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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   6/1/2014, 23:10

Denahi holte tief Luft und seufzte leise. Da war es. Alles. Er wollte alles wissen. So viele Fragen und keine richtigen Antworten. Sie senkte den Blick gen Boden, der einmal eine Straße gewesen sein musste und bog an der Kreuzung ab, in die Richtung, aus der auch ihr Taxi gekommen war. In Richtung der Stadt.
„Ich weiß nicht, ob ich all deine Fragen zu deiner Zufriedenheit überhaupt beantworten kann...“, Dann sollte sie wahrscheinlich ganz am vorn beginnen, obwohl es da nicht viel zu erzählen gab.
„Meine Eltern gaben mir eigentlich einen anderen Namen. Aber seit meine Mutter an einer Krankheit gestorben ist und mein Vater erschossen worden ist, hat mich niemand mehr bei meinem Namen genannt. Ich weiß auch nicht mehr, wer mich als erstes Denahi genannt hat. Aber seit da habe ich den Namen.“ Eine kurze Pause, wieder überlegte sie ohne aufzuschauen. Musterte den Boden, Steinchen knirschten unter ihren Schuhen.
„Ich weiß nicht, wer die Leute waren, die meinen Vater erschossen haben... vermutlich Yakuza... jedenfalls bin ich von da an allein. Ich bin von zuhause weggelaufen, als sie unserer Wohnung gestürmt haben und da habe ich auch meine SIN verloren. Deswegen habe ich auch gar kein SIN mehr. Vermutlich gehen die Behörden davon aus, dass ich tot bin. Ein Zuhause hatte ich von da an auch nicht mehr. Ich hab irgendwo in den Puyallup Barrens gehaust. Unter Brücken, in verlassenen Gebäuden. Wo es trocken und nicht kalt war. Bis vor einer Woche habe ich genau genommen gar nichts gemacht. Erst seit den letzten Paar Tagen habe ich eigentlich ein Paar Auslieferungen gemacht. Irgendwelche Päckchen in Barrens.“, sie zuckte die Schultern.
„Du siehst, da gibt es nicht wirklich viel zu berichten.“ Erst jetzt sah sie Alec wieder an und hoffte inständig kein Mitleid in seinem Gesicht zu sehen. Denn Mitleid wollte sie nicht. Das hätte sie wohl nicht ertragen. Schließlich schämte sie sich nicht wirklich und war bisher glücklich gewesen mit ihrer Situation und ihren Lebensumständen. Und die anderen Kleinigkeiten, wie sie sich in den Barrens durchschlug und Nahrung beschaffte, was sie auslieferte, das überließ sie Alecs Auffassungsgabe.
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Alec Knight
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BeitragThema: Re: Identities   7/1/2014, 22:00

Auch wenn Alec diese Geschichte eigentlich als sehr traurig empfinden sollte und er sich das Ganze erst einmal auf der Zunge zergehen lassen musste, was sie alles durchgemacht hatte, überwog wohl das Gefühl, welches Denahi trotz alle dem ausstrahlte: Lebensfreude. Naja und wahrscheinlich sollte man Neugier dazu zählen. Als sie zu Ende erzählt hatte, ging er noch einige Momente weiter, um sich einzufühlen wie es ihr eigentlich gehen musste. Und er kam zu dem selben Schluss, den er bei sich selber festgestellt hatte:
„Dann war wohl diese Woche für dich auch irgendwie... etwas besonderes, oder?“ Er wusste, dass es wahrscheinlich in jeder Situation unglaublich unverschämt war, einem nicht sein Beileid für die Verstorbenen Eltern kund zu tun oder mitfühlend zu bekunden, wie schlecht ihr Leben doch verlaufen war, doch in ihrem Fall war es wohl so wie in seinem: Mitleid wollte er keines. Entweder einen Job, ein paar Tausender auf dem Konto oder aber schlicht weiter leben. Und mit Denahi, mit dieser seltsamen Woche, hatte sein Leben endlich wieder eine Wende genommen, denn genau das tat er nun mit ihr an seiner Seite: leben. Er wollte die schönen Seiten des Lebens kennen lernen, wollte jemandem die Welt zeigen, seine Welt, sein Leben, wollte nicht nur noch für die Arbeit leben und dafür, dass er vielleicht seine Rache bekam oder seine nirgends auffindbare Schwester zu suchen. Denahis Ehrlichkeit ließ ihn wieder lächeln, als er stehen blieb.
„Dann hast du auch einiges mit gemacht und wirst vielleicht verstehen, warum ich mein Leben damit verbringe Geld damit zu verdienen einige Ungerechtigkeiten aus der Welt verschwinden zu lassen. Aber was ist mit dir? Was hat dich dazu bewegt, eine Arbeit anzunehmen? Und woher zum Teufel kannst du so gut kämpfen? Den Yakuza im Ares-Tower hast du innerhalb von Sekunden fertig gemacht!“, merkte er nun das erste Mal ganz offen und sogar mit ebenso offener Bewunderung in seiner Stimme an. Er hatte noch weitere Fragen, doch für die ließ er sich noch Zeit, schließlich hatten sie heute noch genug davon. Er ging nicht davon aus, dass sie sich vor dem Deal morgen früh trennen würden.
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Denahi
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BeitragThema: Re: Identities   8/1/2014, 17:54

Schweigend gingen sie weiter. Denahi fragte sich bereits, ob Alec etwas entgegnen würde oder ob sie ihn doch zu sehr verschreckt hatte mit ihrer ehrlichen Antwort. Damit hatte er jedenfalls sicher nicht gerechnet. Sie traute sich nicht wirklich Alec anzuschauen, so lange nicht, bis er sie ansprach und die Frage erstaunte sie. Kein Mitleid, nichts. Also erwiderte sie lediglich sein leises Lächeln und nickte.
„Diese Woche war anders... als die Wochen davor. Man könnte wirklich sagen besonders...“, sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen und schaute wieder weg. Aber es schien so: war das Eis einmal gebrochen, prasselten Fragen auf sie ein. Denahi blieb bei Alec stehen, als dieser anhielt und sie betrachtete. Diesen Ausdruck in seinem Blick konnte sie sich nicht genau erklären, aber er drückte nichts Schlechtes aus, so viel stand fest. Aber sie konnte einfach nicht stehen bleiben. Sie schloss ihre Hand enger um Alecs und zog ihn mit sich um ihn so dazu zu bewegen weiter zu gehen, während sie kurz überlegte. Sollte sie wieder ehrlich sein?
„Ich kann das sehr gut verstehen, dass du dir etwas mehr Gerechtigkeit wünschst. Und auch dass man dabei über Leichen gehen muss, erschreckt mich nicht. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele gestorben sind, weil ich mich gegen sie verteidigen musste...“, wieder entstand eine kurze Pause und Denahi seufzte leise in sich hinein.
„Bevor ich dich kennen gelernt hab, Alec, da war es mir egal, wie ich gelebt habe. Aber jetzt wo ich gesehen hab, wie man leben kann, was man alles haben kann, da möchte ich auch mehr. Außerdem ist das kein richtiger Job. Ich bringe nur Päckchen zu den Adressen, die man mir sagt. Also nicht wirklich viel Geld und keine festen Aufträge.“ Wieder Abwarten. Sie spähte ganz vorsichtig in Alecs Richtung, um zu sehen, ob diese Art von Ehrlichkeit angebracht war. Vermutlich schon. Vermutlich sollte sie aufhören sich so viel zu hinterfragen. Bis auf eine Tatsache.
„Na ja... die Barrens lehren einen zu kämpfen... Man muss zwangsläufig irgendwie überleben...“, druckste sie herum und schaute weg. Das war wohl auch wahr, wenn auch nicht die ganze Wahrheit, aber womöglich genügte das für den Anfang. Alec arbeitete zwar als Killer, als auf seiner Ansatzliste wollte sie nicht stehen, denn ihr Fell würde auf dem Schwarzmarkt sicher einiges einbringen. Auch wenn sie sehr stark bezweifelte, dass Alec so reagieren würde, nachdem was alles passiert war. Doch dann fiel ihr noch etwas ein und es kam gerade gelegen um das Thema zu wechseln: „Alec, da gibt es noch ein Problem: ich habe kein Comlink. Denkst du, ich kann mir morgen noch eines besorgen...?“


Zuletzt von Denahi am 11/1/2014, 17:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 16:23

Comlink? Dieses unscheinbare Wort brachte ihn wieder zurück in die Realität. Gerade noch hatte er daran gedacht mit Denahi stundenlang durch die Barrens zu spazieren, sie auszufragen über ihre Vergangenheit und schon wusste er, dass es noch ein schwieriger Abend werden würde. Für den Kauf eines Comlinks brauchte man nämlich eine SIN, zumindest für die auf dem normal zugänglichen Markt. Welcher Händler verkaufte schon gerne an SINlose oder Verbrecher? Das war nicht gut fürs Geschäft. Also wurde die SIN überprüft, was es umso schwieriger machte für SINlose eine SIN zu bekommen, denn schließlich mussten sie sich schon auf dem Schwarzmarkt um so ein Gerät bemühen, welches ein Vielfaches des Markt üblichen Preises kostete. Alec seufzte gespielt resignierend.
„Du hältst uns ganz schon auf Trab!“ Dann musste er grinsen. „Ich glaube, ich habe Zuhause noch eines herum liegen. Kann sein, dass es defekt ist, aber das bekomme ich glaube ich hin.“ Er schien abzuwägen, ob seine Fähigkeiten dafür ausreichten, doch dann schreckte er vor einem Geräusch, welches er lange nicht mehr gehört hatte, hoch und blickte sich irgendwie schämend dafür, zu Denahi. Sein Magen knurrte.
„Scheint so, als führe uns der Weg in meine Wohnung, wo ich das Teil suche und uns was kochen kann, wenn du auch Hunger hast. Und natürlich wenn du nichts dagegen hast mit mir zu kommen...“ Seine anderen Fragen hob er sich vorerst bis zur Fahrt nach Hause und den restlichen Abend in seiner Wohnung auf. Außerdem fing seine Konzentration an zu schwinden vor Hunger. Selbst wenn er noch so neugierig war, forderte der Tag bereits seinen Tribut.
„Du musst doch auch halb verhungern!“
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 18:31

Denahi schaute Alec etwas traurig an, als er seufzte. Wahrscheinlich wurde sie ihm nun doch langsam zur Last, dachte sie sich. Doch das Grinsen in seinem Gesicht sprach eine andere Sprache. Etwas irritiert über seine Reaktion nickte sie nur auf seine Frage hin.
„Wenn sich das Ganze hier erledigt hat, kann ich es ja wieder gut machen. Schließlich hast du wegen mir so viele Schwierigkeiten und Ausgaben...“, meinte Denahi etwas kleinlaut. Und das tat ihr wirklich Leid. Aber schließlich wurde ihre Aufmerksamkeit auf andere Bedürfnisse gelegt und Denahi musste lächeln. Stimmt, sie hatten ja bereits zu Beginn ihres Treffen etwas essen wollen, aber dann hatten sich die Ereignisse überschlagen. Und das war nun schon einige Stunden her. Und wieder schaute sie doch sehr verwirrt auf Alecs Vorschlag hin. Zu ihm nach Hause? So ganz offiziell? Sie schaute Alec etwas betrübt an.
„Alec, ich will dir wirklich nicht zur Last fallen. Wir könnten uns auch morgen bei der Adresse treffen oder vor deiner Wohnung.“ Nein, am verhungern war sie wirklich nicht, also schüttelte sie den Kopf. Ihr Körper hatte sich ja ohnehin an die unregelmäßig Aufnahme von Energie gewöhnt. Mal tagelang keine Nahrung, dann wieder vieles in kurzer Zeit.
Jedoch könnte es ja auch sein, dass er sie einfach nicht aus den Augen verlieren wollte, bis morgen die gesamte Sache gelaufen war. Aber sie wäre wirklich sehr gern mitgekommen. Unwillkürlich beschleunigte sie ihre Schritte.
„Je schneller wir aus den Barrens draußen sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass wir ein Taxi finden.“, ganz egal wohin sie gingen, getrennt oder zusammen.
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 18:47

Alec musste irgendwie schmunzeln bei dem, was sie sagte. Sie hatte wohl wirklich wenig mit Leuten zu tun, die ihr Gutes wollten. Aber das war selbst in anderen Gegenden selten. Nicht nur in Barrens. Doch dass sie ihm zur Last falle? Dass sie alles wieder gut machen wollte? Und es war nicht einmal eine Redewendung, die man sagte, um sich damit für etwas zu bedanken, nein, sie meinte es vollkommen ernst. Anscheinend wollte auch sie niemandem etwas schuldig bleiben. Doch Alec schüttelte den Kopf.
„Denkst du das wirklich, Denahi?“ in seiner Stimme schwang wohlwollende Zuversicht mit, welche Denahi wohl auch nicht so gewohnt war. „Du machst mir keine Umstände, du bist keine Last für mich. Und zurück zahlen brauchst du mir auch nichts. Hey, ich habe heute einen neuen Auftraggeber bekommen, der mich in Zukunft vielleicht sogar gut bezahlt und das wäre ohne dich wohl nicht passiert!“, schmunzelte er und zeigte ihr damit, dass allem etwas Gutes abzugewinnen war und sie kein schlechtes Gewissen zu haben brauchte.
„Ich... ich... hab dich gern bei mir und... würde dich einfach gerne noch zum Essen einladen. Bei mir Zuhause. Aber nur wenn es dir nicht zu viele Umstände machst, denn ich kann verstehen, dass du nun erst einmal etwas Abstand brauchst. Vielleicht bin ich es ja, der sich für all die Umstände entschuldigen muss! Ja! Klar! Ohne mich wärst du gar nicht in diese Situation gekommen und würdest keine Probleme haben. Es ist also meine Schuld. Und wenn ich dich zum Essen einlade und du annehmen würdest, könnte ich ja damit anfangen dir ein wenig hm... Entschädigungsleistungen zu geben? Kann man das so sagen?“ Nun war er doch etwas verlegen geworden, denn er hatte gerade alles umgedreht, die ganze Schuldfrage, die Wiedergutmachung, die er leisten musste und nicht sie und er hatte ihr gestanden, dass er sie immer noch gern bei sich hatte. Wohl mehr als je zuvor.
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 19:52

Denahi fragte sich, warum Alec fortwährend schmunzelte und dennoch immer gute Laue zu haben schien, vor allem wenn sie bei ihm war und trotz der Umstände. Erneut widerlegte er alles, was sie angenommen hatte. Am besten war wohl, wenn sie gar nichts mehr annahm! Noch viel mehr als das, schaffte er es sogar den Spieß umzudrehen und während Alec sprach, wurde ihr Grinsen immer breiter und sie schüttelte den Kopf. Sie schaute wieder in seine Augen.
„Na, wenn das so ist...“, meinte sie lachend; „...dann komme ich natürlich gern mit!“ Unglaublich! Er schaffte es zwar ihr schlechtes Gewissen vorerst etwas zu besänftigen, wenn auch nicht völlig zu vertreiben. Denahi sah es zwar noch immer anders, als Alec es hingestellt hatte, aber war so in Ordnung, denn das gab ihr zumindest die Möglichkeit noch etwas mehr Zeit mit Alec zu verbringen. Sie hakte sich bei Alec ein und schmiegte sich ganz leicht an seinen Arm, wie zu Bestätigung, dass ebenso empfand. Dass sie gern bei ihm war. Wortlos liefen sie an den Ruinen entlang, denn Denahi wollte auch nicht unbedingt länger hier bleiben, als nötig war.
Nach etwa einer halben Stunde hatten sie die Barrens hinter sich gelassen und waren irgendwann in einer bewohnten Gegend angelangt, zwar war hier noch immer alles ärmlich und recht vermüllt, aber zumindest gab es mehr Leben auf den Straßen. Und nicht nur Ratten und Ungeziefer, dass von einer Ecke zur nächsten huschte. Und vor allem gab es auch Fahrzeuge hier. Sie könnten wieder eines dieser gelben Fahrzeuge anhalten, ging es ihr durch den Kopf, als sie bereits ein parkendes Taxi ansteuerte.
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 21:20

Der Weg nach Hause sollte wohl tatsächlich ohne Schwierigkeiten verlaufen, denn kaum waren er und Denahi in bewohntes Gebiet gekommen, bahnte sie sich einen Weg in Richtung Taxi-Parkplatz. Alec staunte, dass sie so schnell lernte, wie diese Stadt funktioniert. Taxi hieß immerhin schnell zuhause zu sein. Auch wenn Alec es weiter genossen hätte mit ihr so verträumt weiter zu spazieren - sie an seine Seite geschmiegt, ihre sanften Hände, die ihn berührten, die Wärme, die von ihrem Körper ausging... Es war so schön, so... so fast normal, dass es ihm fast schon Angst machen konnte. Stattdessen klebte ihm aber so ein Lächeln auf dem Gesicht, dass ihm schon die Gesichtsmuskeln wehtaten. Muskeln, die er in letzter Zeit vernachlässigt hatte. Aber er genoss den Schmerz im Gesicht, schließlich hatte er heute viel erlebt, viel gesehen und erst jetzt erinnerte er sich vor lauter Aufregung wieder an den Kuss im Labyrinth und schmiegte sich im Taxi, in dem sie wortlos nach Hause fuhren, enger an sie. Verliebte Pärchen, die die reine Anwesenheit des anderen genossen. Dass er das mal erlebte! Zumindest konnte er für sich behaupten, dass es so war, denn etwas anderes konnte es nicht sein, was er empfand.
Schließlich kamen sie in seine Gegend. Nicht die schönste, aber immerhin auch nicht die dreckigste und Denahi würde sich sicher wohl fühlen, weil hier wohl nur etwa 15% der Bevölkerung für etwas zu Essen oder Geld morden würde. Ganze 80% weniger als in ihrem Bezirk, so schätzte Alec.
"So, da sind wir. Dort oben wohne ich." Er zeigte auf das relativ hohe Hochhaus, welches vor ihnen lag und die anderen, umliegenden Häuser, um ein paar Meter überragte, sodass er von seiner Dachterasse diese schöne Aussicht hatte. Es war die 100 Nuyen mehr an Miete wert, dachte er sich immer wieder und betrat mir ihr das Gebäude, welches nicht übermäßig gepflegt aussah, aber auch nicht zugemüllt war, wie andere. Eben eine ganz normale Wohngegend für ganz normale Bürger. Zumindest gab es Strom, fließend Wasser und gute Matrixanbindung.
Oben angekommen, blieben sie kurz vor seiner Haustür stehen, bevor er sie aufsperrte.
"Noch hast du die Möglichkeit zu fliehen. Ich weiß nämlich nicht, was ich uns an Essbarem zaubern kann und ob wir das dann auch noch überleben werden!", grinste er und legte seinen Arm auf ihren Rücken, sodass er sie zu sich ziehen konnte, als sei es schon etwas Selbstverständliches für ihn, ihre Nähe genießen zu dürfen...
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BeitragThema: Re: Identities   11/1/2014, 22:53

Kaum dass sie im Inneren des Fahrzeugs waren, war Alec wieder dicht bei ihr. Denahi tastete nach seinen Fingern und verschränkte ihre mit seinen. Auch schmiegte sie sich leicht an ihn, sodass ihr Oberschenkel den seinen an der Seite berührte. Sie ließ Alec die Adresse ansagen. Sie wusste zwar, wo er wohnt, aber wie die einzelnen Straßen hießen, hatte sie noch nie interessiert. Sie schwiegen wieder. Zumal Denahi es nicht mochte sich zu unterhalten, wenn ein weiteres Paar Ohren lauschte. Daher war sie froh, dass Alec sie nicht weiter ausfragte, während der Fahrt. Als sie schließlich ankam, ließ sie es nicht nehmen, dieses Mal den Fahrer selbst zu bezahlen. Sie ließ auch keine Widerworte zu. Alecs Kommentar, dass er dort oben wohnte, ließ sie lieber unkommentiert. Sonst verriet sie sich ja noch. So stiegen sie aus und stiegen hinauf, da der Fahrstuhl außer Betrieb schien. Aber auch das war Denahi ganz recht. Lieber laufen, als in so einen Kasten gesperrt zu sein. Außerdem hätte sie dem Ding ohnehin nicht getraut, denn sie bezweifelte, dass es wirklich so oft gewartet wurde, nach dem Inneren des Wohnhauses zu urteilen. Die Wände hatten bereits eine dreckige, graue Färbung angenommen mit unzähligen und vor allem undefinierbaren Flecken. Aber alle Mal war es besser als ihr derzeitiges Zuhause. Oben blieb sie stehen und schaute Alec an. Wollte er sie wirklich mit hinein nehmen und diese Privatsphäre nun mit ihr teilen. Seine Gedanken aber gingen in die selbe Richtung. Denahi schüttelte den Kopf.
„Ich will aber nicht fliehen!“, sie musste wieder grinsen; „Außerdem vertraue ich darauf, dass du uns schon nicht umbringen wirst!“, gab sie zu. Ein wohliger Schauer rann über ihren Rücken, als sie Alecs Hand in ihrem Kreuz spürte und er sie näher an sich zog. Mittlerweile war es Nacht geworden und auch wenn es Sommer war, senkte sie deutlich die nächtliche Kälte auf alles. Daher nahm sie seinen Körper um so wärmer und deutlich wahr. Sie schaute ihn an und hielt dabei fast den Atem an. Das war alles so ungewohnt. So unglaublich. Ja, unglaublich wo sie sich befand, wie nahe sie Alec an sich heran ließ und das völlig freiwillig. Ihre gesamten Instinkte schienen völlig ausgeschaltet zu sein. Oder vielleicht übernahmen gerade andere?


Zuletzt von Denahi am 13/1/2014, 15:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Identities   12/1/2014, 07:17

Ihr Vertrauen in seine Kochkünste konnte er in diesem Moment nur mit einem schmunzeln anerkennen, denn als er spürte, wie ein kurzer Schauer über ihren Rücken lief, steckte es ihn beinahe an, sodass er die Augen schließen musste und sein Atem entspannter und langsamer wurde. Einen Moment lang blickte er sie an, sah, dass sie ihn anschaute und schloss dann wieder die Augen, als er sie noch enger an sich zog. Das vertraute Gefühl, welches er schon im Labyrinth spürte, als sie sich so nahe waren, kehrte wieder zurück und nachdem auch ihn ein wohliger Schauer ergriffen hatte, der durch seinen gesamten Körper zu fahren schien, fühlte er nur noch die Wärme ihres Körpers an seinem, spürte wie auch sie sich ganz der Berührung hingab... wie schön es wäre sie jetzt in diesem Moment küssen zu können, dachte er sich oder besser ertappte er sich dabei, wie er daran dachte. Doch sie standen vor seiner Haustür, wo es alles andere als gemütlich war, wo jederzeit, auch mitten in der Nacht, irgendjemand durch diese Gänge huschen konnte, ob in freundlicher oder nicht ganz so freundlicher Absicht.
Nur schmerzlich trennte er sich von ihr. Ganz sachte, sodass er sie nicht verschrecken konnte. Wie ein Tier, dass man durch zu schnelle Bewegungen verscheuchen konnte, dabei wollte man es streicheln oder auch nur beobachten.
Da war es wieder, dieses Gefühl... Irgendetwas geradezu animalisches schien von ihr auszugehen. Nicht in dieser „schmutzigen“Hinsicht wie man es hätte denken können, sondern eher... wie am Anfang der Woche, wo er diese seltsame Begegnung mit der Raubkatze gehabt hatte.
„Wir.. sollten rein gehen.“, zwang er sich zu sagen und drehte sich dabei nur halb zur Tür hin, um sie per Fingerabdruck-Scan zu öffnen.
Als die Tür auf ging, blieb er noch einen Moment regungslos, damit Denahi auch realisieren konnte, dass sie nun hinein gehen sollten. Als sie sich schließlich voneinander lösten holte Alec kaum merklich Luft und atmete dann lange aus. Fast als wäre er ein wenig enttäuscht, dass er den Augenblick damit zerstören musste.
Dann gingen sie hinein, in sein kleines Reich. Dass er lange keine Ordnung mehr gemacht hatte, fiel ihm erst jetzt auf. Besuch hatte er aber wirklich nicht erwartet. Nie hätte er gedacht, dass Denahi heute bei ihm sein würde. Etwas verlegen erklärte er, dass sie das Chaos am besten gar nicht beachten sollte und sie es sich doch auf der Couch schon mal gemütlich machen sollte, während er nach etwas Essbarem suchte.
In der Küche fand er nicht wirklich etwas brauchbares, mit dem er etwas kochen konnte. Zwei chinesische Nudelmischungen waren noch da, die er schnell in die Mikrowelle steckte. Passend dazu gab es natürlich Stäbchen. Irgendwie kam ihm das Ganze viel zu banal vor. Er bereitete Essen zu, während Denahi sich in seiner Wohnung umsah, doch hatte es auch irgendwie etwas schönes. Etwas an dass er sich gewöhnen konnte. Doch sollte er gar nicht so weit denken, sie war nur hier, weil sie am nächsten Morgen zeitig raus mussten und weil er nicht wollte, dass sie in ihr Heim zurück kehrte, welches sie ihm ja als nicht gerade gemütlich beschrieben hatte. Außerdem wollte er ein wenig seiner Schuld begleichen. Da konnte es doch nicht schaden den billigen Wein, den er noch von der letzten Pizza-Bestellung hier hatte, aufzumachen, oder?
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