche hörte sie nur, wie Schränke geöffnet wurden, etwas wurde gesucht, zur Seite geschoben, ein elektronisches Surren und ein später folgendes Klingeln. Sie durchquerte den Raum, ging an der Couch vorbei auf das große Fenster zu, welches die Front des Wohnbereich bildete. Als sie davor stehen blieb, konnte Denahi zunächst nur ihr eigenes Spiegelbild erkennen und vereinzelte Lichtpunkte. Sie öffnete die Tür nach draußen und kühle Abendluft wehte ihr entgegen. Man roch zwar die Stadt, aber die Luft war, je weiter oben man war, um so klarer und kühler. Sie schaute sich um: die Lichter unter ihr, die Gebäude neben an. Denahi schaute in die Richtung, aus der sie damals als Puma gekommen war. Schon sonderbar, wie sich die Dinge zusammenfügten...
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Identities   14/1/2014, 23:39

Das Klingeln der Mikrowelle nahm ihm dann die Entscheidung ab, ob Wein oder nicht. Er schnappte sich diesen, stellte ihn zusammen mit zwei Gläsern, beide blitzblank poliert, da er sie ja sonst nie verwendete, auf ein Tablett. Die Nudeln gesellten sich dampfend dazu, die Stäbchen legte er brav daneben und schon war es Zeit anzurichten. Als er jedoch mit dem Tablett aus der Küche kam, fand er Denahi nirgends, dafür eine offene Dachterrassentür. Wahrscheinlich musste sie aus einem Chaos in der Wohnung fliehen, dachte er sich und blickte sich schnell um, ob nicht irgendwo noch Zeugs herum lag, was nicht unbedingt passend war für einen gemütlichen Abend: Granaten, Ladestreifen, Handfeuerwaffen. Eine einzelne Patrone rollte auf dem Boden herum und Alec bemühte sich diese unter die Couch zu schieben. Man konnte nie wissen wann einem eine APDS-Patrone unter der Couch das Leben retten konnte! Kopfschüttelnd ob dieses Gedankenganges ging er auf die offene Tür zu und blickte vorsichtig hinaus. Denahi stand an dem Geländer und betrachtete die Welt von hier oben. Das letzte Mal als er sie in ein hoch gelegenes Haus mitgenommen hatte, änderte die ganze Welt für die beiden. Yakuza, mysteriöse Geistwesen, die zu Denahi sprachen, Ares-Sicherheitsdienst, der hinter ihnen her war. Hoffentlich blieb es diesen Abend wirklich bei Nudeln und Wein.
„Nicht ganz so schön wie der Ares-Tower, aber zumindest eine schöne Aussicht. Und nicht ganz so gefährlich.“, bemerkte er lächelnd und nahm die einzelne Stufe, die auf die Terrasse führte, ging zu dem kleinen Rundtisch hinüber, den er sich dort hingestellt hatte und legte das Tablett ab. Die dampfenden Nudeln hatten mittlerweile ihren mit Konservierungsstoffen und anderen Zutaten angereicherten Duft entfaltet und gesellte sich zu den Gerüchen der Straße. Doch immerhin überwog hier oben eine etwas angenehmere Luft, als sie unten vorzufinden war.
Daraufhin ging er langsam zu ihr hinüber und stellte sich neben sie, ohne sie wirklich anzuschauen. Sein Blick ging auch über die Dächer, über die Straßen. Seine Ellbogen waren auf das Geländer gelehnt, sodass er in etwas übergebeugter Haltung dastand.
„Von hier oben wirkt alles ein wenig friedlicher, oder?“, fragte er sie leise und doch mit einem irgendwie vielsagenden Unterton in der Stimme.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   17/1/2014, 20:23

Denahi hörte Alecs Schritte, als er auf die Terrasse trat, sah sich aber nicht nach ihm um, sondern lauschte lediglich und beobachtete das Geschehen unter ihr, so wie Katzen pflegten von oben aus dem Fenster zu schauen und ihre Umgebung nach möglicher Beute abzusuchen. Auch wenn sie Alec nicht sah, vermutete sie an seinen Schritten, dass er zum Tischchen hinüber ging, dann das Geräusch als Plastik auf Plastik traf und die Schritten kamen näher. Wäre sie jetzt eine Katze gewesen, hätte sich eines ihrer Ohren sicher in Alecs Richtung geneigt, während das andere der Straße lauschte. Dann war er bei ihr angekommen. Denahi schaute ihn an, wie er sich so übers Geländer beugte und ebenfalls hinab sah, so wie sie zuvor. Doch seine Worte brachten sie zum Schmunzeln. Ihr Blick folgte dem seinen, wieder hinab in die Straßenschluchten.
„Ich brauche keinen Ares-Tower!“, merkte sie fröhlich an. Es wäre sogar besser ohne diesen Turm gewesen. Da fielen ihr aber die Gestalten dort oben wieder ein.
„Um einiges friedlicher...“, meinte Denahi leise und mit einem Seufzen. So musste es wohl sein, wenn man nicht um sein Überleben kämpfen musste, sondern einen sicheren Rückzugsort hatte. Vermutlich sollte sie sich ebenfalls eine solche Wohnung zulegen später, falls sie mal zu Geld kommen sollte. Aber wollte sie immer hier oben sein? In den Straßen war sie frei. Aber hier oben konnte sie nur über Dächer fliehen und stürzen. Aber sie konnte immerhin fliehen, nicht so wie diese beiden Gestalten oben in dem Turm.
„Ich wüsste zu gern, was diese sonderbaren Wesen waren, im Ares-Tower...“, merkte sie leise an, ohne Alec anzublicken. Dann schüttelte sie den Kopf, nein, besser Alec nicht wieder daran erinnern, sonst kamen wieder Unmengen an Fragen.
„Aber hattest du nicht eigentlich einen Bärenhunger?“, meinte sie grinsend und betrachtete Alec.
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BeitragThema: Re: Identities   18/1/2014, 17:18

Alecs Mundwinkel verzogen sich zu einem Grinsen.
„Bärenhunger ist gut gesagt, ich könnte wahrscheinlich einen ganzen Bären essen!“ Doch er machte keine Anstalt sich zu den dampfenden Nudeln zu bewegen. Stattdessen drehte er sich um, lehnte nun mit den Hüften und seinem Rücken an dem Geländer, sodass er in Richtung des Essen blicken konnte, doch seine Augen suchten die von Denahi, woraufhin er sich wieder von allen weltlichen Sorgen befreit fühlte. Zumindest so lange, bis er anfing zu antworten:
„Das im Ares-Tower hat mich auch ziemlich überrascht. Anscheinend kannst du Dinge sehen, die nur wenige andere sehen können. Astralsicht nennt man so etwas. Es ist ziemlich selten und bei Menschen wohl noch um einiges seltener. Das ist eine ganz schöne Gabe, die man dir damit mitgegeben hat.“, merkte er nun mit einem gewissen Respekt in seiner Stimme an. Sie war nicht nur für ihn besonders, wie es schien. Die Astralsicht zu beherrschen kostete viele Andere Jahre an Ausbildung, wenn sie denn überhaupt zu erlernen war.
„Meinen nächsten Besuch dort werde ich aber vorerst einmal hinausschieben. Das Rätsel dieser Wesen kann ich sicher auch irgendwie allein lösen. Ich werde dich nicht mehr an einen solchen Ort mitnehmen. Wir haben ja gesehen, dass es da viel zu gefährlich ist. Aber weißt du noch genau, was sie von dir wollten? Ich muss gestehen, dass der Tag mich ziemlich abgelenkt hat und dass ich erst jetzt wieder darüber nachdenke. Aber möchtest du nicht vielleicht auch etwas essen? Allein komme ich mir so gierig vor!“, lachte er kurz und ließ seinen Blick nicht ab von ihren Augen, in denen er so viel Fröhlichkeit und in diesem Moment irgendwie Trost fand.
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BeitragThema: Re: Identities   19/1/2014, 00:26

Denahi betrachtete, wie sich Alecs Gesicht noch ein wenig mehr erhellte und er sich umdrehte. Wie er sich leicht nach hinten lehnte. Sie musterte ihn ganz unverhohlen, betrachtete seine gesamte Gestalt, angefangen von den Beinen, seinen Körper bis zu seinem Gesicht. Dabei kam Denahi unmerklich etwas näher, Zentimeter für Zentimeter. Ganz unbewusst verringerte sie den Abstand zwischen sich und Alec, während er sprach und blieb relativ dicht vor ihm stehen. Ihre Augen hefteten sich als nächstes an seine Lippen, die sich bewegten und Worte formten. Astralsicht, genau... Gabe, ja... dachte sie sich und ertappte sich dabei, dass sie ihm nur halb zuhörte. Stattdessen gab sie sich viel mehr der Frage hin, wie es wohl wäre ihn jetzt zu... Was? Er hatte etwas gefragt. Sie sollte dringend zu hören! Ihr Blick wanderte zu seinen Augen. Es ging ja um die Wesen. Genau.
„Sie ähm... Sie wollten, dass ich ihnen helfe, weil der Leiter von Ares sie dort seit Jahren festhält, damit sie seine Wünsche erfüllen... oder so ähnlich...“, gab sie zurück. In ihrer Erinnerung schwamm alles bereits leicht, weil es einfach zu viele neue und sich überstürzende Eindrücke heute waren und irgendwie schienen sie nicht aufzuhören. Damit wand sie sich wieder ab und schaffte wieder Abstand. Denahi ging zu dem Tisch und betrachtete das Tablett mit dem Essen, den Gläsern, der Flasche. Aber kein Besteck, sondern nur die Stäbchen. Sie nahm eines in die Linke, das andere in die rechte, als wolle sie damit nun ein altmodisches Schlaginstrument spielen und grinste dabei.
„Aber bevor wir essen, musst du mir beibringen, wie das geht!“, meinte sie und hoffte wieder die Tatsache, dass sie doch etwas abwesend gewesen war, überspielen zu können.
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BeitragThema: Re: Identities   19/1/2014, 05:13

Gerade als Alec wieder die Zusammenhänge herstellte zu Ares, den Yakuza und diesen Geschöpfen, die Denahi dort oben gesehen hatte, wurde er durch etwas doch recht Banales wieder zurück an diesen Ort geholt: Denahi konnte nicht mit Stäbchen essen. Und das war in Seattle wohl eine recht ungewöhnliche Sache, schließlich wimmelte es hier nur so von asiatischen Restaurants, Imbisständen und sonstigen Lokalitäten. Doch ihn konnte nichts mehr bei Denahi überraschen. Zumindest hoffte er es. Grinsend nickte er.
„Klar. Es ist ganz einfach, warte.“ Erst vor einigen Sekunden hatte er sich zwar hingesetzt, doch er musste lügen, wenn er nicht gerne aufstand, um zu ihr zu gehen. Während er den Schritt zu ihr hinüber machte, kam er einfach nicht daran vorbei einen Blick auf ihre Hände zu machen, welche ungeschickt mit dem Bambus spielten, als seien es Bauklötzchen in den Händen eines Kindes. Nur hatten sie nichts kindisches in ihren Händen. Er hatte schon gesehen, was sie tun konnte, mit den Yakuza, aber auch mit ihm. Der kurze Gedanke daran, wie sie auf ihn gesprungen war, mitten im Labyrinth, ließ ihn wieder abtauchen in diese vollkommen andere Welt, in der nur sie beide waren.
Nichts Böses, das ihnen etwas antun konnte, nichts Alltägliches, das an die Langeweile des Alltages erinnerte, sondern sie und er. Zusammen im Labyrinth. Ihre wilden Küsse, ihre warmen Lippen, die zuerst nicht richtig zu wissen schienen, was sie eigentlich wollten, doch dann schnell ihren Instinkten nachgingen und sich seinen Lippen hingaben...
Er musste sich zusammenreißen um nicht seufzend hinter ihr zum Stehen zu kommen. Doch dort kam er an und wurde still, beugte sich leicht zu ihr hinab und strich sanft über ihre Arme. Eine eigentlich unnötige Geste, um ihr das Stäbchenessen beizubringen, doch verleitete ihn der bloße Gedanke an das, was sie Stunden zuvor erlebt hatten, dazu.
„Also, du... du musst sie...“, fing er an zu erklären. Fast im Flüsterton, fast als wolle er sie wieder nicht verschrecken oder als wolle er wieder gut machen, dass er sich zu dieser überflüssigen Geste hatte hinreißen lassen.
„So musst du sie halten.“, sagte er weiter, während er ihre Rechte so mit den Stäbchen verbog, dass sie sie richtig hielt. Seine andere Hand jedoch hielt ihre andere Hand. Nicht fest, sondern gerade so, dass er sie spüren konnte, ihre weiche, warme Haut. Er bemerkte, während er ihr zeigte, wie sich mit den Stäbchen greifen ließ, gar nicht, dass sein Körper mittlerweile so nah über sie gebeugt war, dass sie sich berührten, dass eine kurze Bewegung gereicht hätte, um sich ihrem Gesicht mit dem Seinen anzunähren, um ihre Lippen mit den Seinen zu berühren. Nein, daran durfte er nicht denken! Sie wollten essen. Sie hatten morgen viel vor. Und sie konnten Schlaf gebrauchen. Erholung. Und von allem würde es viel zu wenig geben, wenn er weiter daran denken würde, wie sich ihre Lippen wohl anfühlen würden, wie sich ihr Körper anfühlte unter diesem Kleid, wie es wohl wäre mit ihr... Nein! Aber war da nicht vorhin etwas? Etwas ihrerseits? Dieser Blick, der über ihn gewandert war. Diese kurze Verwirrtheit, als er sie nach dem Ares-Tower gefragt hatte und sie so wirkte, als sei sie gerade Abwesend. Kam es ihm nur so vor? Oder rang sie auch so mit sich? Er sollte sich wohl einfach mit dem Wein betrinken. Bis zur Besinnungslosigkeit. Dann würden sich solche Fragen für den Rest des Abends nicht mehr stellen. Aber mit einer Flasche würde das wohl nicht ganz funktionieren.
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BeitragThema: Re: Identities   19/1/2014, 17:04

Denahi beobachtete Alec, wie er um den Tisch herum kam und auf sie zuging. Ja, das tat sie in letzter Zeit wirklich oft: ihn beobachten. Sie setzte sich, weil es so sicher einfacher wäre für ihn zu erklären und wartete ab. Dann stand Alec hinter ihr und beugte sich hinab. Sein Hemd streifte leicht ihre Schulter. Er war für einen Moment unglaublich still, sodass sie sich nach ihm umschauen wollte, sich aber nicht traute; gerade weil er ihr so nah war. So nah, dass sie ihn riechen konnte, dass sie wieder seine Wärme spüren konnte. Und dann war da diese flüchtige Bewegung, als seine Hände ganz sacht über ihre nackten Arme strichen und ihr wieder einen Schauer über die gesamte Haut jagten. Denahi schloss für den Bruchteil eines Augenblicks die Augen und holte tief Luft. Sie zwang sich jedoch sich wieder zu konzentrieren, als seine Finger die Stäbchen in ihre Hand schoben. Und als er sprach, war er ganz leise; sie mochte den Klang seiner Stimme, wenn er so sprach. Es klang irgendwie geheim, so als wäre es ein Geheimnis, das nur sie beide kannten. Sein Atem strich über ihr Haar. Seine andere Hand hielt die andere umfasst. Automatisch folgte sie mit ihrer Hand der Bewegung, als Alec sie mit dem Stäbchen zur Schachtel führte und damit griff. Ihr Blick richtete sich jedoch ausschließlich auf ihre Hände. Seine Hand, die größer war als ihre und diese bestimmt bei der Bewegung führte. Sie bekam dadurch tatsächlich Nudeln zu greifen, aber darüber freute sie sich gar nicht so sehr, wie über diese Berührung. Der Drang in sein Gesicht zu sehen, wurde stärker, sodass sie sich endlich traute und den Kopf nur leicht in seine Richtung drehen musste.
„Danke...“, flüsterte sie zurück, fast schon gegen seine Lippen und lächelte leicht. Und bevor sie sich versah, berührten ihre Lippen seine Wange und sie hauchte einen Kuss auf seine Haut. Ohne wirklich zu wissen, wie oder warum sie das gerade jetzt tat. Etwas verlegen, schaute sie weg und löste sich aus Alec Griff und das Gelernte angeblich selbst zu versuchen. Sie neigte den Kopf leicht nach vorn und ließ ihr Haar ins Gesicht fallen, damit ihm nicht auffiel, dass ihr auf einmal sehr warm wurde und sie errötete.
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BeitragThema: Re: Identities   19/1/2014, 18:18

Nein, eingebildet hatte er sich wohl doch nichts! Ihre Lippen berührten sanft seine Wange, hinterließen ein warmes Gefühl, fast einen Abdruck, der hoffentlich niemals wieder verschwand, ihn begleitete bis er noch mehr davon bekam. Doch dann schwand ihr Mut wohl, denn sie versteckte sich hinter ihren Haaren, während er immer noch so nah bei ihr war. Sie versuchte sich an den Nudeln und das sogar ziemlich erfolgreich, doch er spürte doch, dass auch sie an etwas ganz anderes dachte. Als er sie berührt hatte, spürte er, wie sich ihre Haut unter seinen Berührungen veränderte, wie ein Schauer sich darüber legte. So wie es bei ihm war, wenn er sie so nah bei sich hatte. Sie fühlte wie er, das wusste er nun, auch wenn sie versuchte es zu verstecken. Tat sie es aus Angst? Aus Scham? Oder einfach weil sie sich so unsicher war über seine Gedanken, seine Gefühle für sie? Dieses scheue Wesen faszinierte ihn und so unglaublich gerne hätte er ihr erklärt, was er fühlte, wie seine Lebensgeister neu erwacht waren, seit er sie kennen gelernt hatte, wie frei er sich fühlte in ihrer Gegenwart. Ungezwungen und befreit von all seinen Sorgen. Er wollte nicht, dass es jemals aufhörte. Doch sagen konnte er in diesem Moment nichts. Nicht einmal auf ihr zartes „Danke“, welches sie noch scheuer gemacht hatte.
Stattdessen legte er eine Hand an ihr Kinn, um sie mit sanfter Gewalt dazu zu bringen ihn anzuschauen. Die andere Hand strich ihr Haar zur Seite, sodass er ihr Gesicht sehen konnte, welches leicht gerötet war, sodass man ihren Zwiespalt beinahe spüren konnte. Doch er lächelte nur leicht. Auch in seinem Gesicht musste sie sehen, dass es auch für ihn etwas ganz Besonderes war in ihrer Gegenwart zu sein, dass er diesen Kuss gerne wiederholen würde, was er auch tat. Nur dass es dieses Mal er war, der ihre Wange küsste. Doch wartete er einen Moment lang damit, ließ sie, ganz unbewusst, seinen Atem auf ihrem Gesicht spüren, ließ sich Zeit. Er schloss die Augen sogar. Vielleicht damit sie sich nicht beobachtet oder bedrängt fühlte, vielleicht um den Augenblick einfach zu genießen, den Moment unvergesslich werden zu lassen, ihn mit all seinen anderen Sinnen zu erfassen. Dann küsste er ihre Wange, ließ nach einem scheinbar unendlich langen Moment von ihr ab und verharrte neben ihr, um herauszufinden, ob auch durch ihren Körper dieses unglaubliche Gefühl ging, welches er in diesem Moment hatte.
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BeitragThema: Re: Identities   19/1/2014, 18:52

Denahi wartete darauf, dass Alec sich womöglich zu seinem Platz begab, was er aber nicht beabsichtigte, wie es schien. Er bewegte sich kaum; sie konnte sogar seinen Blick auf sich spüren. Dann das leise Rascheln von Stoff. Eine bestimmte Berührung. Als er ihren Kopf leicht in seine Richtung drehte und seine Finger sie berührten, zuckte sie zusammen; das hatte sie irgendwie nicht erwartet. Flüchtig huschte ihr Blich zu seinem Gesicht, bevor sie wieder zu Boden schaute. Das hier war anders. Anders als im Labyrinth. Das dort war viel instinktiver gewesen, während sie diesen Moment viel bewusster erlebte und dabei genügend Zeit hatte, sich sonderbare Gedanken zu machen. Ja, ihn beiden war es wohl bewusst, wie nahe sie sich waren. Nicht so wie am Nachmittag, als es einfach geschehen war. Als sie Alecs Atem wieder auf ihrer Wange fühlte, schloss sie die Augen und wartete ab. Ihr Magen zog sich zusammen. Sie wurde nervös. Und ihr wurde sonderbarer Weise noch viel wärmer, falls das irgendwie ging. Dabei hatte sie längst keinen Hunger mehr. Wieder erinnerte sie das Gefühl an einen Sprung. An einen Sprung, der von einem Hochhaus zum nächsten führen sollte, aber auch jeden Moment im leeren Raum enden konnte. Es schien ihr viel zu lang. Zu viel Zeit verging, bevor etwas geschah. Und dann spürte sie seine Lippen. Wieder erstaunte es sie. Dass er ihren Kuss auf die Wange erwiderte, damit hatte auch nicht gerechnet. Aber was hatte sie dann erwartet? Sie musste schmunzeln, mehr über sich selbst, als über die Situation. Aber diese kurze Erheiterung vertrieb wieder ihre Nervosität für keinen Moment und sie schaute Alec lächelnd an.
„Tut mir Leid, ich halte dich immer wieder ab!“, meinte sie und nickte in Richtung Essen und grinste Alec frech an. „Außerdem will ich nicht, dass du mich aufisst. Ich bin zwar kein Bär... aber...“, flüsterte sie Alec und versuchte ihre Nervosität damit zu überspielen.
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BeitragThema: Re: Identities   21/1/2014, 22:19

Alec musste ihr Lächeln erwidern, als sie ihn anschaute, rollte kurz mit den Augen und spitzte seine Lippen zu als wolle er sagen: '“ypisch Denahi, immer wenn es spannend wird, muss sie ablenken“. Stattdessen erwiderte er jedoch auf ihre Aussage:
„Und wie du mich aufhältst... Irgendwie komme ich wohl gar nicht zum Essen. Und nicht mal dich darf ich anknabbern.“ Daraufhin begab er sich grinsend langsam zu seinem Platz, nahm die Stäbchen zur Hand und holte sich eine riesige Portion Nudeln aus der noch dampfenden Schale.
„Also wenn du kein Bär bist, was bist du dann?“, wollte er wissen, wobei man wohl genau zuhören musste, weil er halb dabei war die Nudeln zu verspeisen.
„Tut mir leid, ich bin unglaublich unhöflich. Einfach mit vollem Mund zu reden. Möchtest du einen Schluck Wein?“
Irgendetwas wollte sie gerade sagen, das hatte er herausgehört, aber was? Er gab ihr ein wenig Zeit sich eine Antwort zu überlegen, indem er den Wein öffnete und nur ab und zu dabei zu ihr rüber schaute, um vielleicht herauszufinden, ob es nur ihre Nervosität oder ob da noch etwas anderes war. Bei ihr konnte man das ja nie wissen, wie er sich heute schon zum hundertsten Mal erinnerte.
Doch während er den Wein einschenkte, fuhr ihm nochmals ein Schauer über den Rücken. Sie zu küssen, sie zu spüren... wieder hatte es sich so unglaublich angefühlt. Anders als im Labyrinth, wo es viel instinktiver war, wo sie sich wohl einfach davon hatte leiten lassen, aber dennoch wunderschön, denn er konnte wirklich jede Berührung auskosten, jeden Moment genießen und war sich vollkommen bewusst der Dinge die sie tat, die er tat. Im Ares-Tower ging alles viel zu schnell, viel zu unbedacht. Aber vielleicht war es auch gerade das, was ihm dort oben so gefallen hatte und was jetzt den feinen Unterschied machte. Keinen der Momente jedoch würde er weglassen wollen, denn immer wenn er sie berühren konnte, sei es im Taxi, sei es für einen flüchtigen Kuss, während er ihr noch zeigte wie sie ihre Stäbchen benutzen sollte, jede der Berührungen war großartig und ließ ihn auf mehr davon hoffen.
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